From my inbox

Marcel hat Charlie eine Beißwurst geschenkt. Die ist aus Feuerwehrschlauch gefertigt und ich hoffe, dass Charlie nun darauf herumkaut, statt dem Buddy ein Ohr abzubeißen oder Schlimmeres anzustellen.

Danke, Marcel!

Update: (30 Minuten später) Feuerwehrschläuche sind auch nicht so unzerstörbar wie angepriesen. 🤦‍♂️

Das Thema bleibt schwierig. Charlie formt jedes Holz in Streichölzer um, schluckt sie runter und kotzt sie ein paar Stunden später wieder aus. “Stöckchen” müssen wir ihr deshalb abnehmen. Die Beißwurst ist jetzt etwas angegriffen, aber noch lange nicht restlos zerstört.

Warum einfach?

Ich habe mittlerweile so einen Hals, wenn es um IT im Dienste des Bürgers geht. Wir haben einen Personalausweis, mit dem man sich sicher für jeglichen Service anmelden kann. Dazu muss ich jedesmal den Ausweis mit der AusweisApp 2 scannen und eine selbstgewählte PIN eingeben. Da die Implementierung mit einer zusätzlichen App zu kompliziert ist, hat sich das Land Hessen damals eine “HessenID” ausgedacht. Username, Passwort, also bumm-bumm-einfach, dafür aber gar nicht sicher.

Damit das nicht jedes Bundesland nachbauen muss, wurde die bundID erschaffen. Username, Passwort, bumm-bumm-einfach, dafür aber gar nicht sicher. Geschenkt.

Wie oft brauch ich sowas? Äußerst selten, weil es ja gar nicht so viele Vorgänge gibt, die von der bundID unterstützt werden. Und jetzt droht mir ITZBund (Informations Technik Zentrum Bund) an, meine bundID wieder zu löschen, wenn ich sie nicht benutze. Was ist damit gewonnen? Speicherplatz?

Ja, ich bin sicher, es gibt irgendeine Vorschrift, die bestimmt, dass das so richtig ist. Aber wo kommt die her? Wir schaffen uns so einen Blödsinn ständig neu.

Where to get help from AI

Daniel Miessler:

    Think very carefully about where you get help from AI. I think of it as Job vs. Gym.

    • If we’re working a manual labor job, it’s fine to have AI lift heavy things for us because the actual goal is to move the thing, not to lift it.
    • This is the exact opposite of going to the gym, where the goal is to lift the weight, not to move it.

    Für mich ist Schreiben “gym work”. Es trainiert mein Hirn. Völlig sinnlos, dass von einem Automat erledigen zu lassen. Schreiben unterstützt denken. Erst wenn ich den Gedanken sehe, ist er fertig. Das kann ich nicht delegieren.

    How to disable or avoid intrusive AI

    One of the biggest questions I get at Drop-In Time at the library (besides “what is taking up all my cloud storage?”) is how to disable or avoid intrusive AI that shows up where people don’t want it. I’m going to make a handout that explains how to do some of the basic AI-removal or AI-avoidance things. This is a guide for people who would like less intrusive AI in their tech environment. Maybe you like AI and find it useful? That’s fine, this document is probably not for you. Additions/edits welcome. Leave a comment or drop me an email. This page is available at the short URL 

    https://NoToAI.org

    Logitech Mobi Fold #stuffthatworks

    Logitech Mobi Fold mit Abnutzungsspuren

    Eigentlich habe ich gedacht, ich probiere die Mobi Fold mal eine Woche aus, aber dann gehe ich wieder zurück zur Logitech MX Master 4. Pustekuchen, das ging ganz anders aus.

    Wie man oben sehen kann, kriegt die Maus schon die typischen speckigen Stellen, die allen matten Gegenständen drohen, wenn man sie nur ausreichend nutzt. Die mittlere Taste ist das Touch-Feld, mit dem scrollt, und da sieht man deutlich, dass ich ständig darauf rumgerutscht bin.

    Logitech Mobi Fold magnetisch am Gestell des Schreibtischs geparkt

    Editor-refuses-to-give-it-back Award. Das Ding funktioniert bestens.

    #reklame

    Ein Jahr Balkonkraftwerk: 1025 kWh

    Genau ein Jahr ist es her, dass wir unser Balkonkraftwerk in Betrieb genommen haben. Und da die Sonne sehr viel geschienen hat, haben wir mehr Strom produziert als ich erwartet habe.

    Wie man in der Grafik oben sehen kann, haben wir letztes Jahr zu lange nachgedacht, bevor wir es bestellt haben. Die Lieferung dauert doch ein paar Wochen und dann mussten wir noch den Aufbau ein bisschen organisieren. Der beste Zeitpunkt dieses Jahr wäre der März gewesen: Nicht mehr so kalt und doch noch rechtzeitig, bevor die Sonne so richtig losgeht.

    Finanziell ist ein Balkonkraftwerk ein No-Brainer, insbesondere für uns, weil die Stadt Darmstadt die Anschaffung mit 50% bezuschusst hat. Wir haben unsere Investition praktisch bereits im ersten Jahr eingespart, auch wenn wir nicht jede Kilowattstunde selbst verbraucht haben. Ohne die Förderung hätte es zwei Jahre gedauert.

    Ich finde es wichtig, dass wir heute dezentral Strom erzeugen können, auch wenn unsere Wirtschaftsministerin ganz anderer Ansicht zu sein scheint. Man kann das ja auch mit ausreichend großen Scheuklappen verstehen: Selbst produzierter Strom vermindert den Umsatz der Energieversorger.

    Wenn man allerdings weniger an die Wirtschaft und mehr ans Land denkt, dann ist schnell klar, dass jede Art von Energie, bei der wir die Kraft der Sonne nutzen statt Wärmekraftwerke zu bemühen, egal was die da verbrennen, uns allen hilft. Es gibt kein “zu viel”. Strom, den wir jetzt nicht brauchen, können wir speichern für Zeiten, in denen wir die Sonne nicht sehen.

    Deshalb: Zur Nachahmung empfohlen. Spart Geld, hilft uns allen.

    XGIMI Elfin Flip Plus: Tragbarer Beamer

    Vorgestern erreichte mich ein kleiner Hilferuf eines guten Sohnes:

    Zu Hülf:

    Auf die mehr als letzte Minute wünscht sich die morgen 80jährige Mutter einen Beamer, um im Kreise der Freunde “Dinge” ansehen zu können, also Filme und Fotos etc. pp., im Grunde Dia-Abend in modern. Und natürlich soll das Gerät dann am besten schon am Samstag für die große Feier da sein.

    Was kaufe ich da am besten? LED, hell genug für Taglicht, HDMI und USB-Anschluß oder sowas? Nix mit Akku, sagt das Familienoberhaupt, ich würde das Budget auch etwas begrenzen wollen, weil ich ahne, aus dem Plan wird dann am Ende doch nix. Dann sollte ich damit vielleicht noch präsentieren können, auch wenn ich gerade nicht weiß, wann so ein Bedarf entstehen könnte.

    Hat jemand Empfehlungen per Amazon? Dann kann ich zur Mutter liefern lassen…

    Empfohlen habe ich dann den Elfin Flip Plus von XGIMI, nicht das “beste” Modell, sondern ein möglich kompaktes und preiswertes. Und das war ein voller Erfolg:

    Die jetzt 80 jährige Mutter ist fasziniert und sagt Danke @Volker Weber für die Empfehlung, schönes Gerät, sie ist happy.

    Die Leinwand ist übrigens uralt, noch aus der Diaprojektor-Zeit des Sohnes. Sein Fazit: “Nix wegschmeißen”.

    ThinkPhone 25 Updates, 3 Monate später

    Ich hatte vor gut drei Monaten bereits einmal über die zahlreichen Updates für das ThinkPhone 25 by Motorola berichtet. Wie man oben sehen kann, war das keine Eintagsfliege, sondern hat sich so fortgesetzt. Wie ein Uhrwerk hat es jeden Monat ein Sicherheitsupdate bekommen.

    Das ist so bemerkenswert, weil Motorola normalerweise eine sehr legere Haltung bei den Updates hat. Meine Interpretation: Das ThinkPhone ist ein Enterprise-Gerät und dort konkurriert es bei der professionellen Kundschaft mit Samsung, die bereits vor langer Zeit regelmäßige Updates als Feature gelernt haben.

    Vergleicht man das mit einem Gerät für den Privatkunden wie das Top-Smartphone Motorola Signature, dann könnte der Unterschied nicht größer sein:

    Signature ist deutlich teurer als ThinkPhone 25 und ist in allen technischen Eigenschaften überlegen, bis auf die Software-Pflege. Es liegt also nicht am Preis, sondern am Budget, das intern für die Wartung der Software allokiert ist.

    Deutsche IT am Beispiel der TK

    Wir tun uns schwer mit IT-Lösungen in Deutschland. Ich will das noch mal anhand eines aktuellen Vorgangs mit der Techniker Krankenkasse (TK) erläutern. Das ist keine Kritik der Krankenkasse, mit deren Leistungen ich zufrieden bin. Es zeigt einfach nur, welchen absurden Quatsch wir produzieren, wenn es digital wird.

    Als Versicherter habe ich von der Krankenkasse einen kleinen Ausweis in der Größe einer Scheckkarte. Sie wird nicht Kranken- sondern Gesundheitskarte genannt. Darauf ist ein Bild von mir, ein paar Zahlen und in der Karte ist ein Chip, der von einem NFC-Terminal gelesen werden kann. Zu der Karte sollte ich auch eine PIN haben, die ich aber nicht habe.

    Also fordere ich eine solche PIN an, über die App der TK, in der ich sicher authentisiert bin. Für ganz harte Sicherheit habe ich auch noch eine zweite Ident-App der TK, die immer dann aufgerufen wird, wenn die eigentliche App superduper ganz sicher sein will, dass der angemeldete und durch FaceID authentisierte Benutzer auch wirklich der ist, der er sein sollte. Also etwa, wenn ich gucken will, ob der Arzt mein Rezept schon “auf die Karte gespeichert” hat.

    Die TK-App, also die erste, kann man nur einrichten, wenn man sich per Post einen Freischaltcode (eine Start-PIN) zuschicken lässt. Dieser Code ist nur vier Jahre gültig. Man braucht ihn erneut, wenn man zum Beispiel ein neues Handy einrichtet. Bei mir ist er im Mai 2026 abgelaufen und ich überlege mir, einfach prophylaktisch einen neuen Code anzufordern. Für die TK-Ident-App gilt er aber ohnehin nicht.

    Um diese zweite App freizuschalten, reicht es nicht aus, sich mit Versichertennummer und per Briefpost zugeschickter Start-PIN auszuweisen, sondern man braucht die Gesundheitskarte und eine PIN. Die PIN, die ich nicht habe. Hilfsweise kann man halbjährlich sich immer wieder mit der Ausweis-App, einem deutschen Personalausweis und der dazu gehörigen PIN ausweisen. Das funktioniert, wenn man sich einmal in der Ausweis-App und der zum Personalausweis gehörenden Start-PIN ausgewiesen hat. Diese Start-PIN bekommt man zusammen mit seinem Personalausweis auf einem Blatt Papier.

    Da ich für die Gesundheitskarte gerne eine PIN hätte, bestelle ich also bei der Krankenkasse eine solche PIN. Diese kann mir von der App direkt übermittelt werden, wenn ich mich entsprechend ausweise. Dazu kann ich aber weder die superduper sichere zweite Ident-App der Krankenkasse noch die Ausweis-App mit dem Personalausweis und dessen PIN benutzen. Die TK-App erfordert dafür eine weitere, erst zu installierende Wallet-App, in der sie ein Ticket zur Überprüfung meines Ausweises aufmacht. Die will die Vorderseite und die Rückseite des Ausweises lesen, danach ein Selfie-Video von mir machen, und scheitert schließlich mit einer nichtssagenden Fehlermeldung. Einen zweiten Versuch kann ich nicht machen, da ja bereits ein Ticket existiert. Game Over.

    Ich fordere also die Krankenkasse auf, mir die PIN zu der Gesundheitskarte per Post zuzustellen. Am nächsten Tag bekomme ich eine Mitteilung von DHL, dass ich demnächst einen Brief bekomme, den ich nur selbst in Empfang nehmen darf, wo ich mich wieder mit meinem Ausweis ausweisen muss. DHL scheitert bei der Ankündigung an deutschen Umlauten.

    Einen Tag später bekomme ich von der TK in deren App eine Mitteilung, es läge ein Brief für mich vor. Die Mitteilung kann ich nicht ausdrucken und auch keinen Screenshot machen, deshalb ein Foto:

    Der Brief ist ein PDF, das ich herunterladen kann. Es sieht aus wie ein normales Schreiben der Krankenkasse, enthält aber nicht die PIN, sondern nur eine Ankündigung, dass ich demnächst einen PIN-Brief bekomme, dass ich gefälligst persönlich anwesend sein soll, damit mein Ausweis geprüft werden kann.

    Screenshot

    Nun ist Tag 4 der Bestellung, DHL hat kein Update zu dem Brief und bisher ist der Brief auch nicht eingetroffen. So wie beim ersten Versuch vor neun Monaten.

    Sollte ich tatsächlich eine PIN bekommen, werde ich sie auf die Gesundheitskarte schreiben. Zur Sicherheit.

    Die Mitteilung habe ich rein zufällig im Postfach der TK App entdeckt. Sie war wohl sehr geheim, weil ich dafür keine andere Benachrichtigung per Email bekommen habe.

    Diesen ganzen Verhau von Apps multiplizieren wir jetzt mit allen Banken und Versicherungen, mit denen ich Verträge habe. Rechnungen werden auch nicht mehr einfach zugestellt, sondern müssen jeweils in den Apps von Telekom und Co abgeholt werden.

    Mein Fazit: Wir Deutschen sind einfach zu blöd für dieses IT-Zeitalter.

    PS: Nein, ich bin für die elektronische Patientenakte nicht auch noch durch vier brennende Reifen gesprungen und habe der Einrichtung widersprochen.

    Update: Sollte sich dieser Kommentar als wahr herausstellen, ist die Situation noch kafkaesker als ich mir das vorstellen konnte.

    Update: Gute Nachrichten. Der Kommentar war falsch. Analoge Prozesse funktionieren tatsächlich noch und die Post hat den PIN-Brief in einem weiteren Umschlag zugestellt. Der Postbote hat versucht, meinen Ausweis (mit der Kamera) zu scannen, aber dann lieber die Daten, die ja schon auf dem Adressfeld standen, händisch eingegeben.

    Damit habe ich jetzt eine PIN zu der Gesundheitskarte, die im Mai nächsten Jahres abläuft. Mit der dann neu zuzustellenden Gesundheitskarte werde ich auch eine neue PIN bekommen. Ich bin gespannt, wie dieser analoge Prozess dann funktioniert.

    PEBCAK: Der Fehler sitzt vor dem Computer

    Heute hatte ich eine kurze Krise. Kein Platz mehr auf vowe.net. Und “Jetzt upgraden” führte zu einem 160 % teureren Hosting-Paket. Ja, 2,6x mal so teuer. Das fand selbst die sensationelle IONOS-Supporterin zu viel und war bereit, ihren Kulanz-Rahmen auszuschöpfen. Aber dazu kam es dann erfreulicherweise gar nicht.

    Der Fehler lag nämlich bei mir. Meine Backup-Lösung hatte zuviel Schmutz hinterlassen. Nun sieht der Status so aus:

    PEBCAK: Tech support shorthand for “Problem Exists Between Chair And Keyboard.” A way of indicating that there’s nothing wrong with the computer – the user is clueless.

    Wired 10/1996

    HP Poly Focus 625: Zwei Headsets in einem

    Heute kam ein Überraschungspaket von der Agentur. Darin fand ich die beiden Over-Ear-Cushions für den HP Poly Focus 6, die mir bisher fehlten.

    Die Installation könnte nicht einfacher sein. Die Ohrpolster sind magnetisch befestigt, sie sind klar mit L und R gekennzeichnet und können auch nicht verdreht werden.

    Und zack wird aus einem On-Ear-Headset ein Over-Ear-Headset.

    Gut zu wissen, beide Kissen gibt es als Ersatzteile, so dass man sie genauso leicht tauschen kann, wenn sie mal verschlissen sind.