Microsoft OneDrive :: Ein kleines Adventure

by Volker Weber

Microsoft OneDrive ist so ein kleines Adventure-Spiel. Mit jeder neuen Version und jeder neuen Plattform gibt es wieder wundersame Veränderungen. Windows 10 zum Beispiel: früher (also bei Frankenstein 8.1) konnte man bestimmen, welche Folder denn nun synchronisiert werden und welche anderen Folder denn bitteschön nur in der Wolke bleiben sollen. Darauf zugreifen konnte man stets auf dem gleichen Wege, nur die Wolken-Ordner waren nur Online verfügbar. Jetzt bei Windows 10 kann man ebenfalls die Folder auswählen, die OneDrive synchronisieren kann. Die anderen sind dann weg. Also nicht weg, aber nur noch im Browser zu sehen, auf OneDrive.com. Dumm das.

Dann wäre dann noch die Unterstützung für SD-Karten. Viele Windows-Tablets kommen mit atemberaubend wenig Speicher. Da legt man die OneDrive Synchronisation natürlich auf eine Speichererweiterung. Geht mit Frankenstein 8.1 nur auf NTFS-formatierten Speicher. Also leerräumen, formatieren, Daten wieder drauf. Bei Windows 10 wird das noch mal spannender. Da sagt OneDrive, nein, hier kann ich den Folder nicht anlegen. Auch wenn er schon da ist. Und gut gefüllt da ist. Pech gehabt, lieber User. Es sei denn, der User ist so ein kleiner Admin, der weiß, was virtuelle Laufwerke sind. Also SD-Karte erneut freimachen, eine Datei mit einem virtuellen Laufwerk auf dem Filesystem anlegen und dieses dann mit dem Rechner verbinden. Jetzt ist OneDrive zufrieden. Ist ja ein Laufwerk nun, da kann man den OneDrive-Ordner reinlegen. Als nächste Einschränkung stelle ich mir vor, dass virtuelle Laufwerke nicht verbunden werden können, wenn sie auf Speicherkarten liegen. Wäre doch gelacht, wenn man dem User kein Bein stellen könnte.

Dieser Tage gibt es dann auch noch die Möglichkeit, von anderen geteilte Ordner mit in den eigenen OneDrive zu legen. Jeder Dropbox-Nutzer kennt das schon immer. Geht jetzt auch mit OneDrive, allerdings nur, wenn man auch Edit-Rechte hat in diesem Folder. Read only ist nicht. Naja, vielleicht 2016.

Die beste OneDrive-Version war übrigens anno dunnemals in RT. Da wurden für alle Dateien sogenannte Stubs angelegt. Die Dateien waren da, aber nicht do, wie man in Hessen sagt. Erst wenn man sie brauchte, wurden sie schwuppdiwupps geholt. Völlig transparent. Damals habe ich mir OneDrive angelacht. Seit dem ging's bergab.

Comments

Shared folders, online/offline Auswahl und Stubs gehen mit Citrix Sharefile. Bezahlware allerdings.

Natanael Mignon , 2015-08-04 16:01

Ich habe mich auch schon ziemlich geärgert. Meinst Du eigentlich wirklich Evernote oder eher Dropbox?

Ingo Seifert, 2015-08-04 16:48

Ich meine natürlich Dropbox. Schon abenteuerlich, wie der Service zunehmen schlechter wird.

Volker Weber, 2015-08-04 16:58

Punkt 1 soll wiederkommen. Scheinbar muss Microsoft die Sync-Engine plattform übergreifend reimplementieren/hatte Probleme mit der alten Sync-Engine. Ich selber hatte das Feature nie im Einsatz (auf dem Mac gab's das meines Wissens nach nie), aber ich vermisse es dennoch schmerzlich. Soweit ich weiß, können das jedoch die anderen Dienste (Dropbox, Google Drive) genauso wenig (was ebenso schade ist).

Markus Dierker, 2015-08-04 17:32

Danke für den Tipp mit dem Virtual Drive auf der Speicherkarte. Wenn ich Glück habe, wächst meine Fotosammlung in dem gleichen Tempo wie die Speicherkapazität angebotener MicroSD-Karten zunimmt...oder Microsoft macht irgendwann einfach die online-only Folder wieder sichtbar.

Thomas Kahmann, 2015-08-04 20:39

Mit der Fotosync Funktion von OneDrive unter iOS kann ich eine ähnliche Story erzählen: funktioniert nur wenn das iPhone nicht gesperrt ist, die OneDrive App geöffnet ist und ich beim syncen zuschaue (Bildschirm eingeschaltet). Sobald das iphone Energie sparen will, stoppt der Prozess - egal ob ich WLAN verwende und am Netzstrom hänge oder nicht. Vielleicht gehts ja inzwischen, aber ich bin es leid alle paar Wochen nachzuschauen ob MS nachgebessert hat.
Da helfen die tollen 100 GB die ich auf OneDrive inzwischen habe nicht wirklich weiter.
Die Konkurrenz (Dropbox) funktioniert einfach.

Axel Koerv, 2015-08-05 13:52

Das ist bei mir anders. Funktioniert ziemlich zuverlässig und im Hintergrund. Ab und zu will es mal wieder angemeldet werden.

Volker Weber, 2015-08-05 14:13

Hans Brender fasst den Stand der Entwicklung zusammen. https://hansbrender.wordpress.com/2015/07/31/onedrive-personal-und-windows-10-ngsc/

Richard Kaufmann, 2015-08-05 20:21

Die Internationalisierung hat Microsoft leider auch nicht hinbekommen...

Falls sich jemand wundert, dass die unter https://onedrive.live.com hochgeladene Musik nicht in der Groove App auftaucht: Die ist dann vermutlich im Ordner "Musik" gelandet. App und Onedrive Sync nutzen aber (auch beim deutschen Windows) den Ordner "Music" m(

Offensichtlich nichts aus dem "Programme" / "Program Files" Hickhack gelernt.

Ralf ter Veer, 2015-08-06 15:58

Oder, noch schlimmer, Outlook IMAP-Folder Lokalisierung.
Wer schonmal versucht hat, mit einem deutschen Outlook die gesendeten E-Mails auf dem Server im "Sent"-Ordner zu speichern, statt in "Gesendete Objekte", weiß, wovon ich rede.

Philipp Münzel, 2015-08-06 17:09

Bei mir funktioniert der Foto Upload auf dem iPhone ebenso wie von Axel beschrieben (nicht... gut)

Ingo Seifert, 2015-08-07 10:15

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