Miele und Microsoft

by Volker Weber

Pressemitteilung von heute:

Ratingen, 27. Juni 2013 -  Die Firma Miele & Cie. KG setzt bei der mobilen Anbindung und Kommunikation seiner Mitarbeiter künftig auf die umfassenden Möglichkeiten der Nokia Lumia Smartphones.

Und letztes Jahr:

Weltweit stellt Miele 12.000 Arbeitsplätze auf Microsoft Outlook / Exchange und SharePoint um

Miele war mal ein Vorzeigekunde für Lotus Notes. Mir scheint, die Umstellung auf Microsoft-Lösungen hat funktioniert.

Comments

Selbst wenn es in diesem Projekt Probleme gegeben hat oder noch gibt, wer würde dass denn der Presse mitteilen?

Etwas zum nachdenken:
http://de.slideshare.net/ktree19/replacing-ltus-notes-heres-how-it-really-goes-down

Dirk Schobinger, 2013-07-01 11:00

Sagen wir mal so: wenn die Welt so aussieht, wie Peter sich das vorstellt, wirst Du nachher nicht ausgerechnet Windows Phones kaufen, oder?

Volker Weber, 2013-07-01 11:06

Dirk, die Slideshow ist ganz nett, aber wirklich nicht mehr up-to-date. Mailmigration von Notes nach Exchange ist wirklich keine große Sache mehr, und man hat im Wesentlichen sogar mehr Vor- als Nachteile, erspart man sich meist doch einige "Krücken" wie z.B. Traveler (meine Meinung!). Tools wie die z.B. von Quest nehmen einen eigentlich die ganze Arbeit ab. Insofern wird das auch Miele hinbekommen haben ohne das in der Slideshow heraufbeschworene Horrorszenario. Ach ja, leider auch Fakt: ich habe selten User erlebt welche gejammert haben weil ihr performanter Notes Client gegen Outlook getauscht wurde.

Das Ganze gilt natürlich nur so lange, solange nichts anderes als reines PIM ins Spiel kommt. Die Migration aller anderen Datenbanken ist selbstverständlich ein "pain in the ass" und sprengt grundsätzlich jedes Budget.

Roland Dressler, 2013-07-01 14:52

Das mit dem "pain in the ass" kann ich nicht nachvollziehen. Notes Applikationen sind, aufgrund der inzwischen stark veralteten Technik und der oft jahrelangen Verwahrlosung, meistens ein einziger Usability und Design GAU.
Nachdem die IBM ihre XPages Technik mit der Brechstange (meine Meinung) implementiert hat, müssen Kernanwendungen auch ohne Migration irgendwann auf einen aktuellen Stand (XPages) gehoben werden. Ich will hier ausdrücklich nur für mich sprechen aber ruhigen Gewissens kann ich die Plattform leider schon lange nicht mehr empfehlen.

Diverse Präsentationen mit Horror Geschichten sind auch mir geläufig. Strukturelle Probleme in der IT Organisation werden durch eine Migration leider selten automatisch mit gelöst, sondern eher noch verstärkt. Es ist außerdem prinzipiell begrüßenswert, wenn ein Unternehmen einen Plattformwechsel nicht mit einem kompletten Mitarbeiterwechsel vollzieht. Ein erfahrender Entwickler oder Administrator geht dann manchmal einen Schritt zurück und macht zum Teil auch Fehler, welche ihm in seinem gewohnten Umfeld so nicht passiert wären. Erst im Laufe der Zeit entwickeln sich dann unter Umständen neue Potentiale.

Um mit etwas positivem abzuschließen. Ich empfinde den IBM Traveler nur unter der Haube als Krücke. In vielen Installation verrichtet er seinen Dienst erstaunlich zuverlässig. Da habe ich mit dem altgedienten IBM Sametime oft mehr zu tun.

Henning Heinz, 2013-07-01 23:35

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