Plantronics BackBeat Pro

by Volker Weber

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Plantronics hat sich bei mir beliebt gemacht über die Voyager Headsets: Pro & Legend, neuerdings Edge. Dazu habe ich das BackBeat Go und und das neuere Go 2 genutzt. Ohne Ausnahme haben alle Produkte den Editor-Refuses-To-Give-It-Back Award gewonnen. Ich sage gerne, dass ich noch nie ein schlechtes Plantronics-Produkt gesehen habe.

Nun also der BackBeat Pro. Ich habe noch keinen Kopfhörer aufgehabt, der größer ist. Ein Beats ist geradezu schlank gegen diesen Riesenoschi. Hübsch ist er nicht, aber gut. Vom Funktionsumfang her entspricht er etwa dem Nokia BH-940. Wer schon so ein Gerät hat, braucht den BackBeat Pro nicht. Während der Nokia alles selbst macht, hat der BackBeat zwei Schalter. Einer schaltet Bluetooth an und aus, der andere Noise Cancellation. Die Funktionsweise ist gleich: zwei Mikrofone nehmen den Umgebungsschall auf, die Lautsprecher liefern ein gegenphasiges Signal, so dass sich die Schallwellen gegenseitig auslöschen. Auch hier ist die Isolation perfekt. Das tiefe Brummen im Flugzeug verschwindet, wie ich gestern auf der Rückreise testen konnte.

BackBeat Pro hat aber ein paar Besonderheiten. Auf jedem Ohr gibt es einen drehbaren Ring. Rechts stellt man die Lautstärke ein, links springt man Tracks vor oder zurück. Das ist eine sehr angenehme Bedienung, speziell bei der Lautstärkeregelung. Rechts gibt es auf dem Ohr eine große Hörertaste, links Play/Pause. Die Bedienung ist absolut sicher, ohne jedes Gefummel, welche Taste man nun gerade unter dem Finger hat. In den Ohrmuscheln sitzt ein Sensor, der die Musik und die Geräuschunterdrückung anhält, wenn man das Headset vom Kopf nimmt. Setzt man ihn wieder auf, geht es weiter. Die Musik setzt dabei nicht schlagartig ein sondern wird sanft eingeblendet.

Unter der linken Muschel sitzen MicroUSB-Anschluss zum Aufladen der Akkus und ein 3.5mm-Anschluss für das mitgelieferte Audiokabel, das man nutzt, um den Kopfhörer im Flugzeug anzuschließen. Ein Ladegerät wird nicht mitgeliefert, aber das USB-Kabel. 24 Stunden soll der Akku halten, eine computergenierte Stimme gibt Auskunft über den Ladezustand und bestehende Bluetooth-Verbindungen. Wie die Voyagers kann auch das BackBeat Pro gleichzeitig mit zwei Geräten verbunden sein.

Eine clevere Besonderheit: unter der rechten Muschel gibt es eine Taste, welche die Lautstärke absenkt und die Außenmikrofone einschaltet. Damit muss man den Kopfhörer nicht absetzen, um seine Umgebung wahrzunehmen. Die Flugbegleiterin war gestern bass erstaunt, dass ich sie problemlos verstehen konnte, obwohl ich diesen Riesenoschi auf dem Kopf hatte. Bleiben zwei Fragen: wie bequem ist er und wie klingt er? Einfache Antwort: super. Habe immer noch kein schlechtes Plantronics-Produkt gesehen. ;-)

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Die Größe des Kopfhörers hat naturgemäß auch einen negativen Effekt: er lässt sich nicht so leicht verstauen. Erfreulicherweise hat er kein Hardcase sondern eine gepolsterte weiche Tasche, die ihn schützt. Die Ohrmuscheln lassen sich dabei drehen, aber nicht einklappen.

Comments

Klingt vielversprechend. Gerade das Abschalten wenn man sie abgelegt hat ist ein wirklich tolles Feature - ich bin mit meinen jetzigen noise-canceling Kopfhörern nicht unzufrieden, aber wie oft ich NC schon angelassen und dadurch die Batterie leergemacht habe ist schon ärgerlich.

Schade dass es noch bis zum Frühjahr dauern wird, und auf den Preis bin ich auch mal gespannt. :)

Helmut Naughton, 2014-09-05

Ich zitiere mal die Pressemitteilung: "Das BackBeat PRO Stereoheadset ist ab Oktober 2014 für 249,99 Euro (UVP inkl. MwSt.) erhältlich."

Bluetooth und Noise Cancellation haben "harte" Schalter. Ich muss noch testen, was passiert, wenn man die anlässt aber den Hörer absetzt. Plantronics nennt folgende Daten:

24 h Musik Streaming
60 h Active Noise Cancellation
21 Tage Standby
6 Monate Deep Sleep

Was jetzt in welcher Schalterkombination passiert, weiß ich noch nicht.

Das Nokia macht Bluetooth aus, wenn man den Hörer faltet, und ANC aus, wenn man ihn absetzt. Der ist mir noch nie leer gelaufen.

Volker Weber, 2014-09-05

Wie stark ist denn ANC? Etwa so wie beim Purity Pro? Das filtert ja nur gleichmäßige Hintergrundgeräusche raus, macht aber die Umgebung nicht komplett geräuschlos.

Olaf Marlow, 2014-09-06

PNC (Passive) ist schon gewaltig, wenn Du die aufhast. Deshalb gibt es ja die Möglichkeit, das Außenmikro nach innen zu übertragen. Das ANC kommt dann noch oben drauf. ANC versucht, Dich ansprechbar zu halten. Rauschen geht weg, Brummen auch, aber die menschliche Stimme soll noch durchkommen. Deshalb hilft das nicht so viel gegen schreiendes Baby oder Kegelklub.

Volker Weber, 2014-09-06

Based on your recommendation above, I picked up a pair of these Plantronics Backbeat Pro last week in New York. Ordered through Amazon for $249.99USD which totalled $272 incl tax and delivery.

I am absolutely delighted with them. Pairing with my iPhone and iPad was super-easy, and the controls on the device are extremely intuitive. I particularly like how it pauses music/films when I take the headphones off and restarts when I put them on again. Also like the 'cabin'crew' button for lowering volume and activating the external microphone. Finally, a big plus is the ability to turn noise-cancelling on/off so as not to waste the battery when just walking on the street for example.

Talking of noise-cancelling, I already own Bose QC15s and can categorically say the N-C on the BackBeat Pro is noticably better.

Battery life seems to be good, with very clear audio and visible notifications of battery status.

The only negative I've found is a slight lip-sync issue when watching videos on the iPad. I haven't yet researched online if there is a fix for this, but it's not bad enough to be causing a major issue for me.

My Bose QC15s are now on eBay! Based on past performance, I should get ~¢130 for them, meaning a net cost for the BB Pros of around ¢50 after fees etc. RESULT!

Thanks again Volker, I am really pleased :-).

Lewis Turek, 2014-09-28

Thanks, Lewis. Always great to hear a second opinion. The delay is caused by the Bluetooth connection. There is a tradeoff between quality (buffer size) and sync. You can always plug in the provided cable and you are perfectly in sync.

Volker Weber, 2014-09-28

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