HyperX Solocast und HyperX Quadcast S :: Ein Vergleich

by Volker Weber

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Ich bin bekanntermaßen ziemlich begeistert vom HyperX Quadcast S und als sich die Gelegenheit ergab, das HyperX Solocast auszuprobieren, musste ich zuschlagen. Das ist ein wirklich schnuckeliges Mikrofon, kompakt, solide, mit einem stabilen Standfuß. Vor allem aber hat es wie das HyperX Quadcast S einen Sensor oben drauf, mit dem sich stummschalten kann. Die rote LED auf der Vorderseite geht dann von Dauerlicht auf Blinken über, um anzuzeigen, dass Solocast jetzt nicht mithört.

Damit Ihr mir nicht glauben müsst, dass Mikrofone einen großen Einfluss darauf haben, wie die eigene Stimme ankommt, habe ich mal ein paar Vergleichsaufnahmen gemacht:

Aus 30 cm Entfernung mit den eingebauten Mikros des iPad Pro 12.9 aufgenommen:

Mit dem AONIC 50, einem hervorragenden Bluetooth Headset, das bei der Wiedergabe fantastisch klingt, aber in der Aufnahme eher nicht:

Mit dem HyperX Quadcast S in etwa 15 cm Entfernung, auf mittlerem Pegel. Hätte ich den Pegel kontrolliert, dann wäre die Aufnahme etwas lauter ausgefallen:

Und schließlich das HyperX Solocast, das an exakt der gleichen Stelle stand wie das HyperX Quadcast S:

Ich hoffe, man hört, wieviel besser ein dediziertes Mikro ist. Ich persönlich finde das Quadcast noch mal eine Ecke besser als das Solocast. Wichtig ist dabei, dass diese Beispiele in einer akustischen Hölle aufgenommen wurden: nur glatte, harte Oberflächen und nichts, was den Schall bremsen könnte.

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Keine (entbehrliche) Innenbeleuchtung, nur die (wichtige) Nierencharakteristik, eine Mute-Tastem, ein stabiler Standfuß, so weit ist das Solocast wirklich prima. Das Kabel ist ein bisschen einfacher geworden, aber immer noch solide. Je nach Budget kann man eins von beiden nehmen. Ein Fehler ist das sicher nicht. Als Schnäppchenempfehlung hätte ich noch das alte Quadcast mit MiniUSB-B statt USB-C und dem permanenten Rotlicht:

Alle drei kann man wahlweise auch an einem Mikrofongalgen aufhängen. Beim Solocast sind die beiden gängigen Gewinde an der Unterseite ausgeführt, für die beiden Quadcast liefert HyperX den soliden Adapter mit.

Nachtrag: Raymond hat mal mit seinem traditionellen und wesentlich teureren Equipment eine Aufnahme gemacht. Analoge Technik, besserer Raum, und eine viel bessere Stimme. Das klingt dann so:


Comments

Gibt es denn kein störendes Geräusch, wenn man für das Stummschalten auf das Mikrofon tippen muß? Insbesondere beim Quadcast, daß ja vom Ständer entkoppelt ist wundert mich es sehr, daß man das Mikrofon selber berühren soll.

Hilbert Trekel, 2020-11-16

Nein, das hört man gar nicht. Strom ist schneller als Schall. :-)

Volker Weber, 2020-11-16

That's funny, I've read your blog for many, many years but this is the first time I've heard you speaking.

Kieren Johnson, 2020-11-16

Hi, Kieren, nice to meet you. You missed a chance in May 2018. :-)

https://vowe.net/archives/016984.html

Volker Weber, 2020-11-16

Beeindruckend, das Quadcast.

Wirklich gerne würde ich das Mikrofon einsetzen im Home Office, mit Microsoft Teams zusammen - nur fehlt mir irgendwie die zündende Idee, den Lautsprecher-Teil sinnvoll abzudecken: Hinreichend guter Ton, leicht, vor allem aber auch quasi unsichtbar - denn im Video-Stream macht sich der grosse Sennheiser eher nicht so gut.

Der Wettbewerb ist hart: Plantronics / Poly Voyager 5200 UC.

Funktionieren drahtlose in-ears sorgenfrei? Eine Seite im Ohr reicht mir, noise-cancelling ist nicht relevant.

Stefan Hoffmeister, 2020-11-16

Bei mir ist die Kombi Quadcast mit Aonic 50. Deshalb kam ich ja auch die Idee mal das Mikro der Aonic zu nehmen. Das ist so ziemlich der dickste Kopfhörer, den du dir vorstellen kannst.

Volker Weber, 2020-11-16

Für meine Ohren gibt es hier zwei Klassen:

(A) Quadcast S, abgeschlagen das Aonic Headset.
(B) Raumgeräusche mit einer Prise Volker.

Hast Du eine Vorstellung wie sich ein Ansteckmikro schlagen würde? Das ist ja auch nicht so nah am Mund dran.

Mariano Kamp, 2020-11-16

Ich kenne die von Vorträgen und komme damit gar nicht gut zurecht. Die meisten Video-Leute schwören drauf. Aber alle, die Radio machen oder Gesang aufnehmen, schwören auf Kondensator-Mikrofone, gerne auch viel größer als die, die ich einsetze. Und die machen noch viel Signalverarbeitung, die bei mir flachfällt.

Mir ist das auch zu kompliziert. Ich nutze meistens irgendein Headset und wenn es gut klingen soll, dann stöpsel ich schnell das dicke Mikro ein und schalte die Quelle um. Ich habe eher ein Problem mit Video, weil ich mich nicht wie ein Studio ausstatten will.

Von Rode gibt es ein Konkurrenzmodell, das NT-USB, aber das ist mir mechanisch zu schwach. Vom Sound her tun die sich nicht viel.

Volker Weber, 2020-11-16

Gibt es eigentlich ein Headset, welches einen guten Zwitter für die Musikwiedergabe und die Nutzung mit MS Teams darstellt?

Die meisten Headsets können ja entweder gut Videokonferenz (hier im Besonderen Mikro) oder Musik wiedergeben. Bei »Stuff that work's« lese ich es immer so, dass Modelle für den einen oder anderen Anwendungsbereich gibt, aber einen guten Mittelweg habe ich bisher noch nicht gefunden.

André Bering, 2020-11-17

Es gibt immer einen guten Mittelweg. Aber ein Mittelweg ist ein Mittelweg und nicht das jeweils beste. Teams am PC braucht einen USB-Dongle. Videokonferenzen mit Mikrofonarm sind besser als ohne. Kopfhörer gibt es geschlossen mit Geräuschunterdrückung und offen ohne. Offen mit macht nicht so viel Sinn.

Daraus folgen dann zwei gute Optionen:

Jabra Evolve2 65: https://vowe.net/get/B086MDFPWZ
Jabra Evolve2 85: https://vowe.net/get/B086MCJ6CV

Beide haben 40 mm Treiber und klingen super. Sie funktionieren auch mit dem Smartphone und zwar gleichzeitig.

Wenn das zu teuer ist, macht man ein Kabel dran und nimmt

Jabra Evolve2 40: https://vowe.net/get/B086H56JDY

Volker Weber, 2020-11-17

Hi Volker,

nett dass Du mich oben in Deinem Blog zu Wort kommen lässt :-) Da freue ich mich.
Dann muss ich noch kurz mein gesprochenes Wort korrigieren: Bei den Mikros handelt es sich um Sennheiser ME64, und nicht wie in der Aufnahme gesagt um ME62 (die nämlich haben Kugelcharakteristik). Sorry, aber es gilt halt nicht immer das gesprochene Wort.
Der Vollständigkeit halber noch die anderen Daten: Das Speisemodul ist ein Sennheiser K6, der XLR-Mikro-Adapter für den PC ein Yamaha Pocketrak PR-XLR, der übrigens bei Ebay von Musik-Schubert für weniger als 9,99 Euro zu haben ist. Bei den Mikrostativen kommen bei mir K&M 26020 mit schwerem Guß-Rundsockel zum Einsatz, da sie auf dem Boden weniger Platz brauchen, im Büro keine Stolperfall sind und von der Stabilität bei den leichten Kondensatormikros ausreichen.

Ray Wiseman, 2020-11-17

Ich bin's nochmal. Volker, Du hast in Deinem letzten Jabra Post am Ende die falsche Type angegeben. Der unterste Link führt nicht noch einmal zum genannten Jabra Evolve2 85 sondern zum Jabra Evolve2 40, das dann auch ein Kabel hat, und das soll es wohl auch sein.

Ray Wiseman, 2020-11-17

Was Ray sagt. Kabelgebunden ist das Poly Blackwire 8225 eine mehr als solide Alternative zum Jabra Evolve2 40. https://vowe.net/get/B089DNH98X/

Armin Auth, 2020-11-17

Das Quadcast S klingt am besten, das ist wirklich gut.

Adalbert Duda, 2020-11-17

Gerade kam mein Solocast an. Wenn das Mikro stumm geschaltet wird leuchtet die LED periodisch rot. Das könnte auf Dauer stören. Schöner wäre es gewesen, wenn die LED bei Stummschaltung einfach aus bliebe.

Peter Zoller, 2020-11-19

Ja, so ist das beim Quadcast. Finde ich auch besser, aber nicht "kriegsentscheidend".

Volker Weber, 2020-11-19

Hi Volker, danke für den umfassenden Vergleich, sehr hilfreich!
Ich habe einige Tests mit einem neuen Elgato Wave:3 Mikro gemacht (ebenfalls Nierencharakteristik).
Das Mikro steht mit ca. 30 cm Abstand vor meinem Mund. Die Tastatur und Maus sind dahinter (Mikro - Tastatur/Maus - Monitor)

Ich war überrascht und enttäuscht, dass das Mikro sowohl die Mausklicks (ca. 50 cm Abstand zum Mikro; diagonal rechts hinter dem Mikro) als auch die Tastaturgeräusche (ca. 30 cm hinter dem Mikro) deutlich hörbar überträgt.
Als Lösung fällt mir nur ein den Gain des Mikros zu reduzieren und es sehr nah am Mund zu haben, allerdings ist mein Ziel das Mikro nicht im Bild (bei Videokonferenzen) zu haben.

Da ich aktuell leider kein HyperX zum Vergleich habe, lautet meine Frage:
Habe ich hier eine falsche Erwartungshaltung bzw. tritt das auch beim HyperX auf?

Markus Dierker, 2020-11-20

Falsche Erwartungshaltung. Maus und Tastatur sind laut und das Mikro filtert das nicht. Solche Sachen nimmt nur ein Signalprozessor wie bei den Plantronics 5200 oder Focus raus. Also näher ran ans Mikro und Gain runter. Bei mir ist das im Bild.

Volker Weber, 2020-11-20

Besten Dank, Volker! Jetzt weiß ich woran ich bin.

Markus Dierker, 2020-11-21

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