Keine Liebe auf den ersten Blick :: Lenovo Smart Tab P10 mit Amazon Alexa

by Volker Weber

Lenovo traut sich was. Sie bauen nicht nur exzellente ThinkPads und Yogas, sondern auch immer wieder ungewöhnliche Geräte, an denen ich mich abarbeite. Mit dem Yoga Book habe ich zum Beispiel gekämpft und verloren. Die Aussicht auf eine superleichte Maschine hat mich gelockt, aber die Touch-Tastatur konnte ich nie meistern.

Nun hat Lenovo wieder etwas Interessantes. Das Smart Tab P10 ist eine Kombination aus Android-Tablet und Alexa Dock. Schaut Euch das Werbevideo an und Ihr könnt sehen, was Lenovo verspricht.

Dieses Gerät schickt sich an, unser Echo Show zu ersetzen, und es tut sich ein bisschen schwer dabei. Einen Echo in Betrieb zu nehmen ist supereinfach. Aber das Smart Tab ist ein Android-Tablet mit einer Echo-Oberfläche huckepack. Ich habe mir die Integration viel enger vorgestellt.

Das Dock hat eine Stromversorgung, Lautsprecher vorne und hinten sowie ein paar Buttons für die Lautstärke, das Bluetooth Pairing und einen weiteren, mit der man das Alexa-Mikro ausschalten kann. Das entspricht einer normalen Echo-Ausstattung. Auf der Oberseite gibt es eine sehr gut funktionierende Halterung, in die das Tablet passt. Damit das ganze Paket nicht umfällt, klappt man nach hinten eine Stütze aus, die kaum auffällt.

Das Tablet ist ein ziemlich gewöhnliches Android-Gerät mit 8.1 und dem Sicherheitspatch vom Oktober 2018. Bei den Tablets hat sich Lenovo noch nie mit Updates hervorgetan und ich will da auch nicht weiter drauf rumreiten. Man nimmt also erst mal Android in Betrieb und lässt die ganzen Updates aus dem Store reinlaufen. Dazu gehört auch die Alexa-Oberfläche.

Danach setzt man das Tablet auf das Dock und lässt es per Bluetooth pairen. Ja, das war eine Überraschung. Das Tablet redet nicht über die Pogo Pins mit dem Dock, sondern funkt. Gleichzeitig schaltet es von der Android-Ansicht auf den Echo Bildschirm. Das geht nicht so glatt, wie im Video zu sehen.

Anders als Echos wollen Android Tablets auch entsperrt werden. Dazu gibt es einen Fingerabdrucksensor, man kann aber auch dem WLAN und dem Dock vertrauen. An dieser Stelle muss ich noch etwas optimieren. Die Scheffin war jedenfalls nicht auf Anhieb begeistert. Gegenüber dem Show stellt sich das Dock relativ taub und bei meiner ersten Demo hakte es hier und da.

Noch ist nicht alles verloren. Das Display ist deutlich größer als bei meinem Echo Show der ersten Generation, dafür klingt der Lautsprecher dünner. Was auf Anhieb funktionierte, war die Darstellung unseres bei Amazon gespeicherten Fotoalbums mit den besten Bildern.

Arbeiten muss ich noch an der Smarthome-Integration. Das Tab taucht noch nicht in der Liste der Alexa-Geräte auf und lässt sich damit nicht einer Gruppe zuordnen. Was wiederum Voraussetzung für die Auswahl eines Default Lautsprechers (Sonos Playbar) und einfacherer Lichtsteuerung ist.

Das integrierte Alexa vergisst Einstellungen und setzt sie stets wieder auf Default. So heißt sie immer wieder "Volker's Amazon Alexa - Show Mode for Lenovo" (Name der App) statt dem Namen, den ich ihr gebe. Der Hintergrund der Startseite wurde schon mehrfach auf "Standard" statt auf "Amazon Photos" gesetzt. Und wenn ich nach einiger Zeit "Alexa" sage, bricht der Vorgang ab und hört erst beim zweiten Mal zu. Anders als beim Echo Show sprint "Alexa Stop" nicht zum Startbildschirm sondern nur "Alexa Startbildschirm". Vielleicht bin ich einfach noch zu blöd.

Klare Sache jedoch: Als Tablet mag ich das Gerät nicht. Vorne und hinten Glas, also rutschig und delikat, dabei scharfkantig. Gut: USB C zum Laden. Schlecht: Vier relativ dünn klingende Lautsprecher und mit 3 GB recht wenig RAM.

Die App "Show Mode for Lenovo" braucht noch ein dickes Update, bevor das war taugt. Ich bleibe dran.

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