Zwei Reaktionen

by Volker Weber

Das ist die typische Fanboi-Reaktion auf das Ansinnen, mal einen anderen Laptop in Erwägung zu ziehen als ein MacBook. Wir haben eine ganze Generation von Abhängigen. Zum Teil ist das auch den gruseligen Windows-Installationen am Arbeitsplatz geschuldet.

Comments

100% richtig beobachtet. Als ehemaliger Microsoftie habe ich da so einige Installationen bei Kunden gesehen, wo ich einfach nur Mitleid mit den Mitarbeitern haben konnte. Wir hatten immer „pure“ und „latest&greatest“ Windows 10, die in 10 Sekunden kalt gebootet haben. Oft sah ich Fälle, wo der Kunde einen Kaltstart locker für Kaffee plus Gespräch nutzen konnte. Nun ja, seit vier Jahren habe ich einen neuen Arbeitgeber und wegen der diversen (privaten!) Attacken von Mac-Jüngern wollte ich dann mal die andere Seite kennenlernen. Jetzt habe ich einen mit Zusatz-Tools verbogenen Mac ;). Wohlgemerkt alles Tools, die Windows 10 im Enterprise-Umfeld an Bord hätte - mit guter Performance, siehe oben. Der Umstieg war ungewohnt, aber nicht schwer. Ich persönlich vermisse nichts, vielleicht manchmal das deutlich aufgebohrtere Office auf Windows. Ich würde jederzeit zwischen beiden Welten wechseln. Über das Zitat oben kann ich nur schmunzeln und ich kenne solche Aussagen: in der Regel hat so eine Person ewig keinen Windows-Rechner mehr angepackt :).

Ingo Seifert, 2019-07-10

Windows 10 ist deutlich besser geworden, keine Frage. Es hat immer noch etliche Komfortnachteile: mal schnell die AirPods verbinden - mit dem BT Stack von Windows Glückssache. Wo war gleich wieder die Einstellung für die WLAN Verbindung? In den "Einstellungen" oder doch in der Systemsteuerung (die es immer noch zusätzlich gibt)?
Die Hardware von Apple war bislang auch immer ein guter Grund einen Mac zu besitzen - seit Butterfly Keyboard leider nicht mehr uneingeschränkt.
Aber insgesamt arbeite ich mit meinem Windows10 Arbeitsplatzrechner trotz Enterprise Installation inzwischen recht gerne. Bei uns hat man es sogar geschafft ordentliches WLAN zu installieren, so daß mit Windows 10 das AEG-Prinzip läuft (Aufklappen - Einloggen - Geht).

Axel Koerv, 2019-07-10

> Wo war gleich wieder die Einstellung für die WLAN Verbindung?

Da, wo sie auch beim Mac ist: Hinter dem kleinen Scheibenwischer-Icon. Beim Mac rechts oben, bei Windows rechts unten.

Volker Weber, 2019-07-10

Ich bin vor 2 Wochen nach über 5 Jahren von MacBook wieder zurück auf ein Lenovo ThinkPad mit Windows 10 gewechselt (als Firmen Rechner wohl gemerkt, privat bleibe ich erstmal bei Mac). Der Umstieg viel mir erstaunlich leicht, ich finde mich schnell zurecht und Vieles ist relativ ähnlich zum MacOS. Also kein Vergleich zu Windows 7, ich bin absolut zufrieden.

Stephan Kopp, 2019-07-10

Heisst das jetzt dass der Umgang meines Windows 10 Arbeistrechners mit einem Multimonitor-Setup an unserer Firmeninstallation liegt? Normal hängt der nämlich in einer Dockingstation mit 3 Bildschirmen. Sobald ich ihn aber einmal davon trenne und als Notebook benutze kann ich hinterher alle Desktop Icons suchen und Fensterkonfigurationen neu einstellen. Der furchtbare Bluetooth Stack wurde ja oben schon erwähnt.

Grundsätzlich stimmt es aber, dass Win 10 riesige Fortschritte macht. Ich denke einfach hier muss jeder das für ihn richtige OS finden.

Mario Plötner, 2019-07-10

Absolute Zustimmung - ich kann auch mit Windows 10 gut leben, wenn nicht das merkwürdige Firmenimage bei mir eine unglaubliche Prozessflut starten würde, die jeden Rechner zur Krücke macht...

Markus Heyl, 2019-07-10

Neugierig, Mario: Wie läuft das auf dem Mac mit der Dockingstation und dem Multimonitor-Setup?

Volker Weber, 2019-07-10

@Volker Weber nicht mit Dockingstation aber mit 2 USB-C Monitoren ohne Probleme. Das OS merkt sich welches Fenster Fullscreen war und auf einem eigenen Desktop Setting

Mario Plötner, 2019-07-10

Auch wenn Du den Mac zwischendurch ohne Monitor benutzt hast? Ich habe damit keine Erfahrung, weil ich keine externen Screens nutze.

Volker Weber, 2019-07-10

ja genau das. Auch bleiben die Fenster in der richtigen Größe. Das könnte aber auch an der höheren Auflösung des MacBook Bildschirms liegen.

Mario Plötner, 2019-07-10

Das mit dem Monitor kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe im Büro drei Monitore und das Laptopdisplay laufen, zuhause einen Monitor, dazu in Oslo an wechselnden Arbeitsplätzen verschiedene Monitor-Setups, dazu unzählige Meetingräume. Gefummel ist das nicht wenn man einmal in einem Raum/Desk war. Außer in den Meetingräumen typischeweise jeweils an einer USB-C-Dockingstation. Hat Mordac die Finger im Spiel?

Armin Auth, 2019-07-10

@Armin du meinst bei dir merkt er sich auf welchem Bildschirm welche Anwendung in mit welcher Fenstergröße lief? und deine Icons sind dann immer am angestammten Platz? Wir reden von Windows, richtig?

Mario Plötner, 2019-07-10

Ja, klar. W10 1709 (noch) auf Dell 5290 2-in-1 mit D6000 USB-C Docking und Firmenimage.

Armin Auth, 2019-07-10

Nacktes Win10 Pro auf Lenovo T420 meiner Tochter, kaum Zusatzsoftware. Jede Woche Wartung weil nach silent update Text der Desktop Icons weg ist und die OnBoard NVidia Karte deaktiviert ist. Nein danke.

Frank Koehntopp, 2019-07-10

Boah, das ist aber alt.

Volker Weber, 2019-07-10

Der Rechner meiner Verlobten verwandelt sich bei jedem größeren Update in einen völlig unnutzbare Maschine für mehrere Stunden.
Liegt wohl an der etwas lahmen Festplatte, hab es aber noch nicht geschafft, die gegen eine SSD zu tauschen. Leider hat der Laptop keine Festplattenklappe...also heißt es das ganze Gerät auseinander zu nehmen.

Bei der Anschaffung wurde gegen meinen Rat auf eine SSD verzichtet...

Patrick Bohr, 2019-07-10

Nie mehr ohne SSD. Das beste Upgrade was einem Rechner passieren kann, dicht gefolgt vom maximalen Speicherausbau.

Armin Auth, 2019-07-10

3 Gründe, warum macOS für mich privat das bessere OS ist (über Hardware reden wir mal besser nicht):

- Musik machen. Meine DAW lief unter Windows (7/10) nie richtig stabil. USB ist mit Windows die Hölle (Umstöpseln eines Geräts und das System tickt aus). Mit macOS läuft alles stabil. Liegt sicher auch dran, dass die meisten Produkte auf Mac optimiert sind.

- Apple Ecosystem. Ok, es gibt auch OneDrive usw. aber das kommt für mich in puncto Bedienung und Integration nicht an iCloud heran

- Wartung: mein Vater (absoluter Technik-Noob) hatte immer Windows PCs. Das bedeutete wöchentliche Fernwartung (innerhalb des obligatorischen Wochentelefonats) oder noch schlimmer: bei jeder Familienfeier, wo ich vor Ort war. Jedesmal war wieder irgendwas zerschossen, sei es nach einem Update oder er hatte mal wieder "irgendwo geklickt", wo er nicht sollte. Wie viele "Neue Ordner" ich jedesmal auf dem Desktop gefunden habe, war schon amüsant. Seit ca. 1,5 Jahren ist er nun iMac User - seit dem ist die Kiste absolut wartungsfrei für mich.

Mein Fazit: zum Arbeiten komme ich an Windows nicht vorbei.
Privat kommt mir das nicht mehr ins Haus. Ich mag kein Geraffel mehr in meiner Freizeit.

Und ja, Windows 10 ist besser geworden und ist besser als alle Versionen zuvor - so sollte das auch sein, ist also keine Besonderheit.

Oliver Busse, 2019-07-10

Und es ist ja nicht immer (nur) das Betriebssystem an sich. Manch einer hat lieb gewonnene macOS only Apps, für die es auf Windows keine vergleichbar guten Äquivalente gibt.
Bei mir wären das unter anderem:
- MoneyMoney für Homebanking/Finanzverwaltung - da kommen Starmoney und Banking 4W nicht dran
- Lieferungen (Deliveries) für's Paket-Tracking (Sync mit den iOS Apps über iCloud)
- iMessage auf dem Desktop

Da muss man halt dann auch mal die ein oder andere Hardware-Kröte von Apple schlucken.

Manfred Wiktorin, 2019-07-10

Oh ja, so viele Probleme. Komisch, dass ich gar keine habe. Muss an mir liegen. :-)

Volker Weber, 2019-07-10

...oder an mir ;).

Ingo Seifert, 2019-07-10

Ein mal im Jahr überlege ich ob ich mal wieder ein windows Laptop ausprobieren sollten (meistens nachdem ich hier etwas lese). Bisheriges Ergebnis dieser Überlegung: neeee .... hoffentlich hält mein 2013er MBP noch ein bisschen länger, das Teil ist immer noch top und im heavy Einsatz.

Sami Bahri, 2019-07-10

Fanbois sind ein ganz eigenes Phänomen, die gibt es aber in beiden bzw. allen Geschmacksrichtungen.

Aber deswegen würde ich jetzt keinen Anwender abwerten, der MacOS gegenüber Windows 10 bevorzugt. Man muss für seine eigene Präferenz auch keine Due Diligence auf Feature-Ebene durchführen um das zu begründen wenn’s um die private Nutzung geht. Wohlfühlen ist sicher ein wichtiger Faktor.
Windows 10 ist nicht schlecht. MacOS wird gefühlt seit einiger Zeit etwas vernachlässigt. Beruflich nutze ich Windows 10 auf einem Thinkpad, die Magie des Gerätes mag sich mir nicht erschließen. Privat nutze ich beides, mit einem MBP und einem Surface Pro. Das Surface macht mir viel Spaß. Zurecht komme ich in allen Belangen mit beiden, das ist auch der Grund beide Plattformen zu haben. Wenn ich mich entscheiden müsste wäre die Wahl aber wohl der Mac.
Ich kenne für Windows auch keine Backuplösungen die Time Machine (laufend Inkrementell) und CCC (bootfähiges komplettes Systembackup) entsprechen. Für dahingehende Tips bin ich dankbar.

Tobias Hauser, 2019-07-10

Sami, das ist die beste Strategie. Ich habe ebenfalls eins, das noch durchhält. Allerdings nutze ich es kaum noch, weil der Akku lächerlich ist gegenüber dem, was die anderen so können.

Fanbois gibt es natürlich in allen Geschmacksrichtungen und sie sind immer gleich lustig. Und ich nutze sogar vier: iOS, Linux, macOS, und Windows. Ich mache übrigens weder TimeMachine, dass immer wieder mal ganz von vorne beginnen will, noch clone ich Rechner. Damit würde ich nämlich den ganzen Dreck immer wieder mitnehmen. Es ist unglaublich, was sich auf meinen Macs über die Generationen angesammelt hat.

Volker Weber, 2019-07-10

Ich mag beides, aber ich finde diese Diskussionen immer wieder spannend. Spannend ist vor allem, dass Layer 8 Probleme immer wieder der Software zugerechnet werden. Hier daheim, haben sich die Layer 8 Probleme verändert, nach dem Umstieg auf MacOS, aber sie sind halt nicht weg.
Und Timemachine finde ich persönlich genau eben keine gute Lösung. Ebenso wie es beim Mac anfangs immer und immer wieder Probleme mit den SMB-Shares auf dem Windows-Home-Server gab, gab es die danach auch auf einem Linux-basierten NAS und noch schlimmer waren die mit den expliziten AFP-Shares für Timemachine, die immer wieder zu ganz neuen Sicherungen führten.

In Zeiten in denen ein Zurücksetzen des Computers vom Hersteller unterstützt wird und sehr einfach machbar ist, in denen es für alle Plattformen günstige oder kostenlose und brauchbare Backup-Lösungen gibt, verstehe ich nicht, warum Timemachine einsetzen sollte und somit wirklich alles auf den alten Stand bringt, auch den Kram, den man überhaupt nicht braucht, der nur Platz verzehrt.

Das WLAN des MacBook ließ btw.auch eine ganze Weile sehr zu wünschen übrig.

Insgesamt befinden sich meiner Meinung nach beide Systeme auf einem guten Weg zu mehr Stabilität im täglichen Leben und es gibt heute aus meiner Sicht keinen Grund mehr, der eindeutig für das Eine, oder eindeutig gegen das andere spricht.

Kai Schmalenbach, 2019-07-14

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