Lenovo Thinkpad Thunderbolt 4 Dock

Bisher habe ich vor allem mit zwei Surface Pro gearbeitet, wenn es um Windows ging. Ein Surface Pro (5) von 2017 und ein Surface Pro X von 2019. Die hingen an einen Surface Dock und wurden über den Surface Port geladen. Das war eine ziemlich gute Lösung, aber nun wird das Surface Pro nicht mehr von Windows 11 unterstützt und geht deshalb in Rente. Statt dessen verwende ich ein ThinkPad X1 Yoga, das nicht an das Surface Dock passt. Nun teste ich seit einem ThinkPad Universal Thunderbolt Dock Typ 40B00135EU. (Ja, die Lenovo Website kriegt das gerade nicht gebacken, aber das ist der Typ.)

Vorderseite: USB C 10 Gbit, USB A 10 Gbit, 3.5mm TRRS Headset

Das Universal Thunderbolt 4 Dock sieht aus wie das Thunderbolt 3 Dock Gen 2. Lenovo verzichtet auf einen USB-A Port und kommt damit nur noch auf vier USB 3.1 Gen 2 Ports. Dafür gibt es einen enormen Sprung in der maximal möglichen Auflösung angeschlossener Monitore. Thunderbolt 4  bietet acht Übertragungsleiter mit 77.76 Gbit/s Übertragungsgeschwindigkeit für Bilddaten bereit. Damit lassen sich bis zu vier 4K Monitore mit 60Hz anschießen.

Rückseite links: 135 W Power für das Dock, Anschluss für Laptop mit Thunderbolt 4, zweiter Thunderbolt Port
Rückseite rechts: 2 x Displayport 1,4, HDMI 2.1, 3x USB-A 10 Gbit, Gigabit Ethernet

Dem Dock liegt ein Thunderbolt 4 Kabel bei, das mir etwas mit 65cm nutzbarer Länge zu kurz ist. 20 bis 30 cm mehr würden mir mehr Bewegungsfreiheit geben. Aber das kann man ja bei Bedarf beschaffen. Aktuell habe ich einen Monitor am Thunderbolt angeschlossen, dazu Ethernet, ein Headset-Dongle, das Headset-Dock zum Laden und kann noch mächtig ausbauen. Das USB-Kabel zur Logitech BRIO steckt im Hub des Monitors. Sehr schön sind die drei Ports an der Vorderseite, um schnell etwas anschließen zu können. Dort habe ich auch das Headset-Dongle stecken, damit es eine bessere Funkverbindung zum Headset halten kann.

Ich habe erst mal ein bisschen Zeit vergehen lassen, weil ich anfangs einmal ein Problem mit dem Screen hatte, der beim ThinkPad nicht anspringen wollte. Das ist jedoch nie wieder vorgekommen. Soweit also praktisch nur gute Erfahrungen.

Nun kann ich ThinkPad gegen Surface Pro X tauschen, beide mit Windows 11, und habe die ganze Peripherie für Bild und Ton. Meetings lege ich auf den großen Monitor, arbeite aber auf dem Laptop-Bildschirm. Das ist meiner Alterssichtigkeit geschuldet, die meine Kurzsichtigkeit ausgleicht, sodass ich am Laptop in einer Entfernung von 60 cm keine Brille brauche.

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ThinkPad Reset Hole

Ich benutze ThinkPads, seit es sie gibt. Mein erster war das Modell 700, das in Deutschland in beige statt in schwarz geliefert wurde. Das glaubhafte Gerücht war, dass der Arbeitsschutz in Deutschand das erforderte.

In all den Jahren hat sich noch nie ein ThinkPad bei mir so festgefahren, dass ich ihn nicht mehr ausschalten konnte. Diese Woche aber ist er in einem Systemupdate hängengeblieben und ließ sich nicht mehr befreien. Also habe ich nachgefragt und tatsächlich noch etwas gelernt. Auf der Unterseit gibt es ein kleines Loch, durch das man mit einem SIM Ejector einen Resetknopf auslösen kann. Potzdaus!

ThinkPad X1 Yoga gen 6

Ich teste Windows-PCs gerne über eine sehr lange Zeit und sei es nur, weil der Umstieg für mich aufwändig ist. Die Daten liegen zwar in OneDrive, aber bis ich die ganze Software installiert habe, die ich so brauche, können mehrere Tage vergehen. Diese Hürde schaffen nur wenige Geräte, etwa der Surface Pro und der Surface Pro X. Neulich hatte ich den X1 ThinkPad Titanium und der hat es nicht geschafft. Zu flache Tastatur, kein eingebauter Stift, nur zwei Ports. Ich fand auch, dass er irgendwie billig aussieht, obwohl das Material eher teuer ist.

Lenovo Q27h-10 mit Logitech BRIO und ThinkPad X1 Yoga

Nun aber hat es wieder ein ThinkPad geschafft, nämlich der X1 Yoga gen 6. Das ist wieder eine Maschine ganz nach meinem Geschmack mit einem sehr guten 4k-Bildschirm, einer tollen Tastatur und einer Portausstattung, bei der ich keine Dongles brauche. Ich musste ein bisschen auf diesem Umstieg rumdenken, weil ich ein Surface Dock, aber kein passendes Dock für das ThinkPad habe. Dachte ich jedenfalls. Aber dann kam ich auf die Lösung. Der Lenovo Q27h auf meinem Schreibtisch kann schon das meiste, was ich brauche: Mit einem einzigen Kabel den ThinkPad mit Strom versorgen und per USB-C Daten für den Bildschirm und den USB-Hub annehmen. Der hat zwar nur zweimal USB-A 3.1, aber das reicht gerade so für die Logitech BRIO Kamera und den Link 380 des Jabra Evolve2 65, den ich zum Sprechen benutze. Der Q27h ist die Reclam-Ausgabe des Lenovo Qreator 27 , den ich zum Jahreswechsel genutzt habe. Der hatte ein wesentlich besseres Display, mehr Ports, bessere Lautsprecher, kostet aber auch beinahe dreimal so viel wie der Q27h.

Dass der Monitor mit 2560er Auflösung nicht so knackscharf wie das 4k-Display des ThinkPad ist, macht mir persönlich gar nichts aus. Ich trage meine Brille nämlich nicht mehr, seit ich im Nahbereich scharf sehen kann (Kurzsichtigkeit mit Alterssichtigkeit kompensiert). So läuft auf dem Monitor entweder eine Teams-Konferenz oder ein Film.

ThinkPad X1 Yoga, die sechste Generation

Neulich hatte ich mir den ThinkPad X1 Titanium angeschaut und er hatte mich nicht überzeugt, zu wenig Ports, keine eingebauter Pen, eine etwas zu flache Tastatur. Dort wurde zu viel geopfert, um auf ein möglichst dünnes Gehäuse zu kommen. Nun teste ich einen ThinkPad X1 Yoga der sechsten Generation und ich fühle mich sofort wieder zu Hause.

Leicht, schlank, stark (32 GB RAM, 2 TB SSD, Core i7 gen 11), das ist einfach ein Traum von Laptop, hier mit dem 4k Display. Hätte ich nur einen PC, dann wäre es ziemlich sicher dieser.

Ich bin bekennender Fan der ThinkPad Tastatur. Den roten Nippel nutze ich seit 20 Jahren nicht mehr, aber das war damals die bessere Alternative zu den erbsengroßen Rollkugeln. Mittlerweile mache ich alles mit mehreren Fingern auf dem Trackpad oder direkt auf dem Bildschirm.

Tastaturen muss man sich stets im Detail anschauen. Die Reihenfolge Fn-Strg muss ich regelmäßig in Strg-Fn ändern, damit ich mich nicht vertippe. Der Kompromiss bei den Umlauten passt bei mir, und die etwas flacheren Cursor-Tasten kann ich gut erfühlen. Die Bild-Tasten nutze ich gar nicht, aber ich bin bei früheren Modellen manchmal unbeabsichtigt draufgekommen.

Das ist alles sehr behutsame Modellpflege. Die Unterschiede etwa zur X1 Yoga gen 4 sind für mich nur marginal. Schnellerer Prozessor, mehr Platz und so etwas werden gerne genommen. Den alten musste ich turnusmäßig zurückgeben und ich bin froh, wieder einen zu haben. Es gibt günstigere ThinkPads, aber keine besseren.