Surface Pro 8: Das gefällt mir

Das Surface Pro war ein wegweisendes Design, das mehrfach komplett und in Teilen kopiert wurde. Seit fünf Jahren sind das meine meistbenutzen Windows-PCs. Die dritte Generation brachte den Durchbruch, mit der vierten hielt das Design mit dem 12,3 Zoll großen Bildschirm Einzug, der durch sein 3:2-Format besser nutzbar war als die 16:9 Displays der modernen Notebooks. Ein eingebauter Kickstand hält das Display aufrecht, stufenlos von beinahe senkrecht bis zu ganz flach. Der mit Alcantara bespannte Tastaturdeckel enthält die Tastatur und das Trackpad. Der Bildschirm unterstützt 10-Finger Touch und Pens mit der N-trig-Technologie. Tastatur-Cover und Pen muss man einzeln erwerben.

Nun stellt Microsoft mit dem Surface Pro 8 das größte Re-Design seit dem Surface Pro 4 vor.

Surface Pro (2017), Surface Pro 8 (2021), Surface Pro X (2019)

Meinem Surface Pro von 2017 folgten noch zwei Generationen mit neueren Intel-Prozessoren nach. 2019 legte Microsoft parallel die Reihe Surface Pro X auf, die statt der Intel-Architektur auf ARM-Prozessoren der Snapdragon-Reihe setzte. Durch den stromsparenden Chipset wurden Lüfter und Lüftungsschlitze überflüssig, im sehr schlanken Design kamen nun zwei USB-C Anschlüsse zum Einsatz und der Audio-Anschluss flog raus. Dafür wuchs der Bildschirm auf 13,3 Zoll und der Rand um den Bildschirm wurde kleiner.

Surface Pro 8 kombiniert nun beide Designs: Das 13,3 Zoll große Display hält mit der neuesten Intel-Generation Einzug, vom Surface Pro X übernimmt es die beiden USB-C Anschlüsse, nun mit Thunderbolt 4, und der Audio-Anschluss des Surface Pro 7 kehrt zurück. Alle Surface-Geräte haben einen eigenen Ladeanschluss mit Dock-Adapter, der magnetisch gehalten wird und sich nie änderte. Damit passen sie alle an das gleiche Surface Dock.

Surface Pro 8 (2021), Surface Pro X (2019), Surface Pro (2017). Kein Audio-Port am Surface Pro X.
Surface Pro 8 (2021), Surface Pro X (2019), Surface Pro (2017). Alle Typen mit Surface Dock-Anschluss.
Surface Pro 8 (2021), Surface Pro X (2019), Surface Pro (2017)

Der Tastatur-Anschluss blieb von Surface Pro 3 bis Surface Pro 7 gleich. Mit dem Surface Pro X führte Microsoft einen neuen Anschluss ein, der sich nun auch im Surface Pro 8 findet. Die Tastatur gibt es mit einem Parkplatz, in dem der Surface Slim Pen sicher aufbewahrt und geladen wird. Es empfiehlt sich deshalb, gleich die Kombination von Keyboard Cover und Slim Pen zu kaufen.

Tastaturen für Surface Pro 8 und Surface Pro X (anthrazit) und Surface Pro (hellgrau)

Surface Pro 8 ist das beste aus zwei Welten. Es hat zwar Lüftungsschlitze und einen Lüfter, den ich bisher jedoch noch nicht gehört habe. Auch wenn Windows 11 dem Surface Pro X eine Emulation für 64-bit Intel-Apps nachlieferte, so gibt es weitere Inkompatibilitäten. So kann ich beispielsweise den Gerätetreiber für mein Behringer Flow 8 nicht auf dem Surface Pro X installieren. Mit dem Surface Pro 8 sind diese Zeiten vorbei. Mit dem großen Bildschirm sieht es beinahe aus wie das Surface Pro X, die alte Tastatur passt.

Surface Pro 8 und Surface Pro X lassen sich beide auch über den USB-Port laden. Ich habe mittlerweile mein Surface Pro Dock gegen ein Lenovo Thunderbolt-Dock ersetzt, das mit allen Geräten funktioniert. Surface Pro 8 wird mit Windows 11 geliefert, Surface Pro X ließ sich problemlos upgraden. Nur mein Surface Pro von 2017 wird bisher nicht unterstützt und geht damit voraussichtlich auf’s Altenteil. Hätte ich Microsoft nicht eine Rücksendung binnen zwei Wochen zugesagt, dann würde Surface Pro 8 jetzt hierbleiben. 🙂

Surface Pro 8 ist ab 1179 Eur ab Donnerstag erhältlich.

Windows 11 ab heute

Microsoft startet heute den Rollout von Windows 11. Der wird sich über mehrere Monate hinziehen, bei Firmen-PCs eher mehre Jahre. Ich selbst benutze es als Insider Build seit rund drei Monaten auf dem Surface Pro X und bin äußerst zufrieden damit. Mein wichtigstes Feature, ohne das ich nicht mehr sein mag: Windows 11 merkt sich Fensterpositionen docked/undocked. Das heißt die Fenster landen wieder auf dem richtigen Monitor, wenn ich das Surface Pro X mit dem Dock verbinde.

Microsoft hat zwei sehr schöne Beiträge verfasst, davon einen in einfacher Sprache. Das ist eine tolle Idee.

Skype Universal Translator for Voice and Video Calls

While we love that you have so much fun during your Skype calls, sometimes the time comes when you need an incredibly practical feature to use — Skype Universal Translator.

If you’ve ever seen the television show Star Trek, you might have seen Captain Kirk talking with a being from another planet using a marvelous device called the Universal Translator. You might have thought, “Wow, I wish I could have something like that in real life!” Well now your wish has come true!

With Universal Translator, you can communicate with anyone in any language, on a landline or a video call. Low-cost calls with a real-time translator on top, we love bringing that science fiction from Star Trek to reality!

I thought that Skype was going away with the move to Teams. But that is only Skype for Business. For consumers, Microsoft is doubling down. And as you know, I am a huge fan.

Read the whole thing so see what is coming.

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Microsoft is extending Zero Password support to consumers

Windows 10 and Windows 11 users can now opt to remove passwords as a way to access a Microsoft account app.

I still see Enterprise IT shipping new PCs with old password schemes instead of Windows Hello. It’s a long and windy road, but Microsoft takes another step to get rid of passwords forever.

Meanwhile people still get told to use local Windows accounts. I believe this is going away with Windows 11. I have not used them for many years.

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Datenspeicherung in Europa und digitale Souveränität

Letzte Woche habe ich einen frechen Tweet abgesetzt:

Google hat mit der Telekom gerade die Microsoft Cloud Deutschland gelauncht

Es ging um die Ankündigung von Google, mit Telekom zusammen eine Cloud für Deutschland anzubieten. Es ist sicher kein Zufall, dass T-Systems-Urgestein Bernie Wagner jetzt Google-Chef in Deutschland ist.

Ich war bei Microsoft Cloud Deutschland (MCD) sehr skeptisch. Die Älteren erinnern sich noch, dass Microsoft auch schon mal die Idee hatte, T-Systems als “Datentreuhänder” dazwischen zu schalten. MCD ist gescheitert, weil das Angebot zu teuer, zu unvollständig und zu wenig nutzbar war. Kristian Köhntopp kommentierte die Google-Ankündigung trocken:

“T-Systems in the Middle” ist halt kein Servicekonzept, sondern ein Angreifermodell

@isotopp

Microsoft ermöglicht ja ohnehin schon, alle Daten in Europa zu speichern. In Frankreich wollen sie nun einen neuen Anlauf machen, nicht nur die technische und operationale Seite in Europa abzubilden, sondern auch die rechtliche. Dazu wird von den Franzosen eine eigene juristische Einheit gegründet, der diese Cloud gehört und die komplett in Frankreich residiert. Das zu lösende Problem ist, dass jedes Unternehmen, dass auch in USA operiert, dem Cloud Act unterliegt. Die meisten Unternehmen sind davon betroffen, abgesehen vom Bäckermeister um die Ecke und eben Regierungen. Und die wollen mehr Souveränität als nur Speicherung in Europa.

Introducing Windows 11

Sehr schöner Blog-Eintrag, direkt bei Microsoft:

At a time when the PC is playing a more central role in our lives, Windows 11 is designed to bring you closer to what you love.

Was bei mir sofort hängen blieb:

  • Eine modernisierte UX, die mir ausnehmend gefällt
  • Windows Store für alle Typen von Apps
  • Microsoft will keinen Anteil am Umsatz von Spotify etc.
  • Android Apps aus dem Amazon Store
  • Widgets
  • News und Channels
  • Irgendwas mit Gaming, was ich nicht verstehe 🙂

Zusammengefasst: Microsoft macht sich mächtig Mühe, relevant zu bleiben.

Was mir gefehlt hat: Was ist mit Windows on ARM?

Totalkatastrophe: Microsoft hat extra eine Media Site aufgesetzt, die es nicht schaffte, den Stream zu übertragen. Abhilfe: Man geht einfach auf Twitter und streamt dort.

Surface Headphones 2+ for Business mit Teams Zertifizierung

Die Microsoft Surface Headphones 2 habe ich schon lange und ich liebe sie für die tolle Bedienung mittels zwei großer Stellräder auf den Ohrmuscheln. Links ANC, rechts Lautstärke. Klangqualität, Geräuschunterdrückung und Sprachverständlichkeit sind ordentlich. Besser würde es nur mit einem Mikrofonarm werden. Was mich aber stets wunderte: Warum liefert Microsoft keine Teams-Variante? Diese Woche habe ich nun einen Surface Headphones 2+ ausprobiert.

Surface Headphones 2+ mit ThinkPad X1 Yoga Gen 6

Viel neues gibt es nicht zu berichten. Den 2+ liegt ein USB-Dongle Microsoft Surface USB Link bei, über das die Teams-Zertifizierung erreicht wird. Außerdem wird die Mute-Taste zum Teams-Button umfunktioniert. Damit ruft man mit einem Knopfdruck Teams in den Vordergrund und verbindet Anrufe oder tritt Meetings bei. Der Teams-Status wird mit der LED im Surface USB Link angezeigt.

ThinkPad X1 Yoga Gen 6 mit Microsoft USB Link und Surface Headphones 2+

Der wesentliche Vorteil der Headphones 2 und Headphones 2+ gegenüber dem Vorgänger Headphones ist die Unterstützung des proprietären aptX-Codecs von Qualcomm, der für eine verlustfreiere Bluetooth-Verbindung beim Mediankonsum führt. iPhone-Anwender hilft das allerdings nichts, denn dort wird AAC eingesetzt. Der Microsoft USB Link kann ebenfalls kein aptX, was im Einsatzszenario Office Work auch unerheblich ist.

Wer keinen Unterschied zwischen aptX und SBC hört, sollte aptX in der Surface Audio App abschalten. Die 18 Stunden Laufzeit erreicht der Kopfhörer nur ohne aptX und bei geringer Lautstärke. Bei Sprachanrufen soll der 2+ bis zu 15 Stunden durchhalten. Ich habe es nicht probiert. Ich denke, bei Microsoft hat auch niemand die Übersetzung der technischen Spezifikation gelesen. 🙂