Microsoft gewinnt Henkel als Kunden für Office 365

by Volker Weber

Unterschleißheim, 11. März 2014. Henkel, bekannt für seine weltweit führenden Marken wie Persil, Schwarzkopf oder Loctite, entscheidet sich für Microsoft und nutzt in Zukunft Office 365 aus der Cloud für seine weltweit rund 47.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen steigt auf die Kommunikations- und Kollaborationsumgebungen wie Microsoft Exchange, Microsoft SharePoint und Microsoft Lync um

Henkel war mal ein IBM Notes-Kunde.

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Comments

Bitte entschuldige, wenn ich Dir beim letzten Satz (etwas) widerspreche:
Das "war" ist so nicht richtig, viele Anwendungen laufen noch als Notes Applications.
Vielleicht bezieht sich das " war" ja darauf, dass Henkel keine Wartungskosten mehr zahlt. Es wird wie in Leverkusen oder in der Schweiz laufen: Notes läuft Jahre lang produktiv ( und sehr kostengünstig) weiter.

Werner Motzet, 2014-03-12

Ein wichtiger Faktor ist, dass die Migrationsaufwände von Notes deutlich kleiner und viel besser kalkulierbar sind, seit BinaryTree von Microsoft als Migrations/Koexistenz-Tool quasi kostenfrei dazu gegeben wird.

Ich habe mir letztes Jahr im Rahmen eines PoC für ein O365 Hybridszenario im Detail angeschaut und da war vieles noch sehr unausgereift (DirSync, S/MIME, Telefonische Einwahl in Lync Meeting, ...). Ich bin gespannt, wie gut Henkel damit klarkommt. Ich hatte nicht den Eindruck, als dass O365 für >10000 User optimiert ist oder wird ...

Tobias Zuegel, 2014-03-12

Anscheinend gibt es bei Henkel keine gehobenen Anforderungen an den Datenschutz. Ansonsten wäre es in diesen Zeiten nicht nur falsch sondern grob fahrlässig, von einer Platform die völlig transparent und mit vorhandenen Mitteln End-to-end Verschlüsselung unterstützt, in den wilden Westen zu migrieren.

Dirk Rose, 2014-03-12

Wie sagte Ed Brill einmal?
Man hört immer, dass Unternehmen X mit der Migration begonnen hat, aber nie, wann die Migration vollständig abgeschlossen ist....
Ist bei in Stuttgart und auch in Leverkusen so...

Christian Henseler, 2014-03-12

Asbest-Entsorgung ist aufwändig.

Volker Weber, 2014-03-12

Ich weiß gar nicht, welchen Vorteil es haben soll, dass Uralt Notes Applikationen oft in weitgehend unveränderter Form über Jahre hinweg in Unternehmen weiterlaufen. Oft nur zwecks Datenarchivierung, manchmal noch für kleinere Anwendungen bei denen eine Migration schlicht und einfach nicht lohnenswert erscheint.
Für die Anwender ist das oft eine Qual, da uralte Software Standards nicht besser werden, wenn man sie einfach noch ein paar Jahre reifen lässt. Für die Dienstleister im IBM Umfeld gibt es ebenfalls wenig zu holen und die IT Mitarbeiter, welche sich um den Legacy Fuhrpark kümmern müssen, tun mir oft ein wenig leid.
Und in Kommentaren wird dann oft mit den selben Vorurteilen hantiert welche schon seit Jahren im Umlauf sind.
Wenn Office 365 wirklich so eine unausgereifte Lösung ist muss der Leidensdruck für IBM Notes Anwender ja besonders hoch sein.

Henning Heinz, 2014-03-12

Leidensdruck ist ein interessanter Aspekt. Möglicherweise ist der aber weniger im Bereich Messaging / Apps zu sehen als im Umfeld einer stark gealterten Office-Suite (wie z.B. MS Office 2003) mit eingelebten Dateiserver-Arbeitsweisen. Das muss wegen EoL wichtiger Software-Komponenten modernisiert und dabei zur Amortisierung irgendein Kostenblock reduziert werden. Der Rest ist Politik.

Martin Domian, 2014-03-13

Wenn man mit einer IBM Infrastruktur "eingelebte Dateiserver-Arbeitsweisen" mit Office 2003 praktiziert, dann hat die IBM Lösung vielleicht nicht dass gebracht, was sie mal versprochen hat. Schliesslich gilt diese Arbeitsweise seit vielen Jahren als komplett veraltet.
Ich arbeite seit Version 4.5 mit Notes und Domino. Ich tue das immer noch (tagtäglich) aber mir sind schon vor Jahren die Argumente ausgegangen diese Plattform noch in irgendeiner Form zu verteidigen. Die IBM tut das im übrigen auch nicht sondern spricht inzwischen nur noch vom strategischen E-Mail Client.
Nun finde ich zwar eine Migration auf Office 365, Sharepoint und Lync nicht besonders originell, sie stellt aber vielleicht in vielerlei Hinsicht die einfachste Migrationslösung dar (zumindest für Konzerne dieser Größenordnung).
Die Vorschläge der IBM sind auch nicht origineller und diverse Lachnummern wie das inzwischen weggelobte Lotus Symphony am Ende einfach nur peinlich.
Selbst wer sich zukünftig für IBM Lösungen entscheidet muss seine Applikationen über kurz oder lang auf eine neue Plattform mit (meiner Meinung nach) ungewisser Zukunft migrieren (IBM XPages). Zu so einer Entscheidung gehört dann schon Mut. Ich würde meinen Job nicht für die IBM riskieren aber die IBM riskiert ja auch nichts für mich.
Es mag natürlich durchaus Kunden geben, die mit Lösungen von IBM immer noch hervorragend zurecht kommen. ich bin selbst immer wieder überrascht, was man mit Klimmzügen erreichen kann (z.B. IBM Connections als Internet Plattform zu nutzen).

Henning Heinz, 2014-03-13

In einem mir bekannten Fall gab es selbst nach Bereinigungen noch eine hohe 4-stellige Zahl an Notes Applikationen. Die migriert man nicht so einfach - zumal da auch eine Anzahl von hochkomplexen Applikationen dabei sind, deren Neuentwicklung direkt hohe Aufwände verschlingt.
Damit kann man jeden ernsthaften Businesscase für eine Notes nach Microsoft Migration kaputt rechnen.
Zudem: Auch wenn ich kein direkter Notes Fan, aber man kann nur mit Notes-Wissen allein schon Applikationen entwickeln. Bei Microsoft braucht man direkt einen Technologiezoo und das Knowhow dazu (SharePoint, InfoPath, ASP.NET, CAML, XAML, LINQ, TFS, EWS ...) - das schlägt sich nahtlos in den Kosten für (gute) Entwickler nieder.

Daher sieht das zitierte "einfache Migrationskonzept" im Regelfall folgendermaßen aus:
1) Notes als Platform ist für Neuentwicklungen nicht mehr erlaubt
2) Bestehende Anwendungen werden über Jahre ausgealtert

Alles andere rechnet sich nicht - allerdings bleibt man damit lange lange auf Notes als Applikationsplattform hängen.

Einen Tod muss man sterben :-(

Tobias Zuegel, 2014-03-13

Gar nicht so einfach, wenn Microsoft jetzt nur noch Cloud macht und Sharepoint aufs Abstellgleis stellt: http://www.computerwoche.de/a/microsoft-stellt-sharepoint-aufs-abstellgleis,2555547

Wolfgang Fey, 2014-03-16

ja, spannend das sein... Ich darf als ehemals langjähriger Notes-Entwickler vielleicht auch noch meinen Senf loswerden: so schlecht wie das Office 365 immer wieder gemacht wird, ist es nicht. Ich wäre sehr froh gewesen (und ich kenne viele Kollegen, die mir vermutlich beipflichten), wenn Lotus damals in ähnlicher Qualität und - vor allem - Geschwindigkeit gearbeitet hätte. Was Microsoft in den letzten 2-3 Jahren hier zustande gebracht hat ist sehr beachtlich.
Ich möchte z.B. an die Versionen 3 und 4 von Notes erinnern, als es noch keine shared libraries gab, als der in Notes 4.x vorgestellt Kalender unter aller Kanone grausam war, als vor LotusScript die Formelsammlungen die Runde machten, mit welchen wilden Tricks mühsam Programm-Schlaufen erstellt werden konnten, etc... das alles vergessen viele... und dass eben diese Versionen von vielen grossen Unternehmen mit Kusshand eingesetzt wurden (und viele Entwickler nächtelang geschwitzt und geflucht haben).

SharePoint ist keineswegs perfekt und Office 365 auch nicht und die Hybrid-Lösung schon gleich garnicht. Und Yammer ist genauso eine Missgeburt wie Connections. Aber es funktioniert und wird von vielen Unternehmen angenommen. Ich sehe das Problem an ganz anderer Stelle und Microsoft macht meines Erachtens einen Riesenfehler den IBM schon mal gemacht hat.

Stefan Heinz, 2014-03-19

As a former Henkel Domino Administrator, I frankly not surprised they are moving. More and more organizations are making the move to Microsoft's Cloud Technologies as they have more power and control over the mail objects in Microsoft's Cloud than they do with IBM"s Cloud offering.

I have been working with Domino for over 16 years, and the market is not there any more. Whether it is a change in business practices, cost of Domino/Notes licensing, or the fact that IT wants SAAS to reduce costs, headcount, the fact remains, more organizations are moving to Exchange than there are moving to Domino.

Perry Hiltz, 2014-03-20

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