
Normalerweise lade ich Dateien über amazon.de/sendtokindle auf mein Kindle. Das unterstützt eine ganze Reihe von Dateiformaten und bis zu 200 MB pro Datei: PDF, DOC, DOCX, TXT, RTF, HTM, HTML, PNG, GIF, JPG, JPEG, BMP, EPUB. Dabei habe ich bisher PDF gemieden und werde das in Zukunft häufiger nutzen, weil diese Dateien bereits formatiert sind und nicht mehr an Kindle angepasst werden. EPUB dagegen benutze ich häufig.
Mit dem neuesten Kindle Scribe Colorsoft ziehen nun direkte Cloudverbindungen zu Google und Microsoft ein. Man kann nun Dateien direkt zwischen den Clouds von Google und Microsoft auf der einen Seite und Amazon auf der anderen Seite austauschen. Wichtig ist dabei zu verstehen, dass man nicht Google oder Microsoft statt Amazon verwenden kann.
Ähnlich verhält sich das auch bei den Notizbüchern. Kindle Scribe kann keine OneNote-Notizbücher bearbeiten, sondern nur Notizen dorthin exportieren. Das ging bisher bereits als PDF per Email, nun aber auch direkt in OneNote-Notizbücher. Kindle legt dazu ein neues Notizbuch an und schreibt dort hinein.

Was mir noch unklar war: Neben dem Kindle Scribe Colorsoft gibt es auch ein neues Scribe ohne Farbbildschirm, aber im neuen Design mit neuem Prozessor. Das ist dann die dritte Generation von Scribe, nach den sehr ähnlichen Geräten aus 2022 und 2024. In meinem 2022er Scribe ist die Verbindung zu Google und Microsoft (noch?) nicht aufgetaucht.

Auf meinem 2024-er Scribe gibt es diese Möglichkeit auch (noch) nicht.
Und die beiden haben die gleiche Version: 5.19.3.0.1
Mein Verdacht ist: Amazon will das exklusiv halten.
Ich bin fast vom Glauben abgefallen als ich die Preise gesehen habe. Ein Gerät was letztlich primär zum lesen mit Amazon eigenem DRM gedacht ist … zum Preis eines ordentlichen iPads. Holla.
Wenn du dich ein wenig umschaust, dann wirst du sehen, dass der Preis keineswegs ungewöhnlich hoch ist, sondern exakt dem des reMarkable Paper Pro entspricht. Diese Screens sind tatsächlich teurer als die eines iPads. Du findest einen Kindle Scribe 2022 refurbished auch für unter 200 Euro: https://vowe.net/get/B09W8KQ782 Und ein reines Lesegerät für die Hälfte dessen.
Ja, Kindle Scribe unterstützt das DRM von Amazon, aber es setzt es nicht voraus. Du kannst auch jedes DRM-freie EPUB oder PDF lesen und mit Anmerkungen versehen.