Microsoft beerdigt Copilot+

Microsoft CEO Satya Nadella bei der Präsentation der Copilot+PCs vor zwei Jahren

Heise berichtet:

Neue PCs bekommen kein Copilot+-Label mehr. Sogar Microsoft selbst bewirbt seine Surface-Geräte nicht mehr entsprechend.

Das ist gut so. Ich empfand das Label immer als Mogelpackung. Es suggerierte, dass diese PCs Copilot lokal ausführen können. Und das können sie nicht, wie man in Zügen der deutschen Bahn leicht testen kann. 😊

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Beats 360 :: Erste Eindrücke

Nach Jahren des immergleichen Designs hat Beats einen vollkommen neuen Kopfhörer herausgebracht, der ein paar Innovationen mitbringt. Vom AirPods Max übernimmt er den Teleskopbügel aus Edelstahl und die wechselbaren Ohrpolster. Zusätzlich ist auch das Kopfband leicht auszutauschen und man kann zahlreiche Kombinationen aus Farben für den Bügel und  die Polster bilden.

Im Lieferumfang sind Polster mit Meshgewebe in der gleichen Farbe wie die Bügel, als Zubehör gibt es sechs Farben für die Meshpolster und zwei für die klassischen Kunstlederpolster im gleichen Material wie die Beats Studio Pro. Der Kopfhörer erkennt, welche Polster montiert sind und passt ANC und Frequenzgang an die unterschiedlichen Materialien an.

Performance Knit (links) und UltraPlush (rechts)
Die Polster lassen sich mit einem leichten Twist abnehmen

Der Kopfhörer ist nach IPX4 (Schutz gegen allseitiges Spritzwasser) gegen Wasser und Schweiß geschützt. Das ist das gleiche Rating, das für Außensteckdosen und Klingelanlagen vorgesehen ist. Ein solches Rating ist für Over-Ear-Kopfhörer ungewöhnlich, weil sie ja für die Bewegung der Treiber “atmen” müssen. 

Eine weitere ungewöhnliche Konstruktion ist, dass die beiden Seiten des Kopfhörers weitgehend unabhängig agieren, genau wie bei den normalen ECHs wie den AirPods: Eigene Antennen, Akkus und Chips. Diese Konstruktion birgt auch einen Nachteil: Es gibt keine Audio-Übertragung per Kabel. Die Beats Studio Pro spielen auch per Audio-Kabel oder USB-Kabel ab.

One-Touch Connect bei iOS (links) und Android (rechts)

Sowohl Beats Studio Pro als auch Beats 360 sind mir sehr sympathisch, weil sie nicht nur im Apple-Ökosystem perfekt funktionieren sondern die gleichen Funktionen auch mit Android bieten: Einfaches Pairing, Wechsel zwischen Geräten, etc. Außerdem lassen sie sich jederzeit “herüberziehen”. Sind sie mit verschiedenen Geräten bereits gepairt, dann kann man sie im Bluetooth-Steuerelement einfach heranziehen, ohne sie an einem anderen Gerät erst zu trennen. Was sie jedoch vermissen lassen, ist eine gleichzeitige Verbindung zum Beispiel zu einem Handy und einem PC, so wie man das von Business Headsets gewohnt ist.

Audio Switch wie bei iOS auch mit Android

Beats 360 hat noch mal mehr Rumms als die Beats Studio Pro und ein deutlich wirksameres ANC. Hier werde ich noch länger Hörerfahrung sammeln und noch mal berichten, wie sich der Kopfhörer im Alltag macht. Ein Gyro- und Beschleunigungssensor unterstützt Personalized Spatial Audio, das man auch von AirPods kennt. Wie Beats Studio Pro muss auch Beats 360 auf einen Tragesensor verzichten. Nimmt man den Kopfhörer ab, spielt die Musik einfach weiter.

Vier verschiedene Kopfhörer und sechs verschiedene Polsterfarben erlauben viele Kombinationen

Meine Erwartung war, dass die Stoffpolster angenehmer sind, aber zu meiner Überraschung sind die nur als Zubehör erhältlichen Kunstlederpolster (Ultraplush) im direkten Vergleich angenehmer. Dennoch werde ich erst mal Performance Knit verwenden, weil sich die bei den Jabras als überlegen gezeigt haben.

4 Buttons: On/Off und ANC/Transparenz links, Lautstärke und Media/Call Control rechts

Beats 360 wiegt 295 g und das Gewicht konzentriert sich auf die beiden Ohrmuscheln. Zum Vergleich: Der AirPods Max wiegt 386 g, der Beats Studio Pro lediglich 272 g. Mein aktuell präferiertes Over-Ear-Headset Jabra Evolve3 85 wiegt nur 214 g. Auch wenn Beats 360 objektiv nicht zu den leichten Kopfhörern zählt, trägt er sich doch sehr angenehm. Der Anpressdruck ist fest, aber nicht zu hoch, so dass sie bei Bewegung sicher sitzen und am Kopf sauber abdichten.

Der Bügel des Beats Studio Pro ließ sich mit zwei Scharnieren falten, die Ohrmuscheln aber nicht drehen. Beim Beats 360 ist es umgekehrt: Starrer Bügel, Ohrmuscheln drehbar. Entsprechend unterschiedlich sind die Bereitschaftstaschen:

Bereitschaftstasche für Beats Studio Pro (links) und Beats 360 (rechts)

Der Karton der Beats 360 enthält nur den Kopfhörer und die Bereitschaftstasche, jedoch keine Kabel. Beim Beats Studio Pro liegen USB-C Ladekabel und 3,5mm Audiokabel bei.

In einigen Märkten gibt es ein zusätzliches Polster-Set für 10 Euro, zum Beispiel in Frankreich. In Deutschland kostet es vom Start weg gleich 60 Euro. Ich erwarte, dass die Preise bei Apple und Beats stabil bleiben, bei Amazon aber mit der Zeit niedriger werden. Wenn das passiert, werde ich berichten. Die weiter angebotenen Beats Studio Pro haben das ja auch bewiesen.

Schöne neue Überwachung

Windows Recall (Bild Microsoft)

Wir erinnern uns an den Aufstand, als Microsoft auf Copilot+ PCs regelmäßig Screenshots machen wollte, um diese dann von AI indexieren zu lassen und diesen Index dann auf dem eigenen PC durchsuchbar machen wollte.

Das betraf nur Dinge, die auf dem eigenen Bildschirm passierten, naturgemäß mit allem, was da so angezeigt wird, wenn man bestimmte Programme nicht ausschließt.

Als nächstes kamen dann die “Pervert Glasses” von Meta, mit denen man unbeobachtet andere Menschen filmen kann, gerne, nachdem man sie vorher provoziert hat.

Und jetzt stellen wir uns mal kurz vor, was die schönen neuen AI Gadgets machen wollen. Immer zuhören und zuschauen, alles indexieren, und zwar nicht nur die eigenen Daten, sondern auch alles, was um einen herum passiert. Nicht nur, was ich sage, sondern auch alles, was um mich herum von anderen Menschen gesagt wird.

Und egal, wieviel Sicherheitstheater darum noch so präsentiert wird, erzeugen wir freiwillig einen riesigen Datenschatz. Solche Schätze ziehen Räuber an.

Ich mache es kurz: Ohne mich. Besucher dürfen ihre Gadgets gerne für die Dauer des Besuchs in der Mikrowelle ablegen.

Headline-Of-The-Year Award

And the award goes to Joseph Cox for “People Training OpenAI’s AI Fired for Using AI to Train the AI”. Six “ai” in twelve words. Here is the full story. Excerpt:

… there is also obviously a great irony in AI training companies working for OpenAI firing people for using AI when OpenAI’s whole thing is to make people use AI at work.

Maybe the more interesting information is this:

Last week, 404 Media revealed Project Lily, in which OpenAI has hundreds of contractors reading real ChatGPT users’ prompts and conversations which can include personal information.

Nothing you tell AI is safe. Nothing.

Charlie in der Hundewaschanlage

Vor vier Wochen habe ich schon mal einen Beitrag Charlie saust. Diese Wiese ist im Bereich der Technischen Universität Darmstadt, Campus Lichtwiese. Auch davon hatte ich erzählt.

Heute habe ich mal ein Bild für Euch, wo man gut sehen kann, mit welchem Spaß die Hunde durchs Wasser rennen. Vorne liegt ein nur sechs Monate altes Mädchen aus Rumänien, vermittelt über das Tierheim in Babenhausen.

iPhone umgeht Ad Blocker im WLAN

In den Wi-Fi-Einstellungen gibt es ein Feature mit dem Namen Connectivity Assist (früher Wi-Fi Assist). Das hilft bei schlechten Wi-Fi-Verbindungen, in dem es Daten über das Mobilfunknetz lädt. So weit, so gut.

Wenn man aber absichtlich Adserver oder -tracker unerreichbar macht, wie etwa mit Pihole, dann umgeht das iPhone diese Blockade einfach und zieht die Tracker trotzdem an. Es kommt mir dabei nicht auf den Datenverbrauch an. Und man kann den Connectivity Assist abschalten.

New AirPods Firmware 9

Apple has released new AirPods firmware for iOS 27. It installs on all AirPods from AirPods 4, AirPods Pro 2 and AirPods Max 2. The current version number is 9A348.

Two important updates: custom EQ (see above) and custom adaptive ANC with a slider that lets you dial in the amount of ANC you want (see below).

To install the update, listen to some music for 30 seconds, put the AirPods back in the case, then lock the iPhone and keep both close together.

Todesursache Copilot

Die Scheffin kam gestern schmutzigste Lieder absingend zu mir. “Ich will doch nur dieses Dokument scannen, aber ich weiß nicht mehr wie das geht. %&$§! Microsoft!”

Wie kam es dazu? Vor Jahren habe ich ihr gezeigt, wie schön man mit Microsoft Office Lens Papierdokumente in PDFs umwandeln kann. Dann hat Microsoft Office Lens eingestellt und die Funktion in die App Office Mobile integriert. Das war eine coole App, weil man damit nicht nur scannen, sondern auch Excel-Dateien verarbeiten konnte. Drei Jahre später wurde daraus dann die App Microsoft 365. Geschenkt. Raider heißt jetzt Twix.

Zwei Jahre später brach bei Microsoft die Copilot-Seuche aus. Die selbe App wurde nun umgetauft in Microsoft 365 Copilot. Schlimmer noch: Die Möglichkeit, Office-Dokumente zu bearbeiten wurde wieder gestrichen. Nun ging nur noch anschauen. Letzten Monat dann wurde die App durch Microsoft Copilot ersetzt, die nichts mehr kann außer Copilot-Sachen. Gelöscht!

Man findet sie immer noch, wenn man nach Office sucht (siehe ersten Screenshot), aber sie ist komplett unsinnig geworden. Die ganze Historie:

Unbedingte Update-Empfehlung

iOS 27 läuft auf einem alten sechs Jahre alten iPhone deutlich fluffiger als iOS 26. Die schlimmsten Design-Sünden der letzten iOS-Version hat Apple wieder zurückgedreht, die Performance hat sich deutlich verbessert. Da auf diesen Geräten auch niemals die Apple Intelligence laufen wird, handelt man sich keine Nachteile ein.

Ob Software taugt, merkt man auf schwächerer Hardware viel mehr als auf der neusten Ware.

Apple ohne Intelligence

Nach dem Update auf iPadOS 27 hat das iPad seine Apple Intelligence verloren. Apple sagt, die EU verbietet ihnen, Apple Intelligence zu liefern, die EU sagt, es sei allein Apples Entscheidung, den Kunden in der EU Apple Intelligence vorzuenthalten. Das Ergebnis ist das gleiche.

Vielleicht ist es auch besser so. Siri guckt jedenfalls noch ein bisschen dümmer aus der Wäsche.

Custom DDM Payloads mit BlackBerry UEM 12.24

Apple verlagert immer mehr Funktionen des klassischen Mobile Device Management zu Declarative Device Management (DDM). Einige klassische MDM Restrictions sind seit iOS 26.4 beziehungsweise iOS 27 als deprecated gekennzeichnet und werden durch neue DDM Configurations ersetzt. Deprecated bedeutet bei Apple in der Regel, dass diese Einstellungsmöglichkeiten in einer zukünftigen OS-Version entfernt werden.

BlackBerry UEM 12.24 unterstützt Custom DDM Payloads. Damit lassen sich neue Apple DDM Configurations bereits verwenden, auch wenn UEM dafür noch keine eigene Einstellung in der Administrationsoberfläche anbietet.

UEM benötigt dafür den Configuration Type und den eigentlichen JSON-Payload. Die vollständige DDM Declaration erzeugt UEM selbst.

Siri

Mehrere klassische Siri Restrictions sind seit iOS 26.4 deprecated. Der neue Configuration Type lautet: com.apple.configuration.siri.settings

{
  "Enabled": false,
  "AllowUserGeneratedContent": false,
  "AllowWhileLocked": false
}

Keyboard

Auch verschiedene Keyboard Restrictions wurden mit iOS 26.4 deprecated. Der neue Configuration Type lautet: com.apple.configuration.keyboard.settings

{
  "AllowAutoCorrection": false,
  "AllowDefinitionLookup": false,
  "AllowPredictiveText": false,
  "AllowSlideToType": false,
  "AllowSpellCheck": false,
  "AllowTextReplacement": false
}

Apple Intelligence

Für Apple Intelligence gibt es ebenfalls eine eigene DDM Configuration: com.apple.configuration.intelligence.settings

{
  "AllowAppleIntelligenceReport": false,
  "AllowImagePlayground": false,
  "AllowImageWand": false,
  "AllowPersonalizedHandwritingResults": false,
  "AllowVisualIntelligence": false,
  "AllowWritingTools": false,
  "Apps": {
    "Mail": {
      "AllowSmartReplies": false,
      "AllowSummary": false
    },
    "Safari": {
      "AllowSummary": false
    }
  }
}

Externe Intelligence-Dienste lassen sich separat über com.apple.configuration.external-intelligence.settings deaktivieren:

{
  "Enabled": false,
  "AllowSignIn": false
}

Apps sperren

Mit iOS 27 sind auch blockedAppBundleIDs und allowListedAppBundleIDs deprecated. Der Nachfolger ist: com.apple.configuration.app.settings

Beispielsweise lassen sich damit Shortcuts, Journal und WeChat sperren:

{
  "Allowed": {
    "DeniedApps": [
      "com.apple.shortcuts",
      "is.workflow.my.app",
      "com.apple.journal",
      "com.tencent.xin"
    ]
  }
}

Software Updates

Nicht für jede DDM-Funktion werden Custom Payloads benötigt. Declarative Software Update Management ist bereits direkt in BlackBerry UEM implementiert. Dafür müssen keine Custom DDM Payloads erstellt werden. Das ist für OS 27 wichtig, weil dort die legacy MDM-Mechanismen von Apple entfernt wurden.

iPhone Air mit 512 GB

Nachdem Apple nun die iPhone 18 Pro (und auch die ältere Generation) 100 Euro teurer gemacht hat, schaue ich mir noch mal das iPhone Air an. Das ist so unbeliebt, dass man bei Amazon echte Schnäppchen machen kann.

Was Amazon da für 1000 € verkauft, kostet bei Apple 550 € mehr. Meine einzigen Bedenken, die “kleine” Batterie, hat sich verflüchtigt, weil mein iPhone 14 Pro die gleiche Größe hat. Wer da noch mal knapp 10 Prozent sparen will, kann auch das Air mit 256 GB kaufen, aber ich würde das größere Modell nehmen. Habe ich letzte Woche einer Freundin empfohlen und die ist begeistert.

Nein! Doch. Oh!

Apple will nun doch AI mit Nutzerdaten trainieren:

Your private personal data and interactions are never used to train our foundation models unless you explicitly choose to help improve them.

Und wie entscheidet man sich dafür zu “helfen”? Mit einer Abfrage beim Einrichten von Siri AI, schreibt heise online:

Bei der Aktivierung von Siri AI bittet der Hersteller darum, bei der Verbesserung des Chatbots zu helfen, wie Entwickler mit Zugriff auf den Release Candidate von iOS 27 berichten. Das Update erscheint für die Allgemeinheit am kommenden Montag, den 14. September. Dem kann man entweder zustimmen oder auf einen farblich unscheinbaren „Jetzt nicht“-Button drücken. Komplett verneinen lässt sich der Dialog nicht.

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