Wochentags-Hunde

Seit Frau Brandlinger gestorben ist, halte ich Ausschau nach einer würdigen Nachfolgerin und bin noch nicht fündig geworden. Wir sind aber nicht ohne Hund, sondern wir kümmern uns um Hunde anderer Menschen. Auf dem Bild oben sieht man vier davon.

Links unten ist Wilma, der Montagshund. Ein absolutes Prachtexemplar von Mischlingshündin, der es gut geht in ihrer Familie. Nur am Montagmorgen hat sie frei und dann holen wir sie. Direkt darüber Pattu, unser Freitagshund, der mich davon überzeugt hat, dass ich keinen Rüden will. Er ist auch schon 14 Jahre alt, aber immer noch sehr munter unterwegs.

Rechts oben ist Nelly. Sie ist ein absoluter Knaller und zieht fremde Menschen an, weil sie so putzig läuft. Sonst würde sich junge Studentinnen kaum mit mir altem Knacker abgeben. Mit Nelly laufen wir, weil die Halter gerade vorübergehend schlecht zu Fuß sind. Und an diesem Wochenende haben wir eine Magyar Vizsla aufgenommen, damit sie keine anstrengende Reise unternehmen muss. Wir kennen sie vom Welpenalter an und sie ist schnell zur Ruhe gekommen.

Die Suche geht weiter. Frau Brandlinger war ein Scheidungshund, der nicht mehr in die Lebenssituation passte. Und ich bin zuversichtlich, dass es noch mehr solche Fälle gibt. Ideal wäre eine dreijährige Retriever-Hündin, Golden bevorzugt.

Haus sucht Hund

Foto sannse CC BY-SA 3.0 (no edits)

Seit Frau Brandlinger nicht mehr lebt, fehlt hier ein Hund. Wir sind uns auch nicht ganz einig, wie ein neuer Hund aussehen sollte. Der Chefin würde ein Saluki gefallen, mir eher ein sportlicher Goldie. Vielleicht zwei Jahre alt, Mädchen bevorzugt. Hat jemand von Euch einen abzugeben? Ein besseres Leben als wir kann kaum jemand bieten. Frau Brandlinger war niemals allein.

Foto Dirk Vorderstraße CC BY 3.0 (no edits)

Update: Einen Tag nach diesem Post haben wir bereits einen 2,5 Jahre alten Mischling aus Sloughi, Border Collie, Berner Senn und Australian Shepherd kennengelernt, dessen Besitzer vor kurzem verstorben ist. Das war ein guter Kandidat, aber er passte dann doch nicht. Dabei haben wir ein paar Dinge gelernt:

  • Der Hund muss sich für uns interessieren. Schwierig, wenn der Windhund zu sehr prägt. Damit ist auch die Idee gestorben, einen Greyhound zu adoptieren.
  • Es wird definitiv kein Rüde werden. Wir sind zu sehr von einem Mädchen verwöhnt.
  • Und es wird definitiv kein Hund werden, der den Schweif so hoch trägt, dass ich immer nur auf sein Po-Loch starren muss. 🤣

Die Chefin hat den befederten Saluki noch nicht ganz aufgegeben, aber wir werden ziemlich sicher keinem Exemplar begegnen, das wir haben wollten. Unser Tierarzt meinte dazu: “Die Guten sind kostbar und die kriegst du nicht.”

Wir sind übrigens nicht ohne Hund. In den letzten Wochen sind wir mit drei verschiedenen Hunden aus der Nachbarschaft gelaufen. Dieser Straßenfeger hier ist die Wucht.