Ideales Problem für die Lösung "Blog"

by Volker Weber

Eine Hamburger Personalberatung schickt regelmäßig solche Projektanfragen an ihren gesamten Verteiler:

From:
To:
Subject: Eil-Anfrage 2005-xxx: Projekt für Berater Anbindung neuer Börsen und Broker für xxxxxxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

für eine aktuelle Anfrage suchen wir einen Berater (m/w) mit folgenden Anforderungen/Erfahrungen:

- Projektleiter für Anbindung neuer Börsen und Broker
- Erfahrung Investmentbanking, speziell Markt- und Börsenzugänge, Realtime-Anwendungen
- Erfahrung Derivative und Cash Instrumente
- Erfahrung Vertragswesen, Settlement, technische Anbindung an das Handelssystem RTD
- Grundverständnis für Solaris, Linux und Windows
- Kenntnisse RTD
- Einsatzort xxxxxxx
- Laufzeit ab sofort für mindestens ein Jahr Vollzeit
- Sprache: Deutsch

Bitte rufen Sie mich an, wenn Sie weitere Fragen haben. Danke.

Bitte senden Sie mir einen aussagekräftigen CV (im Word-Format), der Angabe eines wettbewerbsfähigen Stundensatzes (einschließlich aller Reisekosten für den Standort xxxxxx) und der Angabe der Verfügbarkeit.

Ich sehe diese Mails nicht automatisch als Spam an, da man problemlos vom Verteiler runterkommt. Ausserdem ist der Berater durchaus wählerisch, wen er in seinen Verteiler aufnimmt. Trotzdem fangen diese Mails nach einiger Zeit an zu nerven, weil sie eben in 99% der Fälle aus dem einen oder anderen Grund uninteressant sind. Sei es, weil sie das falsche Fachgebiet betreffen oder der Einsatzort uninteressant ist.

Nach einiger Überlegung bin ich der Ansicht, dass man dieses Problem viel besser mit einer Blogsoftware lösen könnte. Jede Anfrage ist ein Artikel, dem jeweils mehrere Kategorien zugeordnet werden. Interessenten könnten dann einen RSS-Feed abonnieren, dessen Kategorien dem eigenen Interessengebiet entsprechen. Mit Textpattern könnte man so etwas spielend realisieren.

Comments

Da gab es mal einen Dienst, RSSJobs...

Das tönt sehr vernünftig. Das würde die "schlag dich tot mit allem was ich hab" Information unterbinden. Das ist je genau das Problem heutzutage. Viel zu viel Information, die sich in der kurzen Zeit gar nicht bewältigen lässt. Mit dem von dir vorgeschlagenen System kann man sich den Grad der Informationen schön zusammenstellen.

Dazu müsste man aber mehrere Kategorien kombinieren können: Ich interessiere mich für die "Lotus Notes / Zürich / Bank" und die "Intranet / Zürich / Industrie / Rails" etc. Stellen. Kategorien sind da zu grobschlächtig. Die heute so berühmten Tags gehen in die Richtung.

Sigurd Rinde hat mit Anataxonmy einen interessanten theoretischen Ansatz und auch gleich eine Demo wie das Aussehen könnte. (Mir kommt dabei Rasterfahndung in den Sinn, aber es funktioniert total gut)

Hmm - so schwer dürfte das für Stellenangebote gar nicht zu realisieren sein...

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