Microsoft hat Copilot mittlerweile ein paar Einstellungen zum Datenschutz spendiert, die aber recht gut versteckt sind. Diese Optionen habe ich sukzessive alle ausgeschaltet. Wie aber kommt man da hin? Man klickt links unten auf das eigene Profil-Icon und dort dann auf die Einstellungen.
Wer diese neuen Einstellungen noch nicht hat, ist wahrscheinlich noch auf einer älteren Copilot-Version. Alte Conversations kann man mittlerweile auch löschen. Rechts-Click in der Sidebar öffnet ein Kontextmenü mit der Löschoption.
Wenn man das Copilot-Fenster schließt, läuft die App im Hintergrund weiter. Im Überlaufbereich der Taskbar kann man Copilot dann mit einem Rechts-Click endgültig schließen.
Irgendwo in den OKR von Microsoft steht wohl “Copilot über alles”. Microsoft Office auf dem Smartphone heißt nun Microsoft Copilot 365, in Edge ist Copilot drin, in Word und Powerpoint und Excel und OneNote und OneDrive, in Microsoft Paint und in Microsoft Notepad. Auf der Tastatur von Copilot+ PCs gibt es extra eine Taste, auf die man manchmal unvorsichtigerweise tippt. Und dann startet Microsoft Copilot, nicht zu verwechseln mit Microsoft Copilot 365, das jeweils noch mal fein säuberlich verdoppelt als “for Business” und ja, was eigentlich? Für Normalos?
Bei einigen Apps kann man Copilot übrigens ausschalten. Bei Notepad ist die Einstellung leicht zu finden, bei Edge ist das unter Appearance/Sidebar verbuddelt. Bei Office Apps geht es gar nicht.
Es ist eine Seuche wie Bing. Und wie bei Bing bringt die Zwangsfütterung gar nichts. ChatGPT ist die Nummer 1, Copilot und Copilot 365 sind ganz hinten in der Top 200.
Sonos hat vor ein paar Wochen den CEO rausgeschmissen und durch einen Cleaner ersetzt. Der soll jetzt den Saustall ausmisten, der letztes Jahr mit dem Release einer kaputten Software angerichtet wurde. Die Software war nötig, um einen komplizierten Kopfhörer auf den Markt zu bringen, den keiner haben wollte und der nun die Lager verstopft. Der neue Interims-CEO hat jetzt auch noch ein bisher unangekündigtes TV-Produkt auf Eis gelegt, was wahrscheinlich auch keiner hätte haben wollen.
Apple ist letztes Jahr ebenfalls falsch abgebogen. Stichwort “Apple Intelligence”. Gruber ist jetzt endlich aufgewacht und hat kapiert, dass Apple nicht automatisch schlauer ist als alle anderen. AI ist ein dickes Brett, das man nicht mal einfach so in ein paar Monaten durchbohrt. So wie man auch nicht einfach mal ein Apple Car bauen kann, um damit Geld zu verdienen. Was heißt denn eigentlich bei den letztes Jahr angekündigten iPhones “built from the ground up for Apple Intelligence”? Es heißt einfach nur, dass Apple den Geräten mit 8GB mehr RAM eingebaut hat. So wie Macs nun mindestens 16 GB statt 8 GB haben. Und so langsam schwant es Apple, dass sich das Luftschloss nicht in 8 GB nachbauen lässt. Zwei Möglichkeiten: Sie hungern sich irgendwie dahin oder sie fangen noch mal neu an. Das geht beides nur, wenn sie den Trainer wechseln. Nicht Tim Apple, der seine Qualitäten hat, aber die AI-Truppe.
Ich bohre bei Microsoft schon länger am Copilot-Luftschloss herum. Ein Copilot+ PC tut eben nicht das, was Microsoft versprochen hat: AI lokal. Ja, es gibt ordentlich NPU-Power, damit könnte man im Hintergrund Screenshots analysieren, aber es hat sich herausgestellt, dass keiner “Recall” will. FAQ: Kann ich das abschalten? Antwort: Erfreulicherweise ja. Nun macht die NPU Kleinkram: Hintergrund der Webcam verstrubbeln, Nebengeräusche unterdrücken, etc. Marketing macht derweil weiter und benennt die Office-App in Copilot 365 um.
Das ist mir alles zu viel heiße Luft. Was wird Apple machen? Im Herbst werden sie vielleicht das dünnste iPhone aller Zeiten präsentieren, weil die Chinesen nämlich mittlerweile sagenhaft gute Akkus in ihre Top-Smartphones verbauen. Dünner und doch mehr Kapazität. Und damit keiner so richtig merkt, dass Siri immer noch der dümmste Assistent ist, werden sie einmal die Software frisch anstreichen. Neue UX und wir lernen mal wieder, wo jetzt die Ostereier versteckt sind.
PS: Wer sowas wie “Apple Intelligence” heute erleben will, spricht einfach mal mit Google Gemini. Ja, spricht! Du darfst sogar ins Wort fallen. Gibt es auch als App auf einem Smartphone deiner Wahl. Wenn zufällig Android drauf läuft, dann kann Gemini nicht nur rumlabern, sondern auch was machen.
Today, I downloaded a new version of Copilot from the App Store. I am on the beta insider channel and finally, finally, Copilot gets real. I have access to old conversations, and I can delete them selectively. Also, straight answers instead of gaslighting me. I like.
The fine print at the bottom tells it like it is. You are training the AI. Take that into account. It is not working with a local LLM, no matter what hardware you are using. Everything goes to the cloud.
Noch ist alles super-unhandlich: VS Code installieren, AI Tookit darin installieren, darin dann das für NPU destillierte DeepSeek V1 Modell laden und schon erwacht die NPU auf dem Snapdragon-Prozessor erstmals zum Leben.
Im nächsten Schritt müsste ich das mal in LM Studio zusammenfrickeln. Erst mal reicht mir aber der Beweis, dass es geht, und dass es nun an Microsoft liegt, das leicht verdaulich in einem lokalen Copilot-Client zu verpacken. Es fehlt wahrscheinlich die Motivation, denn hier läuft alles auf eigenen Ressourcen.
At the start of the New Year, with no warning, Microsoft gives its flagship productivity app a name change and a huge price increase. Why would the company make this mess? I asked Copilot, who explained it very well.
Microsoft adds AI to a consumer product, because nobody is buying their AI product, thus raising the price for the consumer product. To add insult to injury, you cannot use AI inside the product if you are logged in with your business and your consumer account, because … that is not working yet.
In Word, you have the option to switch Copilot off. By default, it is on. Excel and Powerpoint do not have the opt-out, because … that is not working yet.
I can see how this is happening. A clear message to product management “add Copilot to your product, or else”. IBM has done the same thing with IBM Watson. Over-promise and under-deliver. It did not end well.
Microsoft bundles its AI-powered Office features into Microsoft 365 Personal and Home subscriptions for an extra $3 per month
— Tom Warren/The Verge
Google makes all of its Gemini features for Workspace apps free, after previously charging $20+ per user per month, but raises the price of all Workspace plans
— Abner Li/9to5Google
Opinion: AI does not sell.
Meanwhile Microsoft renames the Microsoft 365 app, formerly known as Microsoft Office, as Copilot M365.
Small print regarding Microsoft 365 Family: “AI features only available to subscription owner and cannot be shared; usage limits apply.“
This was difficult to capture. Copilot was updated today through the Microsoft Store and now displays a message for a split second. Copilot stores our conversation to train its AI model and to “learn about my interests”.
It is basically the opposite of what Microsoft tells its customers. This is the only option in settings:
Copilot is like IBM Watson. The label gets slapped onto lots of diverse products. I am talking about Copilot as loaded in Windows if you hit the Copilot key on Copilot+ PCs. You can also get the same Copilot on copilot.microsoft.com – here is a screen recording which contains this message. Play close attention. It is only visible for a split second.
On the top screen you see Windows Editor running on Windows 11 24H2 and a ThinkPad Z13. The bottom screen shows Windows Editor on Windows 11 24H2 and a Yoga Copilot+PC. Both are on Windows 11 Insider and Editor has the exact same version.
On ThinkPad Editor has a Copilot icon which offers some rewrite functions. It sends the text to the Microsoft Azure cloud for processing and deducts from the Copilot credits.
On Yoga Copilot+PC this icon is missing, and you cannot use these rewrite functions in the cloud nor locally, even though Copilot+PCs are advertised as being superior because they can run AI right on the machine.
I love this Yoga notebook with its superior performance and battery life, but Copilot+ it is not. This feels more like Copilot-.
This is simply a huge marketing SNAFU. Shower partners with money so that they build powerful Snapdragon-based PCs, then force a special Copilot-button on them and finally ask Enterprise IT admins to remap this button to launch the Microsoft 365 app.
Das ist wohl ziemlich selbsterklärend. “Leider kann ich den Verlauf dieser Unterhaltung nicht löschen.” OK, liebes agiles Entwicklungsteam, das gehört in den nächsten Sprint.
Alles. Wird. Zugemüllt. “Grundnahrungsm-ittel”? Schön, mich zu sehen? Hallo? Wer denkt sich sowas aus? Nachricht an Copilot, das ist das Eingabefeld für den Prompt.
Copilot+ PCs haben eine Copilot-Taste. Die ruft eine Web-App auf, die keinen Gebrauch von der NPU macht, die alle Copilot+ PCs zwingend haben müssen. Warum? Der Copilot+ PC könnte alles lokal verarbeiten, aber Microsoft schickt jede Anfrage in die Cloud.
Mich erinnert das so fatal an IBM Watson, der nach dem Schachduell zwischen Kasparov und einem IBM-Rechner über alles gegossen wurde.
Gestern hat Microsoft eine “zweite Welle” für Copilot angekündigt, die innerhalb der nächsten zwei Monate heranrollen soll. O-Ton:
We’re launching the next wave of Microsoft 365 Copilot, bringing together web + work + Pages as a new design system for knowledge work.
First, we’re announcing Copilot Pages—a dynamic, persistent canvas designed for multiplayer AI collaboration. It’s the first new digital artifact for the AI age.
Second, we’re rapidly improving Copilot in the Microsoft 365 apps. Our customers tell us Copilot in Microsoft Teams has changed meetings forever—in fact, it’s the number one place they’re seeing value. We’re excited to do the same thing for advanced data analysis in Microsoft Excel, dynamic storytelling in PowerPoint, managing your inbox in Outlook, and more.
Third, we’re introducing Copilot agents, making it easier and faster than ever to automate and execute business processes on your behalf—enabling you to scale your team like never before.
Ich bin skeptisch, was Microsofts Chancen für Copilot angehen. Immerhin müssen sie Unternehmen davon überzeugen, für jeden Monat und Mitarbeiter noch einmal 28,10 € zusätzlich zur bereits bestehenden Microsoft 365 Lizenz zu bezahlen. Wenn ich mich umhöre, dann scheint die beliebteste Funktion zu sein, sich Meetings zusammenfassen zu lassen. Das ist hilfreich, wenn man sich die Ergebnisse dieser Umfrage ansieht.
Mit anderen Worten: Ich muss gar nicht hingehen und Copilot schreibt mir einen Aufsatz, was denn dort vorgetragen wurde. Das ist eine enorme Zeitersparnis und deutet bereits auf die eigentliche Lösung hin: Man ersetze Meetings durch kurze Aufsätze, die man in Ruhe lesen kann.
Ein anderes Copilot-Feature aber erzeugt mit wenigen Clicks umfangreiche Powerpoint-Präsentationen, die man sich dank Copilot aber auch nicht mehr ansehen muss. So spricht dann am Ende Copilot mit Copilot und der Feedback-Loop beginnt zu pfeifen. 😇
Da meine Microsoft 365 Lizenz gar nicht “eligible” für Copilot ist (und ich keine 28,10 € pro Monat zahlen würde), werde ich das alles nicht ausprobieren. Ich warte geduldig darauf, dass mein Copilot+ PC dann auch mal die lokal nutzbaren Copilot-Funktionen geliefert bekommt, die Microsoft vollmundig versprochen hat.
Vor ein paar Wochen hat Microsoft die neuen Copilot+ Laptops vorgestellt und die sind absolut fantastisch. Schnell, leise, phänomenale Akku-Laufzeiten. Aber es gibt eine große Diskrepanz zwischen dieser tollen Hardware und dem Marketing-Versprechen eines KI-Laptops, der genügend Leistung hat, um KI-Modelle lokal zu rechnen, ohne Daten in die Cloud zu übermitteln.
Fangen wir mal mit der Copilot-Taste an, die Microsoft für diese neue Hardware-Gattung vorgeschrieben hat. Sie ruft keine lokale Anwendung auf, sondern eine PWA (Progressive Web App). Ohne Internet-Verbindung macht sie schlicht gar nichts.
Microsoft hat kommuniziert, dass alle Prompts zunächst in der Cloud geprüft werden, dass die Verarbeitung aber lokal erfolgt. Dafür braucht es offensichtlich aber keine NPU, jedenfalls schläft dieser Teil des Prozessors. Die gleiche PWA läuft nämlich auch auf “normalen” PCs ohne NPU.
Man kann die NPU aber tatsächlich beschäftigen, indem man die Bildverbesserungen der internen Webcam rechnen lässt. Das beschäftigt CPU und GPU praktisch gar nicht, weil die NPU die Hauptlast trägt. Das trägt übrigens auch zu der enorm guten Akku-Laufzeit bei, weil diese Effekte bei einem normalen PC ziemlich viel Strom verbrauchen.
Was ich mir von Microsoft wünsche:
Erklärt klipp und klar, was ein Copilot+ PC in Sachen Privacy bringt. Welche KI-Funktionen laufen komplett lokal und brauchen keine Cloud-Ressourcen?
Wenn diese KI-Funktionen auf lokalen Daten laufen und keine Cloud-Ressourcen benötigen, muss man dann immer noch Copilot professionell lizensieren?
Was hat Microsoft auf der Roadmap? Es kann ja wohl nicht bei solchen Quatsch-Funktionen wie Co-Create in Microsoft Paint (!) bleiben. Apple hat eine Menge Versprechungen gemacht, die in Europa vielleicht irgendwann nächstes Jahr eingelöst werden. Ich könnte mir vorstellen, dass man Microsoft Editor so aufbohrt, dass er mit Hilfe eines lokalen Sprachmodells noch viel mehr leistet.
I suggest you read the full blogpost at blogs.microsoft.com I don’t think I will be adding $20 a month to my Microsoft bill, and I suspect that many large organizations that are already paying license fees for every employee are giving this a hard look as well.