Vorteile des Internet Explorers

by Volker Weber

Michael Pietroforte, IT Leiter an der Universität München, erklärt, warum er den Internet Explorer für besonders geeignet in großen Netzwerken hält. Ich war neulich über eine Aussage auf seinem Weblog gestolpert:

In großen Netzen ist meines Wissens, der IE immer noch nicht zu schlagen.

Und hatte darauf hin gefragt:

Na, jetzt werde ich aber neugierig. In welcher Weise ist der IE bei _irgendetwas_ besser als seine Konkurrenten, und wie wirken sich "große Netze" dabei aus?

Hier sind seine fünf Vorteile des Internet Explorer.

Comments

Der Satz, über den Du gestolpert bist:
>In großen Netzen ist meines Wissens, der IE immer noch nicht zu schlagen.

Diese Ausage basiert auf einer Annahme, die quasi 'des Pudels Kern ist',: >...nach der Installation von Windows...

aber keinesfalls selbstverständlich ist. Und dies - speziell als Münchner - als selbstverständlich vorauszusetzen, hat doch eher das Zeug einen Glaubenskrieg anzuzetteln;-)

TC

Naja...
Das kann ich natürlich nicht unkommentiert lassen.
Keines seiner Argumente ist für mich wirklich überzeugend.
Habe zwar (gottseidank) nicht so viel mit großen
Windoof Netzen zu tun, aber den IE kenne ich sehr gut.

1. IE ist Bestandteil des Betriebssystems
-> und damit haben wir dann auch immer die ganzen netten
Bugs und Sicherheitslöcher im Betriebssystem

2. Serverbasierte Profile
-> Wo ist das ein Problem z.B. bei Mozilla?
(Profile auf Netzlaufwerk o.ä.)

3. Patch-Management
-> das ist ein Brüller!
-> Ich hätte lieber einen Browser ohne diese
ganzen Fehler und notwendigen Updates.

"Wer sein System praktisch täglich vollkommen automatisiert mit den neuesten Updates versorgt, muss sich über Sicherheitslücken keine allzu großen Sorgen machen."

-> Quatsch, da MS teilweise sehr verspätet oder gar keine
Bugfixes anbietet.

4. Rendering-Engine des IE wird von vielen Anwendungen benötigt
-> stimmt leider teilweise
-> die Rendering Engine ist aber auch recht bescheiden und
fehlerbehaftet.

Ich würde zum "normalen" Surfen immer einen anderen Browser
wie z.B. Mozilla/Firefox verwenden. Der hat dann auch auf
verschiedenen Plattformen das gleiche aussehen.

Sobald der IE beim nächsten Windoof fest im Betriebssystem
integriert ist, gibt es eh für mich nur noch
die Alternative:

Linux oder Mac benutzen ;-)

Gruß

P.S.: Musste mal sein, ich habe mich heute noch
über diesen blöden Browser so geärgert...
ach ja...schon mal versucht eine Umlaute-Domain
im IE zu öffnen... ;-)

Festus, 2004-03-10

Also, die enge Koppelung an das OS als Vorteil zu betrachten ist ja schon ein Frevel an sich.

Das dies aber von einem "IT Leiter" und dann auch noch an einer Uni kommt, zeigt deutlich das an PISA etwas dran sein muss.

Ich sage JA zu Eliteunis, wenn es denn bedeutet unabhängiger und fachlich einwandfrei zu sein.

Sorry Michael.

Ingo Harpel, 2004-03-10

Der Mann hat doch recht. Momentan ist es für ihn die billigste Lösung. Wenn das OS auf dem Rechner ist, ist der Browser mit dabei. Er muss sich keine Gedanken über Softwareverteilung und Installationspakete machen.Ob billig auch gut ist, darüber lässt er sich doch gar nicht aus. Privat nutzt er doch auch den Opera.
Es ist für ihn aus Kostengründen gut, daß der IE so eng mit dem OS verzahnt ist. Man könnte so ein System auch mit Linux-Workstations und Linux-Servern bauen.Der Aufwand für Planung und Rollout wäre nur höher.
Nein, ich bin keiner der Fraktion "Linux-Suckz MS-rulez". Das ist Kindergartenschwachsinn.

Tobias Müller, 2004-03-11

"Der Mann hat doch recht. Momentan ist es für ihn die billigste Lösung."

Moment! Das mag ja sein, aber seine Begründungen sind fast alle so nicht haltbar und zusätzlich geht es da um viele andere Punkte, nicht nur um möglichst billig...

Wenn man nur Billig/Einfach, weil dabei, dann mag das wohl stimmen.

Und vom Browser auf "Linux-Suckz MS-rulez" (oder besser andersrum) zu schliessen ist doch etwas weit, oder?

Gruß

Festus, 2004-03-11

Welche Begründungen sind denn nicht haltbar ?

Tobias Müller, 2004-03-11

Jetzt wird das aber interessant.

@Tobias: Du hast recht, es ist in diesem Einzelfall eine billige Lösung.

Im Gesamtkontext gesehen aber eine billige UND kurzfristig gedachte. Denn hier findet, und das ist aus den "vorteilen" die Hr. Pietroforte aufzählt ganz klar ersichtlich, eine Bindung an einen einzigen Hersteller statt, der nicht bereit ist Standards in Ihrer ureigensten Form zu belassen, nein, sondern diese nach Gutdünken unter dem Denkmäntelchen der "Featureerweiterung" verbiegt und diese Änderungen nicht wieder dem urspünglichen Standard in Form der Sourcen zuführt.

Der etwas andere Aspekt, die Sicherheit (wurde bereits von Festus angeführt) verschiebt das ganze in einen neuen Blickwinkeln, wenn dieser hersteller nämlich sämtliche auftretende Sicherheitslücken bereinigen wollte, dann wäre dies längst geschehen durch Umschreiben eines Teiles des OS, sowie Offenlegung. Ganz offensichtlich aber geht dieses trotz genügend vorhandenen Ressourcen (monetär und personell) nicht, da man ansonsten auf andere "Features" verzichten müsste, die aber von verschiedenen Instanzen gewünscht/gewollt sind.

Vor ein paar Jahren gab es die Diskussion um Echelon. Sieht so aus als hätte sich das erledigt. Wenn ich mir aber die Verbreitung eines gewissen OS anschaue, und die Möglichkeiten bereits als Nicht-Insider dieses zu manipulieren, was mag da wohl noch so alles möglich sein ? Dies zu überdenken überlasse ich dem geneigten Leser.

Und, das muss ich jetzt auch noch loswerden, Preiswert & Günstig ist eine feine Sache, wenn ich aber dadurch Einschränkungen erfahre wie sie zwangsläufig aus o.a. Theorie entstehen (langfristig gesehen) zahle ich lieber ein wenig mehr, dann in Form eines hiesigen dienstleisters, und habe noch die Gewissheit das ich die lokale Wirtschaft unterstütze. Und keine Datenkrake from somewhere....Aber das fällt schon wieder in ein ganz anderes Themenressort.

Gruss
Ingo

PS den nächsten Illuminatenroman schreibe ich :-)

Ingo Harpel, 2004-03-11

@Ingo:
Bei den Browserstandards handelt es sich meist nicht um Standards sondern um "Empfehlungen". Netscape/AOL hat auch sein eigenes Süppchen gekocht.

Sicherheit
Ich benutze privat und geschäftlich Mozilla.
Wer den IE benutzt ist selbst schuld, dennoch kann ich Herrn Pietrofortes Aussagen nichts Falsches finden. Er selbst schreibt Der Browser lässt sich dann so amputieren,...
Er weiß also um die Sicherheitsproblematik.

Da wäre es mir wichtiger wenn Cisco sein IOS offenlegen würde, IBM sein OS/400 oder OS/390. Wenn ein solcher Schritt getan würde, könnte MS in Zugzwang kommen.

Eine Aussage von Herrn Pietroforte find ich etwas zweifelhaft:
Exploits für die meisten Sicherheitslücken tauchen fast immer erst dann auf, wenn die entsprechenden Patches schon längst verfügbar sind.
Weiß ich nicht. Das hätte ich gerne eimal in Fakten belegt.

Sollte das Budget, mit dem Herrn Pietroforte zurecht kommen muß, gekürzt werden, so daß die Mittel für evtl. Hardwareerweiterungen nicht mehr ausreichen, um mit der neusten Windowsversion arbeiten zu können, werden bestimmt andere Überlegungen angestellt.

Privat kommt mir kein Windowsrechner mehr ins Haus. Ich hasse Freischaltung-/Aktivierungscodes und ähnliches. Das ist ein Bevormundung und Gängelung des Kunden. Da wir in unserem Haushalt bereits einen Apple haben, wird diesem ein weiterer folgen.

Eigentlich müssten diese Postings im Blog von Herrn Pietroforte stattfinden. :-)

Gruß

Tobias

Tobias Müller, 2004-03-11

@Tobias

"Eigentlich müssten diese Postings im Blog von Herrn Pietroforte stattfinden. :-)"

Einerseits ja. Andererseits ist es mir dann doch nicht wichtig genug....da bleib ich mal lieber bei vowe.net

Gruss
Ingo

Ingo Harpel, 2004-03-11

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