Withings ECG :: Erste Eindrücke

by Volker Weber

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Die Withings ECG ist nicht die erste Smartwatch des französischen Herstellers, die ich mir anschaue. Drei Monate bevor ich die Apple Watch adoptiert habe, oder die Apple Watch mich, habe ich schon einmal eine ausprobiert. Die Activité war ein sehr elegantes Modell zu einem stolzen Preis. Seitdem ist viel passiert. Erst eine Activité Pop aus Kunststoff, dann die Modelle mit Pulsmesser. Withings wurde von Nokia aufgekauft und wieder zurück verkauft.Und jetzt also eine Move ECG. Das steht für Elektrokardiogramm, so wie man es von der Apple Watch kennt.

In dem Karton ist überraschend wenig drin. Keine Kunststoffe, keine Kabel, alles aus Karton. Nur ein kleiner Quickstart Guide. Und ein Hinweis darauf, dass bereits eine CR2430-Batterie installiert ist. Die soll ein Jahr halten, kein lästiges Aufladen wie bei den anderen Smartwatches. Das konnte auch die Actvité. Schön, dass das so geblieben ist.

Man installiert die Withings App, die ich wegen der Waage und dem Blutdruckmesser schon lange habe, und fügt die Uhr hinzu. Das geht super-einfach. Dann installiert die App ein Update auf die Uhr, stellt die Zeiger richtig und los geht's.

Man stellt sein Bewegungsziel ein, etwa 10.000 Schritte, legt ein Trainingsprogramm für die Woche fest, entweder Couch Potato, Gelegenheitssporter oder Supersportburschi. Die Uhr zeigt in Zukunft dann über den orangen Zeiger an, ob man genug gelaufen ist.

Ein EKG ist schnell erstellt. Krone drücken, Lunette mit zwei Fingern greifen und 30 Sekunden später ist das EKG fertig, ganz ähnlich wie bei der Apple Watch. Die Uhr synchronisiert das Ergebnis in die Withings App, wo man bei Bedarf ein PDF für den Arzt generieren kann. Das Einkanal-EKG kann ein Arzt auswerten, die Uhr erkennt lediglich ein Vorhofflimmern selbst. Das ist ja der Witz: Wenn man sich schlecht fühlt, kann man geschwind testen, ob das vielleicht ein Vorhofflimmern ist. Und das ist auch die einzige Herzanomalie, welche die Uhr erkennen will. Im Zweifelsfall also besser zum Arzt!

Auch als Smartwatch macht die Move ECG eine Menge: Nachts den Schlaf überwachen, morgens mit leichter Vibration wecken, tagsüber die Schritte und die Stockwerke zählen, und nicht zuletzt Workouts erkennen. Man kann sein Smartphone auch auffordern, einen GPS-Track in der Withings App aufzuzeichnen, aber das macht das Telefon, nicht die Uhr. Mit einer CR2430 kann man keine GPS-Empfänger betreiben.

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Spannendes Gerät. Das geht jetzt eine Zeit lang an den linken Arm.

Für knapp 130 Euro dürfte das wohl das preiswerteste EKG sein, das man aktuell kaufen kann. Wer die gleichen Funktionen ohne EKG haben will, bekommt für gerade einmal 55 Euro die einfache Move in vielen Farben.

Move, mit und ohne EKG, ist ein Aktivitätentracker mit Uhr, in analoger Anmutung. Ein Blick und man weiß, wieviel Uhr es ist oder ob man genug Bewegung hat. Den Rest macht die sehr gute Withings App. Wer eine Sportuhr oder eine Smartwatch sucht, die Benachrichtigungen vom Telefon überträgt, der ist hier falsch.

Comments

„Im Zweifelsfall also besser zum Arzt!“ gilt m.E. für alle diese Arten von Selbstkontrolle-Geräten, sei es Blutzucker, INR, EKG,... Das sollte selbstverständlich sein, dass die den Arzt nicht ersetzen, sondern lediglich sensibler bzw. früher erkennen, dass man hingehen bzw. einen rufen sollte.

Ragnar Schierholz, 2019-10-08

Die Firma EMAY bietet ein tragbares EKG-Gerät für 79 Euro an.
Features:
Zeichnet 30 sekündiges Single-Leitung-EKG und Echtzeit-Herzschläge auf

Erfasst Arrhythmien, PVCs, ST Erhöhungen & Senkung, ausgesetzte Herzschläge, Herzrasen und zu niedrige Herzfrequenz

EKG-Berichte können als PDF gespeichert, ausgedruckt und ohne zusätzliche Gebühr geteilt werden

Einfache Bedienung mit lediglich zwei Händen, keine erforderlichen Drähte / Kabel

Bernd Fellerhoff, 2019-10-09

Nicht die Firma Pullox?

Volker Weber, 2019-10-09

Habe mir mal auf der Homepage die anderen Artikel von Withings angeschaut. Finde das Thermometer und vor allem die Schlafmatte sehr interessant. Wobei ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, das das mit unserem Schlafsystem (Teller statt Lattenrost) funktioniert.
Hat da zufällig jemand Erfahrungen mit gemacht?

Andreas Weinreich, 2019-10-09

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