Ein Jahr Balkonkraftwerk: 1025 kWh

Genau ein Jahr ist es her, dass wir unser Balkonkraftwerk in Betrieb genommen haben. Und da die Sonne sehr viel geschienen hat, haben wir mehr Strom produziert als ich erwartet habe.

Wie man in der Grafik oben sehen kann, haben wir letztes Jahr zu lange nachgedacht, bevor wir es bestellt haben. Die Lieferung dauert doch ein paar Wochen und dann mussten wir noch den Aufbau ein bisschen organisieren. Der beste Zeitpunkt dieses Jahr wäre der März gewesen: Nicht mehr so kalt und doch noch rechtzeitig, bevor die Sonne so richtig losgeht.

Finanziell ist ein Balkonkraftwerk ein No-Brainer, insbesondere für uns, weil die Stadt Darmstadt die Anschaffung mit 50% bezuschusst hat. Wir haben unsere Investition praktisch bereits im ersten Jahr eingespart, auch wenn wir nicht jede Kilowattstunde selbst verbraucht haben. Ohne die Förderung hätte es zwei Jahre gedauert.

Ich finde es wichtig, dass wir heute dezentral Strom erzeugen können, auch wenn unsere Wirtschaftsministerin ganz anderer Ansicht zu sein scheint. Man kann das ja auch mit ausreichend großen Scheuklappen verstehen: Selbst produzierter Strom vermindert den Umsatz der Energieversorger.

Wenn man allerdings weniger an die Wirtschaft und mehr ans Land denkt, dann ist schnell klar, dass jede Art von Energie, bei der wir die Kraft der Sonne nutzen statt Wärmekraftwerke zu bemühen, egal was die da verbrennen, uns allen hilft. Es gibt kein “zu viel”. Strom, den wir jetzt nicht brauchen, können wir speichern für Zeiten, in denen wir die Sonne nicht sehen.

Deshalb: Zur Nachahmung empfohlen. Spart Geld, hilft uns allen.

3 thoughts on “Ein Jahr Balkonkraftwerk: 1025 kWh”

  1. Das wahre elektrische Zeitalter hat gerade erst begonnen.

    1. Ich finde das cool, habe hier auch ein BKW, aber leider mit Zellen die nicht so optimal ausgerichtet sind (man müsste das Haus 90 Grad drehen …..

      Wieviel % der 160KW im Sonnenmonat nutzt Du den selbst?
      Hier im Haushalt würde ohne kleinen Speicher und ohne Homeoffice (in der Regel also von 7:30 -16:30 Uhr keiner zu Hause) die Amortisation fast “nie” kommen (Eigenverbrauch wenn niemand daheim ist unter 125W/h, Produktion nur zw. 10:30-19:00 Uhr). Der 2KW Speicher macht trotz zusätzlichem Invest das auch wirtschaftlich sinnvoll.

      1. Wir sind den ganzen Tag zu Hause und brauchen in der Zeit zum Teil mehr als das BKW liefert. Statt 10 kWh brauchen wir dann nur noch 4,5 kWh am Tag. Produzieren können wir bis zu 6,3 und das sagt mir, dass wir kaum etwas einspeisen bzw. nicht genug hätten, um einen Akku zu laden. Das sähe anders aus, wenn wir mehr Module direkt an einen Akku anschließen würden, um die 800 W zu knacken. Im Winter wäre der Akku allerdings leer und ich kann ihn auch nicht wettergeschützt unterbringen.

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