..." /> vowe dot net :: E10

E10

by Volker Weber

Die Mineralölwirtschaft wird im Rahmen der laufenden Aktivitäten sicherstellen, dass unverzüglich die DAT-Listen mit Informationen zur Fahrzeugverträglichkeit an allen Tankstellen zur Ansicht ausliegen.

Ich hätte mal eine Idee, was man mit dem Internet so alles machen kann.

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Comments

In Zeiten wo es für jeden Mist eine App gibt und überall Suchmöglichkeiten gerade auch im Internet, dann ist eine PDF Datei mit einer Tabelle auch nicht gerade das Nonplusultra.

Als Shell FuelSave95 eingeführt wurde, hat sich Shell Fernseh- und Radiospots geschaltet und die Internetseite dazu sieht auch etwas schicker aus: Shell FuelSave

Ich versteh noch nicht ganz, wie ein Kraftstoff umweltschonender sein kann, der den Verbrauch erhöht.

Patrick Bohr, 2011-03-08

Bitte aber auch an den Rentner denken, dessen Auto nur bei Sonne, Regenwahrscheinlichkeit unter 10% für die nächsten 2 Sonntage vorhergesagt wir, das Auto aus der Wasser dichten Garage holt. Ob der Internet hat?

Sascha Neidhart, 2011-03-09

Warum nur schwarz -weiß sehen, warum sollte man nicht beides tun.

Aber eigentlich sollte man es bei diesem Thema ganz sein lassen und das Produkt vom Markt nehmen, aber viele lassen sich von so einer "Idee" begeistern, ohne dass man eine aussagefähige Ökobilanz bekommt.

Wolfram Votteler, 2011-03-09

Gibts da eigentlich eine App für?

Dirk Müller, 2011-03-09

Könnte es nicht auch sein, dass zu diesem Thema - warum auch immer - viel Wind um nichts gemacht wird? Für mein Auto hatte ich per Google nach 15 Sekunden raus, dass es E10 verträgt. Gestern Abend im heute Journal, all die interviewten jüngeren Leute mit demonstrativer Empörung über angebliche Informationslücken bzgl. E10, die verbringen garantiert alle täglich min. 1/2 Std. im Internet.

Jochen Sack, 2011-03-09

Jochen, sehe ich 100% genauso. Für die Karre meiner Frau habe ich genau die gleiche Zeit benötigt. Es geht nicht darum, dass die Leute das nicht wissen können.

Die Ursache liegt tiefer. Deutschland ist ein Landstrich wo die meisten Einwohner 25€ für ein Liter Motoröl ausgeben, aber 0,99€ für ein Liter Speiseöl.

Denn: Dem typischen Deutschen ist das Auto das Herzallerliebste. Die Tatsache dass es dem Auto schaden könnte, reicht aus, dass sie es nicht tanken werden. Wenn dann der eine oder andere Techniker von BMW solche Thesen noch unterstützt dann ist dies der letzte Sargnagel an E10 der noch gefehlt.

Das hilft kein Brief vom Kraftfahrtbundesamt. Selbst wenn Sie das auf die Titelseite der BLÖD Zeitung heften: E10 ist tot!

Fahre selbst Diesel :-)

Roland Dressler, 2011-03-09

Ich mag das so nicht bestätigen. Hier in München (nicht repräsentative Beobachtungen) wird eigentlich viel E10 getankt (oder Diesel). Bei 8 Cent Aufschlag für den alten 5% Ethanol Kraftstoff auch nicht verwunderlich.
Aber ich denke, die Mineralölindustrie kann mit dem Chaos sehr gut leben. Selbst wenn man die angedrohten Strafen von wenigen Cent pro Liter berücksichtigt.
Erschwerend kommt hinzu dass man die Springer Presse hinter sich gebracht hat. Da wird jeden Tag eine neue Kampagne gefahren.
Persönlich finde ich es schade dass sich hier eine unheilvolle Allianz gebildet hat. Der Politik kann ein hoher Benzinpreis nur recht sein, der Mineralölindustrie sowieso und die Medien haben jeden Tag eine neue (alte) Story.
Das "Bio" Sprit keine gute Ökobilanz hat ist ein anderes Thema. Soviel ich weiss wird hier in Teilen eine EU Richtlinie umgesetzt.

Henning Heinz, 2011-03-09

Die EU Richtlinie die hier umgesetzt wird, ist auf dem Mist der Klimakanzlerin gewechsen. Fakt ist, man wollte die deutschen Premiumhersteller nicht zwingen, sparsamere Fahrzeuge produzieren zu müssen um den Flottenverbrauch zu senken. Darauf ist dieser Blödsinn gewachsen.

Der Biosprit selbst hat nicht nur eine schlechte, sondern eine katastrophale Ökobilanz. Da mag ein Röttgen noch so oft erklären, das Ethanol käme zum Großteil aus EU Staaten. Fakt ist:

- Landwirtschaftliche Produktion benötigt einen hohen Aufwand an
Energie (Fahrzeuge, Transport und vor allen auch Düngemittel)
- Die Landwirtschaftliche Fläche fehlt für die Nahrungsmittelproduktion. Das wird ein ganze heißes Thema in der Zukunft und ist es bereits in der Gegenwart.
- Fehlende landwirtschaftliche Fläche wird dann woanders gerodet, z.B. im oft zitierten Regenwald. Das ist die eigentlich Katastrophe.

Ideen wie man es hätte besser machen können, gibt es zu hauf.

Roland Dressler, 2011-03-09

Die Änderungen sind dem Land nicht zuzumuten. Das schaffen wir nicht. Wie schon die Anschnallpflicht, das Rauchverbot, den Kat, den Dieselpartikelfilter, das bleifreie Benzin. Nichts zu machen.

Volker Weber, 2011-03-09

... oder dem Tempolimit. :-)

Roland Dressler, 2011-03-09

Das wird gerne von Leute gefordert, die alte /8 fahren oder ausgemusterte Feuerwehrfahrzeuge. :-)

Volker Weber, 2011-03-09

Hmm, Volker, es geht eigentlich weniger darum, dass man das dem Land nicht zumuten kann. Es geht darum, dass E10 ökologisch so gar nicht sinnvoll ist. Man wollte also die Umwelt schützen und Autohersteller und - man staune - Autofahrer möglichst nicht ärgern. Zwei #FAILs bei drei Versuchen ist nicht wirklich eine tolle Bilanz.

Und neben der Autoindustrie können sich auch die Ölfuzzis freuen über die magische Instant-Umsatzsteigerung durch neue Super-Plus-Tanker oder E10-Mehrverbraucher.

Die Industrie ist glücklich, dann kann's die Regierung doch auch sein.

Joerg Michael, 2011-03-09

Witzigerweise opponieren die Verbraucher ausnahmsweise mal gegen solch einen Irrsinn, allerdings nur wegen des ziemlich dreisten Preisspiels und weil Google doch erstaunlich vielen Menschen zu kompliziert ist...

Vielleicht ist E10 die Blaupause zu überfälligen Ablösung der ökologisch und ökonomisch unsinnigen Tonnenepidimie. Zunächst benennen wir die Tonnen um, mischen Farben und schaffen andere ab: Der Grüne Punkt wird nun G1, Gelbe Tonne G2, die Blaue wird zu G1+2 Mischtonne usw - die Farblehre der Tonnen muss falsch sein. Die Papiertonne wird abgeschafft, dafür sind Briefkästen doch da, und die bekommen auch gleich eine Zwangsfarbe - Pink wär noch frei, mindestens reflektierend.

Ziel ist äusserste Verwirrung - geschürt über vorgeblich informierenden Websseiten, die nichts erklären und sich dabei widersprechen - gib Googlern keine Chance. Dafür werden verschiedene Anwaltskanzleien eingesetzt, die nach Anzahl und Umfang von Paragrafen und Querverweisen entlohnt werden - jede Regel muss ausserdem mindestens 3 Ausnahmen haben. Glas darf zB aus Lärmschutz nur noch in den ersten 5 Minuten nach der vollen Stunde entsorgt werden, wobei Grünklas nur zwischen 10 und 11Uhr30, Braunglas nur Dienstags und Donnerstags, Weissglas je nach Gewicht wie Grünglas sonst nur zu ungeraden Kalenderwochen.

Auf Apps werden spezielle Steuern abgeführt, im Voraus natürlich. Gleichzeitig werden saftige Tonnenpreiserhöhungen bzw Strafzahlungen für mangelhafte Trennung, Unter- und Übernutzung erhoben. Zur Kontrolle werden langjährig verharzte Müllsheriffs eingesetzt. Nachbarn können umgehend abmahnen und stellvertretend kassieren, bzw haben Provisionsansprüche. Explizit werden Drückerkolonnen als Vertriebsvorbild herangezogen. Sünder werden namentlich auf den Tonnen mit Foto angeprangert, die Unschuldsvermutung wird aufgehoben.

So könnten es nach kurzer Zeit ein paar Tonnen weniger werden... Oder vielleicht auch nicht :-)?

Moritz Schroeder, 2011-03-09

Meine Eltern aus dem hohen Norden, die Landwirtschaft rundherum im Dorf haben, kriegen sich gar nicht wieder ein, wieviel Unsinn die aktuelle Situation mit sich bringe.

Selbst in der ADAC motorwelt (ein total bescheidenes Blatt, mehr Eigenwerbung als erträglich, und keine Skrupel bei Meinungsmache) stand mehr oder weniger, dass E10 eigentlich eine halbe Nullnummer sei, wenn ich das korrekt erinnere.

Mir klingt noch der Satz vom Brüderle (was hat der eigentlich mit Benzin und Umwelt zu tun?) im Kopf, als ich hr info hörte auf dem Weg zur Arbeit: (frei zitiert) Ja, das würde ja sonst Steuereinbussen mit sich ziehen, wenn wir den mehr subventionierten... Aha, deshalb ist er involviert, verstehe...

Juhu, ich möchte gerne verscheissert werden, mach weiter so, ihr Politiker. Nehmt mir mehr Geld ab beim Tanken. Erinnerungen werden wach... 'Freie Fahrt für freihe Bürger' anyone?

Wir Deutschen sind schon ein kauz^H^H^Homisches Häuflein...

Alexander Koch, 2011-03-09

Die DAT-Liste mit der E10-Verträglichkeit ist nicht 100% zuverlässig. Fiat Coupé z.B. verträgt laut Liste E10, laut Herstellerauskunft aber nicht.

Schließlich ist ein Auto für die meisten Menschen der teuerste Gegenstand, den sie besitzen. Warum sollte man wegen ein paar Cent Ersparnis riskieren, diesen Gegenstand zu beschädigen.

Oliver Stör, 2011-03-10

E 10 und Volvo: ALLE Listen sagen: "Alle Fahrzeugmodelle mit Otto-Motor, die seit 1976 eingeführt wurden, können mit E10 Kraftstoff betrieben werden, sofern die Wartungsvorschriften eingehalten wurden." Rückfrage: "Welche Wartungsvorschriften sind gemeint?" Händler: "Wissen wir nicht" Volvo Pressestelle: "Wir melden uns" (Passiert aber nicht). Auch Rückantworten von Journalisten zu der Frage werden nicht beantwortet. SEHR vertrauensvoll. Ich habe die Karre nicht 12 Jahr durchgefüttert und -repariert um sie mir jetzt von unfähigen Politikern kaputt machen zu lassen.

Richard Kaufmann, 2011-03-11

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