Retro fake

by Volker Weber

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I love Fujifilm cameras because they give me a lot of control over my photos. Nothing beats a physical aperture ring for instance. But this retro design on the X-T2 takes it too far. This is not an old SLR, so there is no prism, where it was on the original. And what looks like a winder, is just a battery grip.

The X-Pro2 is a different beast. It mimics old range finders and it actually is a range finder.

Comments

Volker, in diesem Fall erkenne ich "Retro" als durchaus funktionales Design: Optionales (großes!) Battery Pack liefert auch einen prima Griff für Hochkantfotos. Das Prismagehäuse (sollte) den Blick auf einen hochauflösenden Bildschirm insbesondere zum Filmen (in 4K) freigeben (ist in diesem Fall etwas schwach bepixelt zum scharfstellen). Und nicht zu vergessen: Wer so ein Ding schleppt, muß wohl ein Profi sein. Auch eine Funktion.

Peter Meuser, 2016-07-11

Das mit der Profi-Schleppfunktion kann ich bestätigen, neulich mit der Pentax Q-S1 & 2,8/15-45mm unterwegs, überall unbehelligt. Aber sobald ich auch nur meine mittlere Canon - die große mit dem integrierten Batteriegriff bleibt meist zu Hause - und einem der längeren weißen Objektive bei irgend einem Event auftauche: "haben Sie eine Fotoerlaubnis?"
Für optimales Verhältnis Schlepperei/Ergebnis bin ich mit Olympus MFT sehr zufrieden. Da gibt es auch ein wenig Fake Retro, aber nicht so übertrieben.

Bernhard Kockoth, 2016-07-11

Ich unterscheide zwischen Profis und "Profis". Profis sind Leute, die mit Fotos ihren Lebensunterhalt verdienen. Die fotografieren überwiegend mit Canon und Nikon Kameras ohne Motivprogrammen, aber mit professionellem Service. Sehr interessant zu lesen, wie Canon und Nikon Profis einstufen und welchen Service sie ihnen bieten.

Dann gibt es "Profis", die sich vor allem für Kameras interessieren. Für die ist so ein Retro Fake interessant.

Volker Weber, 2016-07-11

Vom Retro-Fake-Design mal abgesehen: Diese Einteilung in Profi- und "Profi"-Kamera scheint mir ein wenig zu bröckeln. (Wobei sich ja auch viele Amateure mit dem CaNikon-Geschoss ein Profi-Image geben wollen.) Gerade die X-T2 zielt auch auf die Profis, die keine Lust mehr haben, schwere und teure SLR durch durch die Gegend zu schleppen.
"Wer heute als Zeitungsfotograf noch denkt, dass man eine Canon oder Nikon braucht und damit viel Geld aus dem Fenster bläst, ist selber schuld."
http://www.fuji-x-forum.de/fuji-blog/2016/07/fuji-x-t2-profi-interview/

Volker Berding, 2016-07-11

Die Unterscheidung ist weiterhin wichtig. Profis kaufen viel weniger Kameras als "Profis". Die können noch mit einer D3 arbeiten, wenn die "Profis" schon eine D5 brauchen. Und da sie meistens eine große Sammlung von guten Objektiven haben, wechseln sie nicht mal schnell das System.

Volker Weber, 2016-07-11

Was mich bei den Fujis mehr stört, sind diese Retro-Einstellrädchen. Suggerieren eine schnellere Bedienung, als es de facto machbar ist. Dafür sind die Bedienelemente - zumindest für meine nicht so feingliedrigen Hände - zu fitzelig. Heutzutage sind (natürlich nicht bei "Profis") Bedienoberflächen mit *gut* gemachten Touchscreens sinniger.
Schön bei Fuji sind die hochwertigen Objektive.
Bringt der Hybrid-Sucher bei der X-Pro 2 'was?

Sven Bühler, 2016-07-11

Kann man denn bei dieser Cam den Portrait / Batteriegriff mit dem Rändelrad (auf dem Foto unterm Objekiv) auch abmachen? Das ist nämlich schon praktisch, kann man gut Gewicht daheim lassen, wenn man in die Berge geht.

Helmut Weiss, 2016-07-11

Du solltest ihn nicht mal kaufen.

Volker Weber, 2016-07-11

Sven, meiner Ansicht nach ja. Der optische Viewfinder funktioniert auch bei sehr hellem Umgebungslicht, der digitale gibt Dir dagegen den exakten Bildausschnitt. Ich fotografiere manchmal mit der X-Pro1 und wechsele häufig zwischen den beiden Ansichten. Das Display auf der Rückseite verwende ich relativ selten.

Die X-Pro2 finde ich aktuell viel zu teuer. Da ich meistens das 35mm-Objektiv nutze, würde mir eine X100 vermutlich noch mehr liegen. Weil sie noch handlicher ist.

Volker Weber, 2016-07-11

Der Batteriegriff bringt in diesem Fall allerdings (neben Laufzeit und besserem Grip) weitere Funktionen mit sich. Die braucht nicht jeder, aber sie können durchaus nützlich sein. Und das Fake-Prisma beherbergt einen Sucher, so wie auch der Fake-Rangefinder der X-Pro-Reihe. Zu teuer ist mir der ganze Kram allerdings auch. So bleibe ich glücklich mit meiner gebraucht sehr günstig geschossenen XE-2 samt neuer Firmware.

Die X100 hat übrigens ein 23mm-Objektiv, also deutlich weiter als das 35 1.4er.

Fabian Kruse, 2016-07-11

Bei der X-Pro kannst Du durch den Sucher vorne aus der Kamera rausschauen. Das kann bei der X-T nicht gehen, denn dazu brauchst Du Prisma und Klappspiegel. Die X-E ist eine X-Pro ohne optischen Sucher. Auch prima!

Volker Weber, 2016-07-11

Ich verstehe nicht so ganz was an dem Batteriegriff "Retro" sein soll? Solche Batteriegriffe gibt es für viele Kameras und die sehen alle ähnlich aus. Da ist Fuji nicht mehr "Retro" als Canon oder Nikon.

Über das "Prisma" kann man sicher diskutieren, aber immerhin ist es oberhalb der optischen Achse platziert und ein quadratischer Sucher sieht wahrscheinlich auch nicht besser aus.

Oliver Stör, 2016-07-11

Vielleicht muss man da gewesen sein, als die Kameras wie die Nikon F2 ihre Winder bekamen. Damit mussten Profis nicht mehr den Hebel betätigen, um den Film weiter zu rollen und den Verschluss zu spannen. Diese Riesentrümmer wurden dann von "Profis" gekauft, um professionell zu wirken.

Heute gibt es professionelle Kameras, die beide Griffe haben, jeweils am oberen Ende der DSLRs. Und am unteren Ende gibt es solche Anschraubgriffe, damit man nicht so viel Geld ausgeben muss, um als "Profi" zu posen.

Die X-T Modelle wollen wie alte SLRs aussehen. Und da braucht man anscheinend das Prisma und auch den Winder.

Volker Weber, 2016-07-11

Sven, das hängt vielleicht von der jeweiligen Kameranutzung ab.
Wer Blende und/oder Verschlusszeit selber wählt, der will das per Rädchen machen, nicht per Touchscreen. Auch sind Hardware Controls für den AF Modus und das Verschieben des AF Felds sinnvoll.

Volker, ich kenne diese Kamera nicht, aber bei Nikon und Canon hast Du bei dem Batteriegriff auch einen Auslöser dran, den Du im Portrait Modus benutzen kannst. Dem Bild nach zu urteilen ist das hier auch so. Ist sicherlich für den einen oder anderen hilfreich, aber nicht notwendig. Die Rädchen (s.o.) und die AF Controls wären für mich aber unverzichtbar (gewesen); sonst halt Handy.

Mariano Kamp, 2016-07-11

Verstehe die Aufregung jetzt auch nicht. Das „Prisma“ liegt über der optischen Achse wo es hingehört, wobei das bei EVF im Prinzip egal wäre, für rechts/links Gucker aber nicht. Auch der EVF braucht einen Lichtschacht. Und der große Batteriegriff, auch bereits erwähnt, erlaubt der X-T2 im Übrigen auch eine schnellere Serienbildrate. Und jaaaa, der „Winder“ ist natürlich albern.

Aber insgesamt: Soooo retro finde ich die X-T2 gar nicht. Da finde ich die Olympus Dinger (EPL7 oder OMD-XX) wesentlich übler. Und selbst Nikon baut ja mit der DF eine Kleinbild-highend DSLR in eine RetroHülle ein. Irgendein Marketing Mensch muss das wohl mal als Hip eingestuft haben.

Ach ja, ich finde Blendenringe auch etwas Retro und mir fällt auch kein Grund ein weswegen ich das nicht über den Body machen soll. Zumal es bei Fuji meines Wissen nach sowohl Objektive mit als auch ohne Blendenring gibt was auch wieder Käse (und bei Zoom - Objektiven mit variabler Blende auch schwierig) ist.

Natürlich braucht man die X-T2 nicht wenn man bereits die T1 besitzt. Oder die Pro1, oder oder oder. Aber wenn jeder so denken würde und das mit allen Konsumgegenständen dann würde natürlich die Welt untergehen:-)


Roland Dressler, 2016-07-11

Roland, wenn man mal eine ordentliche Diskussion anzetteln will, dann muss man eine unpopuläre Meinung vertreten. :-)

Volker Weber, 2016-07-11

Mariano,

das eine muss das andere nicht ausschließen ;-)

Ich persönlich bevorzuge auch die Einstellung häufig zu verändernder Parameter, u.a von Blende und Verschlusszeit, über separate Bedienelemente. Nur, da gibt es schon gewaltige Unterschiede hinsichtlich der ergonomischen Gestaltung bei den Herstellern. Ich fotografiere seit Jahrzehnten mit Nikon bzw. (seit 10 Jahren) Canon. Die haben das meines Erachtens praxistauglicher als Fuji gelöst. An meiner Canon kann ich auch noch mit dünnen Handschuhen ohne Probleme Einstellungen vornehmen. Die meistgenutzten Bedienelemente sind zudem sehr sinnvoll und ohne Verrenkungen bzw. Umgreifen zu erreichen. Wenn man sich die Canon EOS 80D (ok, unter der Würde von "Profis") anschaut, sieht man, wieviel Sinn ein gut gemachter Touchscreen hat - auch und gerade für Einstellungen wie die AF-Feldauswahl. Das ist mit Joysticks oder Wippen doch mitunter nicht so toll (wobei, nutzungsabhängig, ich komme seit Jahr und Tag mit dem zentralen Kreuzsensor aus und verschwenke ggfs.)

Diesen Pseudowinder finde ich auch ziemlich unglücklich und überflüssig, wenn man nicht gerade Hochzeitsfotograf ist; man sollte sich doch gerade über die im Vgl. zu DSLR deutlich kompakteren Ausmaße einer spiegellosen Kamera freuen und sich nicht so ein Brikett unten dranschrauben.

Sven Bühler, 2016-07-12

Ein Bekannter klebt den Markennamen seiner Nikon mit schwarzen Tapes ab, um weniger Interesse bei langen Fingern zu erzeugen - eine bisher erfolgreiche Strategie. Retro Design kann ja durchaus eine ähnliche Funktion verfolgen ;-)

Peter Meuser, 2016-07-15

Profis kleben die weiße Schrift ab, damit man sie nicht als Reflexion sieht. "Profis" machen das, weil sie "Profis" sind. Und die Leica-Besitzer machen das, weil sie so aussehen wollen, als sei der rote Punkt nicht wichtig. Sie erzählen Dir dafür lang und breit von der Ausrüstung. ;-)

Volker Weber, 2016-07-15

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