Android One :: So wird ein Schuh draus

by Volker Weber

Aus einer Pressemitteilung von HTC:

das Gütesiegel Android One garantiert drei Jahre lang monatliche Sicherheitsupdates und mind. zwei Jahre lang das jeweils aktuellste Android Betriebssystem. Das HTC U11 life läuft unter Android Oreo und bringt damit das aktuellste unverfälschte Software-Erlebnis von Google in die Mittelklasse.

So wird Android für Otto Normalbenutzer endlich brauchbar. Keine Crapware, aktuelle Sicherheitspatches und Software Upgrades.

Comments

Mir ist irgendwie nicht so ganz klar, was für Nachteile Android One hat. Auf der englischen Wikipedia-Seite wird das irgendwie so als Lösung für Low-End-Geräte in Entwicklungsländern dargestellt, und die aufgelisteten Geräte suggerieren das auch (viel Indien usw.). Aber ist das (noch) die Intention von Google (am Anfang wurde das glaub klar so kommuniziert), oder nur ein Nebeneffekt anderer Bedingungen von Android One?

Ich weiß, Android One MUSS quasi ein reines Android sein, ohne Bloatware, eigene Oberflächen und/oder Launcher etc., aber das bieten andere auch, wie Nokia oder BQ. Warum sind die kein Android One? Weil Google da seine Nase zu weit reinstecken will? Per Zertifizierung z. B.? Was spricht dagegen, Android One auf Mid- bis High-End-Geräten laufen zu lassen, wenn man mal in den aus Herstellersicht vielleicht vorhandenen sauren Apfel beißt, dass man seinen ganzen proprietären Budenzauber nicht ausrollen kann? Will Google das vielleicht gar nicht, sondern will Android One "unten halten"?

Android One ist für mich als Endanwender eine interessante Sache, aber irgendwie ist das noch so ein bisschen eine Blackbox, was da hinter den Kulissen politisch abgeht.

Heiko Wolf, 2017-11-02 12:09

Android One ist eine komplette Referenzplattform, bis runter auf die Hardware, aktuelle Version etwa Snapdragon 630. So gibt es keine OEM-Anpassungen bei neuen Software-Versionen. Weil die keinen Ballast mitschleppen, sind sie flott bei geringem Hardware-Aufwand.

Volker Weber, 2017-11-02 12:26

Ah, danke, dann klingt das nachvollziehbar, warum Hersteller das meiden: Die Referenzplattform legt ihnen sehr enge Ketten an, WAS sie in ihr Gerät reinbauen dürfen. Und tatsächlich ningeln schon einige Tester ob des Prozessors rum, der wohl nicht der fixeste sein soll, aber offensichtlich hatte HTC da nicht wirklich die Wahl, wenn es ein Android One werden sollte. Immer schwierig einzuschätzen, wie eklatant das ist, die gleichen Tester ningeln auch verhalten über die nur "ausreichende" Auflösung mit 420 DPI, was bei einem iPhone nie als bemerkenswert empfunden wird …

Heiko Wolf, 2017-11-02 13:48

Die Tester stehen vor allem auf viel. Viel Gigahertz, viel RAM, viel Speicher, viel Pixel, viel Inch, viel mAh. Dem Nutzer kann das völlig egal sein, wenn er für übersichtliches Geld ein Gerät bekommt, dass lange aktuell bleibt.

Für den Nutzer (und für Google) ist es gut, wenn es solche Einheitsgeräte gibt. Für die Tester ganz schlecht, und für die Hersteller schwierig.

Volker Weber, 2017-11-02 14:20

Ich mag ja das Konzept von Android One (= Stock Android à la Nexus). Würde es aber begrüßen, wenn es auch ein "One +" oder "Two" oder was auch immer mit Oberklasse-Hardware gäbe.

Thomas Cloer, 2017-11-02 16:51

Thomas, das gibt es doch, nennt sich Nexus oder Pixel.

Roland Dressler, 2017-11-02 17:09

Roland,

das ist nur insoweit richtig, wie Du das auf die längerfristige Verfügbarkeit von Updates und Patches beziehst. Allerdings gibt es halt für Nexus und Pixel genau einen Anbieter...
Das ist dann gerade nicht das Android One-Konzept. Zwar hat sich Android One in der letzten Zeit die "Klassenleiter" etwas hochgearbeitet, und so gerne ich das auch sehen würde - ich glaube nicht, dass das für Oberklasse-Geräte funktionieren wird: Da steht das Bedürfnis des Produktmanagements nach Diversifizierung entgegen.

Matthias Lipp, 2017-11-03 10:52

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