Plantronics BackBeat FIT 3100 :: Sitzt bombenfest und verträgt eine Menge Wasser

by Volker Weber

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Seit einer Woche teste ich das neueste Headset der Plantronics FIT Serie. Es hat gegenüber anderen beliebten Sport-Headsets eine besonders angenehme Eigenschaft: Man hört seine Umgebung noch. Die Ohrstöpsel schließen den Gehörgang nicht ab und haben dennoch einen vollen Klang. Auch die Apple AirPods funktionieren so. Das FIT 3100 hat einen Ohrbügel, der für einen bombenfesten Sitz sorgt, und es ist nach IP56 zertifiziert. Das heißt, es ist nach Klasse 5 gegen Staub und Klasse 6 gegen Wasser geschützt. Man kann es also bis einem Meter Wassertiefe eintauchen. Nicht, dass man damit schwimmen gehen würde, aber Schweiß macht dem Headsets definitiv nichts aus.

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Fünf Stunden lang kann man Musik hören, das reicht auch für längere Workouts. Das sehr stabile Aufbewahrungsetui kann das Headset mit dem eigenen Akku zweimal aufladen. So kommt man insgesamt auf 15 Stunden. Sind beide leer, lädt ein beliebiges Netzteil erst das Headset und dann das Etui. Ein sehr kurzes Ladekabel USB-A auf MicroUSB ist im Deckel verstaut und gut gegen Verlieren geschützt.

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Hier sieht man das Original FIT das neue FIT 3100. Während das FIT noch einen sehr flexiblen Bügel zwischen den beiden Ohrhörern hatte, ist das FIT 3100 komplett kabellos. Ich fand die Konstruktion des FIT sehr gelungen, aber sie hat prinzipbedingt einen Nachteil: Die Länge des Bügels ist nicht anpassbar, aber Menschen haben unterschiedlich große Köpfe.

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Der Bügel des Fit geht gerade so um meinen Schädel, bei der Scheffin dagegen wippt er hinter dem Kopf und kämpft mit den Haaren. Das Fit 3100 dagegen passt auf alle Köpfe, aber nicht unbedingt alle Ohren. Ich habe durchschnittliche große Ohren, auf einer Skala von XXS bis XXL vielleicht L. Bei mir ist das Fit 3100 superbequem. Ich habe es jeden Tag stundenlang getragen und es hat niemals genervt, noch weniger als die AirPods. Auch mit dem Brillenbügel ist es anders als das etwas knappere FIT nicht kollidiert.

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Das Headset lässt sich bedienen, in dem man drauf tippt oder drückt. Das ist etwas mühselig zu lernen, bietet aber alle Funktionen an, die das Headset hat. Um es lauter zu machen, tippt man wiederholt auf die linke Seite. Leiser wird es, wenn man die linke Seite antippt und dann den Finger drauf lässt. Ein- und Ausschalten ist nicht nötig, wenn man das Aufbewahrungsetui benutzt, das passiert dann automatisch. Ansonsten drückt man zwei Sekunden zum Einschalten oder vier Sekunden zum Ausschalten, auf beiden Seiten. Rechts kann man mit einmal drücken (nicht tippen) die Pausefunktion auslösen, zweimal ist nächster Track, dreimal vorheriger. Telefongespräche nimmt man mit einmal drücken an oder legt wieder auf. Zwei Sekunden drücken ruft den Assistenten des Telefons. Das ist alles vom Zustand des Headsets abhängig. Ist es aus, heißt zwei Sekunden einschalten, ist es an, wird Siri gerufen. Ist das Headset an, heißt vier Sekunden ausschalten, ist es aus, dann heißt es einschalten und dann pairen.

Wie gesagt, das lernt man, wenn man ein bisschen übt. Erfreulicherweise spricht das Headset und sagt Sachen wie "Power on", "Headset Connected", "Pairing" oder "Phone Connected". Und dann merkt man, dass die linke Seite andere Sachen sagt als die rechte. Die rechte Seite hält die Verbindung zum Telefon, die linke redet mit der rechten. Und das funktioniert nicht nur in geschlossenen Räumen, wo die Wellen von Wänden reflektiert werden, sondern auch draußen. Da hat es bei kabellosen Kopfhörern schon böse Überraschungen gegeben.

Und wie klingt es? Ganz prima, ohne fette Bässe, aber laut genug. Ich lasse es meistens auf ca 50% laufen und bekomme noch mit, wenn mich jemand anspricht. Telefonieren aber würde ich nur im Notfall damit. Ein Mikro am rechten Ohr reicht nur gerade so aus, dass man sich verständlich machen kann. Trägt man es auf dem Fahrrad, dann bekommt man mit, wenn sich ein Auto nähert und im Wald hört man die Vögel noch, wenn man nicht so laut aufdreht. Ich habe es sowohl mit iPhone, diversen Androids als auch mit der Apple Watch probiert. Da haben wir es: Ein bequemes Headset für den Sport, dass nicht vollständig von der Umwelt isoliert.

Und ist die Oberfläche des FIT 3100 nun blau oder grün? Kommt drauf an, aus welcher Richtung das Licht drauf fällt. :-)

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[Nachtrag: Das Bild da oben ist gestellt. Die Scheffin benutzt privat nur ganz wenig Technik: Kindle Oasis zum Lesen, iPhone mit Voyager Edge für Facetime und iPad mit BackBeat Sense für Videos.]

Comments

Endlich ein Nachfolger für meine Lieblings-Sportkopfhörer - übrigens die einzigen, bei denen ich nicht das Gefühl habe ich würde sie verlieren.

Beim älteren Backbeat Fit habe ich das Problem, dass das Band am freien Nacken etwas "sticky" wird. Der Kopf lässt sich dann natürlich nicht mehr so frei bewegen, weil das Band nicht drüber rutschen kann. Ohne diese Verbindung könnte das genau das Gerät sein, was ich eigentlich gern hätte.

Stefan Funke, 2018-09-10

I've been jogging with Backbeat Fits for almost 2 years now, and they *just* broke. I'm trying to decide whether to spend the extra money for the 3100. It's a big price difference just to get rid of the wire. But I really like how I can still hear the world around me while I'm wearing them -- perfect (and in my mind, required) for running headphones.

Julian Robichaux, 2018-09-26

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