Wie geht es weiter mit OpenOffice?

by Volker Weber

Frank Patalong über OpenOffice, LibreOffice, Lotus Symphony:

Freuen kann sich Microsoft. Aus Perspektive des unbestrittenen Marktführers wird gerade ein Gegner von respektabler Größe zu mehreren miteinander konkurrierenden Gegnerchen dezimiert. Erst, wenn eine Software eine gewisse kritische Masse erreicht hat, erreicht sie auch die Masse der eher unkritischen Anwender. Das hat das Beispiel Firefox gezeigt: Was der Laie nicht kennt, das nutzt er auch nicht. Was er überall sieht und hört, probiert er gerne aus.

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Comments

Als Nutzer habe ich mir immer eine schlanke und funktionale Office Suite gewünscht. Open Office hat diesen Anspruch zu keiner Zeit erfüllt. Microsoft kann das relativ egal sein. Ein OpenOffice im bisherigen Zustand (ebenso wie das Symphony Pendant) empfand ich oft eher als Drohung denn als Konkurrent.
Ich bin mit Office 2007 eigentlich zufrieden und werde dies sicherlich noch ein paar Jahre nutzen (als Gelegenheitsanwender). Prinzipiell möchte ich aber Anwendungen die auf allen meinen Geräten verfügbar sind (z.B. auf dem hoffentlich bald erscheinenden iPad2). Klingt zur Zeit mehr nach Browser als nach Ofice 201X auf meinem Desktop.

Henning Heinz, 2010-10-29

Zitat aus dem Artikel: "Wenn künftig jeder gut informierte PC-Anwender seinem weniger gut informierten Nachbarn eine scheinbar andere, eben seine liebste kostenlose Office-Alternative empfiehlt, verliert dieses Produkt in der öffentlichen Wahrnehmung an Aufmerksamkeit, Bekanntheit und Marktchancen."

Meine Meinung: Nein, eher das Gegenteil ist der Fall.
Anyway, Forks mögen auf den ersten Blick "bedauerlich" sein, sind aber für den (Weiter-)bestand von FOSS nötig und sinnvoll. Manchmal sind nur so wirkliche Innovationen möglich. Wenn man das genannte Beispiel von Firefox heranzieht, sollte auch klar sein, dass Firefox ein Teil der Mozilla Suite ist, welche wiederum vormal die Netscape Communicator Suite war.

Im Falle von OpenOffice ist die Lage etwas schwieriger. Oracle möchte Geld verdienen. Resultate sind z.B. das Sterben von OpenSolaris oder erste Patentklagen gegen Google (auch wenn Google daran nicht ganz unschuldig ist). Möglicherweise wird OOo irgendwann mal proprietär, aber weiterhin als Freeware vertrieben. Daher ist es notwendig, OOo zu forken, schon weil sich Oracle zur weiteren Entwicklung der Bürosuite nicht positioniert.

Hinter LibreOffice stehen mit Novell, Canonical und Redhat bedeutende Schwergewichte der IT-Branche. Das darf man nicht ausser Acht lassen. Auch wenn Otto Normalverbraucher mittelfristig weiter auf OpenOffice setzt, wird LibreOffice durch Mundpropaganda und Medien an Bedeutung gewinnen. Ein Gewinn für Microsoft wird die Spaltung der Entwicklergemeinschaft jedenfalls auf keinen Fall werden.

Holger Wesser, 2010-10-29

Meiner Ansicht nach ist die Diskussion obsolet. Früher oder später landet alles in der Cloud und dann spielt nur noch die service availability eine Rolle und weniger der Client.

Mathias Ziolo, 2010-10-30

Der Markt wird fragmentierter aber das muss noch lange nicht heißen, dass Microsoft mehr Zulauf bekommt. Es bleibt spannend, wer hiervor profitiert und wer darunter leidet. Ich selbst habe mit StarOffice 5.0 (damals vorinstalliert auf dem Laptop mit Windows 98) angefangen und dann verschiedene Versionen von erst Star-, dann OpenOffice genutzt; wer weiß, in Zukunft heißt es dann vielleicht LibreOffice?! Die Strategie von Oracle für Sun-Produkte betrifft nicht nur OpenOffice, sondern auch z.B. MySQL, wo sich viele Sorgen machen. Ob das jetzt ein schlechtes Zeichen ist?!

Lukas Rosenstock, 2010-11-02

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