Schnelles Laden ist ein Game Changer

Das vivo X80 Pro hat ein Ladegerät, das den Akku binnen einer halben Stunde auffüllt. Das hat mein Verhalten komplett geändert.

Das iPhone lade ich abends und manchmal tagsüber auf einem MagSafe Puck, aber das vivo fahre ich einfach leer. Bei 15% kommt eine Mitteilung, ich möge doch bitte mal laden. Und dann hänge ich das Ladegerät dran und der Akku ist eine halbe Stunde später wieder voll. Das kann man zur Not auch einfach morgens beim Aufstehen machen.

Das Spannende dabei ist: Das Telefon wird nicht mal warm. Magic.

Das geht natürlich nur mit diesem vivo-Charger und diesem vivo-Kabel. So viel zum Thema, mit USB-C wird alles gut.

vivo X80 Pro: Automatische Parallaxe-Korrektur

Ich habe keinen Reviewer’s Guide und entdecke nun ein Feature nach dem anderen. Im Pro-Mode hat die Kamera eine automatische Parallaxe-Korrektur. Was ist das? Nehmen wir mal dieses Bild:

Das ist ein bisschen windschief, was man leicht nachbearbeiten kann. Dann laufen die fallenden Linien oben zusammen, weil die Perspektive halt so ist. Das sind wir von Fotos gewohnt, aber das Hirn gleich das in der Realität aus. Und jetzt das gleiche Motiv noch mal mit der eingebauten Korrektur:

Absolut senkrecht, fallende Linien sind parallel. Und dazu muss ich in der Kamera nur ein Feature aktivieren, rechts oben neben ZEISS. Das X80 Pro weiß, in welchem Winkel es gehalten wird und macht den Rest automatisch.

Ja, das kann man in Photoshop auch korrigieren. Aber hier fällt das Bild “einfach so” aus der Kamera. Hammer!

vivo X80 Pro: Die Kamera

Im Augenblick ist es heiß draußen und ich machen meine Runden morgens und abends. Dabei stecke ich aktuell stets das vivo-Testgerät ein. Am Arm habe ich die LTE-Watch von Apple, sodass ich das iPhone nicht auch noch mitnehmen muss.

Also schieße ich gerade alle Fotos mit der Kamera des X80 Pro. Manchmal auch nur “für Blödsinn”, um die Möglichkeiten zu testen. Diese Reihe habe ich alle vom selben Standpunkt aufgenommen, ohne einen Meter zu gehen:

Wie man sieht, ist selbst ein Zoom-Faktor von jenseits 10x immer noch sehr brauchbar. Und das erlaubt mir Fotos, die ich sonst nur mit einem Tele schaffen würde, das ich gar nicht habe. Heute ist mir in den Abendstunden eine Reflektion der Sonne in der Kirchenuhr in der Bildmitte aufgefallen. Das erste Bild ist kein Superweitwinkel wie oben, sondern was die Kamera als 1x ansieht. Das zweite Bild ist dann 5x und beim dritten habe ich mit dem Periskop weiter gezoomt, bis die Uhr gut sichtbar war.

vivo X80 Pro: Erste Eindrücke

Ich beschäftige mich gerade mit dem neuen vivo X80 Pro, und da gibt es viel zu tun, bis ich allein nur die Ecken der Kamera alle kennengelernt habe. Trotzdem will ich mal meine ersten Eindrücke schildern. Das ist kein Review, sondern eine Einordnung in Bekanntes.

Ich nutze seit Jahren iPhones als Kamera, in den letzten Jahren die iPhones 11 Pro, 12 Pro und 13 Pro. Ich kenne auch die beiden Vorläufer des vivo 80 Pro (V2145), nämlich das X51 (V2006) und X60 (V2046). Das X70 kam nie nach Deutschland. Das V2046 war das erste Phone, das aus der Kooperation mit ZEISS hervorging. Mit dem neuen V2145 hat vivo endgültig ein Oberklasse-Handy, das sich mit dem Samsung Galaxy Ultra messen kann. Auch im Preis: 1300 Euro. Dafür kriegt man auch locker beide Vorgänger.

vivo X80 Pro 5G und vivo X60 Pro 5G

Bei der Anmutung gibt es deutliche Unterschiede. Bislang waren die vivos schlank und rank. Das neue Gerät ist dagegen ein rechtes Brett. Statt der changierenden Rückseite gibt es nun ein schwarz-mattes Design und einen spiegelnden Kamera-Buckel mit Weitwinkel, Super-Weitwinkel, Zoom und Periskop-Zoom. Die technischen Daten entnehmt ihr bitte der Seite des Herstellers. Ihr werdet sehen, es ist alle drin, was gut und teuer ist.

Mich interessiert vor allem eins: Wie gut sind die Fotos, die man damit macht, wenn man einfach draufhält. Ich bin ein Knipser. Ich sehe Motive, aber ich mag mich nicht mit der Technik auseinandersetzen. Wenn man so vorgeht, dann entgehen einem viele Spezialitäten, die ZEISS der Kamera mitgegeben hat, etwa die Emulationen verschiedener ZEISS-Optiken. Die wählt man im Portraitmodus aus, und erhält damit unterschiedliche Ergebnisse. Man achte bei den beiden Portraits auf die hellen Punkte im Bokeh. Das ist der unscharfe Hintergrund. Der sieht sehr unterschiedlich aus, weil ich das “Objektiv” gewechselt habe.

Anscheinend kann man das Bokeh nachträglich nicht ändern und es erscheint auch so nicht im Sucher. Man muss also sehr viel rumprobieren, bis man die passende Einstellung gefunden hat. Das liegt mir nicht, aber da muss ich jetzt durch. 🙂

Was mir auch aufgefallen ist: Die Selfie-Kamera “verschönert” brutal. Ich kann mich so wie oben (vivo Kamera) fotografieren. Oder so wie unten (iPhone PS Camera). Die Beauty-Funktion muss ich noch einbremsen.

Erster, bleibender Eindruck: Das vivo X80 Pro kann was. Ich werde lange brauchen, um das alles auszuloten. Wer 1300 Euro für ein Android-Handy ausgeben will, macht definitiv nichts verkehrt.

Ein kleines PS: Das mitgelieferte Netzteil lädt das Handy derart schnell, dass man ruhig morgens nach dem Aufstehen laden kann. 4 A mal 20 V macht 80 W. Dazu braucht man allerdings den vivo-Lader mit dem vivo-Kabel. Was war noch mal der Grund, dass die EU Apple zwingen will, Lightning aufzugeben? Drahtlos laden geht übrigens auch. Langsam mit jedem Qi-Lader und mit bis zu 50 W mit dem speziellen Lüfter-gekühlten vivo-Lader.

vivo X80 Pro wird teuer

Das vivo X80 Pro wird in Deutschland ab Juli 2022 erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1.299€ Euro. In Deutschland und dem europäischen Markt wird das X80 Pro ausschließlich in der Farbe Cosmic Black erhältlich sein. Weitere Informationen finden Sie auf der X80 Pro Produktdetailseite oder im vivo Shop

Seit zwei Jahren liefert vivo meine bevorzugten Android-Handys, zunächst das X51 Pro (aktuell 500 Euro) und dann das X60 Pro, jeweils für 800 Euro. Beide waren ambitionierte Smartphones. Das X70 Pro hat vivo in Europa nicht an den Start gebracht, aber nun das X80 Pro. Und das liegt preislich noch einmal in einer anderen Dimension.

Steffen hat das Wichtigste für heise.de zusammengefasst. Es gab in den letzten Wochen schon zahlreiche Briefings zur Zusammenarbeit von Zeiss und vivo, die den Boden für diese Ankündigung bereitet haben. Ich höre, mir das gerne an, aber am Ende zählen für mich nur Fotos. Fotos, die ich selbst, bevorzugt im Automatikmodus geschossen habe. Ich bin ein Knipser, der sich auf das Motiv, nicht aber die Kamera konzentriert. Die muss von sich aus alles richtig machen.

Speichererweiterung für vivo Phones

X60 Pro (oben) und X51 Pro (unten)

Mit der Einführung des ‚Extended RAM 2.0‘-Updates erhalten ausgewählte Smartphones aus dem diesjährigen Line-up nun ein weiteres Upgrade: Durch die Erweiterung des Arbeitsspeichers auf bis zu 4 GB können mehrere Apps gleichzeitig noch schneller und flüssiger ausgeführt werden. Die Funktion Extended RAM 2.0 wird für die vivo Smartphones X60 Pro, V21, Y72 und Y52 über die kommenden Software-Updates bereitgestellt, die ab September ausgespielt werden. 

Durch die Erweiterung des Arbeitsspeichers können Nutzer einen Teil des integrierten Telefonspeichers als zusätzlichen Arbeitsspeicher nutzen, um die Leistung des Prozessors zu unterstützen.

Pressemitteilung vom 15.9.2021

Diese virtuelle Speicherverwaltung war mir schon bei der Vorstellung des X60 Pro aufgefallen. Mir reicht der Arbeitsspeicher, aber wenn er mal nicht reicht, nimmt das Telefon einfach ein bisschen (langsameren) Telefonspeicher dazu.

Top Akkuleistung beim vivo X60 Pro

Die Akkuleistung von Handys ist schwer zu vermessen. Man kann einen künstlichen Benchmark machen, etwa Display volle Helligkeit, Video abspielen bis es ausgeht, aber das ist mir zu unrealistisch, weil das zum Beispiel bei AMOLED Screens nur Pseudoergebnisse liefert. Der Energieverbrauch von dunklen Filmen ist kleiner als der von eher hellen und sämtliche anderen Komponenten von 5G über die Kamera bis zum Prozessor langweilen sich. Vor allem aber schickt man alle Optimierungen des Herstellers zum Teufel.

Ich bevorzuge eine etwas subjektivere Beurteilung: Kriege ich den Akku in der Honeymoon-Phase, wo das Handy noch ganz neu ist und ich alles ausprobieren muss, binnen eines Tages platt? Das ist mir beim X60 nicht gelungen. 28 Stunden hat es durchgehalten, bis die Warnung bei 15% kam, davon war der Bildschirm mehr als 10 Stunden lang an. Das habe ich insgesamt dreimal wiederholt, mit immer sehr ähnlichen Ergebnissen.

Ich habe das X60 Pro dann an den mitgelieferten (!) 33 Watt-Charger gehängt und genau 20 Minuten später war der Akku wieder halb voll. Bei einem leeren Akku soll das 30 Minuten dauern. Obacht: Für diese Ladeleistung muss man sowohl den Charger als auch das Kabel von vivo nehmen. Wenn der Akku voller wird, reduziert der Charger die Geschwindigkeit, aber nach einer Stunde war der Akku wieder voll:

vivo X60 Pro :: With a little help from my friends

X60 Pro (oben) und X51 Pro (unten)

vivo ist in Deutschland noch ziemlich unbekannt, in China aber ist das Unternehmen die Nummer 1 und weltweit immerhin schon die Nummer 5. Mehr als 10.000 Mitarbeiter arbeiten in der Entwicklung und doch hat sich vivo mit dem geradezu winzigen Hersteller ZEISS verbunden, um sich mehr Credibility zu erwerben. Man kenn das von Huawei und LEICA. Das ist kein “Badge Engineering” sondern teils Knowhow-Sharing, teils Test und Zertifizierung. Wenn ZEISS drauf steht, dann soll auch ZEISS drin sein, damit der Wert der eigenen Marke nicht schwindet.

Das erste Produkt dieser Zusammenarbeit ist das X60 Pro, welches das bereits exzellente X51 noch einmal verbessert. Die 48 MP Hauptkamera gleicht über den eingebauten Gimbal nun Bewegungen in 5 Achsen aus: Winkeländerungen horizontal (X) und vertikal (Y), Bewegungen in beide Richtungen und schließlich Drehungen um die Z-Achse. Das hat zwei Vorteile: Fotos verwackeln nicht, auch wenn man zittert, und man kann ruhige Videos in Bewegung aufnehmen. Und es hilft zusätzlich, wenn man lang belichten muss, etwa im Dunkeln. Wenn es ganz heftig wird, kann man noch eine elektronische Bildstabilisierung dazu schalten.

Ein gutes Tierportrait – man beachte, dass die Armlehne scharf ist, aber das Fell weiter hinten und das rechte Ohr nicht

Speziell bei den Portraits hilft ZEISS. Das X60 soll den Look des Biotar-Objektivs nachahmen. Vergleicht man die beiden Kameras von X51 und X60, dann erkennt man auch, dass vivo das Periskop-Tele herausgeworfen hat und nun nur noch mit drei Kameras arbeitet: 48 MP Weitwinkel sowie 13 MP Tele und Superweitwinkel. Das alte Superzoom hätte wohl nie und nimmer eine Freigabe von ZEISS erhalten. Ein schöner Nebeneffekt: Die Camera-Software ist viel leichter zu bedienen. Weniger, aber besser.

Vier Kameras beim X51 (oben) und drei beim X60 (unten)

Die Farbe des Gehäuses hat sich von bläulich auf grau geändert, geblieben ist die wunderbare matte Oberfläche. Das fühlt sich samtig an und sammelt keine Fingerabdrücke. Für mich das beste Gehäuse aller Android-Handys.

Die technischen Daten mag ich nicht runterbeten sondern verweise auf zwei vivo-Slides:

Was da nicht draufsteht: Das UI ist sehr reduziert und elegant, die Software-Zugaben halten sich in Grenzen (Facebook: gelöscht, Netflix: deaktiviert). Alles fühlt sich schnell und flüssig an, fast als wäre es ein iPhone. Apropos, ich bin bis auf meine PCs ein Apple User mit iPhone, Watch, iPad, Homekit, etc. und als solcher nicht wechselbereit. Aber wenn ich ein Android-Handy wollte, dann wäre es aktuell dieses.

vivo X60 Pro (V2046) löst X53 Pro (V2006) ab

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Das vivo X53 war mein bestes Android-Gerät des letzten Jahres: Angenehm in der Hand, so schlank, dass ich es perfekt greifen konnte, eine Quadkamera (Weitwinkel, Normal, Portrait und Tele), dazu ein schlankes Android ohne Firlefanz. Da stimmte wirklich alles.

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iPhone 12 Pro, vivo X53 Pro und Nokia X20

Nun gibt es mit dem X60 einen Nachfolger, der den Gimbal der Normalkamera noch einmal verbessert, dafür aber das Periskop-Tele rauswirft. Das habe ich in der Tat nur ein paarmal benutzt, weil es einfach zu schwierig ruhig zu halten ist. Portrait, Weitwinkel, Superweitwinkel, das habe ich auch beim iPhone 12 Pro. 12 GB RAM, 256 GB Speicher, ein schnellerer SD870 Prozessor, natürlich 5G.

Das neue Kamerasystem wurde mit ZEISS entwickelt und SCHOTT liefert das in Jena produzierte Displayglas. Demnächst werde ich mir das X60 mal anschauen, denn das X53 muss ich dringend zurückgeben.

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