Aus gegebenem Anlass
by Volker Weber
Lotto ist eine Steuer, die nur bei Leuten erhoben wird, die schlecht in Mathe sind.
Comments
wie wahr!
Leider so wahr, daß ich der Meinung bin, Lotto sollte verboten werden (ist es ja auch für alle, außer dem Staat). Es ist nicht in Ordnung vom Staat, den Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen, nur weil sie den (mathematischen) Sachverhalt nicht beurteilen können.
Meine Oma spielte jede Woche Lotto - über bestimmt 50 Jahre. Das macht Ausgaben von ca. 25.000 EUR. Das ist kein Pappenstiel auf lange Sicht. Jeder Vertreter, jede Firma, jeder Makler mit gleichen Praktiken - mit gleichen Erfolgschancen - wird gestoppt.
Man stelle sich vor, eine Bank empfiehlt jemandem Aktien, deren Wert mit der gleichen Wahrscheinlichkeit auf Null sinkt wie ein Lottogewinn. Die Bank wäre definitiv zu Schadensersatz verpflichtet.
Nur der Staat erlaubt sich das.
Lustig finde ich jedes Mal den "Jackpot"-Effekt hier im Büro: Die Höhe des Jackpots korreliert mit der Bereitschaft, den Quatsch mitzumachen! Oder umgekehrt...
Jegliche Argumentation meinerseits, dass die Höhe des Jackpots die Wahrscheinlichkeit eines Gewinns nicht verändert (sondern eher die Ausschüttung für den Einzelnen reduziert), wird geflissentlich ignoriert.
Ansonsten zitiere ich an dieser Stelle gern Aaron Hillegas. Der leitet in "Cocoa - Programming for Mac OS X" ein frühes Kapitel (über das Schreiben eigener Klassen) folgendermaßen ein:
"Where I live, the state government has decided that the uneducated have entirely too much money: You can play the lottery every week here. Let's imagine that a lottery entry has two numbers between 1 an 100, inclusive. You will write a program that will make up lottery entries for the next ten weeks.
...
Besides learning how to create classes, you will build a tool that will certainly make you fabulously wealthy."
Mich würde interessieren, wie viele Mathematiker Lotto spielen.
Genug, Frank. Auch Mathematiker sind nur Menschen und die Hoffnung und die Gier sind nur zu menschliche Regungen. Ich geb mein Geld lieber irgendwo aus, wo ich auch wirklich was dafür bekomme.
Ich kenne mehrere Leute die gut in Mathe sind, aber trotzdem mitspielen.
Ich: "Lieber Gott, lass' mich endlich Millionär werden!"
Gott: "Gib' mir endlich eine Chance und kauf' dir ein Los."
Das Problem ist, wenn man Psychologie studiert hat (=mind. 3 Semester Statistik), dass Glücksspiele keinen Spass mehr machen.
Warum so rational? Wahrscheinlich fährt auch keiner hier mehr als 130 km/h auf der Autobahn, weil das ja mehr Spritt kostet und einen 42er Zoll Flat-TV kauft auch keiner, weil der ja mehr Strom braucht... Hey und 1:130.000.000 ist doch besser als 0. Na ja, vielleicht trifft mich ja auch der Blitz zuerst... No risk no fun
Ach ja, und der viel zitierte Staat, der tut ja sowieso nichts für uns. Kindergärten, Schulen, Elterngeld, Straßen, Sicherheit und was jeder sonst noch so nutzt, bezahlen sich ja von selbst... Also: (Kein) Lotto spielen! (die rational denkenden dürfen natürlich auch für einen anderen guten Zweck spenden - aber nicht vergessen!)
Och, warum so negativ?
Meine kleine Tochter und ich haben ein Feld ausgefüllt und abgegeben. Beim Bäcker. Die Kosten waren minimal (irgendwas um 2 EUR? Das Brot war teurer!). Und die kleine hatte abends einen Heidenspaß, die Zahlen, die sie mit 2,5 Jahren noch gar nicht lesen kann, mit den gezogenen zu vergleichen. Wir hatten 2 Richtige :-))
There is a saying, by pushkin I think, that "gambling is risking the necessary in the hope of acquiring the superfluous". I understand Volker's point of view. Look at a Kiosk on Wednesdays or Saturdays. You see loads of people betting lots of money for the lotto, and they are not the richest, judging by their clothes. The really sad thing is when an eventual win is the only way you have to dream...
Wer spielt, kann verlieren. Wer nicht spielt, hat schon verloren. So what?
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