Superspreaders and children :: Largest COVID-19 contact tracing study to date

by Volker Weber

The researchers found that 71% of infected individuals did not infect any of their contacts, while a mere 8% of infected individuals accounted for 60% of new infections.

“Our study presents the largest empirical demonstration of superspreading that we are aware of in any infectious disease,” Laxminarayan said. “Superspreading events are the rule rather than the exception when one is looking at the spread of COVID-19, both in India and likely in all affected places.”

So who are those superspreaders?

The researchers found that children and young adults — who made up one-third of COVID cases — were especially key to transmitting the virus in the studied populations.

Not suprising, or is it?

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Comments

I did not get the discussions around children and their different role in spreading the virus at all. Why should there a big difference to adults apart from some obvious discrepancies like behavior or size? So no, not surprising.

Sven Semel, 2020-10-07

Den hohen Dispersionsfaktor sollten wir endlich zu unserem Vorteil nutzen - eigentlich ein Geschenk!

Jan Poenighaus, 2020-10-07

In Italien sind - mangeln Kenntnisse der Eigenschaften des Virus und rechtzeitige Erkennung der entsprechenden Gefahr - eine wesentliche Ursache des Todes der Großeltern gewesen. Das hat natürlich auch kulturelle Hintergrunde (Körper-Nähe ist in Italien anders gelebt).

Fabio Peruzzi, 2020-10-07

Ja, Italien war ein schreckliches Drama. Auch Deutschland hat viel zu spät reagiert. Und wir laufen jetzt wieder rein, weil wir die Gefahr unterschätzen. Ich beobachte im Umfeld erstmals Infektionen und Verdachtsfälle.

Volker Weber, 2020-10-07

Dass jetzt aber Kinder zu den superspreadern gehören, wäre in der Tat eine neue Erkenntnis - das hat man in anderen Untersuchungen auch schon anders gedeutet.

Frank Quednau, 2020-10-07

Frank, ich hatte das bislang immer so verstanden, dass man keinen Nachweis führen konnte. Das haben manche darauf zurückgeführt, dass Kinder das Virus nicht gut übertragen, und andere haben es darauf zurückgeführt, dass es keine ausreichende Datenbasis gab. Nun scheint hier aber eine ausreichende Datenbasis vorhanden zu sein.

Moritz Petersen, 2020-10-07

In meinem Umfeld beobachte ich allerdings, dass die Schüler (meine Kinder in der Grundschule, andere in der Familie in weiterführenden Schulen) ganz diszipliniert an die entsprechenden Hygienekonzepte halten. Die sind natürlich nicht perfekt, klar. Aber bspw. meckert in den weiterführenden Schulen keiner, dass man den ganzen Tag Masken tragen muss. Da sehe ich Erwachsene, insbesondere junge Erwachsene (z.B. Anfang bis Mitte 20) mit ganz anderen Verhaltensmustern. Da ist es eine Zumutung, im Laden eine Maske tragen zu müssen - das die Disko immer noch zu ist, ist quasi Menschenrechtsverletzung. Und zumindest hier in der Umgebung sind alle Fälle in Schulen auf Infektionen außerhalb der Schule zurückzuführen und haben keine bis wenige Infektionen innerhalb der Schule verursacht.

Ragnar Schierholz, 2020-10-07

Als Elternteil mit nunmehr zwei schulpflichtigen Kindern bereitet mir die Diskussion Magenschmerzen. Ich erinnere mich an die sechs Wochen home schooling|office im Frühjahr mit gemischten Gefühlen und glaube nicht, daß mein pädagogisches Talent einer Erstklässlerin gerecht wird...
Dann lieber die Risiko-Gruppe "wegsperren", aber ich bin eben nur ein "stakeholder" in diesem Spiel.

Martin Kautz, 2020-10-08

Das mit dem "Ballastexistenzen" hatten wir hier doch schon im August.

Hubertus Amann, 2020-10-08

Wenn Kinder tatsächlich Superspreader sind, dann muss man endlich die Lüftungskonzepte in den Schulen ändern.

Zur Zeit wird bei uns in BW erst nach 45 Minuten gelüftet, was nach Untersuchungen der TU Berlin zu wenig ist, siehe die Simulation in dem folgenden Video
https://www.youtube.com/watch?v=Bs4BQUCPp9U

Der Unterricht muss so umgestellt werden, dass alle 20 Minuten komplett durchgelüftet werden kann, siehe https://www.rnd.de/politik/aerosolforscher-uber-corona-wie-luftet-man-bei-aerosolen-warum-sind-sie-gefahrlich-wie-vermeiden-wir-die-coronavirus-verbreitung-SRHS7GF5PVHVVOBSRQVULWVIQE.html

Kristian Raue, 2020-10-09

In Bremen gilt in Schulen eine Lüftungspflicht alle 20 Minuten (faktisch waren die Fenster bis zuletzt durchgängig auf). Dennoch sind wir jetzt Risikogebiet. Ich nehme an, dass sich die älteren Schüler eher in der Freizeit anstecken. Für viele ist es absurd, sich von Freunden zu distanzieren, mit denen sie gezwungenermaßen 6 Stunden am Tag zusammenhocken. Aber abends kommen dann eben draußen noch andere junge Erwachsene dazu, mit denen man etwas trinkt, sich dann laut aus der Nähe unterhält. So werden Cluster vernetzt. Sind aber nicht nur die jungen, Senioren-Reisegruppen in Zügen scheinen ununterbrochen mit Essen beschäftigt - das geht natürlich nur ohne Maske.

Christian Just, 2020-10-09

Worte wie Superspreader, Covidioten und Ballastexistenzen haben einen gewaltigen Donnerhall. Twittern läßt sich damit vortrefflich, aber eine sachliche Diskussion, egal ob in der eigenen Blase oder mit dem "Gegner" ist mit solchen Begriffen kaum möglich. Spannend ist auch, dass in dem zitierten Artikel nie vom Superspreader, sondern von "superspreading events" und "children and young adults ... were especially key to transmitting the virus" die Rede ist.
Wir werden es viel leichter schaffen, Corona gemeinsam zu besiegen, wenn wir gemeinsam nach Lösungen suchen ("Ardern thanks 'team of 5 million' as New Zealand reopens schools and offices"), und nicht einzelne Gruppe stigmatisieren (Kinder = Superspreader) und mit Fingern auf sie zeigen.

Friedrich Holstein, 2020-10-09

Ja, schaffen wir. Wenn wir begreifen, dass Kinder und Heranwachsende das Virus ebenfalls verbreiten. Wäre ja auch komisch, wenn das bei Covid-19 anders wäre als bei Erkältungen und anderen über die Atemwege verbreiteten Krankheiten.

Nicht schaffen werden wir es, wenn wir das Sommerprogramm nach drinnen verlegen.

Volker Weber, 2020-10-09

Und gerade eben haben unsere Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten gebetsmühlenartig wiederholt, dass die Gesundheitsämter die Infektionsketten nicht mehr nachverfolgen können, dass bei 75% der Neuinfizierten nicht mehr bekannt ist, wo sie sich infiziert haben, und dass wir deswegen die Kontakte massiv einschränken müssen.
Aber Schulen und Kitas bleiben offen.
Aha.

Manfred Wiktorin, 2020-10-28

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