Muji Wand‐CD‐Player mit Radio und Fernbedienung

Dieser CD-Player ist eine Design-Ikone. Und ich kenne Haushalte, in denen die Mutter sich nicht von CDs trennen mag, auch nicht in Zeiten von Spotify und Co. Geringe Ansprüche an den Klang, aber großer Bedarf an etwas anfassbarem.

Heute habe ich entdeckt, dass Muji die für 59,70 € raushaut. Ich halte das für einen Abverkauf. Wenn weg, dann weg.

Online sowie in Muji-Läden in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und München

Das verdünnisierte Netzteil

Apple und Ugreen Nexode Pro 100W GaN Charger 3-Port (Bild Ugreen)

Wenn du am Freitag dein neues iPad Pro oder iPad Air bekommst, wirst du feststellen, dass Apple den Karton verschlankt hat und dabei das Netzteil weggelassen hat. Weg, futschikato, verdünnisiert.

Mittlerweile habe ich widersprüchliche Informationen. Laut JerryRigEverything liegt in der US-Verpackung ein 20 W Netzteil bei. Anscheinend fehlt das Netzteil nur in der EU. Das wäre ein versteckter Zeigefinger: “Ihr wollt gerne Netzteile einsparen? Bitte sehr.”

Allerdings ändert das meine Empfehlung nicht. Selbst mein 2021er iPad Pro M1 zieht bereits bis zu 35 W aus den leistungsfähigeren Chargern.

Du kannst das iPad getrost mit deinem MacBook-Netzteil laden. Das hat zwar mehr Leistung, aber iPad und Ladegerät verhandeln untereinander, wieviel Strom bei welcher Spannung fließen soll. USB-C PD steht für Power Delivery.

Meine Empfehlung: Kauf dir ein kleines Netzteil mit noch mehr Leistung, an dem du deinen ganzen Gerätezoo anschließen kannst. Als Hersteller kommen Anker und Ugreen in die nähere Wahl. Achte darauf, dass das Netzteil die GaN-Technologie nutzt. Mehr Effizienz, weniger Wärme, kleinere Netzteile. Das muss gar nicht teuer sein.

Apple liefert ja sehr gerne dünne Kabel aus, die weder viel Daten (USB 2.0) noch viel Strom durchlassen. Amazon Basics hat für kleines Geld Thunderbolt USB-C Kabel, die bis zu 240 W und 40 GBit/s Daten transportieren können. Apple hat ebenfalls sehr gute Kabel, aber die kosten ein paar Mark mehr. Gut angelegtes Geld.

#reklame

Strike #2 for SONOS

A few years ago, Sonos made a terrible mistake. They wanted to abandon the earliest models and upgrade their customers to newer hardware, because the new software would no longer run on the old hardware. Sonos offered a discount, if and only if the customers provided proof that they destroyed the old gear. Heck, they even added a feature to their software to facilitate this destruction, turning Zoneplayers into expensive paperweights.

The most loyal customers were pissed. And since this incident we have Sonos S1 and Sonos S2.

Now Sonos did it again. They rolled out a new software, which — without warning — disabled many core features like the ability to play your own MP3 collection, building queues for what to play next, working on playlists, setting timers and alarms. Blind people were no longer able to use their Sonos gear because there are no affordances for screen readers.

The software was incomplete and Sonos knew it. Still, they threw their existing customers under the bus, because Sonos needs the new software to ship a new product: headphones.

How hard could it be for Sonos to admit defeat, roll back to the previous version and give their customers the complete experience back, while they finish the new software BEFORE shipping it?

Give customers a choice, Sonos. This was strike #2. I am not sure you get a third one.

Lenovo ThinkPad X1 2-in-1

ThinkPad X1 2-in-1, das spricht sich nicht besonders leicht. Die Bauform hieß früher mal Yoga, bis das Lenovo-Marketing die Marke für alle Mittelklasse-Laptops aufweichte und nicht mehr für die besonders bewegliche Form eines Laptops reservierte. 2-in-1 soll nun heißen, dass man zwei Rechner in einem kauft: Einen Laptop und ein Tablet, das man bekommt, wenn man den Laptop falsch rum zusammenklappt.

Das Testgerät hört noch auf den Namenszusatz Gen 9, was für die neunte Generation dieser Bauform in der X1-Reihe steht. Die X-ThinkPads sind die edelsten und teuersten Laptops, die Lenovo herstellt. Das 2-in-1 hat auch noch einen etwas kleineren Bruder namens X1 Carbon, der weniger flexibel und dafür etwas kleiner und leichter ist.

Mit jeder Prozessorgeneration wird das X1 Yoga (so nenne ich es weiter) schneller und leistungsfähiger. In der neuesten Intel-Generation gibt es eine NPU, mit der sich AI-Operationen schneller bearbeiten lassen. Erkennbar wird das in Windows aber lediglich an den Windows Studio Effects, die man auf die Webcam anwendet. Die Kamera zoomt dann ins Bild, die Augen werden ein wenig angehoben, so dass man in die Kamera zu schauen scheint, und der Hintergrund wird weichgezeichnet. Das machen Webcams wie die Logi MX Brio mit ihrem eingebauten Prozessor.

In diesem Bereich erwarte ich noch viel mehr. Bei Microsoft Surface Pro 9 gibt es ein Modell mit Snapdragon-Prozessor, das diese Effekte ebenfalls unterstützt. Und nächste Woche startet Microsoft die Generation Surface Pro 10 mit Qualcomm-Prozessoren. Lenovo und andere Hersteller werden dann ebenfalls am Start sein.

Eine für mich angenehme Änderung ist der Wechsel von Strg und Fn. Wer es anders rum mag, kann das im Bios umstellen. Auf der anderen Seite der Tastatur gibt es im Cursor-Block auch die Bild-Tasten und die führen bei mir zu ständigen Fehlbedienungen, weil in meinem Z13 nur vier Tasten an dieser Stelle sind. Alles Gewöhnungssache.

Die Tastatur ist wie immer tadellos mit einem größeren Hub als ich das gewöhnt bin. Der Fingerabdrucksensor unterstützt Hello und die von Microsoft propagierte Copilot-Taste fehlt erfreulicherweise.

Die gusseisernen ThinkPad-Nutzer brauchen den roten TrackPoint und die dazugehörigen Tasten sind hier Bestandteil des TouchPads. Ich bin vor vielen Jahren mit dem MacBook konvertiert und diese Lösung behindert mich nicht.

Ein großer Vorteil gegenüber meinem ThinkPad Z13: In diesem ThinkPad gibt es noch eine ordentliche Ausstattung mit Schnittstellen. Der linke USB-A wird auch im ausgeschalteten Zustand mit Strom versorgt und wirkt dann wie eine Powerbank.

Alles besser, weiter, höher, schneller, aber eine Änderung schmerzt mich. Es gibt keine Stiftgarage mehr. Ein flacher Stift kann auf der rechten Seite magnetisch gehalten werden, aber das ist der gleiche Kappes wie bei einem iPad. Einmal abgestreift ist er weg. Ich denke, er ist vielen Menschen weniger wichtig als mir. Lenovo weiß in der Regel genau, was sie da machen.

Das Modell 21KE-CT01WW hat 32 GB RAM, 512 GB Storage, einen Intel Core Ultra 5 125U Prozessor und einen 14″-Bildschirm WUXGA (1920 x 1200), IPS, antireflexbeschichtet, Multitouch, 100% sRGB, 400 cd/m², 60 Hz, Low Power-Ausführung. Der 3 Zellen Lithium-Polymer-Akku mit 57 Wh hält bei mir nicht den ganzen Arbeitstag durch. Erfreulich sind drei Jahre Premier-Support. Der kommt ins Haus und arbeitet tadellos.

Bei mir bleibt trotzdem der Z13 das Gerät der Wahl. Kleiner, leichter, auch mit Touch und Pen, aber nicht nach hinten zu falten und nur zwei USB-C 40 GBit-Ports.

The things iPad needs to be considered Pro

Jason Snell (Upgrade, Six Colors) and Federico Viticci (MacStories) love the iPad. In this segment from their review of the new iPad Pro in Upgrade Podcast 512, they break down exactly where iPadOS is holding the new hardware back.

This is the story that Federico wrote, and which reads like a complete backlog for iPadOS development. Of course, Federico wanted to write a review, but Apple could not spare a review unit for him.

Lewitt Connect 6: Mein neuer Favorit

Lewitt Connect 6 in meinem Setup verkabelt

Lewitt Connect 6 ist ein per USB angeschlossenes Audio-Interface in höchst ungewöhnlichem Design. Das Gerät kann weit mehr, als ich brauche, aber es ist zugleich für meine Use Cases das perfekte Instrument. Ich zeige vielleicht erstmal die Rückseite und Ihr könnt das mit den Kabeln oben abgleichen.

Anschlüsse am Lewitt Connect 6 (vorne) und Connect 2 (hinten)

In dieser Ansicht sieht man links ein USB-C für das Kabel zum Computer (Mac oder PC), dann ein USB-C für ein optionales Power Supply (PD 27 W), ein Line Level AUX-Eingang, USB-C In/Out für Smartphones (oder einen weiteren Computer), 1/8″ (3,5 mm) TRS für Lautsprecher/Kopfhörer, 2x 1/4″ (6,35 mm) TS für Lautsprecher und schließlich Combo-Jacks für XLR-Stecker und 1/4″ TS. Dort kann man Mikrofon oder Instrumente einstöpseln.

Über USB holt sich das Interface vom Computer 4 Stereo-Kanäle und liefert dort alle Inputs (1, 2, Phone, AUX, sowie drei Stereo-Loopbacks) ab. Damit kann ich alles an Audio routen, was ich für einen Live-Stream brauche. Das sieht dann im Mixer so aus:

Von den Hardware-Inputs nutze ich nur 1 mit einem Lewitt Ray Mikrofon, und als Mobile-In ein iPhone mit einem einfachen USB-C Ladekabel angeschlossen. Oben rechts sieht man die Software-Channels. Out 1/2 verbinde ich auf dem Rechner mit meiner Kommunikationssoftware (Teams, Zoom, Clubhouse etc) und schicke die in den Mix A, aber nicht Mix B, um eine Rückkoppelung zu vermeiden. Out 3/4 verbinde ich mit Apple Music, Out 5/6 mit Youtube und Out 7/8 mit einem Soundboard. So kann ich jederzeit andere Quellen in beide Mixe einblenden.

Mix A geht auf meinen Kopfhörer, Mix B wähle ich im Computer als Eingang für die gleiche Software. Ich höre also auf meinem Kopfhörer alles, was passiert, schicke aber in Mix B nicht den Eingang von der Kommunikationssoftware zurück. Das nennt man Mix-Minus.

Mix A oder Mix B schicke ich auch an das iPhone, sodass ich dort einen externen Teilnehmer anrufen könnte. Alternativ kann ich Mix B dort auch einfach aufzeichnen. Statt auf den Kopfhörer kann ich Mix A auch auf meine Lautsprecher schicken, wenn ich gerade nur zuhöre.

Die Software-Channel und die beiden Mixe fehlen mir im Connect 2, sodass ich mit dem Connect 6 besser arbeiten kann. Dort sieht das Control Center einfacher aus und das ist Absicht:

Connect 2 kann kein kompliziertes Routing, sondern liefert einfach nur ein Mikrofon und ein Instrument sowie einen Return-Channel zurück an den Computer und gleichzeitig an Kopfhörer/Lautsprecher. Diese drei Kanäle (Mikro, Instrument, Loopback) nutzt man dann in seiner DAW, um sie aufzuzeichnen oder gleich zu mixen.

Als ich das Connect 6 noch nicht hatte, habe ich eine Kombination von Connect 2 und dem Elgato-Mixer genutzt. Da Lewitt bereits beim Wave-Mikrofon mit Elgato zusammengearbeitet hat, vermute ich, dass diese Software ohnehin aus der gleichen Werkstatt kommt. Wenn man nur ein einziges XLR-Mikrofon für sein Streaming-Setup benötigt, ist das Wave XLR Interface die preiswertere Option als Lewitt Connect. Ich liebe diesen Mixer sehr.

Jetzt nutze ich aber den Lewitt Connect 6 und der hat noch ein paar mehr nützliche Features an Bord. So ist der Initial-Setup super einfach. Man wird einfach von einem Assistenten durch ein paar Dialog geführt und der stellt den Pegel, ein Noise-Gate und einen Kompressor perfekt ein.

Ich kenne eine Musikerin, die regelmäßig überfordert ist, wenn sie ihren großen Mixer korrekt einstellen muss. Mit beiden Interfaces von Lewitt wäre das ein Klacks für sie. Die ganzen Einstellungen werden im Interface fest gespeichert und werden bei jedem Power-Up geladen. Man kann also zum Beispiel ein Beyerdynamic DT297 perfekt einstellen und dann mit dem Interface per Post an einen Interview-Partner verschicken und der muss es dann nur noch mit seinem Mobiltelefon verbinden.

Das Lewitt Connect 2 hat ein Touch-Interface, das Connect 6 und das Elgato Wave XLR haben einen physischen Drehknopf, der mir sympathischer ist, weil ich ihn ertasten kann.

Was mir richtig gut gefällt: Die Kopfhörer-Anschlüsse sind in zwei Größen ausgeführt, sodass man keine Adapter benötigt. Und was mit gar nicht gefällt: Das Design. Das ist mir allerdings absolut schnuppe, weil die Interfaces einen überragenden Klang mit niedrigem Noise Floor haben. Beide haben derart viel Power im Vorverstärker, dass sie auch locker Konkurrenten wie den beliebten Rodecaster Pro II schlagen. Der hat dafür viele bunte Tasten und Lichter. 🙂

Die #reklame:

Bei diesem Thema muss ich auch das Elgato Wave:3 erwähnen. Wer nicht in professionelle Studiotechnik mit XLR-Interfaces investiert ist oder investieren will, dem rate ich dringend zu diesem USB-Mikrofon. Das kommt nämlich mit dem Wave Link Mixer, den ich oben als Alternative erwähnt habe. Das ist meiner Ansicht nach das beste USB-Mikrofon auf dem Markt, obwohl es im Grunde genommen schon vier Jahre alt ist. Ein Kabel zum Computer, hinten die Headphones rein und man ist im Geschäft. Die Software ist optional.

Sonos has a plan to fix the new software

Here is when Sonos wants to bring back the features they “forgot” in the new update:

  • Screen reader for visually impaired customers: May 21
  • Adding and editing alarms: May 21
  • Adding to queue and playing next: early June
  • Sleep timer: mid-June
  • Local music library search and playback: mid-June 
  • Update Wi-Fi settings: mid-June

Let’s just say that Sonos customers have not been thrilled. I had already split ways with the company when they asked their old customers to destroy old gear in exchange for a discount for new gear.

LG München I: Oase für Patent-Trolle

Am 2. Mai 2024 hat das LG München I in seinem Urteil zu einem Rechtsstreit zwischen der InterDigital Technology Corporation und Lenovo (Deutschland) GmbH gegen Lenovo entschieden.

Die vorläufige Vollstreckung des Urteils führt ab sofort zu einem Verkaufsverbot aller Produkte mit WWAN-Modul durch die Lenovo (Deutschland) GmbH. Das betrifft alle Motorola-Smartphones sowie alle mobilfunkfähigen Laptop-PCs, Laptop/Tablet-Hybridgeräte, Desktop-PCs und Workstations sowie Tablet-Computer.

Dieses Gericht hat schon häufiger erfolgreich Unternehmen vom deutschen Mark vertrieben. Und der weitere Ablauf ist immer der gleiche:

„As a global technology leader Lenovo respects the effort and investment that drive innovation, and we are both a licensor and a willing licensee of intellectual property. Regarding the Interdigital (IDC) case, we respect the Munich Court’s decision but do not agree with it given our belief that IDC has violated its own legal obligations to license its technology on Fair, Reasonable and Non-Discriminatory (FRAND) terms to either Lenovo or our third-party suppliers. Access to standardized technology on FRAND terms is critical to the future of the global tech industry; we will continue to fight for transparency in licensing negotiations and against companies seeking excessive rates for their patent portfolios. Innovation must be both accessible and affordable, and IDC’s unreasonable global patent licensing behaviors and fees disadvantage German customers, especially consumers by reducing access to the latest technologies and driving up prices for tech products. We look forward to the next stage of the proceedings and our appeal.“

Irgendwie ist LG München 1 auch nur so ein Aiwanger.