Vier Plantronics Voyager :: Vergleichtest der Geräuschunterdrückung

by Volker Weber

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Um das 8200 UC besser verstehen zu können, habe ich mal einen Vergleichstest von vier verschiedenen Plantronics Voyager Headsets gemacht. Dazu brauchte ich ordentlich Lärm und den habe ich bei Soundcloud gefunden. Diesen Lärm habe ich über zwei PLAY:5 bei 75% Lautstärke abgespielt und mich in etwa einen Meter davor aufgebaut.

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Bei dieser Aufnahme drehe ich mich mit jedem Headset jeweils von links nach rechts und zurück. Der Mikrofonarm ist jeweils rechts. Um den Lärm einordnen zu können, beginne und ende ich ohne Headset. An zweiter Position die Apple AirPods, außer Konkurrenz. Auch wenn ich das immer ansage, noch mal die Reihenfolge: iPhone, AirPods, Edge UC, 5200 UC, Focus UC, 8200 UC, iPhone. Hört Euch die Aufnahme an:

Was klar auffallen dürfte: Die Bearbeitung des Mikrofonsignals erzeugt eine "metallische" Stimme, dafür ist der Hintergrund weg. Was mich total überrascht hat: Das 8200 kommt locker mit, auch wenn es keinen Mikrofonbügel hat. Im Video wird erklärt, wie das funktioniert.

Beam forming, davon hat auch Apple beim Homepod sehr viel erzählt. Die Sonos Playbar macht das seit fünf Jahren. Man kann das auch als "Richtcharakteristik" bezeichnen. Statt drei Mikros auf einem Mikrofonarm wie die anderen Plantronics Headsets nimmt das 8200 vier Stück in zwei Paaren links und rechts.

Das 8200 UC kann wie das Focus auch Geräuschunterdrückung (ANC) für die eigenen Ohren. Die zweistufige ANC vereint die beiden Modi des Backbeat Pro 2 (Airplane) und des Focus (Office). Gerade der Airplane-Modus funktioniert bei mir sehr gut. Er nimmt die tiefen Töne weg, die meinem Unterbewusstsein Gefahr signalisieren. Zusammen mit den Long Ambient Sounds von Moby bin ich dann zuverlässig weg.

Ich bin beeindruckt.

Comments

Hattest du die Geräuschunterdrückung am iPhone explizit ausgeschaltet (Einstellungen > Allgemein > Bedienungshilfen)?

Jochen Schug, 2018-03-17

Danke. Danke. :-) - Ich bin entzückt. Etwas verwundert bin ich über die doch recht deutlichen Störungen, die das Focus zu Beginn zeigt; da klang das 5200 fast besser? Das 8200 ist hingegen sehr gut.

Der leicht metallische Klang des bearbeiteten Signals hat mich kürzlich für die Teilnahme an einem Podcast zu einem "echten" Mikrofon statt des Focus greifen lassen. Für Telefonkonferenzen ist das aber überhaupt kein Problem.

Andreas Braukmann, 2018-03-17

Nein, das iPhone ist nicht verstellt. Aber der Lärm war oh-ren-be-täu-bend. Und ja, das Focus war am Anfang etwas daneben, hat sich aber schnell gefangen.

Volker Weber, 2018-03-17

Cooler Vergleich! Bestens Dank für den Praxistest!

Markus Dierker, 2018-03-17

Sehr interessanter Vergleich - danke dafür.
Echt faszinierend, was das 8200 UC alles herausfiltert - Top!
Spielt das klanglich auf dem Level vom Sony 1000 / 1000XM2 ?

Eric Bredtmann, 2018-03-18

PLT 8200 spielt etwa in der Liga des BackBeat Pro 2 und der hat mehr "Wupp" als die Sony. Nicht so übertrieben wie die Beats, aber deutlich tieferen Bass. Vorteil Sony: stärkeres ANC und besser zusammenzufalten. Ich würde allerdings zu Bose greifen, seit es den QC35 gibt. Der klingt auch ganz ordentlich, ist aber zum Reisen perfekt. Vor allem ist er mechanisch stabiler. Das ich das mal über die quietschenden Bose sagen würde ...

PLT 8200 kann halt was, was kein einziger der anderen ANC-Kopfhörer kann: Gescheit telefonieren.

Volker Weber, 2018-03-18

Danke, Volker, habe seit einem Jahr die Bose QC35 und bin 100% zufrieden, für conf calls, zum Musikhören und v.a. auf Reisen. I will look no further.

Jochen Kattoll , 2018-03-18

How is the QC35 compared to the QC25 (besides Bluetooth)?
The QC25 doesn't filter toddlers in distress very well.

Stephan Wissel, 2018-03-18

No changes in ANC but better sound properties. If you want to sleep on the plane consider the QC30. They are more convenient and have the added benefit of sealing the ear canal. Plantronics has a similar product with the Voyager 6200 but Bose ANC wins again.

Volker Weber, 2018-03-18

Danke für den Vergleich und besonders für den Hinweis auf das Moby-Album. Erinnert mich stark an „Sleep“ von Max Richter. Mit 8 Stunden Spielzeit hat letzteres Werk genügend Raum für ausgedehnte Ruhe- und Konzentrationsphasen.

Jörg Weske, 2018-03-18

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