Ruf! Mich! Nicht! An!

by Volker Weber

Sims mir, mail mir, schreib per WhatsApp - denn ein Anruf stört immer. Telefonieren ist rückständig, sagt Stefan Schmitt.

Wenn das Telefon klingelt, dann ist meistens jemand dran, der etwas von mir will. Eine Agentur, die ihren E-Mails hinterher telefoniert, eine Versicherung, die mir etwas reindrücken will, ein Ratsuchender, der Google nicht bedienen kann, ein Leser, der mich für den Kummerkasten hält. Oder es ist etwas ganz dringendes, dringend für den Anrufer natürlich, nicht für mich.

Darum klingelt das Telefon einfach. Also es klingelt nicht, denn es ist stumm geschaltet. Wer mich zuverlässig erreichen will, der schreibt mir.

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Comments

Super Artikel, dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen!

Ralph Hammann, 2016-01-12 15:06

Korollar: Schick ! mir ! keine ! Sprachnachrichten!

In 90% der Zeit ist man in einer Umgebung, die das laute Abhören von Sprachnachrichten als störend empfindet. Einen Kurztext erfasst man in Zehntel-Sekunden, eine Sprachnachricht dudelt sinnlos vor sich hin und stört immer.

Hajo Schmitt, 2016-01-12 15:39

haha, dafuer hatte ich frueher nen Anrufbeantorter geschaltet. Mich hat kein Anrufer gestoert, ich war nur erreichbar wenn ich es wollte.

thorsten ebers, 2016-01-12 15:55

Jetzt wird es interessant! Ich habe tatsächlich mehr Situationen, in denen ich eine Sprachnachricht hören kann, aber keine Textnachrichten lesen kann. Das liegt wohl daran, dass ich entweder alleine bin oder einen Knopf im Ohr habe. Oder gar beides.

Sprachnachrichten verbinden für mich zwei Vorteile: Sie sind asynchron, d.h. ich kann sie hören wann immer ich will, und sie transportieren neben der Information auch ein wenig Emotio

Aber ich verstehe durchaus, dass man ohne solch einen Knopf im Ohr in Situationen sein kann, in denen man Sprachnachrichten nicht abhören kann. Ich werde also versuchen, Dir keine zu schicken. Solange ich nur eine Hand benutzen kann, musst Du dann mit dem leben, was Dragon versteht. :-)

Volker Weber, 2016-01-12 16:07

@Dragon: "als synchron" = "asynchron" ;-)

Hajo Schmitt, 2016-01-12 16:36

Ich bin immer froh, wenn ich einen intelligenten Parser habe. So, das hat der Drache jetzt richtig verstanden.

Volker Weber, 2016-01-12 16:43

Meine Erfahrung: wichtigen Kram immer nur per Telefon oder im persönlichen Gespräch. Schon zu oft erlebt, dass Leute eine Mail entweder gar nicht, zu spät oder zu oberflächlich lesen - oder falsch verstehen.
Nur im direkten Gespräch bekommt man eine unmittelbare Rückmeldung, in "Echtzeit", mit allem Schnaufen, Schweigen und Ausloten.
Auf das Telefon will ich nicht verzichten. Vor Nervensägen und Störenfrieden schützt der Anrufbeantworter.

Dieter Schmidt, 2016-01-13 00:52

I think it's personal preference. My wife is a 'sales' kind of person, she doesn't mind being interrupted. In fact she prefers the phone to a mail or a sms, especially if I'm asking her to do something. Some people respond to handwritten letters.

This boils down to 'know your audience'.

Personally, I find phone calls sort of imposing. It's particularly galling if I'm in the middle o f a programming 'flow' and the slightest interruption kills half an hour of my time.

Andrew Magerman, 2016-01-13 08:46

Dieter, ja, das persönliche Gespräch hat viele Vorteile. Dafür setze ich mich auch in ein Flugzeug.

Volker Weber, 2016-01-13 10:05

"Telefone sind etwas fürs Personal" (Karl Lagerfeld)

Maik Endler, 2016-01-13 11:40

Andererseits ist schriftlich immer besser, weil man dann einen Nachweis hat. Es hat mich schon oft gerettet dass ich meine gesendeten Emails der letzten 10 Jahre alle aufgehoben habe. Es hat alles seine Vor- und Nachteile, aber wichtiges sollte auch immer noch mal schriftlich festgehalten werden.

Ralph Hammann, 2016-01-13 11:46

Maik, Der Karl Lagerfeld ist ein brillanter Zeichner. Aber mit solchen Sprüchen zeigt er seine Schwächen.

Ralph, dafür hat man ja Verträge. Aber beim aushandeln der Verträge ist das persönliche Gespräch sehr zielführend. Wenn erst einmal eine Vertrauensbeziehung besteht, dann kann man in der Tat viel durch E-Mails vereinbaren.

Aber darum geht es mir gar nicht. Der Angerufene ist immer der gestörte. Er soll unterbrechen, was er gerade tut. Der Anrufer dagegen ist klar im Vorteil. D.h., versuche stets, der Anrufer zu sein und nicht der Angerufene.

Volker Weber, 2016-01-13 11:52

Wenn es wichtig ist, landet es auf dem AB und ich kann bewerten, ob es wirklich wichtig ist.

Kai Schmalenbach, 2016-01-13 12:05

Der AB unterbricht mich doch auch, er geht an, ich höre, ob es jemand oder etwas Wichtiges ist, nun kann ich antworten oder nicht, aber unterbrochen wurde ich auf alle Fälle. @ Volker, es ist ein gewisser Luxus ;-), wenn man ein Telefon nicht unbedingt beantworten muss, weil man sich seine Kunden aussuchen kann.

Wolfram Votteler, 2016-01-13 14:54

Wolfram, der wahre Luxus ist, wenn man sich erst überreden lassen muss, einen Auftrag anzunehmen. :-)

Volker Weber, 2016-01-13 15:02

Na, da hatte ich ja mal Glück. Und wenn ich noch die restlichen 943 Hürden überwunden habe, dann nutze ich das Flugzeug-Angebot ;-)

Joachim Haydecker, 2016-01-13 17:05

Zu den Sprachnachrichten: Zumindest bei Whatsapp auf Android kann man das Telefon auch ans Ohr halten, dann kommt die Sprachnachricht nicht über den Lautsprecher. Wenn man mal keinen Knopf im Ohr hat ;-)

Joerg Michael, 2016-01-13 21:29

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