Vor zwei Wochen habe ich berichtet, wie mein ThinkPad Z13 vorbildlich bei Lenovo in Lodz repariert wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich meine Windows-Neuinstallation noch nicht abgeschlossen. Nachdem ich sie in Angriff nahm, stellte ich fest, dass weder die Kamera noch Windows Hello funktionierten. Die Fehlermeldung war simpel: “Es ist ein Fehler passiert.” Ich habe ein paar Stunden probiert, das in den Griff zu bekommen, dann aber Lenovo informiert.
Am nächsten Tag erhielt ich einen zehn Punkte-Plan, was ich alles anstellen sollte, bevor ich das Gerät wieder einschicke, auch da war ich nicht erfolgreich. Einen weiteren Tag später holte FedEx dann das Paket ab, verbummelte es aber übers Wochenende in Paris. Eine Woche nach meiner Meldung an Lenovo kam es dann in Lodz an und Mittwoch nahm sich Lenovo die Reparatur vor. Abends erhielt ich die Nachricht, es läge kein Hardware-Defekt vor und sie wollen mir das Gerät einfach zurückschicken.
Ich habe dann gebeten, nicht mit einer externen Platte zu testen, sondern mir ein Original-Image aufzuspielen. Donnerstag EOB erhielt ich die Nachricht, das Gerät sei fertig und auf dem Weg. Freitag am Vormittag war es wieder da.
Ich brauchte ca. 3 Stunden, um ein Windows 22H2 auf 24H2 zu patchen und meine Software zu installieren. Am Nachmittag war der ThinkPad dann wieder wie neu.
Die dreijährige Garantie endet erst im August und deshalb waren die beiden Reisen nach Polen für mich kostenlos. Zusammen mit dem ersten Vorfall (Batterie defekt) war der Z13 Gen 1 damit dreimal in der Werkstatt. Im ersten halben Jahr galt es zahlreiche Firmware-Probleme zu beheben, das ist deshalb ein schlechter Verlauf und eher unüblich für Lenovo. Mit den X1-Geräten hatte ich definitiv viel weniger Ärger. Seit zwanzig Jahren hatte ich Werkstattaufenthalte nur mit iMacs und MacBooks.
Letzte Woche hatte ich ein merkwürdiges Problem mit einem ThinkPad Z13 Gen 1, der mittlerweile nur die zweite Geige nach dem Yoga 7X spielt: Bei jedem Bootvorgang ertönten zwei laute Töne, verbunden mit einer Fehlermeldung, das BIOS werde aus dem Backup wiederhergestellt. Da die dreijährige Garantie noch bis zum August 2025 läuft, habe ich ein Support-Ticket eröffnet. Das war der zeitliche Ablauf:
Dienstag 22:57 – Lenovo: Support Case eröffnet
Mittwoch 9:13 – Lenovo ruft an: Abholung am nächsten Tag vereinbart
Mittwoch 9:38 – Lenovo liefert Versandunterlagen per Mail
Donnerstag 11:31 – Fedex holt das Paket ab
Donnerstag 11:57 – Lenovo: Paket ist unterwegs
Freitag 9:55 – Fedex: Paket in Zustellung
Freitag 12:47 – Fedex: Paket in Lodz zugestellt
Freitag 13:19 – Lenovo: Paket in Lodz eingetroffen
Dienstag 8:25 – Fedex: In Zustellung (voraussichtlich 8:20-12:20)
Dienstag 11:46 – Fedex stellt zu
Das Tracking war absolut vorbildlich. Lenovo hat in Rekordzeit repariert. Mir wurde angeboten, den Rechner ohne Festplatte zu schicken. Fedex hat zuverlässig transportiert und zugestellt.
Lenovo informierte, dass alle eintreffenden Pakete sofort recycled und nicht für den Rücktransport verwendet werden. Da ich den Originalkarton behalten wollte, habe ich eigenes Verpackungsmaterial benutzt.
Das war der zweite Vorfall mit diesem Rechner. Beim ersten hatte ich noch Premium Support, bei dem ein Service-Mitarbeiter ins Haus kam und vor meinen Augen den Akku getauscht hat. Für die beiden Folgejahre hatte ich “nur” den Service im Repaircenter, der aber auch nicht länger dauerte, weil beim Premium-Support ja auch erst das Ersatzteil beschafft und ein Termin vereinbart werden musste.
Wichtige Lektion für alle, die mit einem Rechner Geld verdienen: Du brauchst einen Backup, nicht nur der Daten, sondern auch für den Rechner. Sonst hast du schnell eine Woche Stillstand.
Wie stark ist das Netzteil? Diese Info wünsche ich mir bei jedem Gerät.
Lenovo hat bei Laptops zwei Seiten: Commercial und Consumer. Commercial liefert Commercial Vantage, Consumer liefert Vantage. Commercial Vantage ist eine sehr nützliche Software, die viele interessante Informationen liefert. Vantage dagegen will dir nur was verkaufen. Das eine kann man gebrauchen, das andere will man löschen.
Und dann kommt immer wieder mal eine Maschine von Consumer, die mich absolut überzeugt. Aktuell ist das der Yoga Slim 7x mit Snapdragon. Für mich der perfekte Laptop. Leider nicht mit Commercial Vantage.
ThinkBook Plus Gen 6 with rollable displayThinkBook Plus Gen 5: Windows Laptop and Android TabletThinkBook Plus Gen 4: Swivel DisplayThinkBook Plus Gen 3: Windows Laptop with two displaysThinkBook Plus Gen 2: Windows Laptop inside with E-Ink display on the outside
ThinkBook Plus Gen 1: Windows Laptop with E-Ink display on the outside
ThinkBook Plus Gen 6 Rollable – das ist ein langer Name und ein langer Bildschirm. Ich liebe diese Konzeptstudien, die Lenovo tatsächlich auch baut und verkaufen wird. Wenn man die Rückseite anschaut, dann ahnt man, wie das funktioniert:
Dieses ThinkBook wird es erst im Sommer geben und aktuell plant Lenovo einen Kaufpreis von 2799 Eur plus MWSt. Bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein herunter.
Wer statt einem rollbaren Bildschirm lieber gleich zwei OLED Monitore haben will, den bedient Lenovo seit letztem Jahr schon mit dem Yoga Book 9i, das es ab sofort in einer neuen Generation gibt. Das Gerät hat mir sehr gut gefallen, mich hat nur die extra zu transportierende Tastatur etwas genervt. Beim Zuklappen passt sie nicht rein.
Beim ThinkPad X9 gibt es eine kleine Revolution: Kein TrackPoint mehr. Das wird die Geister scheiden. Vor 25 Jahren war er den Rollerballs und TouchPads überlegen, aber ich benutze die schon lange nicht mehr, seit ich zehn Jahre lang MacBooks verwendet habe. Helles Gehäuse kenne ich schon vom X1 Yoga, aber nun gibt es das auch beim X9. Das Gerät hat die zusätzliche Bezeichnung Aura Edition, ein Intel-Marketingbegriff für Copilot+ PCs mit Intel CPU.
Auf der Unterseite der X9 Laptops kommt ein sogenannter Engine-Hub zum Einsatz, in dem Lenovo die Lüfter und Schnittstellen unterbringt. Gewöhnungsbedürftig, aber wahrscheinlich höchst sinnvoll.
Das sind nur drei von mehr als 50 Produkten, die Lenovo angekündigt hat. Das ganze Bilderbuch von Neuerungen durchzublättern, ist mir immer eine ganz besondere Freude zum Jahresanfang.
Mich interessieren halt immer die besonderen und damit oft auch besonders teuren Gerätschaften. Mit 429 Eur plus MWSt hat es mir aber auch ein kleiner Desktop angetan. ThinkCentre neo 50q QC lautet der etwas sperrige Name für einen winzigen Rechner mit Snapdragon Chipset und Copilot+.
Mein persönlicher Favorit bleibt zunächst der Yoga Slim 7x mit Snapdragon Chipset. Toller Bildschirm, herausragende Leistung sowohl bei Geschwindigkeit als auch bei Batterielaufzeit. Ich befürchte, dass die Auras nur eins von beiden gleichzeitig können, freue mich aber, wenn ich es eines Besseren belehrt werde.
Lenovos Ankündigungen zur IFA sind nicht so flashy wie in den früheren Jahren, aber sie haben es in sich. Dieses Jahr kommen völlig neue Notebooks auf den Markt, die endlich Apple MacBooks paroli bieten. Ich liebe ja bereits das Yoga Slim 7x mit Snapdragon-Prozessoren, aber nun kommen auch neue Prozessoren von Intel und AMD, die ebenfalls eine hohe Leistung mit langer Batterielaufzeit versprechen. Wir werden sehen, ob sie die Marketing-Versprechen halten werden.
Ein aussichtsreicher Kandidat ist oben abgebildet. Lenovo Yoga Slim 7i Aura Edition; ein Intel Evo Edition Copilot+ PC mit Intel Core Ultra-Prozessoren (Series 2), das Ergebnis einer mehrjährigen Zusammenarbeit mit Intel. 15.1″ Display, Lunar Lake CPUs von Intel, und nicht zuletzt eine größere Vielfalt an Ports. Darum auch diese Ansicht.
Mein Yoga Slim 7X ist viel radikaler: 3x USB 4 und der Rest nur auf dem mitgelieferten Dongle. Zu diesem Aura Yoga gibt es weitere Modelle:
Lenovo Yoga Pro 7 (14″), Lenovo IdeaPad Slim 5 (15″) und Lenovo IdeaPad Slim 5 (13″), angetrieben von AMD Ryzen-Prozessoren
Lenovo IdeaPad Slim 5x (14″) und Lenovo IdeaPad 5x 2-in-1 (14″), angetrieben von Snapdragon X Plus 8-Kern-Prozessoren
Auch in der Commercial Sparte von Lenovo gibt es eine Reihe von Ankündigungen neuer Geräte:
ThinkPad X1 Carbon Gen 13 Aura Edition, das Pendant zu dem Yoga 7i Aura
ThinkPad T14s Gen 6 AMD
ThinkBook 16 Gen 7 und Gen 7+ mit Zehnertastaturen
Dazu gibt es eine Konzeptstudio mit motorgetriebenem drehbaren Display. Was fehlt: Kein ThinkPad Z-Modell und kein whacky ThinkBook, das man auch kaufen kann.
Warum ist der Display-Deckel motorgetrieben? Weil’s geht.
Ich bin immer etwas erschlagen von der Vielzahl von Lenovo-Ankündigungen. Ich erinnere mich noch heute an eine Keynote in Berlin, wo es mir absolut unmöglich war, auch nur mitzuschreiben. Über die nächsten Wochen können wird das alles noch auseinanderdröseln. Aktuell gibt es ein stimmiges Design quer über alle Notebooks, angelehnt an die Merkmale des ersten Z13. Und wir werden sehen, ob Intel und AMD wirklich mit Snapdragon mithalten können.
Und dann warten natürlich alle auf Microsoft, auf dass ein Copilot+ PC auch gescheite KI-Funktionen bekommt. Die Hardware ist jetzt da, die Software noch nicht.
Ich habe einige Wochen länger als geplant gebraucht, um mich für einen der drei Laptops mit Windows-on-ARM zu entscheiden. Gewonnen haben alle. Sie sind schneller, leiser und ausdauernder als alle anderen PCs, die ich habe. Microsoft und seine Partner haben mehrere Anläufe gebraucht, um eine Konkurrenz zur X86-Architektur zu etablieren. Surface Pro X gefiel mir zwar sehr, aber der Rechner war am Ende einfach zu lahm. Ähliches galt für verschiedene Lenovo-Versuche, die ich nicht mal vorgestellt habe.
Das hat sich jetzt mit den aktuellen Snapdragon-Prozessoren geändert, und das bereits ohne die versprochene KI. Holy Moly, was sind diese Rechner snappy.
Lenovo Yoga Slim 7X und Microsoft Surface Laptop 7 13.8
Der Surface Laptop 7 war der erste Copilot+ PC, der hier ankam. Ich war auf Anhieb verliebt. Das ist der schönste Laptop, den ich je gesehen habe. Deutlich schöner als ein MacBook Air und das will was heißen. Sauberer kann man einen Rechner nicht gestalten. Nichts stört das Auge, keine Aufkleber, kein “Notch”, keine Produktbezeichnungen. Er hat das beste Touchpad der drei – ja, auf Apple Niveau. Es bewegt sich nicht, wenn man draufdrückt, sondern simuliert das Feedback über einen Motor. Man kennt das von iPhones mit TouchID. Positiv: Er hat nicht nur zwei USB-C Anschlüsse, sondern auch 3,5mm-Audio und einen USB-A Port. Dazu den Surface Connector, der magnetisch gehalten wird. Die Lautsprecher im Surface Laptop 7 hatten den besten Klang, das Display mit 120 Hz die höchste Bildwiederholrate. Ich würde vielleicht statt des 13.8″ Modells gleich das mit 15″ nehmen, das nur unwesentlich teurer ist. Farben sind Geschmacksache. Das helle Blau gefiel mir auf Anhieb, aber auf Dauer hätte ich wohl lieber Platin oder Schwarz.
Der Lenovo ThinkPad T14s Gen6 (14″ Snapdragon) ist gegen Surface geradezu ein trockenes Brötchen. FullHD-Auflösung mit 60 Hz, kein Touchscreen, dafür aber den roten Nippel, ohne den die ThinkPad-Fans nicht arbeiten wollen, und ein mattes Display! Diese Bescheidenheit bei Auflösung und Bildwiederholrate ermöglicht eine exorbitante Batterielaufzeit. Wir reden hier von “mehr als ein Tag”. Der Rechner hat auch die meisten Ports: 2x USB-A, 2x USB-C, HDMI und 3,5mm Audio. Das ist das Arbeitstier.
Der Lenovo Yoga Slim 7X ist dagegen das Sexy Beast. 14.5″ OLED Display mit knalligen Farben, 3K Auflösung und immerhin 90 Hz Wiederholrate. Dafür hat das Kleid keine Taschen: Nur 3x USB-C. Für Audio, USB-A und HDMI legt Lenovo gleich noch ein Dongle mit in den Karton.
Lenovo Yoga Slim 7X und Lenovo ThinkPad T14s Gen6
Und wer hat nun gewonnen? Der Yoga. Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Aber am Ende war es die Kombination von Bildschirm und Tastatur, die das Rennen gemacht hat. Der Surface Laptop ist bereits verpackt und geht zurück an Microsoft, der ThinkPad wird an anderer Stelle für die Arbeit genutzt.
Trotzdem hat der Yoga meinen heißgeliebten ThinkPad Z13 nicht komplett verdrängt. Das hat zwei Ursachen: Erstens hat der Yoga (wie der Surface Laptop) zwar einen Touchscreen, aber keinen Digitizer für einen Digital Pen. Zweitens habe ich einige Peripherie, vor allem aus dem Audio-Bereich, für die es noch keine Treiber für Snapdragon gibt. Der superkompakte Z13 hat deshalb nun einen festen Platz auf meinem Schreibtisch und der Yoga ist der Reisende, vor allem wegen seiner Ausdauer.
ThinkPad X1 2-in-1, das spricht sich nicht besonders leicht. Die Bauform hieß früher mal Yoga, bis das Lenovo-Marketing die Marke für alle Mittelklasse-Laptops aufweichte und nicht mehr für die besonders bewegliche Form eines Laptops reservierte. 2-in-1 soll nun heißen, dass man zwei Rechner in einem kauft: Einen Laptop und ein Tablet, das man bekommt, wenn man den Laptop falsch rum zusammenklappt.
Das Testgerät hört noch auf den Namenszusatz Gen 9, was für die neunte Generation dieser Bauform in der X1-Reihe steht. Die X-ThinkPads sind die edelsten und teuersten Laptops, die Lenovo herstellt. Das 2-in-1 hat auch noch einen etwas kleineren Bruder namens X1 Carbon, der weniger flexibel und dafür etwas kleiner und leichter ist.
Mit jeder Prozessorgeneration wird das X1 Yoga (so nenne ich es weiter) schneller und leistungsfähiger. In der neuesten Intel-Generation gibt es eine NPU, mit der sich AI-Operationen schneller bearbeiten lassen. Erkennbar wird das in Windows aber lediglich an den Windows Studio Effects, die man auf die Webcam anwendet. Die Kamera zoomt dann ins Bild, die Augen werden ein wenig angehoben, so dass man in die Kamera zu schauen scheint, und der Hintergrund wird weichgezeichnet. Das machen Webcams wie die Logi MX Brio mit ihrem eingebauten Prozessor.
In diesem Bereich erwarte ich noch viel mehr. Bei Microsoft Surface Pro 9 gibt es ein Modell mit Snapdragon-Prozessor, das diese Effekte ebenfalls unterstützt. Und nächste Woche startet Microsoft die Generation Surface Pro 10 mit Qualcomm-Prozessoren. Lenovo und andere Hersteller werden dann ebenfalls am Start sein.
Eine für mich angenehme Änderung ist der Wechsel von Strg und Fn. Wer es anders rum mag, kann das im Bios umstellen. Auf der anderen Seite der Tastatur gibt es im Cursor-Block auch die Bild-Tasten und die führen bei mir zu ständigen Fehlbedienungen, weil in meinem Z13 nur vier Tasten an dieser Stelle sind. Alles Gewöhnungssache.
Die Tastatur ist wie immer tadellos mit einem größeren Hub als ich das gewöhnt bin. Der Fingerabdrucksensor unterstützt Hello und die von Microsoft propagierte Copilot-Taste fehlt erfreulicherweise.
Die gusseisernen ThinkPad-Nutzer brauchen den roten TrackPoint und die dazugehörigen Tasten sind hier Bestandteil des TouchPads. Ich bin vor vielen Jahren mit dem MacBook konvertiert und diese Lösung behindert mich nicht.
USB-A 5 GBit und zwei USB-C mit Thunderbolt 40 GBitEinschalter, 1/8″ Headset Audio, USB-A 5 GBit, HDMI, und Kensington Lock
Ein großer Vorteil gegenüber meinem ThinkPad Z13: In diesem ThinkPad gibt es noch eine ordentliche Ausstattung mit Schnittstellen. Der linke USB-A wird auch im ausgeschalteten Zustand mit Strom versorgt und wirkt dann wie eine Powerbank.
Alles besser, weiter, höher, schneller, aber eine Änderung schmerzt mich. Es gibt keine Stiftgarage mehr. Ein flacher Stift kann auf der rechten Seite magnetisch gehalten werden, aber das ist der gleiche Kappes wie bei einem iPad. Einmal abgestreift ist er weg. Ich denke, er ist vielen Menschen weniger wichtig als mir. Lenovo weiß in der Regel genau, was sie da machen.
Das Modell 21KE-CT01WW hat 32 GB RAM, 512 GB Storage, einen Intel Core Ultra 5 125U Prozessor und einen 14″-Bildschirm WUXGA (1920 x 1200), IPS, antireflexbeschichtet, Multitouch, 100% sRGB, 400 cd/m², 60 Hz, Low Power-Ausführung. Der 3 Zellen Lithium-Polymer-Akku mit 57 Wh hält bei mir nicht den ganzen Arbeitstag durch. Erfreulich sind drei Jahre Premier-Support. Der kommt ins Haus und arbeitet tadellos.
Bei mir bleibt trotzdem der Z13 das Gerät der Wahl. Kleiner, leichter, auch mit Touch und Pen, aber nicht nach hinten zu falten und nur zwei USB-C 40 GBit-Ports.
Am 2. Mai 2024 hat das LG München I in seinem Urteil zu einem Rechtsstreit zwischen der InterDigital Technology Corporation und Lenovo (Deutschland) GmbH gegen Lenovo entschieden.
Die vorläufige Vollstreckung des Urteils führt ab sofort zu einem Verkaufsverbot aller Produkte mit WWAN-Modul durch die Lenovo (Deutschland) GmbH. Das betrifft alle Motorola-Smartphones sowie alle mobilfunkfähigen Laptop-PCs, Laptop/Tablet-Hybridgeräte, Desktop-PCs und Workstations sowie Tablet-Computer.
Dieses Gericht hat schon häufiger erfolgreich Unternehmen vom deutschen Mark vertrieben. Und der weitere Ablauf ist immer der gleiche:
„As a global technology leader Lenovo respects the effort and investment that drive innovation, and we are both a licensor and a willing licensee of intellectual property. Regarding the Interdigital (IDC) case, we respect the Munich Court’s decision but do not agree with it given our belief that IDC has violated its own legal obligations to license its technology on Fair, Reasonable and Non-Discriminatory (FRAND) terms to either Lenovo or our third-party suppliers. Access to standardized technology on FRAND terms is critical to the future of the global tech industry; we will continue to fight for transparency in licensing negotiations and against companies seeking excessive rates for their patent portfolios. Innovation must be both accessible and affordable, and IDC’s unreasonable global patent licensing behaviors and fees disadvantage German customers, especially consumers by reducing access to the latest technologies and driving up prices for tech products. We look forward to the next stage of the proceedings and our appeal.“
Irgendwie ist LG München 1 auch nur so ein Aiwanger.
Ich habe das Lenovo Tablet nun seit gut zwei Jahren und es ist täglich in Benutzung. Damit habe ich nicht gerechnet. Und ich habe Lenovo unrecht getan, weil ich zu kritisch war, was die Androids-Updates angeht. In der Vergangenheit habe ich mich oft verbrannt, weil Lenovo tolle Hardware herausbrachte, dann aber nicht mehr mit Software-Updates versorgte. Das lief diesmal anders. Zwei Major Upgrades (von 11 auf 13) hat das Gerät bekommen, dazu regelmäßige Security Updates*, alle zwei bis drei Monate.
2022 habe ich schon einmal ein Loblied auf dieses Gerät gesungen und alles, was ich damals schrieb, gilt immer noch. Dieses Jahr soll das iPad Pro aufholen und auch ein AMOLED-Display bekommen und die Kamera auf die richtige Seite.
Das Lenovo-Tablet nutzt ich als ausschließlich als mobilen Fernseher, von Arte bis Youtube. Dafür ist es besser als das große iPad Pro, das nur mehr schwarzen Rand anzeigt und schwerer ist. Den Stift, den Lenovo dazu legt, habe ich nur zum Test benutzt.
*) Am 31.1.2024 hat das Gerät nun das letzte Update bekommen, genau zwei Jahre nach dem Start. Siehe letzte Zeile. Das ist eindeutig zu wenig.
Wenn man sich lange genug mit innovativen Gerätschaften beschäftigt, dann stößt man unweigerlich auf unfertige Lösungen. Im Fall des X1 Fold 16 ist das die Tastatur.
Was geht schief? Das per Bluetooth verbunden Keyboard wird im Ruhemodus nicht erkannt. Dann spring das On-Screen-Keyboard auf und verschiebt den Bildschirminhalt nach oben und deckt dabei die Taskleiste ab. Sobald man die erste Taste auf der Hardware-Tastatur drückt, verschwindet das On-Screen-Keyboard wieder. So sieht das aus:
Hardware-Tastatur verbunden:Software-Tastatur springt auf… und ist wieder weg.
Man kann das verhindern, wenn man die Automatik des Software-Keyboards ganz abschaltet, aber dann wird die Nutzung des nackten Gerätes mühselig. Ich denke, das kann man in den Griff kriegen, aber dieses Problem existiert zum Beispiel bei Surface Pro nicht, weil dort das Hardware-Keyboard per Pogo Pins verbunden ist und Windows damit weiß, ob da nun ein Keyboard ist oder nicht.
Vorgestellt wurde das ThinkPad X1 Fold 16 gen 1 vor 17 Monaten , damals sprach Lenovo noch von X1 Fold gen 2. Ich habe den Vorgänger bereits 2019 getestet und der gefiel mir nicht besonders. Ausgeklappt hatte er nur einen 13,3″-Bildschirm und ich sah keinen Vorteil in einem sehr kleinen und dafür dicken Paket gegenüber einem Surface Pro mit gleich großem Display.
Jetzt ist er da, mit der längsten Verspätung, die ich bei Lenovo erlebt habe. Und er hat mich sehr schnell überzeugt. Ich muss vorausschicken, dass ich normalerweise mit einem ThinkPad Z13 arbeite, das ich absolut fantastisch finde. Aber ich schaue immer wieder mal neidisch auf den Z16, wegen seines großen Bildschirms. Und dann bin ich wieder froh, nicht so ein Brett auf dem Tisch zu haben. Schwierig.
Jetzt also ein faltbares Tablet in 16 Zoll Größe. Hammer! Wenn man es nicht in der Hand hat, macht man sich keinen Begriff davon, wie riesig das ist. Ihr kennt das erste iPad mit 9,7″ und vielleicht das iPad Pro mit 12,9″. Jetzt macht Ihr den gleichen Sprung noch mal, so fühlt sich das an.
Desktop im QuerformatStand mit Hardware-TastaturLaptop noch ohne BildschirmtastaturLaptop mit Hardware-Tastatur16″ TabletTastatur mit Stand und FoldAlles in einem Stapel
Es hat keine Stunde gedauert, bis ich von dem Gerät ziemlich begeistert war. Anders als bei Yoga Book 9i mit seinen zwei Bildschirmen gibt es keine Software-Handstände. Windows muss die Orientierung kennen und verkleinert den Bildschirm, wenn man die Hardware-Tastatur auflegt. Das erledigt der Lenovo Mode Switcher.
Ich habe ein kurzes TikTok-Video aufgenommen, in dem ich das Gerät mal in Bewegung zeige.
Das ist der Lenovo ThinkPad X1 Fold 16. Flexibles AMOLED-Display mit 16 Zoll Diagonale. Das ist der erste Laptop mit flexiblem Display, der mir richtig gut gefällt. #lenovo#thinkpad#x1#fold
Core i7-1260U, 32 GB RAM, 1 TB Storage, passiv gekühlt, also ohne Lüfter und lautlos. Die CPU ist also nicht mehr taufrisch und ohne aktive Kühlung kann man das Gerät nicht zu Höchstleistungen prügeln. So oder so, für mich allemal genug. Das Display löst 2024×2560 auf, wenn es ausgeklappt ist. Man sieht absolute keinen Falz, fühlt aber die Mechanik, wenn man quer zum Scharnier drüber streicht.
Die Tastatur mit Touchpad und Trackpoint hat keine Hintergrundbeleuchtung, da sie aus einer eigenen Batterie gespeist wird. Aufgeladen wird sie wie der Rechner über USB-C. Das kompakte 65W-Netzteil wird mitgeliefert.
Hier nochmal das (informative) Werbevideo von 2022:
Daumen hoch, das Gerät ist super. Ich werde jetzt mal mit der Bildschirmtastatur üben. Es gibt nur ein kleines Problem: Das Fold 16 ist brutal teuer. Mit 16 GB RAM und 512 GB Storage liegt der Listenpreis bereits bei 4949,01 €. Und auf einmal sieht ein Apple Vision Pro gar nicht mehr so teuer aus. Und das Modell, das ich hier habe, ist mehr als 5000 Euro teuer.
Lenovo makes three types of laptops: classic clamshells, 2-in-1s that fold over, and each year a really whacky one. Because they can. It’s not a concept. You will be able to buy one.
The ThinkBook Plus G5 Hybrid is a classic Windows clamshell which has a detachable screen that runs on Android. Plus some software to run Android apps right on the Windows desktop, when it is attached. When you detach the screen, you can connect the base to a separate monitor and now you have both a PC and a tablet.
I have no idea how this feels, but I am going to give it a spin when I get the chance. Lots of other announcements which you have to expect from the world’s largest PC maker, but this one stands out.
Recently I ranted about software updates for Lenovo Android gear. Maybe I should have done that earlier, because the Tab P12 Pro has received an upgrade to Android 13. That is good enough for me. There are usually 4 security updates per year, so it’s currently on the August patch level, but I expect another one before the year is out. Google will update its suite independent from Lenovo.
Manche Pressemitteilungen finde ich wirklich spannend:
09. August 2023 – Das Lenovo ThinkPhone by Motorola, ein für Geschäftskunden konzipiertes Smartphone, erhält neue Produktivitätstools. Gemeinsam kündigen Motorola und Microsoft zwei neue Funktionen für ThinkPhone-Nutzer an, mit denen sie von überall aus arbeiten können: vollständig integrierte Unterstützung für die Cloud-Funktionen von Windows 365 und Push To Talk-Integration mit der Walkie Talkie-Funktion von Microsoft Teams. Mit diesen Erweiterungen ist das ThinkPhone das ideale Telefon für den modernen Arbeitsplatz geworden.
Lenovo und Microsoft kooperieren hier, um aus einer Hand eine Lösung für “Frontline Workers” zu bauen, die keinen PC-Arbeitsplatz haben. Das Smartphone ist ihr wichtigstes Werkzeug. Das wird zentral verwaltet und gesichert. Dazu bekommt der Mitarbeiter Zugang zu einem Cloud-PC in Azure für Aufgaben, die einen größeren Bildschirm und Windows-Software erfordern.
Was hat dieser Mann auf dem Kran …… mit Clothing zu tun? 🙂
Das kann man auch mit Komponenten anderer Hersteller zusammenbauen, aber hier kommt alles aus einer Hand. Spannend. Das ist noch ein Vorankündigung. Verfügbarkeit “in a couple of weeks“.
Dieses ThinkPhone finde ich übrigens sehr spannend, genau wegen dieser Integrationen. Unternehmen haben für ihre Projekte gerne genau einen Ansprechpartner.