Vorsicht: Satire
by Volker Weber
Die zur Unterscheidung von kriminellen Viren "Bundes-Trojaner" genannte Software zum Ausspähen privater Computer ist einsatzbereit.
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Ich habe logisch nie verstanden wie man den Leuten vermitteln kann, dass man ein Verbrechen begehen muss (Einbruch), um ein weiteres begehen zu können (Computersabotage). Davon abgesehen, dass beide auch noch offentsichtlich verfassungswidrig sind (Unverletzlichkeit der Wohnung). Aber vermutlich wird sich da eine Argumentationskette finden lassen, sei sie auch noch so abstrus...
Technisch hingegen verstehe ich nicht, dass für jede "Maßnahme" ein eigener Trojaner geschrieben werden muss. Evtl. sollten sich die Damen und Herren vom BKA mal bei den Malware-Spezis umhören. Die haben Baukästen zur Hand, die mit einigen wenigen Klicks fertige Viren, Trojaner und sonstiges Zeugs ausspuckt. Aber vllt. wird das auch nur falsch widergegeben. Es soll ja durchaus Politiker (und -Innen) geben, die nicht einmal wissen, was ein Browser ist...
Aber vllt. muss ich das alles auch nicht verstehen. Vielleicht muss ich nur auf den Tag warten, an dem kleine Soma-Pillen ausgeteilt werden, um dann alles supergutplus zu finden.
Auch schön:
"Bitte helfen Sie uns im Kampf gegen den internationalen Terrorismus"
Realsatire, sehr lesenswert:
"Es handelt sich nicht um eine 'Spionagesoftware'"
Jetzt wird mir auch klar, was das kleine hölzerne Pferd bei mir im Garten für eine Bedeutung hat ...
Interview-Mashup: "Das ist doch Unsinn"
Das mit dem Beamten und der unverbaubaren Sicht ist eine arg überzogene Darstellung. Beamten sitzen in Kleiderschränken und müssen da raus, wenn der Kernbereich der privaten Lebensführung loslegt: § 32a Abs. 2 Zollfahndungsdienstgesetz: Ist der Kernbereich privater Lebensführung betroffen, ist die Maßnahme zu unterbrechen, sobald dies ohne Gefährung der eingesetzten Person möglich ist. (Stichwort: Der Beamte im Schlafzimmerschrank).
Falls mal jemand seinen Nachbarn erschrecken will.
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