Lenovo-Ankündigungen – Eine Auswahl

ThinkBook 14 Gen 9

Lenovo kündigt zur IFA wie immer eine ganze Flut von Geräten an. Ich picke mal ganz bewusst ein Gerät raus, was eher Brot & Butter ist. ThinkBook 14 Gen 9 hat einen Snapdragon X2-Prozessor, läuft bis 26 Stunden mit einer Akku-Ladung und hat wie die anderen heute angekündigten Geräte wieder mehr verschiedene Ports. Hier sieht man USB-C (1 & 4), USB-A (3 & 7), HDMI (2), 3.5 mm Audio (5) und Fullsize SD (6). Das ist eine gute Entwicklung.

Project AeroBlade (Bild Lenovo)

Das heißt jedoch keineswegs, dass ultraflache Notebooks nun out sind. Lenovo arbeitet im Project AeroBlade an einer neuen Kühlungstechnik, die leistungsfähige superflache Rechner ermöglichen soll. Noch kein konkretes Produkt, aber das wird kommen.

Yoga Pro 9n (Bild: Lenovo)

Einstweilen sehen viele neue Rechner nach starkem Gebläse aus, insbesondere wenn sie NVidia Spark für hybride KI enthalten. Lenovo trommelt da weiter kräftig, aber ich bin skeptisch.

Und was mittlerweile Tradition ist: Ein schräger ThinkBook-Prototyp mit “anderem” Bildschirm. Dieses Jahr ist das “Project Swan”, dessen Bildschirm von 14″ auf 16″ in die Breite wächst.

Zu guter Letzt ist mir noch ein sehr schickes großes Tablet aufgefallen, mit wunderbarer Tastaturhülle und Stift. Großer Haben-Wollen-Effekt, aber die Erfahrung zeigt, dass ich am Ende doch wieder zum Laptop greife.

Yoga Tab Plus Gen 2 (Bild Lenovo)

Lenovo und Motorola Qira

Qira kann in deutscher Sprache erklären, dass es nur im Englischen antworten kann

Ich probiere immer wieder mal aus, was Lenovo Qira so kann. Das ist eine “hybride” KI und damit meint Lenovo, dass sie sowohl lokal als auch serverbasiert arbeiten kann und dabei über ein Lenovo-Konto und Smartconnect alle Geräte des Anwenders verbindet.

Aktuell habe ich Version 1.4 ausprobiert und die ist immer noch völlig nutzlos für mich. Immerhin lässt sich die umfangreiche Installation ruckzuck wieder entfernen. Das neue McAfee.

What’s new in Sonos 27 this fall

Sonos recently had a big press annoucement. Things I learned:

  • Sonos starts naming their software like Apple does. Sonos 27 is the software that comes out in 26.
  • There will be two features available soon: Portable Surround will let you use the two back-of-the-room speakers either with your TV surround sound or in other places. Plus, Sonos will make it easy to move music between their Ace Ultra headphones and Sonos speakers with a press of a button, “in preview” (read: alpha).
  • There will be a couple of AI and voice features “in preview”, but only in the US.

Up until about ten years ago, I have been very involved with Sonos and their development. Since then I have lost interest and am no longer using Sonos gear. But I remember that I discussed the portable surround feature already ten years ago. It is good to see this finally coming to pass.

Living in the Fantasy World of 13-Year-Old Boys

Good story im The Atlantic about the tech billionaires who built our world having taken the wrong lessons from their favorite science fiction.

I have a new destination for a time machine, should I ever finally get my hands on one. I’d set the dial to some night in the late 1970s or ’80s and visit the boyhood rooms of the Silicon Valley titans Elon Musk, Peter Thiel, and Sam Altman. Then I’d confiscate all of their science fiction. Isaac Asimov, Arthur C. Clarke, Robert Heinlein—all of it.

As young people, the future billionaires were spending hours (under their covers with flashlights, I imagine) consuming stories about killer robots or Mars colonies. What they seemed not to get—maybe couldn’t get—was that these were cautionary tales, stories that projected deep societal worries into space or onto a future many millennia away. These boys just thought the killer robots sounded cool. They grew up to become ruthless entrepreneurs, but their surface enchantment stayed with them. It helped shape their desires.

This tale goes well with my observation that these men are still snickering about the same jokes 13-year-old-boys would.

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Verbesserung bei TK Ident? Von wegen.

Stephan Weber hat eine Verbesserung in der TK Ident App entdeckt und kommentiert: Die Freischaltung läuft erst nach 12 Monaten ab. Das habe ich gleich mal geprüft und dabei gesehen, dass die Gültigkeit dort auch grob angezeigt wird. Besser wäre ein konkretes Datum, aber “drei Monate” reicht mir, dass ich nicht bei der nächsten Verwendung wie ein begossener Pudel da stehe.

Nun habe ich die Gültigkeit vor Fälligkeit verlängert und einen Eintrag für Anfang August 2027 im Kalender hinterlassen, der mich daran erinnert, die Gültigkeit erneut zu verlängern. Damit kann ich leben.

Update: Zu früh gefreut. Drei Leute berichten mir exakt das Gleiche:

Ich wollte heute die Laufzeit verlängern. Bisher habe ich das mit dem Personalausweis gemacht. Funktioniert aber nicht, da es angeblich nicht der gleiche Ausweis wie bei der letzten Verlängerung ist. Ich bin mit aber ziemlich sicher, diesen Ausweis verwendet zu haben. Also die Option gewählt, den Ausweis neu zu registrieren. Funktioniert auch nicht, da angeblich die Daten von Ausweis und TK nicht übereinstimmen. Beim Vergleich von Adresse und Geburtsdatum kann ich keine Abweichung erkennen. Also EGK und PIN. Funktioniert auch nicht, da die Karte wegen eines Defekts getauscht wurde und dadurch die PIN ungültig ist.

Ich habe also einfach nur Schwein gehabt, dass ich gerade durch die drei brennenden Reifen gesprungen bin, um mir eine neue PIN zu besorgen.

Ich bleibe also bei der Diagnose “unbenutzbarer Müll”. Wir haben hier in Deutschland zu viele Identifikationsverfahren, die nicht funktionieren.

Neues aus der UX-Hölle der TK

Die Techniker Krankenkasse hat es geschafft, ihre App noch einmal schwieriger zu machen. Man kann nun nämlich keine Screenshots mehr machen.

Wozu Screenshots? Das war eine willkommene Krücke, um ein Medikament in der Apotheke abzuholen. Die TK hat sich das nämlich so vorgestellt: Der Versicherte geht in die Apotheke und zeigt dort das Rezept vor. Der Apotheker scannt den QR Code und händigt die Medikamente aus. Dort gab es bisher drei Hürden:

  1. Man muss sich zunächst erfolgreich in der App anmelden. Dazu hatte ich schon geschrieben.
  2. Dann sucht man im Service-Menü den Eintrag für das E-Rezept. Auf der Frontseite der App ist dafür kein Platz.
  3. Bevor man das E-Rezept anzeigen kann, wechselt die TK App in die gesonderte TK Ident App, wo man sich erneut anmelden muss.

Die beiden Anmeldungen lassen sich nach erfolgreicher Freischaltung per FaceID öffnen. So weit so gut. Der Pferdefuß ist die Freischaltung, denn dafür benötigt man Service-Pins, die nicht einmal dauerhaft gültig sind. Ich habe davon erzählt.

Dummerweise erlischt die Freischaltung in der TK Ident App alle sechs Monate. Man steht also ggfls. in der Apotheke, will sein Rezept vorzeigen und nach diversen Taps und zwei FaceIDs wird man dann zur Freischaltung aufgefordert, für die man Gesundheitskarte oder Perso nebst der passenden PINs bereithalten muss.

Wenn ich die Gesundheitskarte dabei hätte, dann würde ich die direkt in der Apotheke einlesen lassen, n’est-ce pas?

Also checkt man sein Rezept besser, bevor man dran ist und macht geschwind einen Screenshot vom QR Code, damit man nicht den ganzen Laden aufhält. Aus die Maus, geht nicht mehr.

Es sei denn, man hat zwei Handys und fotografiert das eine mit dem anderen.

KI-Monitor 2026

Spannende Studie von Prof. Buxmann, TU Darmstadt zum Thema “Wie blickt Deutschland auf Künstliche Intelligenz?”:

Besonders bemerkenswert ist der Zusammenhang zwi-
schen Wissen und Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz.
Ausgerechnet diejenigen, die sich intensiv mit KI beschäf-
tigen, erwarten häufiger tiefgreifende Veränderungen ih-
rer beruflichen Tätigkeit. Fundiertes Wissen führt also
nicht automatisch zu größerer Gelassenheit; es schärft
eher den Blick darauf, welche Tätigkeiten künftig auto-
matisiert oder grundlegend verändert werden könnten.

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Charlie saust

Charlie ist ein Sportmodell

Ich habe diese Woche mehrere sehr liebe Mails mit jemandem ausgetauscht, der seinen Hund Ende April verloren hat. Er hatte sich sehr über dieses Video gefreut. Dabei hat er mir etwas geschildert, das ich nachempfinden kann:

Seit dem kommen wir an keinem Hund mehr vorbei, ohne dass wir mit den Frauchen und Herrchen ins Gespräch kommen und die Hundis streicheln müssen. Wir sind immer noch in Trauer und brauchen noch ein wenig Zeit, bis wir uns dann wieder ein Familienmitglied mit Fell holen.

Uns ging es genauso. Deshalb hatten wir unsere Wochentagshunde. Das hilft ungemein bei der Erkenntnis, dass alle Hunde toll sind und dass man sich nicht zu lange in Trauer verzehren sollte.

Ich habe ihm dann sehr bei diesem wunderbaren Tier zugeredet, konnte ihn aber noch nicht überzeugen.

Susy, 1 Jahr alt

Yuval Noah Harari on AI

Yuval Noah Harari is a big-ideas guy. He’s known for writing best-selling books that tackle broad sweeps of history. Harari’s most popular book “Sapiens” has sold 25m copies worldwide. But the historian-cum-philosopher has now turned his attention to AI, which he says is the “biggest psychological and social experiment in human history”.

Harari sat down with Zanny Minton Beddoes, The Economist’s editor-in-chief, to discuss why he believes AI will come to control civilisation—and what it might mean to be human in that world.

Was haben wir mit AI erreicht?

Sehr viel.

Es ist viel einfacher, Fotos und Videos zu fälschen. Wir können Sozialgerichte mit einer Flut von Eingaben blockieren. Seminar- und Diplomarbeiten schreiben sich von selbst, Powerpoint produziert fertige Meeting Slides aus fünf Bullet Points und fasst die Ergebnisse der Besprechung wieder in fünf Bullet Points zusammen. Sachkenntnis lässt sich ganz einfach simulieren, bis zu dem Zeitpunkt, an dem man sie tatsächlich brauchen würde. Wir können IT-Systeme leichter attackieren und Roboter können Menschen viel effektiver töten.

Aber es ist nicht alles schlecht. Heute schrieb ein befreundeter Anwalt:

Ich habe heute zum dritten Mail einen Prozess gewonnen, einfach nur, weil sich die Gegenseite trotz drängender Hinweise des Gerichts von ChatGPT hat vertreten lassen. Mein Arbeitsaufwand war mehr oder weniger bei Null bei vollen Gebühren.

Eben kommt ein Schreiben einer Kollegin. Sie möchte sich in einem anderen Verfahren dringend vergleichen, weil ihr heute – einen Tag vor Termin – aufgefallen ist, dass ihre KI Anwendung im letzten Schriftsatz die Parteirollen (Antragstellerin/Antragsgegnerin) vertauscht und sie damit unwirksame Anträge gestellt und komplett falsch vorgetragen hat.

Manchmal gewinnt man und manchmal verlieren die anderen.