Kleine Unterschiede zwischen Surface Pro und Surface Pro 4

by Volker Weber

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Ziemlich genau ein Jahr nach meinen ersten Gehversuchen mit Surface Pro 4 steige ich nun um auf Surface Pro. Ich habe vor einem Jahr nicht absehen können, wie sehr ich dieses Gerät schätzen sollte. Es war einfach nur eine Laune, nachdem ich Surface 3 (ohne Pro) erfolgreich als Reisemaschine genutzt hatte.

Was sich total bewährt hat, war das Signature Keyboard Cover. Ich mag dieses Alcantara-Material einfach. Es ist superangenehm unter den Handballen, niemals kühl, aber auch nicht klebrig, wenn man im Sommer mal ein wenig schwitzt. Ich habe es jede Woche einmal mit einem feuchten Tuch abgewischt und es sah auch nach einem Jahr nicht schmutzig aus. Es hilft, wenn man saubere Hände hat, an denen keine Essensreste kleben. :-)

Mein erstes Signature Cover war hellgrau, das neue ist nun kobaltblau. Ich finde, es wirkt ein wenig glatter und ich rechne damit, dass es sich noch mehr gegen Verschmutzung wehrt.

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Wer noch kein Surface hatte, wird die Unterschiede nicht einmal wahrnehmen. Das neue Modell ist einen Hauch dünner, die Lüftungsschlitze liegen weiter innen und die Gehäusekante ist ein wenig mehr abgerundet. Ohne hinzuschauen fällt es mir schwer, die Geräte nur durch Tasten zu unterscheiden. Das Innenleben ist allerdings komplett neu.

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Am deutlichsten sieht man das beim Scharnier des Kickstands. Das ist wesentlich kleiner und eleganter geworden. Und es legt sich noch weiter um, so dass Surface in einem noch flacheren Winkel liegen kann. Für mich als Ingenieur ist es absolut faszienierend, wie leicht man die Stellung des Kickstands stufenlos anpassen kann und wie stabil es dennoch ist.

Ich werde Euch noch mehr erzählen, was ich mit der Zeit so entdecke. Die neuen Prozessoren sind leistungsfähiger und sparsamer. Damit sollte der Akku länger halten. Microsoft hat außerdem die Kühlung verbessert, so dass der i5 sogar auf einen Lüfter verzichtet. Ich habe wie bei Pro 4 wieder einen i7 und den vorhandenen Lüfter bisher noch nicht gehört. Das war für mich ein wesentliches Aha-Erlebnis schon bei Pro 4. Anders als etwa ein Yoga pusten diese Geräte eigentlich nie.

Das Einstiegsmodell der neuen Surface Pro ist aktuell spottbillig. Jetzt wo es auf Weihnachten los geht, gibt Microsoft mit Surface Pro noch mal richtig Gas. Das kleinste Modell Surface Pro m3/4/128 geht gerade für 739 € und beinhaltet bereits ein schwarzes Type Cover. Nur den empfehlenswerten Surface Pen muss man dazu kaufen. Die Ausstattung reicht allemal für den normalen Einsatz mit Internet, Youtube, Mail & Co. Am ehesten wird die Platte knapp, aber da kann man sich einfach helfen, indem man Medien auf SD-Karte auslagert. Es gibt einen gut versteckten Slot für MicroSD-Karten.

Ob ein Surface Pro nun 739 € oder 2800 € kostet, stets hat man das gleiche Gehäuse und das gleiche 12,3" PixelSense-Display mit einer Auflösung von 2736 × 1824 Pixeln. Und das mag ich ganz besonders, weil ich fast alles auf diesem Gerät lese und verfasse.

Comments

Wie sieht’s denn mit der Batterielaufzeit aus. Ein Kollege ist vor einigen Monaten von einem Surface non-pro auf einen Pro i5 gewechselt. Der ist absoluter MSFT-Fanboy und entsprechend voreingenommen. Trotzdem beschwert er sich andauernd über die schlechte Batterielaufzeit, angeblich weniger als 3h bei Nutzung von Word, OneNote und Outlook. Mit gleicher workload mache ich mit meinem IPad Pro 14 Stunden Tage (allerdings nicht always on).

Peter Daum, 2017-12-16 21:44

"nicht always on" ist der Schlüssel. Mein Surface läuft jetzt seit 12 Stunden und ist bei 68 %. Aber eben "nicht always on". Microsoft spricht von 13.5 Stunden Video Playback ohne Auto-Brightness. Das zeigt den wichtigsten Faktor: Display-Helligkeit. Bei Surface Pro 4 waren mit einem i7/8/256 ca 6 Stunden normal. Beim neuen Gerät rechne ich mit wenigstens 8. Um das zu bewerten, brauche ich ein paar Wochen.

Volker Weber, 2017-12-16 21:54

Bin gespannt auf Deine Erfahrungen. Not always on ist auf dem iPad eben total „seamless“. Das Ding schaltet relativ schnell ab, aber ist eben mit einem Daumendruck auf den TouchID Senor ohne jegliche wahrnehmbare Verzögerung wieder bereit zum Lesen, Kritzeln oder Tippen. Mein neuer Lenovo X1 mit Win10 braucht selbst mit dem Fingerabdruck (also ohne Affengriff und Passwort) 5-8 Sekunden. Wenn man sich ein paar Mal am Tag anmeldet, fällt das nicht auf, aber für meinen Use Case als intelligentes Notizbuch und Informationsspeicher bei der Interaktion mit anderen Personen funktioniert’s halt nicht.

Peter Daum, 2017-12-17 00:31

Was hast Du denn mit dem X1 angestellt? In fünf bis acht Sekunden schafft mein Surface einen Kaltstart bis hinter die Anmeldung mit Windows Hello.

Und ja, ein iPad ist auch nur ein großes Smartphone und viel simpler als ein Windows PC. Aber dafür kann er auch viel weniger. Mir reicht das iPad einfach nicht aus. Deshalb ist es nur eine Ergänzung, aber niemals die einzige Maschine, die ich neben dem iPhone nutze. Die Surface dagegen schafft das.

Volker Weber, 2017-12-17 11:47

Ich bin bei Volker. Ein iPad brauche ich nicht, dafür habe ich mein Telefon, das heute fast schon die Größe eines iPad mini hat. Das Surface (4) Pro hingegen ist ein voller PC in einem äußerst handlichen Gehäuse, mit dem ich meine komplette Arbeit erledigen kann und dazu als Unterhaltungsmaschine fungiert. Es ist daher das einzige Gerät, das ich auf Reisen mitnehme und auch in der Regel zu Hause benutze. Dazu kann man es bspw. im Flugzeug als Tablet benutzen, dazu noch mit dem praktischen Kickstand. Für mich genial. Würde es immer wieder kaufen.

Jochen Kattoll, 2017-12-17 14:38

Dazu kleines Extras wie ein USB Anschluss und - heute erstmals benutzt, danke Volker! - einen MicroSD Slot. Dazu eine super Tastatur mit Touchpad, aber auch Touchscreen, der Stift, etc. Eine runde Sache. Best of all worlds.

Jochen Kattoll, 2017-12-17 14:42

Ich liebe das Surface Pro Konzept, seitdem Panos das erste „dicke“ Pro präsentiert hatte.
Ein vollwertiger Windows Rechner mit überraschend viel Power und genialem Formfaktor. Weiterer Pluspunkt: Wenn man versehentlich Kaffee verschüttet kann man eine neue Tastatur dranstecken.

Beim Pro 4 „stören“ mich alleine der Lüfter (z.B. Android Studio, Eclipse, R Studio) und die zu geringe Akkulaufzeit, für einen Arbeitstag doch zu knapp, auch mit Pause.
Ich hoffe, Microsoft setzt die Serie fort, das nächste oder übernächste wäre dann ein schönes Upgrade.

Mich würde (neben der Laufzeit) interessieren, ob es einen spürbaren Performance-Unterschied zwischen Pro 4 und neuen Pro gibt (alter i7 zu neuem i7)?

Das Surface Book 2 gibt es ja mit den neuen Quadcores, auch wenn die nicht ins Pro wandern scheint sich bei den CPUs jetzt wieder spürbar etwas zu tun. Spannende Zeiten.

Tobias Hauser, 2017-12-17 17:24

Die Ipads haben sich einfach überholt. Vor Jahren war es noch undenkbar, dass ein Windows PC ein ähnliches Hibernate Verhalten wie ein IPad haben kann. Dafür hat man ein paar Kröten all zu gerne geschluckt, wie z.B. fehlender Support für USB Devices, Speicherkartenslot und dem größten Nachteil, nämlich dass Daten immer nur der entsprechenden Applikation zur Verfügung stehen.
Inzwischen ist das Powermanagement der Windows 10 Büchsen, allen voran den Surfaces, wirklich gut geworden. Damit fällt einer der größten Vorteile der im Funktionsumfang abgespeckten iOS Geräte weg. Ich nutze jetzt seit 1,5 Jahren das Surface 4 neben einem IPad Air und ich konnte mir auch erst nicht vorstellen, dass vor allen im privaten Konsumverhalten das IPad ersetzt wird. Ist es aber. Das IPad Pro ist meiner Meinung nach ein müder Versuch, das Surface Konzept nachzuahmen. Hübsches Teil, keine Frage. Aber weder Fisch noch Fleisch. Und zu teuer. Als Arbeitsgerät für viele nur bedingt einsetzbar, als Privatgerät einfach zu unflexibel. Um mich herum liegen zahlreiche Devices die ich alle über USB an mein Surface anstöpseln kann, an IOS eben nicht. Der Unterschied ist einfach zu verdeutlichen: Mein IPad kann ich an das Surface verbinden, aber nicht umgekehrt. Apple muss hier mal nachlegen und das Konzept welches für Smartphones vorzüglich funktioniert auf (Tastatur-) Tablets anpassen: Dateisystem und Konnektivität.

Roland Dressler, 2017-12-18 16:50

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