Jabra Evolve2 65 Flex – erste Eindrücke

Jabra Evolve2 65 Flex zusammengefaltet

Das neue Evolve2 65 kann man einfach beschreiben: Evolve2 75, kleiner und zusammenklappbar, mit neuen Mikrofonen. Das Ergebnis ist ein leichteres Headset, das besser und bequemer auf dem Kopf sitzt und sich für Ortswechsel kompakter zusammenlegen lässt.

Schon seit dem Evolve2 75 ist Jabra auf Taschen aus Filz statt dem vormals benutzten Kunstleder umgestiegen. Die neue Verpackung ist komplett aus Pappe. Nur ein paar dünne Folien schützen die Kunststoffoberfläche der Kopfhörer für den Transport zum Kunden.

Case für Jabra Evolve2 65 Flex und Jabra Evolve2 75
Das Design hat sich bewährt: Einklappbarer Mikrofonbügel mit Stummschaltung
Bedienung mit Drucktasten
Evolution der Evolve2 Ladedocks: Links 65, Mitte 75, jeweils mit zwei Kontakten, rechts 65 Flex induktiver Qi Charger

Nicht abgebildet: Beide Ohrmuscheln haben zwei Busylights, die automatisch rot aufleuchten, wenn man sich in einem Gespräch befinden: Vorsicht Aufnahme! Diese Funktion lässt sich abschalten, einmalig oder auch die Automatik. Ich finde das Feature sehr praktisch, weil es signalisiert, dass man jetzt nicht angesprochen werden will.

Die wichtigste Frage aber ist, wie gut das neue Mikrofonsystem funktioniert, das Jabra ClearVoice nennt. Drei Aufnahmen:

Jabra Evolve2 65 Flex in einem ruhigen Raum
Jabra Evolve2 65 Flex mit Hintergrundgeräuschen aus dem Büro
Vergleichsaufnahme mit AirPods Pro 2 mit Hintergrundgeräuschen

Erster Eindruck: Ein rundum besseres Headset, bei dem man sich das Dock sparen kann, wenn man bereits Qi-Lader überall rumstehen hat. Noch ist es ordentlich teuer, aber schon günstiger als direkt beim Hersteller. Da geht noch was.

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Jabra Elite 4 : Ich verliere den Überblick

[Update: Elite 4 löst Elite 3 ab, wie mir Jabra mitteilt. Damit ist die Lage wieder übersichtlich.]

Jabra bringt am laufenden Band neue drahtlose Earbuds zu unterschiedlichen Preispunkten heraus. Und so langsam wird es mir zuviel. Bei Apple ist es einfach AirPods ohne ANC, AirPods Pro mit ANC. Bei Jabra gibt es sieben. Ich will mal etwas Ordnung einbringen und meinen Favoriten nennen. Wahrscheinlich sieht man ihn sofort:

Die Preise in der letzten Spalte wird man nicht zahlen müssen, weil das nur die Listenpreise auf der Jabra Website sind. Selbst dort gibt es oft bis zu 33% Rabatt.

Elite 3 ist das Einstiegsmodell ohne Schnickschnack. Klapprigeres Case ohne Qi-Charging und EarBuds ohne ANC. Die Active-Modelle haben ein besonders rutschfestes Coating, damit sie beim Sport bombenfest sitzen.

Die drei teuersten Modelle adressieren iPhone-User. Das sieht man am AAC Codec, der optimal zum iPhone passt. Die vier preiswerteren passen eher zu Android, auch wenn viele der teureren Smartphones neben dem Qualcomm aptX auch den Standard AAC unterstützen.

Die teuren Modelle haben sechs Mikros, also drei links und drei rechts. Das ist besser für die Telefonie. Beim 7 Pro sind zwei Mikros Knochenschall-Sensoren. Das hat mich nicht überzeugt. Die beworbenen Akkulaufzeiten erreicht man nur, wenn man ANC ausschaltet, und das will man eigentlich nicht.

Elite 4 ist das neueste Modell, was man an Bluetooth 5.3 sieht. Mein Favorit aber ist das Elite 5, weil es mir den meisten Mehrwert bietet. Das Elite 3 ist ein guter Kauf für die Kids, die sowieso immer alles verlieren. . Da gibt es schöne Farben und der Preis liegt häufig im 50er Bereich. Die Elite 3 Active kosten dasselbe.

Um das IP Rating muss man sich nicht sorgen. Jabra tauscht in den ersten beiden Jahren, ohne zu fackeln.

Jabra Speak 2 – Neue Konferenzlautsprecher

Die Jabra Speak Serie ist mehr als 10 Jahre alt und erfreut sich großer Beliebtheit. Das neueste Modell Speak 750 ist 2019 erschienen und bietet Verbindungen mit Vollduplex-Audio, das heißt man kann gleichzeitig sprechen und hören. Es leidet aber darunter, dass es nur ein Mikrofon besitzt, und deshalb wird es Zeit für ein Update.

Jabra Speak2 75

Jabra legt nun eine neue Serie mit dem Namen Speak2 auf und nennt die ersten drei Modelle analog zu meinen bevorzugten Headsets Evolve2 mit zweistelligen Zahlen. Alle haben nun vier Beamforming-Mikrofone mit Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen, Vollduplex-Audio und eine automatische Aussteuerung verschiedener Sprecher. Jabra nennt das “Voice Level Normalisation”. Gegen das Eindringen von Staub und Wasser sind sie nach IP64 geschützt.

Das USB-Kabel ist weiterhin um den Lautsprecher gewickelt und hat nun einen USB-C-Stecker mit einem USB-A-Dongle, der am Kabel befestigt ist. Steckt man das Kabel in einem PC oder Mac, sind die Speak2 sofort nutzbar. Speak2 75 und Speak2 55 lassen sich zusätzlich auch per Bluetooth benutzen, also auch mit einem Smartphone. Speak2 40 verzichtet auf dieses Feature.

Der Speak2 75 hat ein innovatives Feature. Er zeigt durch einen leuchtenden Ring an in unterschiedlichen Farben an, wie gut die Aufnahmequalität ist. Man muss sich also nicht erst von der Gegenseite ermahnen lassen, wenn man schwer zu verstehen ist. Bei diesem Modell gibt Jabra an, es sei auch für Teams Rooms und Zoom Rooms geeignet.

  • Speak2 75 (UVP 339 €): 65-mm-Lautsprecher, Mikrofonqualitätsanzeige, Microsoft Swift Pair, bis zu 32 Stunden kabellose Akkulaufzeit, geeignet für Microsoft Teams Rooms und Zoom Rooms
  • Speak2 55 (UVP 169 €): bis zu 12 Stunden kabellose Akkulaufzeit
  • Speak2 40 (UVP 149 €): nur per USB zu nutzen

Die UVP-Preise orientieren sich an den aktuellen Speak-Lautsprechern, die es aber tatsächlich deutlich günstiger gibt.

Ich werde so bald wie möglich testen. Leider war bisher noch kein Gerät verfügbar, sollte aber bald hier ankommen. Bisher ziehe ich die Poly Sync den alten Jabra Speak vor. Ich bin gespannt, ob Jabra mich mit den neuen Geräten überzeugen kann.

Ein paar Kleinigkeiten konnte ich bei der Vorstellung schon mitnehmen: So verzichtet die neue Reihe auf den Kickstand, mit dem sich die Speak-Geräte kippen ließen. Wie auch andere Hersteller nutzt Jabra für Gehäuse und andere mechanische Bestandteile nachhaltige Materialien (Ein Drittel beim 75, die Hälfte bei 40 und 55).

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Webcam-Mikrofonvergleich

Heute hat mich jemand was gefragt, was ich nicht wusste.

“Was mich interessieren würde, ist, ob das Mikro bei der kleinen mit der richtigen Brio vergleichbar ist. Für eine Webcam hat die 4K ja wirklich sehr anständigen Klang.”

Ich habe bisher noch keine Webcam-Mikrofone benutzt, aber das kann man ja nachholen. Ich habe einfach mal Kameras nacheinander angeschlossen und Vergleichsaufnahmen gemacht. Jabra macht offensichtlich ein relativ aggressives Noise Cancelling und Obsbot war übersteuert, was man aber rausregeln kann. Die Brios zeichnen mit etwas zu viel Hall auf.

Logi Brio 305
Logi Brio 505
Logi Brio 4k
Jabra Panacast 20
Obsbot Tiny 4k

Und zum Vergleich noch mal das Mikrofon, dass ich tatsächlich verwende: Ein Shure MV7.

Shure MV7

Jabra prognostiziert fünf Trends für 2023

Jabra hat heute eine Presseaussendung geschickt, die ich ausnahmsweise komplett unbearbeitet weitergebe.

1. Das Metaverse wird im Jahr 2023 noch keine Rolle spielen, aber…

2022 hat das Metaverse hohe Wellen geschlagen – trotzdem werden fast alle Beschäftigten auch 2023 ihren Arbeitsplatz noch nicht in virtuelle Welt verlagern. Das liegt vor allem daran, dass die benötigte Technologie bisher nicht ausgereift ist. Dennoch zeichnet sich schon heute ab, dass Unternehmen im kommenden Jahr ihre Herangehensweise an hybride Arbeit optimieren und verfeinern werden. Gleichzeitig deuten mittel- bis langfristig alle Indikatoren auf eine durch das Metaverse gestützte Arbeitsumgebung hin. Unternehmen sollten diese Entwicklung also auf dem Radar haben.

Ich kann weder bei Augmented Reality noch bei dem Metaverse einen Durchbruch erkennen. Auch nicht über 2023 hinaus.

2. Die Fluktuation von Mitarbeitenden nimmt ab

Branchenübergreifende Mitarbeitendenfluktuation gehört weitgehend der Vergangenheit an. Vielmehr ist zu erwarten, dass sich der Trend im kommenden, wirtschaftlich unsicheren Jahr 2023 weiter stabilisieren wird. Allerdings ist der Verbleib im Unternehmen noch lange nicht gleichzusetzen mit einer hohen Motivation der Mitarbeitenden. Um den jahrelangen Trend sinkenden Engagements aufseiten der Mitarbeiter:innen umzukehren, müssen Führungskräfte mehr Anerkennung zeigen. Vorgesetzte sollten die finanziellen Herausforderungen berücksichtigen, denen sich vor allem die junge Generation gegenübersieht, und die sich verändernde Rolle, die Arbeit im Leben der Menschen spielt. Vor diesem Hintergrund sind Manager gut beraten, vor allem die gute Arbeit ihrer Mitarbeitenden im Blick zu haben und zu würdigen.

Viele Manager sind noch nicht zu der Erkenntnis gekommen, dass die Ansprüche an ihr eigenes Handeln ebenfalls gestiegen sind. Einige sind in der Pandemie gewachsen, andere wollen einfach nur zurück in ein Vorher, dass es nicht mehr gibt.

3. Digitale Benefits werden wichtiger

Eine kürzlich von Microsoft durchgeführte Studie ergab, dass sich 76 Prozent der Mitarbeiter:innen länger an ein Unternehmen binden, wenn sie von Weiterbildungen und Personalentwicklung profitieren. Auch in Zeiten virtueller Arbeit muss die persönliche und berufliche Entwicklung gefördert werden. Das bedeutet, dass Technologie, die für die Arbeit eingesetzt wird, auch die Art und Weise beeinflusst, wie sich Beschäftigte als Fachleute und als Menschen entwickeln. Es ist davon auszugehen, dass Unternehmen im kommenden Jahr verstärkt digitale Benefits wie Online-Kurse, App-Abonnements zur Förderung der psychischen Gesundheit und Technologien für die professionelle Zusammenarbeit in ihre Kultur integrieren werden, um das Arbeitserlebnis für alle zu verbessern. 

Die besondere Herausforderung für die IT wird sein, dass sie Mitarbeiter unterstützt, ohne sie zu gängeln. Wer auf seinem Smartphone eine bessere Arbeitsumgebung als an seinem eigentlichen Arbeitsgerät hat, der ist nur schwer bei der Stange zu halten.

4. Der Wandel zum Superbüro 

Der Jabra Hybrid Ways of Working Report 2022 zeigt, dass etwa die Hälfte der Unternehmen weltweit ihre Büros in den vergangenen zwei Jahren umgestaltet haben. Für Arbeitnehmer:innen steht aktuell die Suche nach einer als echt erlebten Zusammenarbeit im Vordergrund. Büroräume müssen daher die berufliche und zwischenmenschliche Zusammenarbeit im Vergleich zur Arbeit von zu Hause aus verbessern. Im Jahr 2023 wird es deshalb eine Verlagerung von aufgabenorientierten zu interaktionsorientierten Arbeitsräumen geben. Das bedeutet, dass Immobilienflächen abgebaut werden zugunsten von konzentrierteren und zweckmäßigeren Büros mit Technologien, die es den Menschen ermöglichen, authentische Interaktionen mit all ihren Kolleg:innen zu erleben – egal, von wo sie arbeiten. 

Da ist noch viel Wunschdenken dabei. Manche Unternehmen wie etwa Microsoft predigen schon länger “Vertrauensarbeitszeit” und “Vertrauensarbeitsplatz”. Das passt nicht auf alle Stellen und nicht in alle Branchen, aber wo es passt, dort muss man umgestalten. Ich habe bisher drei Microsoft-Standorte in Köln, München und Mailand, einen von IBM in New York und einen von Sonos in Santa Barbara gesehen. (Danke für die Einladungen!) Dort kann man lernen, wie Zusammenarbeit gefördert wird, wenn nicht alle an einem Platz sind.

5. Mentale Gesundheit als Priorität

Angesichts der sich abzeichnenden Rezession und der nachlassenden Verbrauchernachfrage erwarten viele Unternehmen 2023 ein kritisches Jahr. Neben der Ertragslage der Unternehmen belastet auch die makroökonomische Unsicherheit die psychische Gesundheit der einzelnen Mitarbeiter:innen. Wenn Unternehmen diesem Sturm gemeinschaftlich trotzen wollen, müssen Führungskräfte proaktiv Maßnahmen ergreifen, um ihre Mitarbeitenden in dieser unsicheren Zeit zu unterstützen.

Das gilt in beide Richtungen. Mehr Empathie wagen!

Big firmware update for Jabra Evolve2 75

• Updated: Improved speaker audio performance
• Updated: Improved microphone audio performance
• Updated: Improved volume steps for music and media
• Fixed: connection dropped in rare scenarios with certain Android devices
• Performance and stability improvements

Currently my favorite conference headset, but only slightly better than the wonderful Evolve2 65, because it has (mild) ANC and a folding boom.

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Jabra Evolve2 Buds – mit Sound Samples

Der Link 380, in USB-A oder USB-C, passt ins Gehäuse

Mit den Jabra Evolve2 Buds gibt es endlich ein Konkurrenzprodukt zu den Logitech Zone True Wireless. Die Evolve2 Buds sind Teams-zertifiziert und werden mit einem USB-Dongle geliefert. Dieser Link 380 steckt im Gehäuse und man hat alles in einem Case. Das ist vorbildlich.

Die Evolve2 Buds sind physisch baugleich mit den Elite 7 Pro und man kann sie deshalb auch im Case der anderen laden:

Der linke Ohrstecker sitzt jeweils im falschen Case.

Vom Klang her sind die Buds so wunderbar wie die Elite 7 Pro. Personalisiertes ANC, personalisierter Klang mit Hörtest, und beides wird im Headset gespeichert. Die alles entscheidende Frage aber ist: Wie nehmen die Buds denn meine Stimme auf? Und bei diesem Test bin ich zufrieden. Ich sitze in meinem sehr halligen Büro voller harter Oberflächen: Schränke statt Regale, riesige Fenster, Steinboden. Zusätzlich habe ich das Radio eingeschaltet, das mit geringer Lautstärke einen Nachrichtensender abspielt. Ich vergleiche die Evolve2 Buds mit meinem Lieblings-Headset für Konferenzen, dem Evolve2 75:

Jabra Evolve2 75 als Referenz
Jabra Evolve2 Buds

Ich finde diese Aufnahmen wichtig, aber sie bilden immer nur den Zeitpunkt des Tests ab. Ich habe die neuen Buds ausgepackt und sowohl die Buds als auch den Link 380 sofort aktualisiert. Die ursprünglich installierte Softwareversion der Buds kommen in den Release Notes gar nicht vor.

Von 1.0.0 auf 1.1.0

Ich will die Buds auch noch mal mit zwei weiteren Headsets vergleichen. Das sind die Logitech Zone True Wireless und die Jabra Elite Pro 7, die wohlgemerkt physisch identisch zu sein scheinen. Gleiches Gehäuse, gleiche Treiber und Mikrofonausstattung:

Logitech Zone True Wireless
Jabra Elite 7 Pro

Die Logitech Zone True Wireless schlagen sich, wie zu erwarten war, sehr ordentlich. Aber bei den Elite 7 Pro ist etwas passiert. Mit einem Firmware-Update hat sich die gesamte Geräuschunterdrückung verabschiedet. Man hört das Radio und vor allem aber auch den Hall aus dem Raum. Eine Aufnahme im Straßenverkehr bestätigt den Fehler:

Jabra Elite 7 Pro im Straßenverkehr

Fazit: Daumen hoch für die Evolve2 Buds, aber Vorsicht bei den Elite 7 Pro. Abschließend noch ein Vergleich der Cases der Zone True Wireless und der Evolve2 Buds (Adapter im Case):

Bei den Logitech Zone True Wireless findet der Adapter keinen Platz im Case

Wozu braucht man diese USB-Adapter, wenn doch PCs und Macs auch Bluetooth haben? Die PC-Software, etwa Jabra Direct, stellt die Verbindung zwischen Softphone und Dongle her. Das sieht PC-seitig wie ein drahtgebundenes Headset aus und vermeidet damit Bluetooth-Sperren, die es oft in sicherheitsbewussten Unternehmen gibt. USB-Headsets sind oft von solchen Sperren ausgenommen. Wenn man Bluetooth hat, kann man auch direkt pairen, verzichtet dabei aber auf alle Komfortfunktionen in Teams.

Noch sind die Evolve2 Buds nicht im Handel. Man kann sich aber schon mal die Website anschauen. 🙂

Drei Headset-Empfehlungen

Ich hätte zu gerne auch mal den AirPods-Nutzer im Hintergrund gehört

Danny hat ein sehr gutes Video in lauter Umgebung aufgenommen. Ich mag alle drei vorgestellten Headsets:

  • Poly Voyager Focus 2: Sehr gutes Headset, Geräuschunterdrückung top. Leichte Abwertung für MicroUSB-B als Ladebuchse, mit Dock ist das unerheblich.
  • Jabra Evolve 2 75: Von mir aktuell meistbenutztes Konferenz-Headset, sehr gut auch als normaler Kopfhörer nutzbar wegen des komplett einklappbaren Mikrofonarms.
  • Logi Zone True Wireless: Bestes In-Ear Headset. Bisher einziges mit Teams-Zertifizierung.

Mindestens genauso gut, aber abstehender Mikrofonarm, wenn hochgeklappt: Jabra Evolve2 65. Saubequem, leicht und bester Mikrofon-Sound.

Drei neue, alte Jabra Produkte

Jabra hat gestern drei neue Produkte angekündigt, die ich schon eine Weile kenne:

Jabra Connect 5t, 4h und 4s
  • Jabra Connect 5t entspricht dem Elite 5, das ich neulich mit viel Spaß getestet habe. Für 170 Euro Listenpreis bekommt man das gleiche Headset und dazu noch ein Qi-Ladepad für das Case. Technische Unterschiede gibt es ansonsten keine. Beide Produkte sind praktisch neu. Das Elite 5 wird deshalb immer noch für 150 Euro gehandelt.
  • Jabra Connect 4h (100 Euro) ist technisch ein Evolve2 30 (70 Euro), ein kabelgebundenes Headset mit Mikrofonbügel. Ich persönlich würde unbedingt ein wenig dazulegen und das Evolve2 40 nehmen, das deutlich bessere Ohrmuscheln hat. Vor allem aber ist das 40er mit seinen drei Mikrofonen dem 30er mit nur zwei deutlich überlegen, weil es die Nebengeräusche im Raum besser unterdrücken kann. Ohne Strippe nimmt man das Evolve2 65, immer noch unerreicht.
  • Jabra Connect 4s scheint das beliebte Speak 510 zu sein. Meine persönliche Empfehlung ist das Sync 20 von Poly, weil es mit drei Mikrofonen besser abbildet als das Speak mit nur einem.

Rebrandings bestehender Produkte sind nicht ungewöhnlich. Neulich erst kündigte Jabra das Talk 65 an, das erkennbar ein Blueparrott M300-XT ist. Auch hier würde ich ohne Zweifel lieber zum Poly Voyager 5200 greifen.

Jabra Elite 5: Erste Eindrücke

Jabra Elite 5 (vorne) und Elite 7 Pro (hinten)

Letztes Jahr hat Jabra begonnen, die Reihe von Elite-Earbuds zu erneuern. Während 75t und 85t noch ein asymmetrisches Design hatten, bei dem der linke Earbud nicht ohne den rechten funktionierte, sind alle neuen Modelle von 3 bis 7 Pro unabhängig einsetzbar.

Auch wenn die Earbuds ein einheitliches Design haben, unterscheiden sie sich in vielen Details. Elite 3 ist das Einstiegsmodell ohne ANC, ohne Sprachansagen und ohne AAC-Unterstützung. Das Topmodell Elite 7 Pro hat dagegen ANC und AAC, dafür aber nicht den Qualcomm-Codec aptX, der im Android-Markt verbreitet ist. Hier muss man im Detail nachschauen. Dazu gibt es noch zwei Modelle für Sportler, die besonders fest in den Ohren sitzen: Elite 4 Active (aptX, vier Mikros) und Elite 7 Active (AAC, sechs Mikros). Beide habe ich nicht getestet, da bei mir die anderen drei schon sehr gut passen.

Elite 7 Pro, Elite 5, Elite 3

Mit den Elite 5 klärt sich nun alles auf. AAC und aptX, hybrides ANC mit vier außen- und zwei innenliegenden Mikros, dazu aktive Geräuschunterdrückung für die Mikros, sodass man die Stimme auch in lauten Umgebungen besser hört. Die Elite 5 unterstützen Siri, Google Assistant, Alexa und Spotify Tap. Eine dieser vier Funktionen kann man mit einem doppelten Klick des linken Earbuds auslösen. Die Akkus halten bis zu 7 Stunden und das Case kann sie dreimal vollständig aufladen. Per USB-C oder induktivem Qi-Lader füllt man es nach.

Das Elite 5 ist das bisher kompletteste Angebot. Schon zum Start hat es Bluetooth-Multipoint, d.h. es kann mit zwei Geräten gleichzeitig verbunden sein, etwa Smartphone und PC. Der wesentliche Unterschied zwischen 7 Pro und 5 ist, dass 7 Pro in jedem Earbud zwei Mikros und einen Knochenschallsensor hat, während das Elite 5 jeweils drei Mikros hat. Diese erlauben ein hybrides ANC, bei dem die außenliegenden Mikros zunächst den Lärm rausfiltert und das innenliegende dann die verbleibende Differenz ausgleicht.

Und jetzt wird es kniffelig. Theoretisch sind Elite 5 und Elite 7 Pro ebenbürtig mit nur kleinen Unterschieden. Aber praktisch hat Elite 7 Pro schon ein halbes Jahr kontinuierliche Produktverbesserungen zwischen September ’21 und April ’22 erfahren. Stand heute ist Elite 5 bereits besser als Elite 7 Pro beim Start war. Da gab es noch kein Multipoint, die beworbene Windfestigkeit war enttäuschend, die Stimmaufnahme eher mittelprächtig. Aber man schaue sich einmal genau an, was sich in diesem Bereich alles getan hat.

Wenn ich aktuell Elite 5 mit 7 Pro vergleiche, dann fehlt MyFit (Passkontrolle) und MySound (Hörprofile). Beides könnte Jabra in einem Update nachliefern, so wie die Elite 3 ohne Equalizer gestartet sind, der aber ein halbes Jahr später nachgeliefert wurde. Stand heute ziehe ich die 7 Pro vor, weil ich aptX nicht brauche und der Bass druckvoller ist. Nach einem oder zwei Firmware Updates der Elite 5 wird sich das möglicherweise ändern. Es ist heute nicht mehr möglich, den Klang dauerhaft zu bewerten. Jedes Software Update kann ihn vollständig ändern.

Cases für Elite 3, Elite 5 und Elite 7

In jedem Fall aber ist das Case der Elite 5 für mich am schönsten. Das Case der Elite 3 hatte keine Qi-Spule und musste per Kabel geladen werden, das Case der 7 Pro ist mir zu voluminös, aber das Case der Elite 5 ist perfekt.

Kleine Kaufberatung: Es gibt keine besseren Earbuds für 49 Euro als die Jabra Elite 3. Wer ANC haben will, der ist mit den Elite 4 Active für 89 Euro ebenfalls gut beraten. Es lohnt sich die Preise zu beobachten und nicht sofort zum Listenpreis zu kaufen. Minus 25 bis 33 Prozent sind realistisch.