
Till fragte gestern: “Hat jemand schon mal die Moto Buds (in irgendeiner Version) getestet?” Hatte ich nicht. Aber das kann man ändern. Geschwind bei der Agentur nachgefragt, ob sie Testgeräte haben. Und schwupps brachte UPS heute ein Exemplar der moto buds 2 plus in PANTONE Cool White. Sensationelle Reaktion!

Die Bauweise ist von Apple AirPods Pro bestens bekannt. Das Ladecase wirkt nicht ganz so wertig, aber die wichtigste Eigenschaft sieht man auf Anhieb: Die Silikon-Stücke (vier Größen) sind oval. Das passt besser in die Ohren, ist bequemer und dichtet besser ab.
Deckel auf, mit dem moto signature gepaart und das erste Stück angespielt. Holy moly! Meine Soundcheck Playlist (Apple Music, Spotify) beginnt mit “Angel” von Massive Attack. Was für ein Bass, welche spitze Klarheit. Kashmir von Led Zeppelin fetzt, bei Hotel California (Live on MTV, 1994) klingt die Basstrommel staubtrocken. So muss das. Ich bin auf Anhieb begeistert.

Dann erst beginne ich herumzuspielen. Motorola hat eine eigene App nebst Widget für die Buds, so wie heute jeder Hersteller. Und dort stelle ich die Buds von AAC um auf LDHC V5. Man sieht die Verbindung in den Bluetooth-Einstellungen. Hören kann ich den Unterschied im Blindtest nicht. Nun denn …

Die App erlaubt weitere Anpassungen, so kann man festlegen, was passiert, wenn man den Stengel des Buds drückt, jeweils 1x, 2x, 3x oder halten. So finde ich dann die mir zunächst fehlende Lautstärkeanpassung.
Duale Verbindung ist Bluetooth Multipoint. Ich kann die Buds also parallel mit dem ThinkPad verbinden. Dort meldet sich sofort Dolby Atmos und nimmt die Buds unter die eigenen Fittiche. Und dann gibt es noch CrystalTalk, das Nebengeräusche aus dem Mikrofon-Stream entfernt. Das macht die Sprache besser verständlich, aber klingt metallischer. Der AI-Transkription im Smartphone gefällt das. Es schreibt fehlerfrei mit.

Die Buds erkennen, ob man sie rausnimmt und stoppt die Wiedergabe. Das kennt man seit den ersten AirPods. Ein Pass-Test klärt die Frage, ob die Buds die Ohren abdichten. Die Trageerkennung hat einen kuriosen Nebeneffekt: Man kann die Buds einzeln klingeln lassen, um sie besser zu finden, wenn man sie verlegt hat. Das funktioniert aber nicht, wenn die Buds irgendwo eingeklemmt sind. Dann kommt nur eine Ermahnung, man solle die Funktion nicht nutzen, wenn man die Buds im Ohr hat. Eine gute Warnung, die ich gerne überstimmen würde.
Und dann gibt es noch einen 10-Band-Equalizer, um das Klangbild anzupassen. Nötig ist der nicht, denn das Sound-Design von Bose funktioniert einfach. Was ich für sinnvoller halte, wäre ein Hörtest, wie Apple ihn anbietet, um die Buds dann an das eigene Hörvermögen anzupassen.

Positiv: Sensationeller Klang, bequeme Passform, Bedienung durch festes Drücken und nicht durch leichten Touch, gleichzeitige Verbindung zu zwei Endgeräten
Negativ: Laute Feedback-Töne
- moto buds 2 plus, Sound by Bose (BT 6.0 Earbuds, multidimensionaler Sound, Dolby Head Tracking + Dolby Atmos)
