Smart-Meter-Gateways: Die Energiewende möglich machen

Foto obs/Thüga AG/Juergen Scheere

Wärmepumpen sind beliebt, auch wenn die Bildzeitung lange Stimmung dagegen gemacht hat. Oh Wunder, auf einmal gibt es die Volks-Wärmepumpe. Auf der IAA in München gab es vor allem Elektroautos zu sehen. Citroën stellte gerade den ë-C3 mit 320 km Reichweite ab 23.300 Euro vor.

Andreas Linde, der Autor dieses Beitrags, ist Software-Entwickler, -Architekt und Produktmensch. Er hat das EEBUS-Protokoll als Open Source implementiert und unterstützt Unternehmen mit Consulting und Training im Bereich Energiemanagement.

Das ist keine Werbung. Ich freue mich, dass ich Andreas überreden konnte, diesen und weitere Beiträge zum Thema zu schreiben.

Volker Weber

Doch ermöglichen unsere Stromnetze die weitere Verbreitung überhaupt? Der Strom kommt ja nicht einfach aus der Steckdose, sondern muss vom Erzeuger zum Verbrauchern transportiert werden, z.b. der Windstrom aus Norddeutschland in den Süden, werden weitere Hochspannungsleitungen benötigt. Außerdem muss der Strom auch lokal über das Ortsnetz zum Verbraucher gelangen können. 

Aktuell haben Wärmepumpenbesitzer die Möglichkeit, günstigere Wärmestromtarife zu nutzen. Der Netzbetreiber erhält hier jedoch die Möglichkeit, die Wärmepumpe zeitweise komplett abschalten zu können. Möchte man eine Wallbox installieren, sind diese bis zu einer Leistung von 11kW Leistung “nur” anmeldepflichtig, mit größerer Leistung jedoch genehmigungspflichtig. Je nach Netzausbau im Ortsnetz kann es hier aber auch Ausnahmen geben und selbst Wallboxen mit 11 kW Leistung werden nicht zugelassen. Abschaltungen sind jedoch nicht beliebt und eine Wallbox mit der benötigten Leistung nicht installieren zu können, hilft nicht bei der Akzeptanz und Verbreitung.

Der Einsatz von Smart-Meter-Gateways (SMGWs) soll hier Verbesserung für die Netzbetreiber und den Endkunden bringen. In anderen europäischen Ländern, z.b. Italien, sind SMGWs schon recht verbreitet und übermitteln regelmäßig, nicht in Echtzeit, die aktuellen Zählerdaten, Verbrauch und Einspeisung, an den Netzbetreiber. Mit diesen Daten wird der Netzbetreiber in die Lage versetzt, genau zu sehen, wo im Ortsnetz wieviel Strom verbraucht und eingespeist wird und kann somit Problemstellen genauer identifizieren. Zusätzlich entfällt das regelmäßige manuelle Ablesen und Übermittlung der Zählerstände für die Stromrechnung.

In Deutschland will man mit §14a EnWG einen Schritt weiter gehen. So sollen die Zählerdaten minütlich übermittelt werden um eine genauere und schnellere Analyse von Problemen zu ermöglichen. Darüber hinaus wird der Netzbetreiber aber auch die Möglichkeit erhalten, im Ortsnetz gezielte Maßnahmen ergreifen zu können, um die Netzstabilität zu gewährleisten. Dazu erlaubt das SMGW dahinterliegende Verbraucher (Wärmepumpen, Wallboxen, Klimaanlagen und Batteriespeicher) in der maximalen Leistung zu “dimmen”. Jedes dieser Geräte darf nur im notwendigen Umfang (Intensität und Dauer) bis auf eine Leistungsuntergrenze von 4,2 kW eingeschränkt werden.

Ist ein Netzbereich zu wenigstens 20 % mit SMGWs ausgerüstet, jedoch spätestens ab 2029, muss eine netzorientierte Steuerung erfolgen. Diese Reduzierungen müssen dabei geeignet und objektiv erforderlich sein. Wenn es z.b. ausreicht an einem Anschluss die Leistung auf 8kW zu begrenzen, darf auch nur das gemacht werden. Ist der Verbreitungsgrad von SMGW in einem Netzbereich kleiner, ist eine präventive Steuerung möglich. Hierbei darf die Reduzierung jedoch maximal 2 Stunden pro Tag dauern und ist maximal für 24 Monate ab der ersten Reduzierung in einem Netzbereich erlaubt. Jede dieser Reduzierungen muss dem Endkunden sichtbar gemacht und auch für 2 Jahre protokolliert werden.

Der Endkunde kann die Installation eines SMGWs nicht verweigern. Ist wenigstens ein steuerbares Gerät installiert, bekommt der Endkunde eine Vergütung von mindestens 80 € / Jahr für die Bereitstellung der Steuerbarkeit. Zusätzlich darf diesem Endkunden der Betrieb eines solchen Gerätes auch nicht mehr verweigert werden.

Seit dem 27.05.2023 läuft der agile Rollout der SMGWs für Verbraucher ≤ 100 MWh / Jahr und Erzeuger ≤ 25 kW installierter Leistung. Agil bedeutet hier, dass installierte SMGWs noch nicht alle Funktionen verfügbar haben müssen, sofern diese per Update nachrüstbar sind. Und dass es dem Netzbetreiber frei steht, mit dem Rollout zu beginnen. Ab 2025 startet der Pflichtrollout für die Netzbetreiber für Verbraucher von 6-100 MWh / Jahr und Erzeuger von 7-100 kW installierter Leistung. Bis 2029 müssen 50 % und bis 2031 95 % der entsprechenden Anschlüsse mit SMGWs ausgerüstet sein. Kleinere Anlagen können auf Veranlassung des Messstellenbetreibers oder ab 2025 auf Wunsch der Endkunden teilnehmen. Für noch größere Verbraucher und Erzeuger startet der Pflichtrollout 2028.

Für die Gerätehersteller heisst es ihre Geräte fit zu machen. Momentan scheint das EEBUS Protokoll zur Kommunikation zwischen den Geräten den meisten Zuspruch zu finden und damit eine standardisierte Schnittstelle bieten. Wie diese Kommunikation funktioniert, möchte ich in einem späteren Beitrag schildern.

Die vier Mobilitätsmärchen

Bild von Igor CarPassion auf Pixabay

Vier Mobilitätsmärchen hat uns das Verkehrsministerium, zunächst unter CSU und nun FDP, aufgetischt.

  • Saubere Diesel: Wie das geendet ist, wissen wir.
  • Plug-in-Hybride: Teuer und kompliziert, wurden als Dienstwagen steuerlich subventioniert und doch nur mit Sprit betankt.
  • E-Fuels: Aufwändig, teuer und mit lachhaftem Wirkungsgrad.
  • Wasserstoff: Zu wertvoll zum Verbrennen.

Warum werden diese Märchen propagiert? Weil sie den Treibstoffhändlern dienen. Und die haben ausreichende Gewinne, sich die Propaganda und letztendlich die Politik zu kaufen.

Verbrennen fördert den Klimawandel. Wir müssen damit aufhören und wir werden damit aufhören. Und weil wir mit dem Wandel so zögern und zaudern, geht damit eine der Schlüsselbranchen in Deutschland zugrunde.

Die deutschen Hersteller haben heute schon keine Produkte mehr, die sich die eigenen Arbeiter kaufen könnten. Und im chinesischen Automarkt stürzen sie jetzt verdient ab.

Ein sofort umsetzbares Tempolimit von 120 wird bis aufs Messer bekämpft. Das würde sofort den Spritverbrauch massiv senken und PS-Monster unattraktiv machen. Schlecht für die Treibstoffhändler, gut fürs Klima. Und vor allem: Gut für die Menschen.

Tiny Desk Concert: Smokey Robinson

Legend is a word thrown around far too often. But if there was ever an artist the word “legend” applies to, it would be Smokey Robinson. The iconic songwriter, producer and vocalist was not only a key architect of the Motown sound, but also R&B and soul music as a whole. His uncanny ability to craft tender and catchy romantic tunes has served as a model for songwriters that followed in the decades since he began his career.

This man is 83 and he obviously has had a lot of work done. And I was really happy to hear him once again.

Logitech Zone Wireless 2: Business Headset mit wechselbarem Akku

Bisher war Logitech bei mir immer das Omega-Huhn unter den Business-Headsets, weil der Zone Wireless furchtbar unbequem war. Die Ohrmuscheln ließen sich nicht ausreichend bewegen. Die Form folgte nicht der Funktion.

Die Nachfolger aber haben das alles auf den Kopf gestellt. Ein weniger maskulines Design ist wunderbar bequem und das Headset hat drei Funktionen, die ich so nicht kannte:

  • Der USB-Receiver stellt die Verbindung sehr aggressiv her, sollte sie verloren gehen. Damit entfällt ein typischer Fehler: Windows sieht ein Audio Device, das aber nicht funktioniert, weil nicht verbunden.
  • Das Headset kann störende Geräusche auch im empfangenen Audio-Signal entfernen. Teams und Co können das auch, aber hier wird das Signal im Headset verarbeitet und funktioniert deshalb mit jeder Software.
  • Beim Zone Wireless 2 sind nicht nur die Ohrpolster austauschbar sondern auch der Akku, ohne dass man löten müsste. Um das zu probieren, habe ich das Headset selbst zerlegt. Und ich habe es auch wieder zusammen bekommen. 🙂

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UAG Workflow Cases

Heute kam eine interessante Pressemitteilung:

München, den 12.10.2023 – Urban Armor Gear (UAG), Hersteller von hochwertigen und hochsicheren Schutzhüllen und Zubehör für mobile Geräte, hat heute seine B2B-Produktserie „Workflow“ für den deutschsprachigen Markt vorgestellt. Neu im Sortiment sind iPhone-Hüllen für den Einsatz im medizinischen und operativen Umfeld, sowie dazu passende Wechsel Akkus und Ladestationen.

Die UAG Workflow-Lösungen wurden von Grund auf für den professionellen gewerblichen Einsatz entwickelt. Mit integriertem Wechsel Akku und Ladezubehör sorgen sie dafür, dass Arbeitsgeräte ohne Ausfallzeit rund um die Uhr einsatzbereit sind.

Das zentrale Element sind dabei die Workflow Battery Cases, die es in zwei Ausführungen gibt. Ganz in Weiß präsentieren sich die Healthcare Cases, die für den Einsatz in medizinischen Umgebungen entwickelt sind. Das robuste Material der Hüllen ist antimikrobiell und kann mit medizinischem Alkohol desinfiziert werden, um optimalen Schutz für Patienten und Personal zu gewährleisten. Für den Einsatz im operativen Bereich, wie zum Beispiel in Lagerhäusern, Logistikunternehmen oder im Transportwesen hat UAG die schwarzen Workflow rugged Battery Cases entwickelt, um maximalen Schutz der eingesetzten Geräte garantieren. 

Gemeinsam ist den Hüllen eine abnehmbare Handschlaufe, 12ft MIL-STD Fallschutz sowie ein austauschbarer 3.000 mAh-Akku, der die Geräte mit zusätzlicher Lebensenergie versorgt.

12ft sind 3,65m, das ist schon ein sehr deutlicher Fall. Ich habe die Produkte nicht selbst in der Hand gehabt, aber man erkennt auf Anhieb, dass es sehr klobige und dicke Cases sind. Interessant ist auch die Kombination mit Wechselakku. Das alles hat seinen Preis:

Workflow-Schutzhülle 160 Eur, Angebotspreis 145 Eur
Worfklow Charge Cradle für ein Case und einen Wechselakku 80 Euro
Workflow 5X Case Charge Station 170 Eur

Ein kleiner Tastatur-Trick

Kleine Tasturen haben weniger Tasten, aber meistens die gleichen Funktionen. Die sind jedoch nicht gleich offensichtlich. Oben sieht man die beiden Tastaturen, die wir verwenden: Mein Favorit Logitech MX Keys Mini und MX Keys. Die mit rot markierten Tasten gibt es nicht auf der kleinen Tastatur, aber man kann die Cursor-Tasten mit der fn-Taste modifizieren. Dann schicken sie die gleichen Scan-Codes wie die fehlenden Tasten.

Machmal gibt es sogar doppelte Belegungen. Die Tastatur in meinem ThinkPad Z13 hat rechts oben Tasten für Pos1 und Ende, statt derer man auch modifizierte Cursor-Tasten nutzen kann.

Kindle Scribe: Handschriftliche Notizen auch in der iOS App lesbar

Handschriftliche Notizen in einem importierten Epub

Kindle Scribe wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das gefällt mir. Gestern teilte Amazon mit:

Ab sofort können Kindle Scribe-Kund:innen ihre handschriftlichen Haftnotizen in Büchern in der Kindle-App auf iOS anzeigen. Damit sind nun alle Notizen und Hervorhebungen in einem Buch in der App abrufbar. Die Funktion wird Anfang 2024 auch für die Kindle-App auf Android ausgerollt.

In Kürze wird Amazon zudem Mehrfachauswahl- und Massenaktionen für Notizbücher hinzufügen. Diese erleichtern es Kund:innen, ihre Notizbuchseiten zu verwalten und zu organisieren. Sie können in der Notizbuchübersicht beliebig viele Seiten auswählen, um sie zu verschieben, hinzuzufügen, zu löschen, zu exportieren oder in Text umzuwandeln und um sie an sich selbst oder ihre Kontakte zu senden.

Ich habe brandeins abonniert und lade jede neue Ausgabe als PDF und ePub herunter. PDF geht auf’s iPad, ePub über amazon.de/sendtokindle auf Kindle. Auf PDFs kann ich im iPad direkt kritzeln, bei den ePubs aber hängt Kindle Notizzettel an, die je nach Schriftgröße mitfließen. Diese Notizzettel synchronisiert die Amazon Cloud. Handschriftliche Notizen ließen sich bisher nur auf dem Kindle Scribe anschauen, in Zukunft auch in den Apps für zunächst iOS, später Android.