Edcom Nachlese

by Volker Weber

Manfred kommentierte:

Und dann war da noch die edcom Nachlese (Dienstag und Mittwoch). Diesmal leider ohne vowe :-( Der "Nachfolger" hat zwar den gleichen Friseur, konnte vowe ansonsten aber in keinster Weise ersetzen. Die Nachlese ist ohne vowe einfach nicht mehr die selbe...

Danke für die freundlichen Worte, Manfred. Ich kann Dir aber versichern, sie wäre auch mit mir nicht die selbe gewesen. Ich habe ein Problem, das edcom wohl sehr gut vorausgesehen hat. Das Problem gründet in der Diskrepanz zwischen dem, was IBM sagt, was in Zukunft passieren wird, und dem, was ich glaube, was statt dessen passieren wird.

Ich weiß natürlich schon lange, dass ich nach 13 Jahren erstmals nicht an dieser Nachlese teilnehmen würde. Aber ich habe es nicht an die große Glocke gehängt. Ich halte mich nicht für unersetzlich. Es hat mir immer unglaublich Spaß gemacht, dabei zu sein und ich habe in den letzten zwei Tagen sehr viele Menschen vermisst. Wir werden uns wiedersehen, da bin ich mir sicher.

Comments

Diskrepanz? Du glaubst nicht, dass Domino mit V10 seinen Marktanteil vergrößern wird und zu altem Ruhm zurückführt? :-)

Karsten Lehmann, 2018-04-19

Nö!

Jürgen Sting, 2018-04-19

Code name: Phönix. Gebaut um Asche zu machen oder so.

Stephan H. Wissel, 2018-04-19

Schaun mer mal: [Apester-Link wieder gelöscht]

Volker Weber, 2018-04-19

Mit V10 ganz sicher noch nicht. Aber 2019 soll ja bereits V11 kommen...
Ich bezweifle dass HCL dieses Tempo lange durchhält...
Auch wenn Jason Gary auf der Nachlese viel Optimismus verbreitet hat.

Aber zumindest geht es erst mal weiter. Und IBM scheint verstanden zu haben, dass bei den (verbliebenen) Kunden noch viele alte, nicht webfähige Notes Anwendungen im Einsatz sind. xPages hat sich wohl doch nicht so durchgesetzt, wie IBM sich das gewünscht hatte.

Manfred Wiktorin, 2018-04-19

Den Optimismus hat Jason auch letztes Jahr über Connections verbreitet. Sind die Erwartungen erfüllt?

Volker Weber, 2018-04-19

Ich schätze zumindest die Erfolgschancen bei Notes und Domino höher ein als von IBM Connections. Das sagt zugegeben nicht viel aus (ich konnte mich mit Connections auch nie anfreunden).

Vielleicht sind Notes und Domino ein totes Pferd aber noch muss ich es reiten (weil man als kleines Licht nicht eine Firma auf den Kopf stellen kann).

Es fühlt sich aber zur Zeit besser an als noch vor 2 Jahren und das tut mir persönlich gut. Mit NodeJs bekomme ich jetzt auch vielleicht ein Werkzeug an die Hand mit welchem ich mich auch so zuletzt beschäftigt habe. Das passt mir zumindest bedeutend besser als XPages.

Vielleicht zieht die IBM in ein paar Jahren endgültig den Stecker, zumindest hatten wir dann aber eine schönere Abschiedsvorstellung.

Henning Heinz, 2018-04-19

Zu Connections habe ich kaum eine Meinung. Auch wenn das Produkt von IBM gerne als "führend" bezeichnet wird, verstehe ich nicht, warum. Irgendwie muss man bei jedem Unternehmen die eigentlichen Leistungsträger hintragen, damit sie es überhaupt adaptieren.

Notes ist halt anders, weil die alten Kunden, die nicht nur Mail gemacht haben, eine ganze Menge Altlasten haben. Und wie Du richtig bemerkt hast, hatten die auch keine Lust auf XPages. Mir erscheint heute alles, was nach Java riecht, eher problematisch.

Nun ja, JavaScript Frameworks sind jetzt der heiße Shice. Jason hat 2016 versucht, einen alternativen Verse-Client für IBM zu bauen. Mit JavaScript Node.js und noch vielen anderen Dingen, die in "Pink" aufgetaucht sind. Sehr, sehr heiße Nadel. Das soll jetzt irgendwie Domino wieder sexy machen.

Dieser iPad-Client ist auch ein altes internes Projekt. Deshalb kann der auch genau nur das, was gezeigt wurde. So was richtig neues habe ich noch nicht gesehen. Die meisten Developer sitzen gerade an Mail.

Volker Weber, 2018-04-19

Hi, apester ist ein Witz bzw. ein tolles Tool für Fanboys. Es kann mehrfach vom gleichen Gerät aus abgestimmt und dadurch das Ergebnis nach Wunsch beeinflusst werden.

Tobias Edelmann, 2018-04-19

Habe ich auch gerade gemerkt. Deshalb wieder offline. Nächstes mal wieder mit Twitter.

Volker Weber, 2018-04-19

Hallo,

die Frage, ob man den Ankündigungen auch Taten folgen lässt, ist sicherlich berechtigt. Mir ist nur ein grundsätzlicher Unterschied im Auftreten zwischen den Vertretern von IBM und HCL aufgefallen. HCL wirkte dynamsicher und verbreitete - zumindestens bei mir - etwas Optimismus. ("Less Powerpoint - more Action")

IBM muss sich natürlich die Frage stellen lassen, warum man es in der Zukunft besser machen wird, wenn man doch schon mehrfach in der Vergangenheit die Versprechungen nicht eingelöst hat. Wenn man doch schon wusste was ein Entwicklungsteam braucht, um innovativ an einem Produkt zu arbeiten, warum hat man dann bei IBM den Teams nicht dieses Umfeld geschaffen?

Die Hoffnung für uns als Domino-Kunde mit einem Haufen "alter" Applikationen ist, dass HCL eventuell nicht so sehr prozessverhaftet ist und eventuell auch mehr Ressourcen in die Weiterentwicklung steckt. Dann könnte Jason Gary seine Versprechungen auch halten. Ideen scheint er ja genug zu haben ...

Harald Wolf, 2018-04-20

Von der Idee zum Code scheint es weit zu sein. Aber vom Code zum Produkt ist es noch viel weiter. Ich zitiere mal eine gute Analyse:

"IBM puts a premium on making sure that its products meet internal requirements —such as working in many different languages and inter-operating with a broad array of its products. Thus IBM introduces products way later than do faster rivals—and those IBM products often have features that customers often don't want to buy at a higher price than they want to pay."

Das ist exakt das Problem. Und HCL kann etwas besser machen, in dem sie hier abkürzen.

Quelle: https://www.forbes.com/sites/petercohan/2018/04/18/dont-buy-ibm-it-lacks-sustainable-competitive-advantage/

Volker Weber, 2018-04-20

Zumindest wird jetzt deutlich warum Du nicht auf der Edcom Nachlese warst ;-)
Sehr interessante Einsichten und Meinungen.

Wenn man mal den Forbes Artikel nimmt dann wird (mir) zumindest eines sehr deutlich, nämlich dass die IBM vielleicht ganz allgemein nicht so weitermachen kann wie bisher.

Und wenn man dann überlegt in welche Richtung sich denn die IBM bewegen müsste dann komme zumindest ich zu dem Fazit dass es wieder mehr in die Richtung gehen müsste welche man jetzt z.B. mit HCL probiert (natürlich ohne Fakes).

Der Forbes Artikel setzt dazu auf einen Abgang des CEO, ich bin schon ganz zufrieden dass Steve Mills nicht mehr die Software Abteilung führt.

An das große Notes und Domino Revival glaube auch ich (noch) nicht, aber vielleicht an einen schöneren Ausklang. Das kann man als direkt Beteiligter auch mal positiv sehen.

Henning Heinz, 2018-04-23

Wenn HCL die Kunden über zwei Jahre hält, dann haben sie ein Geschäft. Das ist eigentlich recht einfach. Es muss halt genug Maintenance-Umsatz geben, um den Kahn über Wasser zu halten. Böse wird es nur für die letzten an Bord.

Wenn Notes irgendwie in Fahrt kommen soll, dann muss HCL harte Einschnitte machen. Irgendwas muss von Bord fliegen, um die Komplexität zu reduzieren. Man kann nicht immer wieder eine weitere Tapete drüber kleben.

Volker Weber, 2018-04-23

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