Motorola Signature: I like

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die mich erfreuen. Hier zum Beispiel der zweite Lautsprecher, der den am unteren Ende spiegelt. Motorola benutzt hier nicht die kleine Tröte, die normalerweise direkt ins Ohr schallt, sondern einen richtig guten Treiber hinter einem größeren Grill, wie auf der Unterseite. Das gibt ein schönes Stereobild.

Das zweite überzeugende Feature sind die Kameras. Siehe auch DXOMARK. Drei auf der Rückseite, eine auf der Vorderseite, alle mit 50 Megapixeln Auflösung. Das 3x-Zoom, rechts unten im Bild mit Periskop-Linse und das Weitwinkelobjektiv haben eine optische Bildstabilisierung, das Superweitwinkel kommt ohne aus. Mit dem Zoomobjektiv konnte ich in sechsfacher Vergrößerung schon den herumflitzenden Hund erfolgreich filmen.

Das Signature lässt sich drahtlos laden, hat aber keinen Magnetring. Dafür enthält der Karton im Lieferumfang bereits ein Clear Case und dieses hat einen Magnetring. Ich verwende es nicht, weil mir die strukturierte Rückseite des Signature sehr angenehm und griffig in der Hand liegt. Außerdem würde das Case genau das stören, was das Signature so besonders macht: Es ist zwar groß, aber auch superflach, so wie das iPhone Air, aber hier mit “richtiger” Kamera.

Laden ist ja ohnehin kein Problem. Der Akku dieser Flunder hat eine höhere Kapazität als das iPhone 17 Pro Max und lädt im Affenzahn an einem 125 Watt leistenden Netzteil, das nicht zum Lieferumfang gehört. Man nehme einfach ein passendes Notebook-Netzteil mit USB-C. Über Nacht zu laden hat sich jedenfalls erledigt.

Das erste Foto zeigt das Signature auf meinem iPhone 14 Pro (mit Leather Case) liegend. Das gibt einen guten Eindruck von der Flunder. Und die Farbe? Isso. Carbon wäre schöner:

Motorola Signature: Erste Eindrücke

Ich habe mich über die letzten Monate in das ThinkPhone 25 by Motorola verliebt. Das ist ein zwei Jahre altes Design ohne Bling, von der Leistung her eher Midrange. Jetzt habe ich die Gelegenheit, das Signature zu testen. Das ist das aktuelle Spitzenmodell von Motorola.

Erster Eindruck: Das ist einen Kilometer größer. PANTONE Martini Olive ist nicht so sehr meine Farbe, PANTONE Violet Indigo noch weniger. Das spielt aber für meinen Test keine Rolle. Ich finde es jedenfalls gut, dass Motorola Farbe ins Spiel bringt, auch wenn ich eher der Uni-Typ bin.

Mehr Leistung hat das Signature, einen größeren Bildschirm, bessere Kameras, mehr Speicher. Snapdragon 8 Gen 5, 16 GB LPDDR5X, 512 GB UFS 4.1, insgesamt vier Kameras mit 50 Megapixel auflösenden Sensoren, das alles zum halben Preis eines iPhone 17 Pro Max.

Vorteil 6x Zoom mit Periskop-Objektiv

Ich werde mich in den nächsten Wochen weniger mit den Specs beschäftigen und eher berichten, wie sich das anfühlt. Ich bin auch nicht so begeistert von den AI-Features oder der ganzen Software, die man gleich bei der Installation aufs Auge gedrückt bekommt. Insta, Facebook, Perplexity, Copilot und Co kann man auch wieder deinstallieren bzw. still legen.

Negativ aufgestoßen ist mir die installierte Android-Version mit einem vier Monate alten Security Patch. Wie man beim ThinkPhone sehen kann, geht das auch bei Motorola besser.

Softwarestand von Signature (links) und ThinkPhone (rechts)

Die Hardware ist schon mal top. Dieses wirklich große und dünne Smartphone wiegt nur 186 Gramm, hat aber einen Akku mit 5200 mAh Kapazität dank Silizium-Kohlenstoff-Technologie. Das gibt es bei Apple nicht.

Ich habe in meinen Testgeräten eine FreePhone SIM von GMX. Und hier ist es mir erstmals gelungen, die eSIM von einem zum anderen Gerät zu übertragen, ohne erst einen Aktivierungsbrief anzufordern.

Update: Ich war zu ungeduldig. Zwei Tage später meldet das Signature, dass es im Hintergrund ein Update mit dem Google Sicherheitsupdate vom 1. April installieren will. Auch ohne meine Hilfe wäre es über Nacht neu gestartet:

Motorola schreibt über das Signature:

Gerät veröffentlicht im Januar,2026
Sicherheitspatchupdates werden eingestellt im Juni,2032
Gestartet auf: Android 16
Nächstes Betriebssystem: Android 17
Dieses Gerät erhält SMR-Updates mindestens alle zwei Monate.

Wir sind also im grünen Bereich und das noch für eine sehr lange Zeit. Gut zu wissen.