Neulich am Geldautomaten

by Volker Weber

Eigentlich sollte es so was nicht geben. Interessant auch die Geldbestände eines solchen Automatens.

Comments

234.000 Euro in so 'nem Automaten? Mh, is doch relativ viel Geld ... wundert mich.

Es erinnert mich an den Geldautomaten-Hack des CCC. Die Ulmer Hacker fanden auch mal einen trödelnden Automaten, allerdings unter OS/2, entdeckten dadurch einen Fehler in der Bildschirmauflösung samt Zugang zur Systemsteuerung und ließen schließlich in einer Filiale in Bad Waldsee beide Geldautomaten gegeneinander dieses LAN-Schach spielen, das in der Standard-Installation von OS/2 mitgeliefert wurde. Als dann am Morgen Leute in die Bank kamen, hieß es auch: da kann man nichts machen. Und die Computer spielten Zug um Zug....

Detlef Borchers, 2008-04-05 21:55

Das ist offensichtlich ein Automat mit Einzahlungsfunktionalität. Daher auch der hohe Bestand.

Da hat wohl jemand bei der täglichen Wartung (Karten aus dem Automaten holen) geschlafen und das Servicemenü nicht wieder abgeschaltet.

Besonders tragisch ist das nicht, man kann sich über das Wartungsmenü kein Geld auszahlen lassen, dazu benötigt man schon Tresorschlüssel/-kombination.

Somit bleibt die Übersicht über den Bestand. Die Versicherung wird das nicht gerne sehen, aber es ist auch kein Weltuntergang.

Schade. 2105 Fünfziger hätte man tragen können. :-)

Einzelne Automaten an Brennpunkten in den Grossstädten können an Wochenenden bis zu 500.000 Euro haben.

Vor ein paar Jahren konnte "Mann" im Ostsee-Recknitz-Express mit integriertem Fahrkartenautomaten (erspart ja eine Menge Kleinbahnhofspersonalkosten) schrittweise---
-eine Fahrkarte per bauernfreundlicher Software von A nach B lösen,
-den fälligen Betrag einzahlen,
-sehen,wie die Fahrkarte in den Entnahmeschacht fällt,
-sehen,wie das Display auf einmal dunkel wird,
-hören wie das bereits eingezahlte Geld in den Entnahmeschacht fällt,
-sehen und hören,wie der zu bedienende Fahrgast das komplette Fahrgeld inclusive gelöster Fahrkarte flugs ins noch offene Portemonnaie stopft,(manchmal lächelte er dabei)
-sehen wie sich der Automat langsam von seiner Schockwirkung infolge Microsoft-XP Embedded wieder erholte,indem er seinem Systemabsturz tapfer akzeptierte und weiter so tat,als wär nichts gewesen,
und letztendlich auch klassenlos Fahrkarten lösen,die weit ausserhalb des üblichen Streckenverlaufs Wismar-Rostock,so etwa Bayern lagen.
Es lebe der Kundenservice und die Globalisierung dreimal Hoch.

Christoph Dettmann, 2008-04-06 18:45

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