Was Deine Mailadresse über Dich sagt

by Volker Weber

Ich kriege ja eine Menge Kommentare und sehe was, was Ihr nicht seht: die Mailadresse. Und die sagt etwas über Dich.

  1. schnullebacke@gmail.com: Du nimmst das, was funktioniert.
  2. schnullebacke@schnullebacke.com: Du hast eine eigene Domain.
  3. vowe@schnullebacke.com: Du glaubst, ich bin ein Arschloch.
  4. f!ck.d!ch@!ns.kn!e: Du bist ein Arschloch.

Option 3 und 4 heißt außerdem, dass Du ein Deutscher bist. Gmail.com steht für alle SaaS-Anbieter.

Comments

Volker,

das verstehe ich jetzt nicht ganz, das ist mir zu hoch, vor allem Antwort 3 und 4.

Beste Grüße,

Christoph

Christoph von Gamm, 2016-12-21

Nein, glaube ich nicht, ... also, dass mit dem Arschloch. Ich bin nur der Meinung, dass "single use"-Mailadressen eine gute Idee sind.

Andreas Braukmann, 2016-12-21

Warum?

Volker Weber, 2016-12-21

Christoph, ganz einfach.

Antwort 3 sind die Leute die Volker implizit unterstellen das er die eMail-Adressen weitergibt/verkauft, und geben ihm daher nur eine individualisierte Adresse, mit der sie dann auch nachvollziehen können wer die Adresse verkauft hat über die jetzt Spam reinkommt. Macht vielleicht bei manchen Sachen sinn, aber bei Volker wohl eher nicht.

Antwort 4 sind die Leute die ungültige Adressen angeben, und somit nur knapp über den Leuten rangieren die "echte" Adressen angeben die ihnen aber nicht gehören. Die wollen eigentlich nicht kommunizieren, oder wenn dann nur einseitig. Will man auch nicht haben eigentlich.

Ich bleibe freudig bei Antwort 2, und hätte einige wichtige eMails von Volker nicht erhalten wenn ich mich für die 4 entschieden hätte.

Daniel Meyer, 2016-12-21

Moin,

3. würde ich interpretieren als:
"Ich habe nicht nur für jede Webseite ein eigenes Passwort, sondern auch für jeden Anbieter eine eigene E-Mail-Adresse."
Ich habe beispielsweise für eine Kinokette eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet, die nun auf irgendwelchen Spamlisten aufgetaucht ist.
Mögliche Ursachen:
- Kinokette ist ein A...loch - die verkaufen die Mailadressen ihrer Kunden
- Kinokette hat Stümper als Admins oder Dienstleister - die Mailadressen konnten abgefischt werden...

4. passiert halt.

Beste Grüße
Michael

Michael Würdemann, 2016-12-21

Ich nutze die dritte Option, in anderer Form, bei ein paar Diensten.

Eine Amazon E-Mail an schnullebacke+amazon@gmail.com kommt sehr wahrscheinlich von Amazon. Eine Amazon E-Mail an schnullebacke@gmail.com ist Spam. Eine Spam E-Mail an schnullebacke+amazon@gmail.com bedeutet, dass Amazon ein Leck hat.

Hier in dem Blog macht es nur Sinn, wenn ich sehr paranoid wäre.

Tobias Müller, 2016-12-21

Achtung: ich schrieb, "es sagt über Dich, Du nimmst/hast/glaubst/bist" nicht "Du bist".

Volker Weber, 2016-12-21

Wenn ich der Meinung wäre, dass man E-Mail-Adressen geheim halten sollte, um Spam zu vermeiden, würde ich Option 3 wählen.
Der Grund dafür ist aber nicht, dass ich glaube, dass vowe ein Arschloch ist.
Ich muss allerdings damit rechnen, dass alles, was ich hier eingebe, unverschlüsselt "in der Cloud" landet. Das ist der erste Schritt zum Leak und ab diesem Punkt außerhalb der Kontrolle von vowe.

(Ich wähle Option 2.)

Enrico Lippmann, 2016-12-21

Volker / Daniel:
"Antwort 3 sind die Leute die Volker implizit unterstellen das er die eMail-Adressen weitergibt/verkauft,"
Nein, das ist natürlich nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Aber kein öffentlich erreichbarer Dienst ist gegen Exploits und die damit potentiell verbundenen Datenabgriffe 100%ig gefeit. Wenn auf diese oder andere Art und Weise eine Mailadresse "verbrennt", nehme ich sie außer Betrieb.

Ich halte Ausnahmen von dieser Verfahrensweise für durchaus vertrauenswürdige Dienste/Menschen nicht für sinnvoll. Sollte dann doch einmal etwas bei einer dieser Ausnahmen geschehen, würde die dann verbrannte mehrfach genutzte Adresse auch für völlig unbeteiligte Parteien ungültig. Das hielte ich für ziemlich ärgerlich.

Andreas Braukmann, 2016-12-21

Stimmt, ich nehme gerne Dinge die einfach funktionieren, wie wohl auch mein Namensvetter hier bei den Kommentaren.

Tobias Müller, 2016-12-21

Wir härten Systeme bis zum Umfallen, haben aber Angst vor drei Spamnachrichten mehr ... das sagt viel aus.

Meine E-Mail-Adresse ist öffentlich, sie ist schlesslich auch zur Kommunikation gedacht und kein geheimes Gut.

Wenn man nicht ernsthaft plant, Massnahmen gegen den Verbreiter zu ergreifen, sind E-Mail-Adressen nach dem Muster von (3) auch nur begrenzt sinnvoll.

Dirk Deimeke, 2016-12-21

vowe, YMMD!

Daniel,
volle Zustimmung.
Ich seh auch keinen Grund etwas anderes als Variante 1 oder 2 verwenden (in meinem Fall Variante 1).
Variante 4 hätte ich auch schon längst bereut.

Manfred Wiktorin, 2016-12-21

Volker, Variante 5:
Ichwilldirwassagen@schnullebacke.net 😇 Wollte Dich schon lange fragen, ob das klappt.

Hubert Stettner, 2016-12-21

Das klappt nicht. Das macht nur mein Adressbuch kaputt.

Volker Weber, 2016-12-21

Vielleicht sollte man statt Variante 3 zu wählen das Kommentieren einfach ganz sein lassen.
Dann muss man nämlich gar keine E-mailadresse angeben. Ja wirklich, man kann vowe.net lesen, komplett ohne eine E-mailadresse anzugeben.
Datenschutz auf allerhöchstem Niveau.

Manfred Wiktorin, 2016-12-21

Ich bekenne mich schuldig nach §3b. Von der Schlussfolgerung distanziere ich mich. Ich hoffe die 2-4 E-Mail-Adressen, die du von mir in deinem Adressbuch hast/haben müsstest, erlauben noch einen Freispruch. Bewährung wäre gefährlich, da Wiederholungstäter. (Wäre spannend, wie viele es wirklich sind - Antwort gerne per Mail an eine der vorhandenen Adressen.)

Benjamin Bock, 2016-12-21

Wem der Schuh passt... :-P

Tobias Bäumer, 2016-12-21

Hm ich nutze hier Gmail obwohl ich eine eigene Domain habe. Liegt aber eigentlich nur daran das der Google Mail Server schneller ist als der vom Webhoster.

Christopher Schmidt, 2016-12-21

Zugegeben ich weiß nicht, ob ich hier schon mal kommentiert habe und dabei einer meiner anderen #2-artigen Adressen nutzte. Aber neben der Erkennung, ob einem Anbieter etwas abhanden gekommen ist, nutze ich es aber auch dazu, um mit einem von mir bestimmten Fakt automatisch auf meiner Seite zu sortieren, ob eine Mail in der Inbox oder eben in einem anderen Ordner landet.

Andreas Heinz, 2016-12-21

25 Kommentare… Und schnullebacke.com ist immer noch nicht vergeben…

Dennis Frank, 2016-12-21

Der vorletzte Satz ließ mich als südlicher Nachbar schmunzeln. Volker hat erkannt, wie wir Ösis denken.

#2 gilt für mich

Werner Hofer, 2016-12-22

Nicht nur die Ösis, Werner. ;-)

Volker Weber, 2016-12-22

Aus Interesse und weil mir die Vorstellungskraft fehlt: Was passiert wenn eine Mailadresse in falsche Hände fällt?

Dirk Deimeke, 2016-12-22

Das gleiche, was passiert, wenn sie in die richtigen Hände fällt. Er schreibt nicht, er ruft nicht an. :-)

Volker Weber, 2016-12-22

Muss ich mich wegen meiner jetzt schlecht fühlen? Zu dem Zeitpunkt habe ich die für alle Onlineanmeldungen genommen.

Kai Schmalenbach, 2016-12-22

Für die Option 3 Freunde:

Wer es noch nicht kennt:
Hier wird der Trick von Tobias weiter oben erklärt:
https://plus.google.com/+LarsFosdal/posts/hJfFFUq9798

Christoph Jung, 2016-12-22

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