Zwei Erfahrungen mit watchOS 9.1

Vorgestern habe ich die Apple Watch auf watchOS 9.1 aktualisiert und dabei sind zwei Dinge aus dem Rahmen gefallen:

  1. Endlich Data Roaming mit der Watch. Das war offensichtlich knifflig und scheint auch noch nicht so ganz rund zu laufen. Aber ein Segen für die Bewohner von Grenzregionen, wo man sich schnell im angrenzenden Ausland wiederfindet. Vom Tarif her kein Problem (mehr), aber die Watch war dann halt ohne iPhone nicht erreichbar.
  2. Nach nur drei Stunden war der Akku runter auf 58%. Das erwarte ich zu Mitternacht aber nicht mittags. Komplett ausgeschaltet und neu gestartet. Selbes Bild. Gestern Abend habe ich dann die Uhr entkoppelt und neu verbunden. Das hat den Knoten platzen lassen. Nun 62% um 22:00 Uhr. So muss das sein.

iPhone 14 Pro: Mein Lieblingsfeature

Dieses Display schläft

Bei der Präsentation des iPhone 14 Pro gefiel mir besonders dieses “Dynamic Island”. Großer Haben-Wollen-Reflex. Tatsächlich aber ist es mir genauso egal wie vorher der “Notch”. Ich schaue einfach nicht hin.

Das Always-On Display aber ist ein Game Changer. Früher hatte ich das iPhone stets mit dem Display nach unten auf den Tisch gelegt. Das konnte man nach einem Jahr Nutzung ohne Case auch deutlich sehen. Nun aber liegt das Display immer oben und ich kann auf einen Blick die Uhrzeit, die letzten Nachrichten und das Wetter sehen. Der Stromverbrauch ist zu vernachlässigen, vermutlich weil ich das iPhone seltener einschalte.

Wie funktioniert das? Das iPhone Pro kann die Bildwiederholrate von 120 bis zu 1 Hertz herunterregeln, ähnlich wie das bereits die Apple Watch macht. Zusätzlich fährt es die Helligkeit so weit wie möglich runter.

Die meisten neuen Features gehen unter. Ein bisschen bessere Fotos, ein etwas schnellerer Prozessor, ein wenig helleres Display, das merkt man kaum. Aber ein Always-On Display ist wirklich sehr nützlich. Aus dem gleichen Grund ist eine Apple Watch 5 viel besser als eine Apple Watch 4.

How to improve the sound of your headphones with iPhone

Nobody has a perfect ear, especially not as you get older. Even without severe hearing loss, you will hear some frequencies better than others. iPhone lets you tailor the sound to your specific hearing abilities.

You start by taking a hearing test. I recommend Mimi Hearing Test. It will store your audiogram on the iPhone and optionally also in Apple Health. Then you can tell the iPhone to use this profile to adjust all sounds it is playing.

The app tests frequencies between 125 Hz and 8000 Hz with variable volume. You press down on a button as long as you can hear the tone. Quoting from the Apple App Store:

This application is developed by Mimi Hearing Technologies GmbH, and integrates the Mimi Health Hearing Test (HTS-01), a class I medical device under the EU Medical Device Directive, which is manufactured by Mimi Health GmbH. Mimi Hearing Technologies GmbH is the distributor of HTS-01 and the responsible party for further application development outside of HTS-01.

Here you can see the results of my hearing test. Overall, my hearing is pretty good, and I can hear even the quietest sounds. However, I can hear high frequencies much less than when I was young. That means I must dial up very high frequencies and iPhone can adjust everything it plays accordingly.

You can take this test with Apple EarPods, AirPods and AirPods Pro as well as Sennheiser HDA 200 and HDA 300. Mimi is calibrated to these headphones.

To use this audiogram, you go into Accessibility settings and enable Headphone Accommodations. You select Audiogram as the profile. If you don’t have an audiogram, you can also use the much simpler Custom Audio Setup which just plays a few A/B selections and lets you select what sounds better to you.

It only takes a couple of minutes to get sound customized to your hearing. Highly recommended.

Just as a sidenote: I find it quite funny when old men with too much money claim they can hear high-resolution audio. If you want to get a feel how high frequencies beyond 12 kHz sound, this is your app.

Ein Jahr iPhone 13 Pro

Ich habe noch niemals ein iPhone so hart geritten wie dieses iPhone 13 Pro. Man sieht es am Akku, der nur noch 91% hält und dennoch locker durch den Tag kommt.

Kein Case, mehr als ein Dutzend mal zu Boden gekracht, nicht mal einen Kratzer im Gehäuse oder gar ein gesprungenes Glas. Nur auf der Display-Seite hatte ich einige feine Kratzer im Glas, weil ich es immer “face down” hingelegt habe.

Ich habe viele andere Smartphones in diesem Jahr getestet, aber eine echte Konkurrenz war nicht dabei. Nicht zu unterschätzender Bequemlichkeitsfaktor des iPhone: FaceID. Und sowieso: beste Kamera wo gibt, egal ob Fotos oder Video, alles funktioniert ohne manuellen Eingriff.

Von den vielen Androids gefällt mir das vivo X80 Pro, das ich ebenfalls mit mir rumtrage. Wäre ich nicht im Apple-Universum mit vielen anderen Sachen, dann wäre das ein Kandidat.

Camera Humps are getting bigger

iPhone 12 Pro, iPhone 13 Pro, iPhone 14 Pro

If you look at an iPhone 12, 13 or 14 Pro, it’s not easy to tell which generation it is. They share the same design, and the differences are subtle. If you put them side by side, it is immediately clear which is which. The 13 Pro looks larger than the 12 Pro, but the 14 Pro takes it to another level. And they are not only bigger but also quite different. Larger sensors need longer lenses. I am perfectly fine with this growth. The camera is for me the most important feature of the iPhone.

Apple Magic Keyboard Folio nur für iPad 10

Sehr schickes Keyboard Folio für das neue iPad 10. Und leider nur für das iPad 10. iPad Pro und iPad Air nutzen die gleichen Accessories, die wiederum nicht mit dem iPad 10 kompatibel sind. Dabei wäre das neue Folio sicher auch interessant für die anderen Geräte, weil es eine Reihe von Funktionstasten hat. Und einen Esc-Key, der mir beim Pro immer fehlt.

Irgendwie ist heute alles komplizierter geworden.

Warum das iPad Pro die Kamera an der falschen Seite hat und das iPad 10 nur Pencil 1 kann

Mein Lenovo P12 Pro zeigt das Dilemma

Ich musste ein wenig nachdenken, bis ich verstand, warum nur das iPad 10 die Kamera an der richtigen Seite hat. Und warum es keinen Pencil 2 unterstützt.

Es ist physisch nicht möglich, das Design des iPad Pro derart zu ändern, dass die Kamera auf der rechten Längsseite angeordnet ist. Denn dort befindet sich der Induktionslader für den Pencil 2.

Bei meinem Lenovo P12 Pro sieht man die Lösung: Der Stift wird nicht an der Oberkante, sondern auf der Rückseite gehalten und geladen, damit er nicht mit der Kamera an der Oberseite kollidiert.

Würde Apple das genauso machen, dann wäre das iPad Pro M2 inkompatibel mit allen Magic Keyboards, die ja keine Aussparung für einen Pencil haben.

Aus dem gleichen Grund hat auch das iPad 10 keinen Support für den Pencil 2. Dort, wo jetzt die Kamera ist, ist kein Platz für den Anschluss des Pencil 2. Und ohne diesen Anschluss kann es weder geladen noch gepairt werden. Theoretisch könnte man den Pencil auch an der kurzen Seite anbringen, aber dann verdeckt er die Lautsprecher. Ich bin gespannt, wie Apple das in Zukunft löst.

Aus einem Apple TV werden zwei

Das neue Apple TV 4K ist in zwei Konfigurationen erhältlich: Apple TV 4K (Wi-Fi) mit 64 GB Speicher; und Apple TV 4K (Wi-Fi + Ethernet) mit Unterstützung für Gigabit Ethernet für schnelle Netzwerk- und Streamingverbindungen, das Thread Mesh Networking Protokoll, um noch mehr Smart Home Zubehör anschließen zu können, und mit doppelt so viel Speicherplatz für Apps und Spiele (128 GB). Das neue Apple TV 4K mit Siri Remote kann von Kund:innen ab heute bestellt werden und ist ab Freitag, 4. November verfügbar.

Wenn ich die Pressemitteilung richtig verstehe, dann ist nur das Ethernet-Modell ein Thread-Router. Darauf zu verzichten für 20 Euro fiele mir im Traum nicht ein. Und ja, ich habe gut aufgepasst. Sie lassen das tatsächlich weg. Irre.

Seit es die neue Fernbedienung gibt, ist Apple TV das einzige Interface, das wir nutzen. Das Samsung TV ist von allem anderen getrennt. Alles kommt über Apps, auch das normale Programm von Arte & Co.

Neues iPad und iPad Pro M2

Das neue iPad mit USB-C ist nicht nur teuer, sondern korrigiert auch einen Fehler des iPad Pro. Die Front-Kamera wandert nämlich auf die lange Seite. Damit ist es besser als das iPad Pro M2, das ebenfalls heute vorgestellt wurde.

Etwas befremdlich: Das neue iPad unterstützt nur den Apple Pencil 1 und braucht damit einen USB-C auf Pencil Adapter, um den Pencil überhaupt zu pairen. Anders als beim iPad Pro fehlt das magnetische Dock für den Pencil 2 und so hat man dann ein kleines, leicht zu verlierendes Plastikteil.

Ich sage das nicht oft, aber ich glaube, Steve hätte so ein Gebastel nicht durchgewunken. Beim Keyboard Folio kopiert Apple das bei Android Tablets dominierende Design: Ein Deckel mit Kickstand für die Rückseite und ein anzuklipsendes Keyboard. Ein Surface braucht diesen Deckel gar nicht erst, weil der Kickstand schon eingebaut ist.

iPad Pro M2 sieht aus wie iPad Pro M1. Ein bisschen mehr Wupp und eine neue Funktion: Pencil Hover. Das Display erkennt den Pencil 2 bereits 12mm vor dem Aufsetzen und die Software kann deshalb pixelgenau anzeigen, wo der Pencil aufgesetzt wird. Ansonsten bleibt das neue iPad Pro genauso großartig wie das alte.

Ich hätte mir gewünscht, dass Apple auch bei Pro die Kamera auf die Längsseite geschoben hätte, aber das wäre wohl ein völlig neues Design geworden.

Apple Watch: Less than perfect

I used to close all my rings every single day. In a way, I still do. But I also fail because I am no longer looking. I missed it on September 9 and I missed it again on October 5. That means no more perfect months for me, while I hold up my habit of moving enough every single day. Towards the end of the year I will have 2750 perfect days, more than enough.

The side effect of being sloppy is that challenges become more interesting. This month I was asked to complete 27 (out of 31) days. Easy enough. Although Apple is just as sloppy as I am. For October they are showing 3 days complete although the screenshot above clearly shows 4.

It’s a minor annoyance because Apple sometimes catches up after a few days. And they sometimes forget the awards previously earned. On the upside, since the challenges have suddenly become more reachable, I completed a few in a row.

Da ist ein Wurm im Apfel

Bis Anfang des Monats konnte man bei Apple noch als Einstiegsmodell eine Apple Watch 3 kaufen. Man war schlecht beraten, das zu tun, aber es ging. Wer nun heute ein iPhone 14 kauft, kann mit dieser Apple Watch 3 nichts mehr anfangen, weil iOS 16 nur mit watchOS 9 koppelt und das läuft nur auf Apple Watch 4 und neuer. Das ist falsch dargestellt. Man kann die Uhr bereits nach einem Monat nicht mehr updaten. Aber man kann sie mit watchOS 8 weiterbetreiben.

Das Gleiche, nur umgekehrt, gilt für Käufer einer Apple Watch 8 oder Apple Watch Ultra. Die kommen mit watchOS 9 und das mag nur am iOS 16, was nur auf iPhone 8 und neuer läuft.

Dass man Geräte irgendwann nicht mehr aktualisieren kann, ist bekannt. Wer also eine Apple Watch 2 und ein iPhone 7 hat, der kann bleiben, wo er ist. Aber dass ein gerade erst gekauftes Produkt binnen einem Monat obsolet ist, das ist ein kapitaler Fehler. Apple hätte die Watch 3 vor Jahren aus dem Markt nehmen müssen. Nicht zuletzt deshalb habe ich vor zwei Jahren bereits von einem Kauf abgeraten.

Das iPhone 14 ist NICHT ein 13s

Das iFixit Teardown zeigt, dass das iPhone 14 (nicht das 14 Pro) ein komplettes Redesign ist. Was bringt das? Das iPhone ist keine Badewanne mehr, das nur repariert werden kann, indem man den Screen ausbaut. Nun ist es ein Sandwich, das man vorne und hinten öffnen kann. Und abhängig davon, was eigentlich kaputt ist, wird man die Seite wechseln. Interessant, dass gerade das iPhone ein neues Design bekommen hat und nicht das iPhone Pro.

Welches iPhone kaufen?

Nachdem sich der Rauch verzogen hat und die ersten Reviews da sind, möchte ich mal meine Gedanken zum Kauf eines neues iPhones loswerden. Ich schaue mir ein einziges Modell an, weil ich das für sinnvoll halte: 256 GB Speicher. Apple bietet in dieser Größe vier Modelle an, bei Amazon erhält man noch ein fünftes. Es geht mir nicht um die Leute, die jährlich updaten sondern um die, die ein wirklich altes iPhone ablösen wollen.

Ich konzentriere mich außerdem auf die “normale” Größe mit 6.1″ Screen. Zur Erinnerung: iPhone 6, 7 und 8 Plus hatten nur 5.5″, iPhone X, Xs und 11 Pro hatten 5.8″. Das 6,7″ iPhone Plus oder Pro Max erscheint mir persönlich als viel zu groß. Den Aufpreis von 150 € würde ich sparen und die Hände danken es hinterher. YMMV.

AppleAmazon
iPhone 14 Pro1429 €1429 €
iPhone 13 Pro 1219 €
iPhone 14 1129 €1129 €
iPhone 13 1019 €929 €
iPhone 12 969 €869 €

Wenn ich mir die Preismatrix anschaue, dann scheint mir das iPhone 13 bei Amazon als der schlaueste Kauf. Amazon bietet das 13 preiswerter an als Apple das 12. Das iPhone 14 kostet satte 200 Euro mehr und ist dennoch fast identisch zum 13.

Eine wirkliche Innovation, das 14 Pro, kostet dann noch mal 500 Euro mehr. Wer die locker aus dem Ärmel schütteln kann, geschenkt. Wer etwas knapper kalkuliert, aber ein 3x Tele haben möchte, dem sei noch mal das 13 Pro ans Herz gelegt, bei dem man immerhin 200 Euro einsparen kann. Das gibt es bei Apple gar nicht mehr, aber Amazon hat noch Neugeräte.

Ich habe jetzt ganz bewusst auf Schnäppchen verzichtet. Verkauf und Lieferung durch Apple oder Amazon. Beide zappeln bei Problemen keine Sekunde.

iPhone-Wechsel mit eSIM

Die neuen iPhone Modelle haben in USA keine SIM-Schublade mehr. Deshalb benötigen sie eine Funktion, die bisherige SIM gegen eine eSIM auszutauschen, wenn man von einem alten iPhone auf ein iPhone 14 umsteigt. Bei der Apple Watch musste ich bislang immer bei der Telekom anrufen, um eine neue eSIM zu bekommen und die alte zu deaktivieren.

Nun hat Apple in iOS 16 eine Übertragung von SIMs zwischen iPhones eingebaut. Ich bin darüber zufällig beim Rücksetzen eines alten iPhones gestolpert und habe es nicht ausprobiert. In den Prozess ist in jedem Fall noch der Carrier eingebunden, weil eine SIM aktiviert und eine andere deaktiviert werden muss, aber ich kann mir vorstellen, dass dort ein Standardprozess genutzt wird. Hat das schon mal jemand probiert?

Ich bin da etwas hin und hergerissen. Will ich eine eSIM? Das würde zumindest die SIM-Schublade frei machen, in die man dann ggfls. im Ausland auch eine lokale einlegen kann. Auf der anderen Seite könnte ich meine Haupt-SIM auch mal in ein anderes Gerät einlegen, wobei ich mir versprochen habe, das nie wieder zu tun, weil ich mit einem Android-Handy in der RCS-Hölle landete.

Wenn der eSIM-Prozess bei den Carriern vollautomatisiert wird, dann könnte auch der Unsinn aufhören, für jede Extra-SIM monatliche Gebühren zu erheben. Ich zahle 5 Euro monatlich für die Apple Watch, aber ich tue es nicht gern.