Lenovo Yoga Tab 3 Pro :: Nach einer Woche

by Volker Weber

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Ich habe selten ein Gerät so schnell adoptiert wie dieses Yoga Tablet. Es fasst sich einfach gut an, das Display ist sensationell, der Akku hält ewig. Mehr als halb leer habe ich ihn an einem Tag noch nicht bekommen. Die vier Atmos-zertifizierten Lautsprecher liefern einen guten Sound. Selbst die Kamera taugt was. Man braucht ein bisschen, bis man weiß, wie man das Yoga halten muss, denn die Kamera ist an einer Stelle, wo man gerne hingreift.

So wie der Vorgänger mit dem Lollipop-Upgrade gewonnen hat, ist auch das Tab 3 viel schlanker ausgestattet. Was ich nicht haben wollte, konnte ich geschwind löschen oder zumindest abschalten. Der aktuelle Lenovo Launcher tut nicht mehr weh. Bisher hatte ich immer den von Google installiert.

Es gibt ein paar Ecken, die noch nicht so recht funktionieren. Ich habe zum Beispiel Streit mit Flipboard. Bei einem Tumblr-Blog versagt die App. Das kenne ich von keinem anderen Gerät, sei es Mac, Windows, iOS oder auch dem Priv. Nur das Lenovo-Gerät versagt. Auch ein bisschen frustrierend: beim Bluetooth-Keyboard stimmt die Tastenbelegung der Cursor-Steuerung nicht. Die dreht sich mit der Orientierung des Tablets. Nur im Portraitmodus ist alles richtig. Und das ist genau die Ausrichtung, die man ziemlich sicher nicht mit einer externen Tastatur verwendet. Ich bin gespannt, wie lange Lenovo braucht, diesen eigentlich trivialen Fehler zu finden und zu beheben.

Eine ganz dicke Enttäuschung ist, dass Lenovo immer noch keinen Support für exFAT lizenziert hat. Das bedeutet, dass man SDXC-Karten, die man zur Speichererweiterung für ein paar Euros kaufen kann, erst auf FAT32 umformatieren muss. Und dann passen keine Dateien größer als 4 GB auf das Medium. Eigentlich eine Frechheit bei einem Gerät, das als das ultimative Video-Tablet vermarktet wird. Videos sind eigentlich die einzigen Dateien, die regelmäßig größer als 4 GB sind. Ausgerechnet BlackBerry zeigt, wie man das löst.

Einen Test hat das Gerät mit Bravour bestanden: Sonntagmorgen im Bett Videos an der Zimmerdecke gucken. Wenn man Gleitsichtgläser trägt, dann taugt ein Fernseher an der Wand gar nichts. Mit dem Yoga dagegen kann man noch mal schön rumlümmeln.

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Für alle die keinen Beamer brauchen halte ich übrigens den Vorgänger Yoga Tab 2 10 (ohne pro und damit ohne Beamer) für den ultimativen Kauftipp. Mit 32GB, FullHD Auflösung für 260 Euro bietet es ansonsten die gleichen Vorzüge wie das hier getestete Tab3 als Multimediamaschine (evtl. ist der Sound etwas schlechter).

Die Betonung liegt auf Multimediamaschine, ein Android Tablet bekommt in meinem Haushalt keine Freigabe für Internetbanking und andere sicherheitsrelevante Vorgänge.

Axel Koerv, 2015-11-22 13:00

Ja, das ist ein guter Tipp. http://www.amazon.de/dp/B00Q2R2Z08

Das Yoga Tablet 2 ist besser ausgestattet als die neue Version Yoga Tab 3. 1920x1280 vs 1280x800, 2 statt 1 GB RAM, 32 GB Speicher statt 16 GB. Und das zum gleichen Preis.

Volker Weber, 2015-11-22 13:35

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