Jede Festplatte stirbt. Seagate sterben ein bisschen früher.

by Volker Weber

Ich bin nicht schadenfroh. Schon gar nicht bei Lars. Aber sein Schaden muss Euch heute helfen, klug zu werden.

Jede Festplatte stirbt. Und Du musst Dir jetzt Gedanken machen, was danach passiert. Wo ist die Kopie? Wo ist die Kopie von der Kopie? Es gibt viele Möglichkeiten, das zu planen. Entscheidend ist, das man das plant und dann auch handelt.

Vielleicht ist es ja doch nicht so dumm, alle Fotos und Videos automatisch in einen Cloud-Account zu laden.

Update: Und wo wir es gerade von sterbenden Festplatten haben. Bei mir ist soeben die nächste Seagate verreckt. Neue Platte ist drin und wird synchronisiert. Wenn in den nächsten zehn Stunden nicht noch eine stirbt, muss ich nicht das Backup bemühen.

ZZ38F2330F

Und nein, Seagate kommt mir nicht mehr ins Haus. Man sieht schon die ersten WDC. Die sterben auch, aber weitem nicht so schnell.

ZZ31E9DEED

RAID sync started on volume C.[Wed Mar 19 12:10:54 CET 2014]
RAID sync finished on volume C.[Wed Mar 19 20:38:30 CET 2014]

Comments

Ich möchte hinzufügen, dass es eine Festplatte von Western Digital ist bzw. war (ein kleines bisschen Hoffnung habe ich noch). Und planen kann ich gut. Mit dem darauf folgenden zeitnahen Handeln hapert es manchmal...

Lars Basche, 2014-03-19

Die Hoffnung ist nicht unberechtigt. Was hilft: Festplatte aus dem externen Gehäuse ausbauen und über anderes SATA Interface anschließen. Und dann erst mal eine Image-Kopie machen.

Volker Weber, 2014-03-19

Ich würde ja gerne in die Cloud ein Backup machen.

Leider ist das aufgrund der Upload-Bandbreite ein Ding der Unmöglichkeit.

Karl Heindel, 2014-03-19

Wenn die reine Image Kopie aufgrund Timeouts fehlschlägt dann gibt es immer noch die Variante mittels dd_rescue auf linux/unix Systemen so viel wie möglich von der Platte zu retten. Danach hat man ein Image exclusive den ein-zwei kaputten Sektoren, die auch zu Timeouts führten. Aber man hat trotzdem den Großteil der Daten wieder.

Dauert zwar ewig aber je nach Inhalt der Platte kann sich der Aufwand lohnen.

Adrian Woizik, 2014-03-19

Danke, mal sehen, was sich machen lässt.

Und ja, Cloud Backup wäre ideal, wenn das mit der Upload-Bandbreite nicht wäre (in Verbindung mit unserer ländlichen, nicht gerade internet-freundlichen Umgebung). Ich hab auch schon einen Großteil meiner Daten in der Cloud, aber eben nicht alles.

Lars Basche, 2014-03-19

Schulterzuck. Freunde und Bekannte haben auf diese Weise viele Jahre Familienfotos verloren. Nun sind sie schlauer. Ich habe alles dreifach und an drei verschiedenen Orten. Und alte Rechner mit alter Software um alte Daten lesen zu können.

Bernhard Kockoth, 2014-03-19

Und ich dachte immer, die Technik macht unser Leben leichter...

Lars Basche, 2014-03-19

als man noch Negative, Dias etc. verloren hat, sei es durch Feuer oder durch Schusseligkeit, da hatten wir diese Probleme noch nicht - allerdings auch nicht die Möglichkeiten uns durch Kopien zu schützen... Alles nicht so einfach.

aber: der Ansatz mit externem Case und dd_rescue kann ich auch sehr empfehlen.

Samuel Orsenne, 2014-03-19

Ich hörte, dass man bei WD noch zwischen „Green” und „Red” unterscheiden sollte. Weil Green sehr deutlich für Desktop- und Red sehr deutlich für NAS-Einsatz gebaut sind. Irgendwas mit den Kopfbewegungen und der Ruheposition.

Die Green, die ich im NAS hatte, bevor ich das wusste, haben auch dazu passend recht zuverlässig nach 24 Monaten angefangen, Lesefehler zu produzieren. Kann das wer betätigen?

Christian Fischer, 2014-03-19

Ich habe in meinem NAS direkt mit WD 30 EFRX (RED) angefangen. Bislang schnurren sie, wie die Kätzchen. Aber eine Toshiba (im externen Gehäuse) reagiert auf nichts mehr. Da war das Backup vom Backup drauf.

Dirk Bartkowiak, 2014-03-19

A few years ago, a friend of mine had an external "backup" drive die on her. Her definition of "backup" was that all pictures from the first 5 years of her daughter's life were stored there. And nowhere else...

Needless to say, she was devastated. However, what I found out was that it was the USB electronics in the actual case that had died. I opened the case, took out the regular 3.5" SATA drive and plugged it into my desktop, and I could access all the files.

So anyone that have an external drive who seems dead, try that first!

Karl-Henry Martinsson, 2014-03-19

Viele von den "Cloud"-Backupdiensten erlauben es, den initialen Backup mit einer externen Disk durchzuführen, die man denen hinschickt. Die nachfolgenden "Diff:s" sollten dann auch mit bescheidenen Bandbreiten zu schaffen sein.

Federico Hernandez, 2014-03-19

Christian, ich hab 7 grüne WDs in 2 NAS seit Anfang 2011. Ich hatte in der Zeit 3 defekte Platten die von WD RMA'd wurden. Die ersten waren EARS, zurück kamen EARX.
Werde alle Platten dieses Jahr in Rente schicken. Hab mich noch nicht auf eine neue Strategie festgelegt. Bisher: 2 NAS, das erste mit RAID6 schreibt einen "mirrored" genannten Ordner auf das 2. das mit RAID1 läuft (ließe sich leichter rekonstruieren falls dieses Gerät mal stirbt). Das Sichern mache ich mit rsnapshot.
Andere Teile des 1. Nas werden nicht gesichert, die Daten wären verzichtbar/rekonstruierbar.

Was fehlt ist ein komplettbackup , aber was ist da das Mittel der Wahl f. 6TB? 2 ext. einfache Platten?

Tobias Hauser, 2014-03-19

Ein Familienmitglied hatte meinen alten Laptop in 2. Generation geerbt, in Ungeduld ob der Langsamkeit mal drauf gehauen und schwupps, ging das Gerät aus und die Platte wollte sich nicht mehr der häuslichen Gewalt aussetzen. Auch in dem Fall waren Kinderbilder futsch, zum Glück gab es zumindest von ein paar Bildern Sicherungen und es ging "nur" um die ersten 7 Monate im Leben eines Erdenbürgers.

Daniel Haferkorn, 2014-03-19

Die Daten sind im NAS. Die Kopie, auf einer USB-Platte, liegt am anderen Ende des Hauses. In der Hoffnung, dass im Notfall nur ein System verbrennt. Die Kopie der Kopie liegt 3 Querstraßen weiter. Sollte reichen. Platten mit 3,5" und mehr als 1 TB sterben schneller. Seagate sterben noch schneller. Am schnellsten sterben 2,5" Platten. Desktop-Platten sterben am schnellsten durch Ausschalten nach jahrelangem Dauergebrauch. Zum Beispiel während eines Umzugs. Meist aus thermischen Gründen.

Richard Kaufmann, 2014-03-20

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