Großer Headset-Vergleich

Danny hat diesen wunderbaren Vergleich von Headsets auf Youtube, wo man eindrucksvoll hören kann, was diese Mikrofone leisten. Ich will ihn kurz kommentieren:

Voyager 5200: sehr gute Geräuschunterdrückung, leicht auf dem Ohr, nur kurze Batterielaufzeit. Leider haben wir aktuell immer noch Probleme mit neuen Geräten. Da steht außerdem ein Retrofit von BT600 auf BT700 ins Haus.

Voyager 4320: tolles Headset ohne ANC, uneingeschränkt zu empfehlen. Ich spreche relativ leise und das kommt manchmal auch so rüber.

Voyager Focus 2: noch eine Nummer besser als das 4320, mit ANC, aber einem Pferdefuß. Das Headset hat noch einen MicroUSB-Anschluss. Die Fummelei tue ich mir nur ungern an. Das Headband hat eine besonders komfortable Gestaltung, quietscht bei mir aber auch beim Laufen.

Jabra Evolve2 65: dieses Headset habe ich am meisten empfohlen. Der Bitly-Link zu diesem Headset (https://bit.ly/clubhouse-headset) zählt Tausende von Clicks. Konkurrenzprodukt zu Voyager 4320. Kein ANC, beste Stimmaufnahme, wunderbarer Klang und exorbitante Batterielaufzeit.

Jabra Evolve2 75: das ist mein neuer Favorit. Konkurrenzmodell zum Voyager Focus 2, das heißt, es hat ebenfalls ANC. Einklappbarer Mikrofon-Arm. Bestes Ladedock von allen, superbequem. Aber auch deutlich teurer als das 65.

Jabra Evolve2 85: einziges Overear-Modell, das mit den Polstern auf dem Schädel und nicht den Ohren aufliegt. Von der Funktion her mit dem 75 vergleichbar. Das war meine Hoffnung auf ein universelles Headset, bei dem man den Mikrofonarm einklappen kann. Leider ist er zu kurz und reibt an meiner Wange. Ich verlinke ihn auch gar nicht, sondern würde heute nur noch den 75 ins Auge fassen.

Von den EPOS Adapt im Test habe ich mehrere Modelle getestet und ich finde die Sprachaufnahme zu schlecht. Die kommen in lauten Umgebungen nicht so gut weg wie Poly und Jabra. Logitech Zone Wireless dagegen funktioniert noch akzeptabel, ist mir aber auf dem Kopf unsympathisch, weil die sich die Ohrmuscheln zu wenig drehen. Yealink kenne ich nur von Kommentaren eines Lesers, aber das Unternehmen kopiert mir zu unverschämt. Die Knochenschallkopfhörer haben mir eine zu schlechte Klangwiedergabe.

Bleiben drei bis vier Modelle: Poly Voyager 4320 und Jabra Evolve2 65 je nach Affinität zum Hersteller. Poly Voyager Focus 2 sowie mein Favorit Jabra Evolve2 75 wenn man gerne ANC haben möchte und das Mikrofon nicht so abstehen soll, wenn man es nicht braucht. Die beiden Jabras klingen so gut, dass ich sie mir als einzige Kopfhörer vorstellen kann.

Jabra Panacast 20: “Move over BRIO”

Die beste Webcam von Welt? Bis gestern hätte ich gesagt, das ist die Logitech BRIO. Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher. Denn heute Morgen brachte UPS die Jabra Panacast 20. Und seit dem Auspacken bin ich verliebt. You sexy beast!

Im Karton ist ein mit Stoff bezogenes Case und darin sind die Kamera und ein USB 3.0-Kabel. Die Kamera hat ein Metallgehäuse mit Kühlrippen. Sie lässt sich auf ein Stativ montieren, hat aber zusätzlich eine Halterung für den Bildschirmrand.

Das Kabel überträgt mit USB 3.0 von USB-C auf USB-A. Ich habe es sogleich gegen ein kürzeres ersetzt, das auf beiden Seiten USB-C hat.

Der Größenvergleich zeigt, dass die BRIO quer angeordnet ist, während die Panacast eher schmal aufträgt. Bei der BRIO ist die Halterung eingeklipst, während sie bei der Panacast integriert ist. Darum kann das Kabel bei der Panacast nach unten weggeführt werden und steht nicht so weit raus.

Beide liefern ein unglaublich gutes Bild, aber die Panacast setzt sich mit dem intelligenten Zoom ab. Der Bildausschnitt ist stets richtig, weil die Kamera stets den richtigen Bildausschnitt wählt und entsprechend hineinzoomt.

Alternativ kann man auch mit Picture-in-Picture ein Übersichtsbild zeigen und dies in den manuell eingestellten Ausschnitt einblenden.

Die Mikrofone überzeugen mich bei beiden Kameras nicht. Aber das könnt Ihr alles in diesem TikTok sehen: (Kopfhörer aufsetzen)

@vowe.net

Die neue #Panacast 20 von #Jabra ist der Hammer! Schlägt sogar die #Logitech #BRIO

♬ original sound – Volker Weber

Was fehlt, wird nachgereicht. Etwa ob die PanaCast auch bei schlechtem Licht mithalten kann. Große Kontraste haben sie schon einmal weniger in Schwierigkeiten gebracht als die BRIO.

Soweit alles super. Bis auf den Preis, der aktuell bei gut zwei BRIOs liegt. Der Vergleich hinkt allerdings, weil man die BRIO deutlich unter ihrem empfohlenen VK kaufen kann.

Wie klinge ich eigentlich selbst?

Der Klang von Kopfhörern ist gut einzuschätzen. Man hört sich Musik an, die man kennt und vergleicht. Je mehr Details man hört, desto besser wird die Musik reproduziert. Manchmal hört man Instrumente in vertrauter Musik auch zum ersten Mal, wenn der Kopfhörer mehr leistet als alle vorher.

Viel schwieriger ist die Einschätzung, wie gut die eigene Stimme aufgezeichnet wird. Fragt man “wie klinge ich eigentlich” bekommt man meistens nur höfliche Antworten, die nicht weiterbringen. Und da gibt es himmelweite Unterschiede. Schlechter Klang macht müde, das kennt mittlerweile jeder von den Online-Meetings. Dabei geben sich die Software-Hersteller bereits größte Mühe, unangenehme Geräusche zu unterdrücken.

Shure MV7, mein Clubhouse-Mikrofon mit Marshall Major IV

Jedes Headset-Mikron klingt anders. Deshalb habe ich mal eine Reihenaufnahme gemacht und präsentiere Euch die Ergebnisse. Um den Test realistisch zu machen, nehme ich nicht in Totenstille auf, sondern spiele von einem HomePod diese Geräusche zu. Damit Ihr meine Stimme wirklich kennt, nehme ich erst einmal diesen ganzen Text mit meinem Shure MV7 auf. Das ist das Mikrofon, das ich in Clubhouse verwende. Wenn Ihr Euch die Samples anhört, solltet Ihr einen Kopfhörer tragen.

Shure MV7

Ich will zunächst mit den kabellosen Earbuds beginnen, die so beliebt sind, aber keinen ganzen Tag mit Videokonferenzen durchhalten.

Apple AirPods 2
Apple AirPods 3
Apple AirPods Pro
Jabra Elite 7 Pro
Nothing ear (1)

Nun folgen die Profi-Geräte, die mit den Ausnahmen Cisco 730, Epos Adapt 660 und Microsoft Surface Headphones 2 einen Mikrofonarm haben.

Cisco 730
Epos Adapt 560
Epos Adapt 660
Jabra Evolve2 65
Jabra Evolve2 75
Logitech Zone Wireless
Microsoft Surface Headphones 2
Poly Voyager 4320
Poly Voyager 5200
Poly Voyager Focus 2

Außer Konkurrenz der Apple AirPods Max, das beste Pferd im Stall, wenn es um Musik oder Videos geht. Dazu der Poly Sync 20, ein Konferenzlautsprecher, der bei mir den Jabra Speak 750 verdrängt hat. Last but not least, der V-Moda BoomPro, ein Mikrofonarm, der sich in Headsets mit abnehmbarem Kabel einstecken lässt. Ich nehme den Marshall Major IV, der mit Bluetooth sagenhafte 80 Stunden Musik spielt.

Apple AirPods Max
Poly Sync 20
V-Moda BoomPro

Wenn es auf die Audioqualität wirklich ankommt, etwa bei Podcast-Aufzeichnungen, kann man eigentlich nur ein Mikrofon wie das Shure oder das V-Moda empfehlen.

Marshall Major IV mit V-Moda BoomPro

Nachtrag: Auf besonderen Wunsch von Armin lege ich mal noch das Beyerdynamic DT297 dazu. Das ist der Goldstandard bei den Podcastern. Es hat ein Kondensator-Mikrofon, das eine Speisespannung von einem Interface braucht. Ich verwende hier ein Zoom PodTrak P4.

Beyerdynamic DT297 mit Zoom PodTrak P4

An diesem Interface lassen sich vier Mikrofone und vier Kopfhörer gleichzeitig anschließen, damit auch mein Shure MV7 . Zwei der Kanäle kann man stattdessen auch mit Computer oder Smartphone verwenden und entfernte Teilnehmer mit aufnehmen.

Beyerdynamic DT297 mit Zoom PodTrak P4, iPad Pro per USB-C und iPhone per TRRS

[Die Links unter den Samples zeigen auf Amazon. Wenn Ihr ein Headset dort erwerbt, erhalte ich einen Zuschuss, der Euch nichts kostet. Es zählt nur, was am gleichen Tag gekauft wird.]

New firmware for Poly Voyager 4320 and Jabra Elite 7 Pro

Both Poly and Jabra have released new firmware this week.

This is new for the Poly Voyager 4320:

• Poly has collaborated with Intel to optimize the Poly headset to meet the Intel® Engineered for Evo™ accessories program requirements for Bluetooth headsets
• Fixed issues that prevented music from resuming or switching between devices correctly

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This is new for the Jabra Elite 7 Pro:

• New feature: Multipoint support
• New feature: certified for Google Assistant – option to select Google assistant via Jabra Sound+ on Android devices*
• Updated: MyFit feature
• Updated: connectivity performance
• Performance and stability improvements

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New firmware for Jabra Evolve2 75

Version: 1.7.4
Date: January 04, 2022

• Updated: audio call quality improvements
• Updated: volume levels on macOS
• Fixed: equalizer did not work in certain scenarios
• Fixed: rare issue when using “Prioritize PC audio”
• Fixed: Multiuse various issues
• Performance and stability improvements

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Killer Features

Ich habe gestern noch mal ein gutes Dutzend Earbuds durchgehört von Apple über Jabra, Marshall bis Nothing. Da ist ganz schön was zusammengekommen im letzten Jahr. Wenn man erst mal die richtigen Ear-Gels montiert hat, dann klingen eigentlich alle sehr ordentlich. Wichtigste Beobachtung: Wenn der Bass fehlt, passt das Ear-Gel nicht. Die AirPods Pro haben es vorgemacht: Das kann man messen. Und ich muss leider sagen, die AirPods Pro kriege ich nicht mehr dicht. Bei den Elite 7 Pro hat die App geraten, rechts das große statt des mittleren Ear-Gels zu montieren. Nach stundenlangem Hören fühlte sich das rechte Ohr besser an, so dass ich auch auf dem linken nun die große Variante habe. Nachgemessen, dicht. Ich habe mich sehr lange mit diesem Headset beschäftigt, weil es mich nicht auf Anhieb überzeugt hat. Wenn es erst mal dicht abschließt und man danach die Soundanpassung an die eigenen Ohren gemacht hat, dann passt der neutrale Sound und die Abdichtung gegen Umgebungslärm. Ähnliche Erfahrungen hatte ich ja bereits mit dem Elite 85t gemacht.

Killerfeature für Konferenzen: Mute-Taste

Zwei Killer Features haben die Elite 7 Pro für mich: 8 Stunden ohne Nachladen und Stummschaltung. Während eines Calls kann ich links oder rechts einmal drücken und ich bin gemutet. Kenne ich seit vielen Jahren vom Plantronics Voyager, ist aber bei True Wireless Earbuds hervorzuheben. Ebenfalls sehr gut: Keine Touch Controls, sondern spürbare Tastendrucke. Dazu kommt, dass die Sprachverständlichkeit prima ist. Allerdings “sprechen” sie für mich deutlich zu leise. Multipoint fehlt: Support für zwei Geräte gleichzeitig. Das braucht ein echte Business Headset einfach. Kommt laut Jabra in einem Software-Update. Da wünsche ich mir dann noch einen höheren Mikrofonpegel. Ich würde mit dem Kauf warten, bis Jabra da geliefert hat.

Verständlich, aber zu leise: Die Sprachaufnahme der Elite 7 Pro

Drei Headsets fehlen in meiner Sammlung: AirPods 3, Sony WH-1000XM4 und WF-1000XM4 . Die WH-1000XM4 sind durch die AirPods Max obsolet geworden und die WF-1000XM4 sehen ganz schön voluminös aus. Ich würde beide gerne ordentlich testen, aber kriege keinen Draht zu Sony hin. Vielleicht teste ich einfach zu ordentlich. 🙂

Nebenbei bemerkt: Wer ein Bassmonster sucht, der sollte sich die Jabra Elite 75t im Ausverkauf sichern. Und der Preis für die verständlichste Website geht ganz klar an die FAQ von Nothing. Die ist so klar wie das Produkt. Toll gemacht.

Fixed: Jabra Elite 7 Pro Case

Das Case der Jabra Elite 7 Pro will unbedingt geschlossen bleiben. Da die Flanken nach innen fliehen, bekommt man am Deckel keinen einfachen Griff. Die Abhilfe war denkbar einfach. Ich habe die Kante in der Mitte etwas mit dem Taschenmesser gebrochen, exakt in dem Bereich, wo der Magnet das Gehäuse geschlossen hält. Nun greift dort ganz einfach der Fingernagel und der Deckel lässt sich öffnen. Kleine Schnitzerei, große Wirkung. Ich würde Jabra empfehlen, das Werkzeug für den Deckel so zu ändern, dass diese Kerbe ab Werk schon drin ist.

Stuff that works :: Jabra Elite Pro 7 & Nothing ear (1)

Die neuesten Earbuds in meiner Sammlung haben sich bewährt und ich kann sie beide empfehlen. Beide bieten ANC und eignen sich auch zum Telefonieren. Beide Cases lassen sich induktiv auf Qi-Ladern auffüllen.

Die beiden Jabra Elite 7 Pro verschwinden komplett in der Ohrmuschel. Der Sound lässt sich an das Hörvermögen anpassen und zusätzlich über einen Equalizer verbiegen. Ich finde sie ausgesprochen bequem, aber das ist eine individuelle Erfahrung. Sehr gut: 8 Stunden Laufzeit mit ANC. 5 Minuten im Case bringen eine weitere Stunde und man kann jederzeit auch nur eins nutzen und das andere laden. Das Case ist schwierig zu öffnen, aber ich habe gelernt, damit zu leben. Aktuell sind die Elite 7 Pro mit 200 Euro noch recht teuer.

Die Nothing ear (1) waren meine Überraschung des Jahres. Im Bild sieht das das schwarze Sondermodell, normalerweise sind sie weiß und das gefällt mir sogar besser. Der kleine transparente Stiel ist ein guter Griff, um die Earbuds zu halten und zwischen Case und Ohr zu bewegen. Sie lassen sich viel leichter aus dem Ohr nehmen als die Jabras. Das Case ist recht groß, aber flach. Durch die Vertiefung im Deckel werden die Earbuds fest im Case gehalten und man weiß schon beim Anfassen, wie rum der Deckel aufgeht. Der Klang lässt sich nicht so fein regeln wie bei den Jabras, aber er passt bei mir genau. Aktuell kosten die Ear (1) unter 100 Euro.

Beide Headsets lassen sich durch zwei Tasten (Jabra) und zwei Touchfelder (Nothing) bedienen und konzentrieren sich dabei auf die wichtigsten Funktionen. Seht gut bei Jabra: Ein Tastendruck am linken Ohr schaltet das Mikro stumm. Das braucht man für Konferenzen. Beide Headsets arbeiten perfekt mit dem iPhone zusammen, weil sie den AAC Codec unterstützen. Dazu kann man auf dem iPhone in Telefonaten “Voice Isolation” einschalten und dann hört man keine Umgebungsgeräusche.