Es gibt keine Apple Intelligence

Vor zwei Jahren hat Apple auf der WWDC einen mutigen Entwurf für eine eigene künstliche Intelligenz angekündigt und einige Monate später eine neue Generation von iPhones für genau diese “Apple Intelligence”. Das war ein hohles Versprechen, das nie eingelöst wurde.

Nun soll es Google Intelligence richten. Die kann man heute bereits mit Google Gemini nutzen.

Copilot-minus-PC

Windows is in a state of complete insanity right now. … There was a moment when Windows had achieved a level of aesthetic consistency, reliability, that reinvigorated the laptop market. Now we are seeing a bunch of these devices coming out. Then you run Windows 11 on them and it goes “I am Copilot. I will be in your way no matter what you do for the rest of your life.” … These computers will all be great next year when they run Linux.

Nilay Patel, Editor-in-Chief The Verge at CES
(edited for clarity)

Der Copilot+PC war wohl die seltsamste Markteinführung der letzten Jahre. Eigentlich wollte Microsoft Windows-on-ARM anschieben. Laptops auf schnellen und zugleich stromsparenden Prozessoren von Qualcomm, die mit den neueren Macbooks mit Apple Silicon locker mithalten können. Und als KI-Rechner vorgestellt, nur weil sie eine NPU haben, die kleine, lokale Modelle rechnen können. Recall war das große Highlight, eine Software, die alle paar Sekunden den Bildschirm fotografiert und daraus einen durchsuchbaren Textindex destillierte. Das roch nach Überwachung und einem Sicherheitsdesaster, und das war es dann auch.

Copilot aber, der Namensgeber dieser Marke, lief weiter in der Microsoft-Cloud. Und zwar auf allen PCs, egal ob mit oder ohne Copilot+. Was blieb? Eine zusätzliche Taste. Mittlerweile nimmt Copilot nicht nur die Tastatur sondern auch Windows und den Rest der Microsoft-Software zur Geisel. Das habe ich an anderer Stelle schon beklagt und ich freue mich, dass andere Stimmen das auch sagen.

Ich bin gespannt, ob das aktuelle Microsoft-Management erkennen wird, dass Kunden PCs nicht wegen Copilot kaufen sondern allenfalls trotz.

Endlich billige Matter-Schaltstecker

Darauf habe ich lange gewartet (und auf IKEA gesetzt). Eine billige Schaltsteckdose, die dank Matter in allen Smarthome-Systemen funktioniert. Das ist Matter-over-WLAN, trägt also nicht zu einem Thread-Netzwerk bei, so wie das IKEA vorhat. Dafür funktioniert er überall, wo WLAN mit 2,4 GHz verfügbar ist.

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App-Einstellungen schnell aufrufen

iOS hat alle Einstellungen der Apps an einer Stelle gebündelt. Man findet sie unter den iPhone-Einstellungen unter Apps und dann dem Eintrag für die jeweilige App. Klingt kompliziert, ist es auch.

Man kann aber auch direkt dort hinspringen, indem man aus der App einen Shortcut aufruft. Der hat nur einen Befehl. Wie kommt man an den Shortcut? Man nimmt ihn in das Control Center auf. Beispiel Excel:

Control Center öffnen, App Settings wählen, zack ist man bei den Einstellungen des Programms

motorola signature

Schon ab nächster Woche verfügbar ist das neue Spitzengerät von Motorola. Diesmal heißt es nicht edge ultra sondern signature. Ja, alles kleingeschrieben.

Da ist alles drin, was geht. Ich will die Specs gar nicht alle runterleiern. Lest selbst:

Will ich das haben? Unbedingt. Ich finde einfach alles gut an diesem Gerät. Jede Menge Leistung, flacher Bildschirm, tolle Kameras, großer Akku dank besserer Technik in einem superschlanken Gehäuse.

Ich weiß aber nicht, warum Motorola das überhaupt anbietet, denn sie haben bisher nicht die Marke, für die viele Leute 1000 Euro (minus ein paar Cents) zahlen. Wer soviel Geld ausgibt, landet wahrscheinlich bei Apple oder Samsung. Zumal das neue Top-Gerät beim ersten Anschein einem Einsteiger für 200 Euro gleicht.

Wer das neue Smartphone ab 15. Januar über die Website bestellt, kriegt noch einen Haufen Zubehör obendrauf. Die andere Strategie heißt Abwarten. Das ist die Preisentwicklung für das razr 60 Ultra, das beste Pferd im Stall.

Space Frame für X1 Carbon und X1 2-in-1

Die nächste Generation der X1-Flaggschiffe der ThinkPad-Reihe von Lenovo bekommen eine neue Konstruktion, die man als genauer Beobachter schon außen an dem eckigeren Rahmen erkennen kann. Das Unterteil der Laptops hat zwei Deckel. So kann man im Service-Fall von oben an Tastatur und Trackpad ran und unten an den Akku und andere Komponenten. Außerdem lassen sich nun die Ports einzeln austauschen. Das gibt sicher einen hohen Score bei der Reparierbarkeit.

Lenovo baut die X9-Reihe aus

Der Laptop, der mich letztes Jahr am meisten beeindruckt hat, war der superschlanke ThinkPad X9 14 (den X9 15 habe ich nie gesehen). Ohne TrackPoint, ein Frevel für viele ThinkPad-Freunde, hatte er genau die richtige Ausstattung für mich.

Ich freue mich deshalb, dass Lenovo da mit dem X9 15p weitermacht. Das ist ein Performance-Modell mit Intel Core Ultra Series 3 Prozessoren und bis zu 64 GB RAM. Ich habe noch kein Datenblatt gesehen, aber das Profil zeigt einen “dickeren” Rechner mit mehr Schnittstellen.

Das charakteristische Design der Unterseite ist noch da, aber weniger ausgeprägt.

Eine wirklich tolle Kiste, die nicht meinem Anwendungsprofil entspricht. Ich komme mit deutlich weniger Leistung aus und brauche dafür auch nicht so einen großen Akku.