TomTom Multi-Sport GPS - erste Eindrücke

by Volker Weber

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Seit ein paar Tagen habe ich eine TomTom Sportuhr. Eine Sport-Uhr. Ich. Hätte man mir vor zwei Jahren erzählt - egal. Eigentlich trage ich keine Uhr. Ich habe die Uhrzeit gut im Gefühl, inklusive Aufwachen zur rechten Zeit. Und wenn ich es mal genau wissen muss, dann reicht mir auch das Telefon. Aber die TomTom-Uhr kann etwas, was die ganzen Fitbits nicht können: sie weiß, was Radfahren ist.

Im Grunde genommen ist das ein GPS-Logger mit einem Bewegungssensor und einer Menge Software. Und in meinem Fall auch einer Menge Hardware: ein Armband für das Handgelenk, eine Halterung für das Fahrrad, Kadenz und Geschwindigkeitssensor für das Rad, Herzfrequenzmesser mit Brustgurt, Dockingstation mit USB-Anschluss. Das ist die dickste Packung für 300 Euro. Mir hätte auch die einfachere Version für 200 Eur gereicht. Der fehlen die Sensoren für das Rad und der Herzfrequenzmesser.

Das besondere an der Multi-Sport ist, dass sie vier Sportarten messen kann: Laufen, Radfahren, Schwimmen und Laufband-Training. Es gibt auch eine einfache Laufuhr, die ein bisschen dümmer ist. Die empfinde ich als 30 Eur zu kurz geschmissen. Bedient wird die Uhr über eine Wippe "unter" der Uhr. Ich habe sie ohne jede Anleitung konfiguriert und in Betrieb genommen und bisher auch ohne Probleme betrieben. Man startet eine Aufzeichnung, in dem man die Wippe nach rechts drückt und eine Sportart auswählt. Dann braucht man nicht mehr hinzuschauen, während die Uhr die Position bestimmt. Wenn sie soweit ist, dann vibriert sie spürbar und piepst kurz. Dann drückt man noch mal nach rechts und es kann losgehen. Am Ende der Aufzeichnung drückt man zweimal nach links und das Tracking wird beendet.

Obwohl die Uhr mit den Sensoren drahtlos kommuniziert, muss man sie am PC oder Mac per USB anschließen. Dabei wird sie geladen, holt sich den aktuellen GPS-Almanach und überträgt die Tracks. Die liegen dann auf der Festplatte als KML-Dateien. Wer will, kann seine Monitor-Daten in die Cloud zu TomTom MySports, MapMyFitness, RunKeeper oder TrainingPeaks laden und dort sein Training überwachen. Man muss aber nicht. Genauso kann man sich Ziele für das Training vorgeben und dann auf der Uhr sehen, wie man vorankommt, aber so weit bin ich noch nicht. Ich denke, das wird ein längerer Test. Um etwas vollständiger zu informieren, will ich ein paar Absätze von TomTom zitieren:

Als Uhr getragen, verbraucht das Gerät kaum Strom. Erst wenn der GPS-Empfänger läuft, geht es mit dem Akku bergab. Da schafft die Uhr 10 Stunden. Ich bin ja nur ein Spielkind. Aber für ernsthafte Sportler ist das eine viel bessere Option als eine Smartphone-App. Man wird ja nicht mit dem iPhone schwimmen gehen wollen. :-)

Nur wer seine tägliche Bewegung überwachen will, ist mit einem Fitbit besser beraten. Das kapiert zwar nicht alle Sportarten, läuft aber dauernd mit.

Comments

Re: Uhr, Du bist der Jack Reacher der Tech Redakteure ;)

Re: Fitbit/Radfahren. Ich stecke mir den eigentlichen Sensor des Fitbit Flex in die Socke. Beim FitBit One habe ich den Clip am Hosenbein befestigt.
Damit wird auch Radfahren wahrgenommen.

Das ist natürlich nicht super genau, aber das ist es ja bei keiner Aktivität. Geht ja auch nur um eine summarische Sicht.

Für Detailauswertungen ist die zusätzliche Aufzeichnung mit einem Garmin Gerät ;)

Mariano Kamp, 2013-09-15 17:46

Du meinst, ich kann alle verprügeln und krieg immer das Mädel ab?

Volker Weber, 2013-09-15 18:48

Yes, und Du reist nur mit einer Zahnbürste und brauchst keinen Wecker.

Mariano Kamp, 2013-09-15 19:56

Gut wenn frischer Wind in die Monopolgegend von Garmin kommt.

Axel Koerv, 2013-09-15 21:14

Ich bezeichne mich eher als Spielkind, denn als ernsthafter Sportler und bin mit der TomTom auch echt zufrieden.

Allerdings hoffe ich wirklich, dass noch eine iOS-App für den Sync auf der Roadmap liegt. Garmin hat schon Live-Tracking per GPS-Uhr über Tethering angekündigt.

Kai Nehm, 2013-09-16 10:49

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