Was bei Twitter fehlt: nur mal ein paar Stunden ausblenden

by Volker Weber

Es gibt liebe Leute, denen man gerne folgt, weil sie immer wieder mal kleine Einblicke in ihr Leben geben oder etwas interessantes aufgegabelt haben. Und dann fahren diese Leute auf eine Konferenz und twittern dann im Minutentakt Beratersprech, den sie gerade gehört haben. Twitter bietet drei Möglichkeiten, sich dem zu entziehen:

  1. Unfollow
  2. Block
  3. Mute

Unfollow heißt, die Tweets des anderen rauschen einfach vorbei, ohne in der Timeline aufzutauchen. Block heißt, der andere verschwindet aus der Welt. Er kann Dich nicht mehr sehen, Du siehst ihn nicht mehr. Das Übelste aber ist Mute. Der andere verschwindet ebenfalls von der Welt, aber er weiß es nicht. Er mag denken, Du folgst ihm, aber nichts von ihm erreicht Dich. Mit @-Mentions kann man Unfollow durchbrechen, man muss nicht folgen, um die zu sehen. Aber bei Mute kommen nicht mal die durch. Ich habe ein paar mal den Fehler gemacht, jemanden zu muten und ihn dann zu vergessen. Seitdem benutze ich das nicht mehr zu diesem Zweck.

Was mir fehlt, ist ganz simpel: eine Pausetaste, die sich am nächsten Tag automatisch löst und wieder auf Play geht.

Comments

Ich bin mir fast sicher, dass Du das bereits weisst, aber Tweetbot kann sowas. Eigentlich fast jeder vernünftige Twitter-Client sollte sowas können. Man kann bei Tweetbot die Mute-Zeit einstellen.

Karl Heindel, 2017-03-12

Keine Ahnung ob es im originalen Twitterclient geht... aber ist bei Konferenzen nicht ein Hashtag-Mute die Lösung?

Matthias Welling, 2017-03-12

Eigentlich immer die gleiche Antwort: die Lösung muss auf Android, iOS, Mac und Windows laufen. Und zwar gleichzeitig und mit einem Schalter, auf beliebig vielen Maschinen. Sowas macht man im Service, nicht im Client. So wie Unfollow, Block, Mute.

Volker Weber, 2017-03-12

Du hast Recht. Twitter Client != Twitter Service.

Matthias Welling, 2017-03-13

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