Stuff that works: Beyerdynamic DT 297 mit ZOOM PodTrak P4

Seit ein paar Wochen benutze ich ein Beyerdynamic Headset mit Kondensatormikrofon und bin davon so begeistert wie am ersten Tag. Robust, toller Klang und für mich superbequem. Ich habe allerdings nur mittelgroße Ohren. Sonst wäre es ein DT 797 statt einem DT 297 geworden. Bei Videokonferenzen ist das dicke Mikrofon sehr auffällig, der Radiosprecher-Klang aber auch. Der Popschutz fällt relativ leicht ab. Das habe ich durch ein Haushaltsgummi um die Sprechkapsel gelöst, das die Reibung zwischen der Kapsel und dem Schaumstoff erhöht. Seitdem ist es nicht mehr abgefallen.

Beyerdynamic DT 297 mit ZOOM PodTrak P4

Passend dazu habe ich einen PodTrak P4 von ZOOM, an dem auch mein Shure MV7 angeschlossen ist, das jetzt kaum noch zum Einsatz kommt. Ich benutze den PodTrak mit einem iPhone und einem iPad und habe damit alle vier Kanäle belegt. Egal ob Telefonat, Videokonferenz oder Clubhouse, dieses Setup kann einfach alles. Ich hatte beide Produkte schon vorher besprochen, will aber einmal festhalten, wie gut sie sich in der Praxis bewähren. Heute morgen habe ich zum Beispiel ein Kurzinterview mit Rafael Zeier aufgenommen und ihm mein lokales Audio geschickt, so dass er für sein Youtube-Video nicht den Ton vom iPad schneiden muss.

Kirche → Dorf

Große Aufregung, dass Apple nun beginnen will, in iCloud hochgeladene Bilder gegen eine Datenbank bekannter Kinderpornographie zu matchen. Was mich wieder zu der These bringt, dass alles erst dann wichtig wird, sobald Apple es auch macht.

Microsoft und Google tun es seit 2008, Facebook seit 2011 und Twitter seit 2013.

Das sind noch nicht mal alle Maßnahmen. Wer hat bessere Vorschläge, was man zum Schutz von Kindern unternehmen sollte?

Wiederherstellung meines SMS-Empfangs

Ich kämpfe aktuell mit dem RCS-Kompetenzteams von T-Mobile bei der Wiederherstellung meines SMS-Empfangs. Dabei habe ich eine Menge gelernt:

Grundsätzlich ist es so, dass der RCS-Standard aus Gründen des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre unserer Kunden es nicht erlaubt, Kunden-Informationen im Netz zu speichern. Grundsätzlich bleiben alle Informationen auf dem Endgerät der Nutzer, anders als bei anderen Messaging Diensten. Von diesem Prinzip wird nur an zwei Stellen abgewichen: Unser Netz weiß, welche RCS-Features von Ihrem Endgerät unterstützt werden, und wir haben einen Zwischenspeicher, falls das empfangende Endgerät eine Nachricht nicht entgegennehmen kann, z. B. wenn über Nacht ausgeschaltet oder im Roaming-Fall Daten ausgeschaltet sind.

Die Information, ob eine RCS-App de-installiert wurde, hat unser Netz z. B. nicht. Dadurch entsteht eine Unschärfe: für einen kurzen Zeitraum könnten Nachrichten, die an einen Ex-RCS-Nutzer gesendet werden, nicht ausgeliefert werden. Um zu verhindern, dass hier Nachrichten ‚verloren‘ gehen, wandelt das Telekom-Netz diese automatisch in SMS um – allerdings nur, wenn das empfangene Gerät ein Android ist, bei iPhones machen wir dies nicht, weil die SMS in die Standard-Inbox gehen würde und nicht in die Message+-App (Apple erlaubt es nicht, SMS in andere Apps zu lesen als ihre eigene). Die Konversation wäre sonst über verschiedene Apps verteilt. Ich weiß, dass dieses Verhalten sehr undurchsichtig ist. An vielen Stellen ist es einfacher, einen zentralen Dienste-Server und eine Client-Variante zu haben, das ginge jedoch zu Lasten des Datenschutzes.

In Ihrem Fall kommt ein Mix aus Endgeräten und Multi-SIM sehr ungünstig zusammen, da verhält sich RCS nicht so, wie Sie und ich uns das wünschen. Das verstehe ich, kann Ihnen aber versichern, dass solche Fälle wirklich sehr selten auftreten.

Der Mix aus Endgeräten besteht bei mir aus einem iPhone und einer Apple Watch. Ich gehe davon aus, dass das bei der Telekom bekannt ist. Das System kam ins Schwingen, als ich die SIM aus dem iPhone genommen und in ein Android-Gerät gelegt habe.

Ok – die Kollegen in der Technik haben manuell Ihre Nummer aus dem Capability Cache rausgenommen.

In der Reaktionskette könnte es durchaus auch noch andere Effekte gegeben haben, die einen Einfluss auf das, was Sie beobachtet haben, genommen haben (können):

Wenn Sie in Google Messages den Dienst abschalten, dann wird die RCS Capability in unserem System erst rausgenommen, wenn das Gerät eine Provisionierungsdatei ablehnt. Das kann bis zu 2 Wochen dauern, typischerweise sind das aber nur wenige Tage.

Wenn Sie die SIM aus dem Android-Gerät entfernt haben, das Gerät aber im WiFi verbunden blieb, werden die RCS-Nachrichten weiter an das Android Gerät gesendet werden…

Sie haben eine Multi-SIM, und die Telekom handhabt diese nach dem Active Paging Device Konzept: zu einem Zeitpunkt kann immer nur ein Gerät (bzw. eine SIM) als Messaging Device aktiv sein, alle anderen sind inaktiv. Heute morgen, als die Technik das überprüft hat, war Ihre Apple Watch als Active Paging Device konfiguriert. Dass Sie dann keine SMS- Nachrichten auf dem iPhone empfangen können erstaunt nicht…

Um die Wahrscheinlichkeit zu ermitteln, dass Ihre Konstellation bei anderen Kunden auftritt, würde ich folgende Überlegungen anstellen:

Die Anzahl der Subscriber im TDG-Netz mit Multi SIM liegt bei unter 2%.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein iPhone Nutzer Android Testgerät mit seiner Karte ausprobiert, liegt (hoch angesetzt) bei 10%

Die Wahrscheinlichkeit, dass der iPhone Nutzer auf seinem iPhone die Message+-App runtergeladen hat, liegt bei <1% (im TDG-Netz, VF und O2 bieten keine Message+ App an…)

Es kommt also selten vor, dass jemand in diese RCS-Falle läuft. Immerhin hat es das RCS-Team geschafft, mich wieder zu befreien, auch wenn mein Wunsch natürlich schwer zu verstehen ist, weil es ja RCS zum Durchbruch verhelfen will. 🙂

Meine Lektionen:

  • Mit *222# (Grüne Taste) legt man den SMS-Empfang auf das iPhone.
  • Ich lege nie wieder meine Telekom-SIM in ein Android-Gerät ein, weil diese Seite nämlich nur dann funktioniert, wenn Google das RCS selbst macht und nicht etwa die Telekom.
  • Ich empfehle weiterhin Signal, um diesen ganzen Quatsch zu vermeiden.

Was machen eigentlich HMD/Nokia und Motorola?

Nokia XR20: Langlebig, aber zu einem stolzen Preis

Ich hatte neulich ein paar Briefings von kleineren (!) Android-Herstellern. Motorola, einst der Pionier, gehört heute als Marke zu Lenovo und HMD Global hat die Marke Nokia lizensiert. Beide tummeln sich vor allem im Preissegment zwischen 100 und 200 Euro, bringen aber auch immer wieder ambitioniertere Produkte an den Start.

HMD Global wird mit dem Nokia XR20 ein langlebiges Produkt positionieren, das durch eine robuste Bauart und vier Jahre Updates überzeugt. Der Pferdefuß aber ist der Prozessor, weil HMD Global sich mit einem Snapdragon 480 begnügt, bei einem angepeilten Verkaufspreis von 500 Euro. Meine Faustregel: Der Preis in Euro muss immer unter dem Snapdragon-Typ liegen. 🙂

Motorola erneuert die Edge-Serie mit gleich drei Typen. Zum Preis des XR20 gibt es dort einen edge 20 mit Snapdragon 788. Für 200 Euro mehr nutzt das Edge 20 Pro dann den Snapdragon 870, den vivo auch im X60 Pro verwendet. Das Einstiegsmodell edge 20 lite dagegen kommt nur mit einem Mediatek-Prozessor.

Bei den Software-Updates hat HMD Global einen guten Track Record, Motorola nicht so sehr. Dafür gibt es hier auch Leistung für’s Geld. Ob das gegen Xiaomi, Oppo und vivo reicht, mag ich nicht beurteilen.

Motorola edge 20 pro mit Periskop-Zoom

Facebook’s Broken Vows

Collecting data and selling ads does not build community, and it turns out that bringing people closer together, at least in the way Facebook does it, makes it easier for them to hurt one another. Facebook wouldn’t be so successful if people didn’t love using it, sharing family photographs, joining groups, reading curated news, and even running small businesses. But studies have consistently shown that the more time people spend on Facebook the worse their mental health becomes. 

Jill Lepore, The New Yorker

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ThinkPad Reset Hole

Ich benutze ThinkPads, seit es sie gibt. Mein erster war das Modell 700, das in Deutschland in beige statt in schwarz geliefert wurde. Das glaubhafte Gerücht war, dass der Arbeitsschutz in Deutschand das erforderte.

In all den Jahren hat sich noch nie ein ThinkPad bei mir so festgefahren, dass ich ihn nicht mehr ausschalten konnte. Diese Woche aber ist er in einem Systemupdate hängengeblieben und ließ sich nicht mehr befreien. Also habe ich nachgefragt und tatsächlich noch etwas gelernt. Auf der Unterseit gibt es ein kleines Loch, durch das man mit einem SIM Ejector einen Resetknopf auslösen kann. Potzdaus!

Ich habe ein Messaging-Problem

Jeder hat ein Messaging-Problem. Email war easy. Ein Programm, ein Postkorb, alle Nachrichten. Dann kamen ICQ, AOL, Yahoo, und auf einmal wollte jeder seinen eigenen Garten beackern. Es gibt Client-Software, die das alles wieder integriert, aber das ist nur ein Pflaster auf’s Holzbein.

Aktuell habe ich ein RCS-Problem. Ich bekomme keine SMS mehr von Android-Handys.

RCS ist das, was sich die Carrier als Nachfolger des Goldesels SMS ausgedacht haben. Und es war ein totaler Flop. Dann hat sich Google der Sache angenommen und nach gefühlt drei Dutzend anderer Initiativen selbst RCS noch mal ausgerollt.

Was war mein Fehler? Ich habe meine eigene SIM in ein Android-Handy gesteckt und das hat mich fix beim Telekom-RCS angemeldet. Google hat eine Seite, wo man Googles RCS ausschalten kann, aber das geht bei mir nicht. “Contact your carrier”. Telekom ist nutzlos. “Sie müssen das in dem Android-Handy erst ausschalten”. Habe ich. Trotzdem kriege ich keine SMS mehr von Android. Habe auch mal “Message+” von Telekom installiert, dort aktiviert und wieder deaktiviert.

Wie einfach ist das doch beim iPhone. Da gibt es iMessage. Geht mit allen Apple-Nutzern. Und verschickt zuverlässig SMS, wenn die Zielnummer nicht im iMessage angemeldet ist.

Das Problem ist weitverbreitet und wahrscheinlich weißt Du nicht mal, dass es existiert.

From my inbox

Unerwartetes Überraschungspaket aus Schweden. Was kann das sein? Zound Industries (Marshall Headphones)? Nein, die kommen ja aus Bratislava in der Slowakei. Absender: Federico! Und damit habe ich eine Ahnung, was drin sein könnte. Schnell aufreißen. Keine Chance. Alles mit Panzertape verklebt. Aber dann: Eine Sammlung Lakritz, die ich noch nie gesehen habe. Ich freue mich, lieber Federico! Die werde ich mir hoffentlich gut aufteilen.

I broke my Major IV and Marshall replaced it

Vor zwei Wochen war ich für drei Tage verreist und habe meinen sehr leichten Marshall Major IV dabei gehabt. Die Wahl war einfach: bequem, weich, leicht und riesiger Sound. Am zweiten Tag bemerkte, dass ich ihn nicht mehr ausschalten konnte. Obwohl ich kein Ladekabel eingesteckt habe, war das kein Problem. Der Kopfhörer läuft mit einer Ladung 80 Stunden durch. Was war passiert? Der Kontrollknopf registrierte keinen Druck mehr. Die genauere Inspektion zeigt, dass er sich im Gehäuse gelöst hatte.

Kontrollknopf lose

Nach meiner Rückkehr habe ich auf der Website einen Garantiefall angemeldet und Marshall Headphones hat nur ein paar Daten abgefragt: ein Foto des QR Codes mit der Seriennummer, hinter einem der abnehmbaren Kissen versteckt, ein Bild des Kopfhörers auf einem Blatt Papier mit meinem Namen (handschriftlich), Adresse und Telefonnummer und Kaufbeleg. Das war’s. Keine weiteren Fragen nach warum und wieso.

Drei Tage später brachte DHL Express den Ersatzkopfhörer.

Neu und alt: zwei Marshall Major IV, rechts mit V-MODE BoomPro

Den kaputten Kopfhörer darf ich behalten und werde ihn in Zukunft mit dem sehr preiswerten und hervorragend klingenden V-MODA BoomPro Mikrofon benutzen. In dieser Betriebsart ist der Kontrolknopf ohnehin ohne Funktion.

Das war ein vorbildlicher Service. Vielen Dank.

HomePod schläft wieder

Mit dem Update der Software von AppleTV und HomePods auf Version 14.7 kann der verbundene HomePod endlich wieder gut schlafen. Nach der Einführung der automatischen Wiedergabe des AppleTV-Tons auf den oder die verbundenen HomePods ging das Display nicht mehr aus. Das scheint nun behoben zu sein und Plus/Minus leuchten nur noch nach “Hey Siri” oder wenn die HomePods auch etwas abspielen.

8 types of USB-C cables – Yet they all look exactly the same

There are currently 8 types of USB-C cables defined. Benson Leung’s post lists them and explains how they relate to power and data transfer rates. Drawing from that we can observe that cables differ in two dimensions. The first is the kind of data signaling a cable supports, and the second is the amount of current it can carry. Based on this we can give data signaling colors.

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Duplikate aus einer Playlist entfernen

Meine Playlist “House” in Apple Music hatte einen Fehler. Statt ca 2500 Tracks enthielt sie mehr als 3900 Einträge. Die Differenz waren Doubletten. Da es keine Funktion gibt, diese Doppeleinträge zu löschen, habe ich die alte Playlist mit SongShift als JSON exportiert, um die Doubletten zu entfernen.

Problem: Wie macht man das? Frank Köhntopp hatte den entscheidenen Tipp. jq kann das, und mit jqplay sogar interaktiv.

jq ‘map( .tracks |= unique_by(.isrc) )’

Ein paar Clicks später konnte ich das bereinigte JSON in eine neue Playlist importieren: Et voilà, 250 Stunden House.

Beyerdynamic DT 297 – Erste Eindrücke

Bei unseren Soundchecks bei Clubhouse sind mir immer wieder die Headsets von Beyerdynamic positiv aufgefallen, sodass bei mir der Wunsch aufkam, die einmal selbst zu testen. Beyerdynamic hat mir daraufhin ein DT 297 zur Ansicht ausgeliehen, das heute ankam. Leider kann ich es noch nicht anschließen, denn es wird offenbar stets ohne Kabel ausgeliefert. Ich habe nun einmal nachgefragt, wie wir weiter verfahren wollen. (Update: Beyerdynamic hat das Kabel per Express nachgeliefert und ich kann nun anfangen, etwas über die Aufnahmequalität zu schreiben.)

Beyerdynamic DT 297

Drei verschiedene Headsets kamen für mich in Frage: Das DT 297 mit Kondensatormikrofon, das eine Speisespannung vom Mischpult verlangt, das DT 797 mit starker Isolierung von Nebengeräuschen wie bei einem Gehörschutz oder das Gaming Headset MMX 300, das über einen einfachen TRRS-Klinkenanschluss mit 3,5mm an jedes Handy oder jeden PC anschließbar ist.

An dieser Stelle wird das Kabel angeschraubt. Diese Sicherung zeigt: Das ist robuste Technik.

Die robuste Technik gefällt mir, und auch die mit Frottee bezogenen Ohrpolster. Die sind allerdings so klein geraten, dass sie nur für kleine und mittlere Ohren taugen. Ich habe auch noch nicht versucht, den Kopfbügel aufzubiegen. Im Auslieferungszustand drückt er kräftig auf den Schädel.

Wer große oder abstehende Ohren hat, ist definitiv mit dem DT 797 besser beraten. Dort ist das Kabel auch bereits enthalten. Die Ohrpolster sind allerdings aus Kunstleder, man kann sie aber auch gegen die Frottee-Polster des DT 770 tauschen. Vorbildlich: Bei Beyerdynamic kann man alle Ersatzteile einzeln kaufen und selbst tauschen. Hier wird noch geschraubt und wenig geclipst.

Scharfkantiges Plastik, schlechte Passungen, liederlich verbaut. Jeder Privatkunde würde das sofort zurückgeben. Bei Profis dagegen zählt vor allem die Leistung.
Das Anschlusskabel besteht aus zwei Kabeln in einem gemeinsamen Schlauch mit einem robusten Anschluss am Headset. Da beide Kabel einzeln gefasst sind, kann man den Schlauch weiter auftrennen, falls die Anschlüsse zu weit auseinander liegen. Das Mikrofon benötigt einen XLR-Port mit Phantomspannung an einem Interface oder einem Mixer, der Kopfhörer hat eine 1/4″-Klinke. Das 1,5 m lange Kabel wiegt so viel wie ein Handy (180 g).
Am Beringer Flow 8 passen die Stecker perfekt …
… beim Zoom PodTrak P4 muss ich etwas tricksen, weil alle Mikrofone oben und alle Kopfhörer unten angeschlossen werden. Da ich ohnehin von 1/4″ auf 1/8″ übersetzen muss, gleicht der Adapter den Abstand aus.

Jetzt wissen wir alles, was man anfassen kann. Aber was ist mit dem Klang? Der Kopfhörer ist – wie bei Beyerdynamic üblich – über jeden Zweifel erhaben. Neutraler Klang ohne Übertreibungen. Und was das Mikrofon aufnimmt, kann ich Euch ein paar Aufnahmen demonstrieren:

Zunächst als Referenz mein dynamisches Mikrofon Shure MV7, das allein so viel wie das ganze Headset kostet.
Im direkten Vergleich das Beyerdynamic DT 297, das mich sehr überzeugt.
Schwierig wird es, wenn man nicht in einem schalltoten Raum sitzt. Das Kondensator-Mikro nimmt gnadenlos alles auf. Man hört mich nur deshalb deutlich heraus, weil der Abstand zu meinem Mund nur ein paar Finger breit ist, zu den Lautsprechern aber jeweils 1,5 Meter beträgt.

Ihr müsst euch unbedingt noch mal den Mikrofon-Vergleich beliebter Bluetooth-Headsets anhören, um die phantastische Qualität des Beyerdynamic einordnen zu können.

Sieht man mal von der eher militärischen Anmutung ab, ist das robuste DT 297 sehr zu empfehlen. Ich werde es jetzt mal so lange an meinem PodTrak betreiben, wie Beyerdynamic es mir lässt. In jedem Fall ist das weniger Kabelsalat als ein an einem Galgen hängenden Shure MV7 und zusätzlichen Shure-Headphones. Die Montage des sehr empfindlichen Mikrofons an einem flexiblen und robusten Arm sorgt dafür, dass die Positionierung stets perfekt ist. Die Aufnahmequalität ist podcast-tauglich, aber man sollte Nebengeräusche meiden.

Für Business-Konferenzen ist das Overkill, vor allem fehlt der Mute-Button am Headset und jegliche Call Control. Im Video wirkt man auch etwas wie ein Fernseh-Kommentator. Achtet mal bei Sportveranstaltung auf die Headsets der Kommentatoren. Da seht ihr viele DT 297 und DT 797.