Eve Aqua 3: Erste Eindrücke

Jetzt halte ich die dritte Generation der Eve Aqua in Händen und kann nun nachvollziehen, was ich vorher nur in der Pressemitteilung gelesen habe. Außen gleicht die dritte Generation den erste beiden ein wenig, aber tatsächlich ist das eine Neukonstruktion. Die zweite Generation bekam nun eine neue Platine, die Unterstützung für das Thread-Netzwerk dem schon vorhandeden Bluetooth hinzufügt. Damit war Eve Aqua in Homekit besser erreichbar.

Die dritte Generation ist nun völlig neu. Wenn man das Gehäuse öffnet, hat man zwei Teile: der vordere Teil mit Rahmen, Frontplatte und Druckknopf enthält den Elektronikteil inklusive der Batterie, der hintere Teil ist hat die beiden Wasseranschlüsse sowie das Magnetventil. Man sieht auf Anhieb, dass der obere, stets dem Wasserdruck ausgesetzte Anschluss nun Metall-verstärkt ist. Das Magnetventil ist ebenfalls robuster als das Kunststoff-Getriebe der ersten beiden Generationen.

Der Elektronik-Teil hat ein Batteriefach, das im lichten Raum gegenüber des Magnetventils Platz findet. Das hat mir ein wenig Kopfschmerzen bereitet, weil ich den störrischen Deckel nicht abbrechen wollte. Der Aufdruck ist wenig hilfreich. Man muss die beiden Flügel ausrasten und den Deckel leicht anheben und dann beherzt herausziehen. Dann löst er sich komplett und man kann die beiden AA-Batterien einlegen. Dann steckt man den Deckel wieder am Fußende ein und rastet ihn oben ein.

Man kann Eve Aqua autonom ohne Internet-Verbindung betreiben, weil der eingebaute Computer auch autonom einmal einprogrammierte Automatiken fahren kann. Wer zu Hause einen Thread Router, also etwa ein HomePod mini hat, der kann das Ventil auch einfach über die Home App öffnen und schließen.

Drückt man auf den einzigen Bedienungsknopf, öffnet sich das Ventil für eine voreingestellte Zeit. Das sind bei mir zwei Stunden, nach denen es automatisch wieder schließt.

Ich bin bei beiden vorherigen Generationen nicht von Defekten heimgesucht worden, weiß aber von vielen Lesern, dass sie mehrere kapitale Fehler hatten. Deshalb begrüße ich diese mechanisch bessere Lösung.

Immer die technischen Daten lesen!

Heute Morgen bekam ich eine Pressemeldung für eine Solar-Powerbank:

RealPower bietet mit der neuen PB-10000 Solar mit integrierter LED-Taschenlampe den idealen Begleiter für Outdoor-Fans. Gerade beim Campen oder auf Reisen sind Stromquellen oft sehr begrenzt bis gar nicht vorhanden. Hier fungiert die Wireless Charging Solar Powerbank als praktischer Allrounder, da sie mehrere Lademöglichkeiten für diverse Endgeräte bietet und selbst durch ein eingebautes Solarpanel wieder aufgeladen werden kann. So sind Benutzer vollkommen unabhängig von externen Stromquellen. …  So kann beispielsweise eine Pause genutzt werden, um sowohl die Sonnenstrahlen zu genießen als auch die Reserven der PB-10000 Solar aufzufüllen. 

Schauen wir uns das ” Schweizer Taschenmesser unter den Powerbanks” (Eigenwerbung) mal an:

Da fängt dann der Denkprozess an. Mit diesem kleinen Solarpanel soll der Akku geladen werden? Da bin ich mal auf die technischen Daten gespannt:

  • 10.000 mAh (37 Wh) starker Lithium-Polymer-Akku
  • 10 W Wireless Charging Ladefläche
  • 0,8 W Solarpanel zum Aufladen der Powerbank
  • Input: 5 V / 2 A via Micro-USB oder USB-C
  • Output: 5 V / 2,1 A USB, 5 V / 2,1 A USB-C,  5 V / 1 A QI
  • Integrierte LED Lampe

Unter günstigsten Bedingungen (volle Sonneneinstrahlung, nicht so heiß) schafft das Panel 0,8 W. Um den 37 Wh großen Akku aufzuladen, würden also im besten Fall 37 Wh/0,8 h = 46,25 h vergehen. Das ist mehr als eine kleine Pause.

An der Steckdose geht es mit 5 V * 2 A = 10 W in ca. 4 Stunden. Und wo die 10 W Wireless Charging herkommen, ist mit bei 5 V und 1 A auch nicht klar.

Schnelles Laden ist ein Game Changer

Das vivo X80 Pro hat ein Ladegerät, das den Akku binnen einer halben Stunde auffüllt. Das hat mein Verhalten komplett geändert.

Das iPhone lade ich abends und manchmal tagsüber auf einem MagSafe Puck, aber das vivo fahre ich einfach leer. Bei 15% kommt eine Mitteilung, ich möge doch bitte mal laden. Und dann hänge ich das Ladegerät dran und der Akku ist eine halbe Stunde später wieder voll. Das kann man zur Not auch einfach morgens beim Aufstehen machen.

Das Spannende dabei ist: Das Telefon wird nicht mal warm. Magic.

Das geht natürlich nur mit diesem vivo-Charger und diesem vivo-Kabel. So viel zum Thema, mit USB-C wird alles gut.

HyperX DuoCast: Vergleichsaufnahmen

SoloCast, DuoCast und QuadCast S

Heute kam das HyperX DuoCast und ich habe mich sehr ausgiebig damit beschäftigt. Preislich ist es in der Mitte zwischen SoloCast und QuadCast S angesiedelt, aber es gleicht dem großen Bruder mehr als dem kleinen. Wie das QuadCast S ist es in einer Spinne aufgehängt, jedoch weniger sichtbar und noch einmal besser abgekoppelt. Alle drei stehen sicher auf dem soliden Standfuß, können aber auch an einem Standardgewinde eines Galgens aufgehängt werden. Dazu löst man die Verbindung zum Standfuß und schraubt einen mitgelieferten Adapter an.

Das Solocast hat eine Kondensatorkapsel, das QuadCast drei und das DuoCast zwei. Mit seinen zwei Kapseln kann das DuoCast zwei Charakteristiken abbilden, das QuadCast vier. Das erklärt die Bezeichnung besser als die Anzahl der Kapseln.

Hier sind drei Vergleichsaufnahmen und ich empfehle, einen Kopfhörer zu tragen:

HyperX DuoCast
HyperX QuadCast S
HyperX SoloCast

Was diese Mikrofone leisten hört man am besten im Vergleich zum Mikrofonarray des PCs. Je eine Aufnahme ohne externes Mikro, eine mit dem DuoCast im selben Abstand wie die des PCs und einmal in optimalem Abstand:

Surface Pro 8 ohne externes Mikrofon
HyperX DuoCast im gleichen Abstand
HyperX DuoCast im korrekten Abstand
Alle Aufnahmen sind mit dem Sound Recorder von Windows 11 in Standardeinstellung entstanden

Ich empfinde die Aufnahme des QuadCast S am angenehmsten und wärmsten, aber das kann auch der Einstellung geschuldet sein. Das Lichtspiel ist beim DuoCast dezenter und man kann den Ring auch als VU-Meter aufleuchten lassen. Anders als das QuadCast S lässt sich das DuoCast nicht blind bedienen, da der Regler durchläuft und es keine haptisch führbare Umschaltung der Charakteristik gibt. Wer sehen kann, hat dagegen kein Problem mit dem DuoCast. Alle drei Mikrofone haben obenauf eine Schaltfläche zur Stummschaltung, was ich besonders wichtig finde.

Dem SoloCast fehlen Kopfhörerausgang und die Spinne zur Abkopplung vom Tisch. Kondensator-Mikros sind sehr empfindlich und nehmen darum störende Geräusche sehr leicht auf.

Beim QuadCast findet man auch das Modell ohne S. Das hat die gleichen Aufnahmequalitäten, kann aber nur in Rot leuchten und hat statt USB-C einen Mini-USB Port. Von der Funktion her ist es gleich.

Microsoft Teams native on Apple silicon

Microsoft says:

We are rolling out a production grade universal binary version of Teams, which means it will run natively on the entire Mac lineup, including those with Apple silicon. For Mac users, this means a significant boost in performance, ensuring efficient use of device resources and an optimized Teams experience even when using multiple high-resolution monitors during calls or meetings.

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Lenovo Yoga Slim 7i Carbon Gen 7

Weniger als 1 kg schwer und sehr flach: Lenovo Yoga Slim 7i Gen 7

Der Yoga Slim 7i Carbon ist das MacBook Air von Lenovo. Unspektakulär, flach und leicht, dafür mit nur wenigen Anschlüssen. Ich mag den hellen Bildschirm, der nicht spiegelt, ich mag die flache Tastatur ohne Layout-Kompromisse, ich mag das zurückhaltende Design und nicht zuletzt den Touchscreen. Bildschirme, die ich nur per Maus bedienen kann, sind für mich mittlerweile kaputt. Das Topcase besteht aus einem Kohlefaser-Verbundwerkstoff, das Chassis aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung.

Was ich nicht mag, sind die vielen Aufkleber und Bloatware, u.a. von McAfee. Ich weiß, das kriegt man alles wieder runter, aber ich würde es wirklich begrüßen, wenn man nicht zuerst mal den Müll raustragen muss.

Was ich auch nicht mag, ist die 720p Webcam. Das sollte es 2022 nicht mehr geben. Immerhin gibt es eine IR-Kamera, so dass man sich ohne Passwort mit Windows Hello anmelden kann.

Das Yoga Slim 7i ist bedingungslos auf schlank getrimmt. Darum hat es auch nur zwei USB-C Ports, einen Ausschalter für die Webcam und einen Power-Button an der rechten Seite. Wie man sieht, ist das Design mittlerweile von einer abgerundeten Kante geprägt, das nicht unbedingt besser aussieht, aber sich besser hält.

Die Tastatur ist Geschmacksache. Sehr geringer Tastenhub aber perfektes Layout. Ich komme damit super zurecht.

Sehr flache Tastatur ohne Kompromisse (hier mit Schweißtropfen)
Lüftungsschlitze im Scharnier und Löcher im Boden, eine breite Auflage hebt an

Noch etwas, was ich mag: Die Unterseite hat eine breite Auflage, die den Boden leicht anhebt, so dass kühle Luft in das Chassis einströmen kann. Die warme Luft wird auf der Rückseite unterhalb des Bildschirms wieder aus dem Gehäuse geblasen. Sechs normale Torx-Schrauben halten den Boden. Ich habe nicht reingeschaut, aber so bleiben die Komponenten zugänglich und man kann ggfls. Staub aus dem Gehäuse entfernen.

In der ersten Stunde, als der Windows Search Indexer lief, hat das Gebläse vernehmlich gepustet. Ich schließe daraus, dass das thermische Design nicht ganz so ausgefeilt ist wie das meines Surface Pro 8, das ebenfalls einen Lüfter hat, der aber stets unhörbar bleibt.

Sehr kompaktes 65 W Netzteil und ein optionaler Dongle mit Audio, HDMI, VGA und USB-A

Normalerweise packe ich bei modernen Notebooks das Zubehör nicht mal aus, sondern lade es einfach mit meinen vorhandenen Ladegeräten auf. Das war diesmal anders und so habe ich das sehr schlanke Steckernetzteil mit USB-C-Kabel gefunden. Normalerweise hat Lenovo in dieser Leistungsklasse einen dicken Ziegelstein mit dreipoliger Mickymaus-Buchse und ein ebenso dickes Stromkabel. Hier wiegt das Netzteil inklusive Kabel gerade einmal 185 Gramm.

Ebenfalls mitgeliefert war ein kleiner USB-C-Hub mit 3.5mm Audio, HDMI, VGA und USB-A. Der tut auch Not, weil der Yoga Slim 7i nur zwei Ports hat, die beide nur einen USB-C-Stecker aufnehmen.

Das Yoga-Branding ist sicher für viele Leute verwirrend. Ursprünglich hieß das, das Scharnier dreht sich um 360 Grad und man kann aus einem Laptop ein Tablet machen. Das ist bei den Yoga Slim nicht der Fall. Diese Bezeichnung steht für besonders schlanke Rechner, deren Bildschirm sich nicht umklappen lässt.

Fazit: Solider Rechner, aber kein Editor-refuses-to-give-it-back Award.

Eve Aqua, die dritte

Das neue Eve Aqua baut auf den Qualitäten seines Vorgängers auf, setzt aber innen und außen auf ein neues Design. Äußerlich besticht Eve Aqua durch ein solides Gehäuse in Spacegrau mit mattschwarzer Front. Im Inneren arbeitet ein Magnetventil, das langlebiger, besser gegen Undichtigkeiten abgesichert und praktisch geräuschlos im Betrieb ist. Für den Anschluss an den Wasserhahn setzt Eve Aqua jetzt auf einen robusten Verbinder mit Metallgewinde.

Die ersten beiden Generationen der Eve Aqua haben bei mir tadellos funktioniert. Zunächst ging die Verbindung nur mit Bluetooth Low Energy, die zweite erhielt dann das robuste Thread. Da Eve Aqua auch autark funktioniert, war bereits die erste tauglich, da sie einfach ihr Programm abspult und nur zum Umprogrammieren “ans Netz” muss.

Allerdings berichteten viele Leser von mechanischen Problemen. Bei zweien ist das Gewinde am Hahn abgerissen, was zu einem immensen Wasserverlust führt, wenn Aqua unbeaufsichtigt läuft. Der eigentliche Schieber war ebenfalls in Kunststoff, mit einem kleinen Getriebe ausgeführt. Man hört sehr deutlich, wenn der Schieber fährt.

Nun hat Eve beide Schwachstellen behoben und ich hoffe, damit ist das Produkt wirklich rund. Wir benutzen Aqua häufig manuell. Knopf drücken, Wasser marsch und nach der voreingestellten Zeit schließt das Ventil automatisch.

Eve Aqua 150 Euro

HyperX erweitert Mikrofon-Palette

Meine HyperX-Reise begann mit einem QuadCast, nur wenige Monate bevor das QuadCast S auf den Markt kam. Beide nutzen drei Kondensator-Kapseln, die unterschiedlich geschaltet vier verschiedene Charakteristiken haben: Stereo, Omnidirectional, Cardioid, Bidirectional. Verwendet habe ich davon in der Praxis nur Cardioid, das den Klang vor dem Mikro bevorzugt aufnimmt. Das S-Modell hat statt des Mini-USB einen USB-C-Port und kann in allen Regenbogenfarben leuchten. Wichtig für Gamer, mir völlig egal.

Danach kam das viel einfachere SoloCast: Nur eine Kondensatorkapsel, nur eine Charakteristik, nur eine LED. Vor allem aber hat dieses Mikrofon keinen Kopfhörerausgang und deshalb habe ich es nach dem Test nicht mehr verwendet.

Jetzt bietet HyperX SoloCast und QuadCast S wahlweise auch in weiß an und erweitert die Palette um ein DuoCast. Nun sind es zwei Kondensatorkapseln und zwei Charakteristiken: Omnidirectional, Cardioid. Vor allem ändert sich die Beleuchtung, weil es nun einen LED-Ring mit zwei Zonen gibt. Spannende Frage: Ist der Poppschutz vielleicht effektiver als beim QuadCast, weil das Mesh nicht mehr so durchsichtig sein muss?

Für das SoloCast gibt es jetzt ein Firmware-Update, mit dem es wie die anderen Mikrofone auch in 24bit/96kBit aufzeichnen kann.