Custom DDM Payloads mit BlackBerry UEM 12.24

Apple verlagert immer mehr Funktionen des klassischen Mobile Device Management zu Declarative Device Management (DDM). Einige klassische MDM Restrictions sind seit iOS 26.4 beziehungsweise iOS 27 als deprecated gekennzeichnet und werden durch neue DDM Configurations ersetzt. Deprecated bedeutet bei Apple in der Regel, dass diese Einstellungsmöglichkeiten in einer zukünftigen OS-Version entfernt werden.

BlackBerry UEM 12.24 unterstützt Custom DDM Payloads. Damit lassen sich neue Apple DDM Configurations bereits verwenden, auch wenn UEM dafür noch keine eigene Einstellung in der Administrationsoberfläche anbietet.

UEM benötigt dafür den Configuration Type und den eigentlichen JSON-Payload. Die vollständige DDM Declaration erzeugt UEM selbst.

Siri

Mehrere klassische Siri Restrictions sind seit iOS 26.4 deprecated. Der neue Configuration Type lautet: com.apple.configuration.siri.settings

{
  "Enabled": false,
  "AllowUserGeneratedContent": false,
  "AllowWhileLocked": false
}

Keyboard

Auch verschiedene Keyboard Restrictions wurden mit iOS 26.4 deprecated. Der neue Configuration Type lautet: com.apple.configuration.keyboard.settings

{
  "AllowAutoCorrection": false,
  "AllowDefinitionLookup": false,
  "AllowPredictiveText": false,
  "AllowSlideToType": false,
  "AllowSpellCheck": false,
  "AllowTextReplacement": false
}

Apple Intelligence

Für Apple Intelligence gibt es ebenfalls eine eigene DDM Configuration: com.apple.configuration.intelligence.settings

{
  "AllowAppleIntelligenceReport": false,
  "AllowImagePlayground": false,
  "AllowImageWand": false,
  "AllowPersonalizedHandwritingResults": false,
  "AllowVisualIntelligence": false,
  "AllowWritingTools": false,
  "Apps": {
    "Mail": {
      "AllowSmartReplies": false,
      "AllowSummary": false
    },
    "Safari": {
      "AllowSummary": false
    }
  }
}

Externe Intelligence-Dienste lassen sich separat über com.apple.configuration.external-intelligence.settings deaktivieren:

{
  "Enabled": false,
  "AllowSignIn": false
}

Apps sperren

Mit iOS 27 sind auch blockedAppBundleIDs und allowListedAppBundleIDs deprecated. Der Nachfolger ist: com.apple.configuration.app.settings

Beispielsweise lassen sich damit Shortcuts, Journal und WeChat sperren:

{
  "Allowed": {
    "DeniedApps": [
      {
        "AppIdentifier": "com.apple.shortcuts"
      },
      {
        "AppIdentifier": "is.workflow.my.app"
      },
      {
        "AppIdentifier": "com.apple.journal"
      },
      {
        "AppIdentifier": "com.tencent.xin"
      }
    ]
  }
}

Software Updates

Nicht für jede DDM-Funktion werden Custom Payloads benötigt. Declarative Software Update Management ist bereits direkt in BlackBerry UEM implementiert. Dafür müssen keine Custom DDM Payloads erstellt werden. Das ist für OS 27 wichtig, weil dort die legacy MDM-Mechanismen von Apple entfernt wurden.

iPhone Air mit 512 GB

Nachdem Apple nun die iPhone 18 Pro (und auch die ältere Generation) 100 Euro teurer gemacht hat, schaue ich mir noch mal das iPhone Air an. Das ist so unbeliebt, dass man bei Amazon echte Schnäppchen machen kann.

Was Amazon da für 1000 € verkauft, kostet bei Apple 550 € mehr. Meine einzigen Bedenken, die “kleine” Batterie, hat sich verflüchtigt, weil mein iPhone 14 Pro die gleiche Größe hat. Wer da noch mal knapp 10 Prozent sparen will, kann auch das Air mit 256 GB kaufen, aber ich würde das größere Modell nehmen. Habe ich letzte Woche einer Freundin empfohlen und die ist begeistert.

Nein! Doch. Oh!

Apple will nun doch AI mit Nutzerdaten trainieren:

Your private personal data and interactions are never used to train our foundation models unless you explicitly choose to help improve them.

Und wie entscheidet man sich dafür zu “helfen”? Mit einer Abfrage beim Einrichten von Siri AI, schreibt heise online:

Bei der Aktivierung von Siri AI bittet der Hersteller darum, bei der Verbesserung des Chatbots zu helfen, wie Entwickler mit Zugriff auf den Release Candidate von iOS 27 berichten. Das Update erscheint für die Allgemeinheit am kommenden Montag, den 14. September. Dem kann man entweder zustimmen oder auf einen farblich unscheinbaren „Jetzt nicht“-Button drücken. Komplett verneinen lässt sich der Dialog nicht.

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Lotus Notes and the dangers of starting from scratch

Email would eventually catch up to most of the features Lotus Notes pioneered, rebuilding those features one RFC at a time. It was a glimpse of the future, like Xerox Alto before it. Anyone who used it knew that this was how we’d work in the future. Yet it was too much, when all people really needed was an easier way to communicate.

This has to be the best writing about Lotus Notes that I have read in quite a while. Whether you loved it or loathed it, this is a must-read.

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[Thx for the heads-up, Christian]

Ein paar Gedanken zur iPhone Keynote

iPhone Duo: Wenn die rechte Hand 40% größer als die linke ist

Apple Keynotes sind sehr vorhersehbar geworden, nicht zuletzt, weil eigentlich alles vorher geleakt wird. Ganz routiniert liefen deshalb die ersten Teile ab:

  • iPhone 18 Pro (Max) sehen bis auf die neuen Farben identisch aus wie die vorherige Generation. A20 Pro statt A19 Pro, moderat schneller und längere Akkulaufzeiten (caveat: “bis zu”).
  • Apple Watch 12 und Ultra 4 bekommen neue Sensoren und einen neueren Prozessor, die viel dichter überwachen. Zusammen mit den Transkriptionsfeatures schon ziemlich creepy.
  • AirPods 5: Jetzt immer mit ANC und Softwarefeatures der AirPods Pro, wahlweise mit induktivem Charging Case.

Soweit alles vorhersehbar. Und dann kam das iPhone Duo (nicht Ultra). Außen iPhone, innen iPad Mini, beide Screens im Din A Format, so dass sich die Seitenverhältnisse nicht ändern. Das finde ich sehr clever. Bevor man weiter über den Haben-Wollen-Faktor nachdenkt, hilft ein Blick auf die Preise:

iPhone Duo: 2299 € (256 GB), 2549 € (512 GB), 3049 € (1 TB), 3799 € (2 TB)
iPhone 18 Pro Max: 1599 € (256 GB), 1849 € (512 GB), 2349 € (1 TB), 3099 € (2 TB)
iPhone 18 Pro: 1449 € (256 GB), 1699 € (512 GB), 2199 € (1 TB), 2949 € (2 TB)

Apple AirPods 5: 149 €, 169 € (Wireless Charging)

Apple Watch Ultra 4: 899 €
Apple Watch 12: 449/499 € (Alu), 799/849 € (Titan), 1049/1099 € (Keramik)

Die AirPods sind billiger, die Watch gleich, die iPhone Pro sind weniger stark gestiegen, als ich befürchtet habe. Pro Max ist mir immer schon zu groß, mehr als 512 GB brauche ich nicht. Macht dann 1699 für ein neues iPhone Pro. Ich bleibe dann wohl weiterhin beim 14 Pro.

Ein gleich ausgestattetes iPhone Duo kostet den Aufpreis eines kompletten iPad Mini extra. Und man muss verzichten können. Kein Tele, kein FaceID.

Ich finde, das ist ein ganz spannendes Gerät, aber ich kann mir noch nicht vorstellen, so einen Klopper immer dabei zu haben. Vor dem Hintergrund ist auch verständlich, dass Apple mit einigen Carriern (hier Telekom) daran arbeitet, dass man mehrere iPhone parallel betreiben kann. Das hat vermutlich mehr Implikationen als MultiSIM, aber darauf muss ich noch etwas rumdenken.

iOS 27 gibt es dann nächsten Montag. Man wird sehen, welche Geräte wo auf der Welt welche Features kriegen. Bei Apple Intelligence und Siri AI bin ich außen vor (iPhone 14 Pro), bei watchOS 27 (Watch 8) auch.

TK-Ident: Noch ein Schwank

Nachdem ja neulich die halbjährliche Verlängerung der Registrierung für das Ident-Verfahren der TK nicht mehr mit dem Personalausweis funktionierte, sind einige auf das Verfahren mit Gesundheitskarte und PIN umgestiegen. Nun führt die TK noch eine Ident-Funktion ein: ePASS (Nect Ident). Und das ist genau der Zirkus, mit dem ich gescheitert bin, als ich bei der TK um die Mitteilung einer PIN für die Gesundheitskarte ersuchte:

Das Verfahren verläuft in zwei Stufen: Der Ausweis-Chip wird mit einem NFC-fähigen Smartphone ausgelesen. Zusätzlich muss der Ausweis fotografiert und ein Selfie-Video aufgenommen werden, die Biometrie wird mit den Daten des Ausweis-Chips abgeglichen. Die Nutzung der Ausweis-Daten unterscheidet die neue Identifizierungsmethode vom Video-Ident-Verfahren, das wegen Sicherheitsbedenken eingestellt wurde.

Ich habe damals in der Küche rumgehampelt, um den Ausweis genau nach Vorschrift zu fotografieren und dann auch noch ein Video aufzunehmen. Das brach dann mit einem Fehler ab und ließ sich nicht wiederholen.

Das Rating dieser TK-Ident App spricht Bände: ★☆☆☆☆

Warum um Himmels Willen benutzt ihr nicht einfach die Ausweis-App? Und zwar zuverlässig, statt immer noch ein Verfahren oben drauf zu klatschen, das wieder eine eigene Wallet benötigt?

Younee is a Steinway Artist

A few months ago Younee called to tell me that she has been honored as a Steinway Artist, joining the ranks from Lang Lang to Diana Krall to Billy Joel to such legendary Steinway Immortals as Cole PorterSergei Rachmaninoff, and Arthur Rubinstein.

Younee is playing small venues so you have to play close attention to catch her live. You will also find her on streaming platforms or you can buy her latest album.

The Economist: Nvidia is driving the AI boom. Good.

The Economist has an Nvidia-Fanboy article which boils down to two paragraphs:

Yet many also see Mr Huang as a magician in a more worrying sense, fearing that he is an illusionist inflating a dangerous bubble. Through $1trn-worth of deals, Nvidia provides data-centre landlords and ai labs with cash or guarantees so that they can buy its gpus. Some call it the“bank of ai”. At the very least, Nvidia’s critics say, its financial engineering smacks of the “vendor financing” which pumped up the revenues of networking-gear makers like Cisco in the dotcom mania of 2000-01, whose collapse brought about a recession.

Look more closely, however, and the worries are mostly unjustified. If Nvidia’s bets on ai come good, they could accelerate the technology’s adoption, boosting productivity and living standards. If they misfire, the cost will fall chiefly on Nvidia’s shareholders. That is how capitalism is supposed to work.

Sounds good until you realize who the shareholders are. Every single index fund, pensions funds etc. When the AI bubble bursts, there will be carnage.

Lenovo-Ankündigungen – Eine Auswahl

ThinkBook 14 Gen 9

Lenovo kündigt zur IFA wie immer eine ganze Flut von Geräten an. Ich picke mal ganz bewusst ein Gerät raus, was eher Brot & Butter ist. ThinkBook 14 Gen 9 hat einen Snapdragon X2-Prozessor, läuft bis 26 Stunden mit einer Akku-Ladung und hat wie die anderen heute angekündigten Geräte wieder mehr verschiedene Ports. Hier sieht man USB-C (1 & 4), USB-A (3 & 7), HDMI (2), 3.5 mm Audio (5) und Fullsize SD (6). Das ist eine gute Entwicklung.

Project AeroBlade (Bild Lenovo)

Das heißt jedoch keineswegs, dass ultraflache Notebooks nun out sind. Lenovo arbeitet im Project AeroBlade an einer neuen Kühlungstechnik, die leistungsfähige superflache Rechner ermöglichen soll. Noch kein konkretes Produkt, aber das wird kommen.

Yoga Pro 9n (Bild: Lenovo)

Einstweilen sehen viele neue Rechner nach starkem Gebläse aus, insbesondere wenn sie NVidia Spark für hybride KI enthalten. Lenovo trommelt da weiter kräftig, aber ich bin skeptisch.

Und was mittlerweile Tradition ist: Ein schräger ThinkBook-Prototyp mit “anderem” Bildschirm. Dieses Jahr ist das “Project Swan”, dessen Bildschirm von 14″ auf 16″ in die Breite wächst.

Zu guter Letzt ist mir noch ein sehr schickes großes Tablet aufgefallen, mit wunderbarer Tastaturhülle und Stift. Großer Haben-Wollen-Effekt, aber die Erfahrung zeigt, dass ich am Ende doch wieder zum Laptop greife.

Yoga Tab Plus Gen 2 (Bild Lenovo)

Lenovo und Motorola Qira

Qira kann in deutscher Sprache erklären, dass es nur im Englischen antworten kann

Ich probiere immer wieder mal aus, was Lenovo Qira so kann. Das ist eine “hybride” KI und damit meint Lenovo, dass sie sowohl lokal als auch serverbasiert arbeiten kann und dabei über ein Lenovo-Konto und Smartconnect alle Geräte des Anwenders verbindet.

Aktuell habe ich Version 1.4 ausprobiert und die ist immer noch völlig nutzlos für mich. Immerhin lässt sich die umfangreiche Installation ruckzuck wieder entfernen. Das neue McAfee.