Kopfhörer: Touch ist kappes

Ich teste ja nun sehr viele Kopfhörer mit den unterschiedlichsten Bedienkonzepten. Dabei habe ich eine starke Abneigung: Touchpads. Kopfhörer fasst man bewusst oder unbewusst oft an und ich hasse es, wenn das Touchpad meine Berührungen falsch interpretiert. Nein, ich wollte jetzt gerade nicht die Musik anhalten oder einen Anruf beenden. Nein, ich hätte es gerne leiser und nicht das nächste Stück. Und nein, meine Kissen ist nicht meine Hand. Jede Menge Argh-Momente.

Und dann komme ich mal wieder zum AirPods Max und alles ist richtig. Ein Rad, das man drücken kann, eine längliche Taste. Und damit geht alles ganz einfach, ohne Fehlbedienungen.

Zweiter Favorit: Marshall Monitor II A.N.C. (#reklame) – ein Joystick, zwei Knöpfe. Einer für ANC, der andere konfigurierbar (hier Siri). Simpel und ohne jede Fehlbedienung.

Simply the best

Das sind die besten Pferde in meinem Stall, was Bluetooth-Kopfhörer angeht. Shure AONIC 50 und Apple AirPods Max. Und ich benutze den Shure vor allem, weil ich ihn auch per Klinkenkabel an Audio-Interfaces anschließen kann.

Den Shure habe ich schon ein paar Monate länger, aber er hat viel mehr gelitten als der AirPods Max. Die Ohrpolster sind angegriffen und das Headband habe ich auch bereits einmal geklebt. Der AirPods Max dagegen wirkt auch nach drei Jahren immer noch wie neu.

Shure hat mittlerweile einen AONIC 50 Gen 2 herausgebracht, aber ein Test hat mich nicht von den neuen Features überzeugt. Solange es noch den AONIC 50 der ersten Generation gibt, würde ich mir den Aufpreis sparen. Beide bleiben für mich die erste Wahl, sobald man sich außerhalb der Apple-Welt bewegt.

Mit Apple-Geräten allerdings legt der AirPods Max noch einen drauf. Perfekte Haptik, ein überzeugendes Bedienkonzept und ein unvergleichlicher Klang machen mir jeden Tag neue Freude, auch nach drei Jahren.

Der Benks AirPods Max Ständer übrigens auch.

Ein Jahr Apple AirPods Max

Ein Jahr ist es her, dass ich den ersten Testbericht in Deutschland über den Apple AirPods Max geschrieben habe, und ich habe nichts neues gelernt. Das Headset ist so gut, wie ich es damals erlebt habe. Das übliche Drama, das es bei jedem neuen Apple Produkt gibt (Kondenswasser, kein Ausschalter, blödes Täschchen) hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst. Der AirPods Max ist immer noch mein liebster Kopfhörer, wenn es gut klingen soll. Nicht zum Joggen, nicht zum Sport, aber Musik hören oder Filme auf dem iPad gucken (was ist ein Fernseher) geht für mich nicht besser. Heute habe ich nach langer Zeit mal wieder meine verbliebenen Sonos Player angeheizt und aktualisiert. Und dann schnell wieder dieses Headset aufgesetzt. Eins hat sich geändert: jetzt kostet es ein Viertel weniger. Und sie können jetzt mehr: Spatial Audio mit Apple Music, mit Apple TV+ und Disney+ sowie anderen Diensten.

Benks Desktop Headset Stand

Seit Monaten sticht mir bei den Videos von Rafael Zeier ein Desktop-Ständer für den Apple AirPods Max ins Auge. Neulich hat er mir dann verraten, dass das ein Benks Desktop Headset Stand (erhältlich auch bei Amazon) ist. Und der sieht nicht nur unverschämt gut aus, sondern ist auch sehr solider Maschinenbau.

Das Stützrohr ist nach vorne geneigt, so dass der Kopfhörer frei hängt.

Die Aufnahme für das Kopfband ist exakt so geformt wie das Mesh des AirPods Max, so dass es nicht gedehnt wird, wenn der Kopfhörer darauf hängt. Auch wenn das Design maßgeschneidert für AirPods Max ist, funktioniert es auch mit anderen Kopfhörern, die man nicht auf einen schmalen Haken hängen will.

Rafaels Modell ist passend zu seinem Max weiß und chromfarben, bei mir passt schwarz und dunkelgrau besser. Man muss nach dem Auspacken lediglich das Rohr in eine eckige Aufnahme stecken und von unten eine Inbus-Schraube eindrehen. Der Schlüssel dafür wird mitgeliefert. Die eckige Aufnahme verhindert, dass sich der Arm in der Basis dreht.

Man sieht hier auch das Einzige, was das Auge stört: Das aufgedruckte Benks-Logo. Dem muss ich noch zu Leibe rücken.

35 Euro kostet das gute Stück. Finde ich sehr angemessen.

AirPods Max :: Sechs Monate später

AirPods Max und das unbenutzte Case

Vor einem halben Jahr habe ich einen der ersten AirPods Max in Deutschland in Betrieb genommen und war vom Start weg begeistert. Der Kopfhörer hatte eine mir bis dato unbekannte Qualität, sowohl in der Verarbeitung als auch im Klang.

Dann begannen die üblichen Dramen: Untaugliches Case und fehlender Ausschalter. Mon Dieu! Ein halbes Jahr später kann ich sagen: Kein Drama. Im ersten Software-Update hat Apple das Schlafproblem gelöst. Und das Case habe ich zu all den anderen Cases in den Schrank gelegt. Ich brauche es schlicht gar nicht. Aber wenn ich es brauchen würde, würde es eher einen Platz finden als die anderen Hardcases.

Ich nutze den AirPods Max jeden Tag mehrere Stunden. Er hat nichts von seiner Faszination eingebüßt und zeigt bisher keine Abnutzung. Es ist einfach ein tolles Produkt.

Wenn ich mir was wünschen dürfte: Ein 3.5 mm TRRS-Anschluss wäre hilfreicher als dieses flimsige Apple-Kabel. Ich habe noch kein 3rd-Party Produkt als Ersatz gefunden. Der Apple Kopfhörer-Adapter funktioniert nicht und damit wohl auch alle anderen Lösungen, mit denen man einen Kopfhörer am iPhone betreiben kann. Oder hat da jemand andere Erfahrungen?