
Ich habe das Moto ThinkPhone nun seit acht Wochen und ich habe es definitiv mehr als mein iPhone verwendet. Das ist im besten Sinne ein Midrange-Gerät, und nicht mal ein besonders aktuelles. Technisch entspricht es weitgehend dem Edge 50 Neo. Nach meinen sehr guten Erfahrungen mit dem Edge 50 Ultra und dem Razr 60 Ultra wollte ich absichtlich mal ein “billiges” Smartphone benutzen. Was ist die Einschränkung? Für mich gar keine, weil ich so gut wie nie ein Tele brauche. 32 MP Frontkamera ist super, 50 MP Hauptkamera auch. Tele und Superweitwinkel sind definitiv durchschnittlich.
Warum mag ich das Gerät so sehr? Zunächst, weil es viel schlanker (aber etwas höher) als mein iPhone ist – und auch viel leichter. Kein Case drauf, schon mehrmals abgestürzt, not a scratch. Aus der Hand ist es mir nie gefallen, weil die Rückseite supergriffig ist. Gegenüber dem 50 Ultra gefällt mir der flache Bildschirm, der nicht um die Ecke gebogen ist. Das hat auch das neuere Edge 70.
So ein älteres Business-Modell hat auch den Vorteil, dass sich keine AI aufdrängt und sich die Enshittification noch nicht so bemerkbar macht. Nachteilig ist die immer schleppende Software-Aktualisierung bei Motorola. Android ist auf Version 15 mit dem Security Update und Google Play Services vom 1. Oktober 2025.
Das Gerät lädt mit bis zu 68 W richtig schnell, aber nicht so brutal schnell wie das Edge 50 Ultra mit 125 W. Das war jedenfalls in der Praxis kein limitierender Faktor, wenn man ein iPhone gewohnt ist.
Beim Edge 70 hat Moto jetzt einen Silizium-Carbon-Akku mit höherer Energiedichte verbaut. Damit können sie ein Gerät wie das iPhone Air bauen, ohne einen kleineren Akku in Kauf zu nehmen. Da bin ich dann mal sehr auf ein zukünftiges Ultra gespannt.
































