Likes streicheln, Retweets wirken

Tweets werden nicht allen Followern angezeigt. Das würde auch gar nicht gehen, wenn jemand Hunderten von Accounts folgt. Ihr seht also stets nur einen Ausschnitt Eures Twitter-Streams. Ich folge deshalb nur weniger Accounts, da hat Twitter nicht so viel Auswahl, was mir präsentiert wird.

Das machen Andere anders. Man kann zum Beispiel möglichst vielen anderen Accounts folgen, um möglichst viele Follow-Backs zu bekommen. Es gibt dazu jede Menge Seminare. Was ich Euch aber empfehlen kann, ist “Like & Retweet”, wenn ein Tweet mich euch resoniert. Das führt dazu, dass er häufiger angezeigt wird.

Das Like ist dabei eine Streicheleinheit für den Autor, der Retweet aber erhöht die Reichweite. Das sieht man eindrucksvoll bei diesen beiden Tweets. Der linke wurde zu diesem Zeitpunkt ca. 2300 mal retweetet, der rechte “nur” 153 mal. Weniger Impressions (Anzeigen) und viel weniger Engagements (Interaktionen).

TweetDelete.net – Alte Tweets löschen

Obwohl ich seit beinahe 14 Jahren bei Twitter einen Account habe, gibt es dort stets weniger als 200 Tweets zu lesen. Das liegt daran, dass ich automatisch alle Tweets nach einer Woche löschen lasse, mit wenigen Ausnahmen. Niemand liest alte Tweets, es sei denn, er will etwas gegen Dich in der Hand haben. Irgendein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat wird man schon auftreiben, wenn es nur genug Material gibt. Darum sind Tweets bei mir flüchtig. “Tweets are ephemeral” steht auch gleich in der Bio.

Das automatische Verfahren ist etwas aufwändig, aber nun gibt es einen Service, der das für Euch erledigt: TweetDelete.net. Der Service ist Freemium, d.h. man kann ihn kostenlos nutzen oder gegen eine Einmalzahlung von 15 Euro in vollem Umfang.

Lest die FAQ. Es gibt eine technische Restriktion in der Twitter-API. Man kann nur die letzten 3200 Tweets automatisch abfragen, um daraus die Löschkandidaten zu ermitteln. Der Service umgeht diese Einschränkung mit Eurer Hilfe.

Die automatische Löschung funktioniert bei mir einwandfrei. Twitter ist da viel offener als Facebook oder LinkedIn, wo es für mich deutlich schwieriger war, den Müll rauszutragen. Ja, die Accounts existieren noch, aber lediglich als Brachen.

In meinem Kopf

Letzte Woche war ich verreist. Das war superanstrengend für mich, an der Grenze meiner Leistungsfähigkeit. Hatte zwei Autofahrten von ca. 600 km in jede Richtung, mit wenig Schlaf dazwischen. Danke an Thomas, Nils und Ralf, bei denen ich kurz Station machen konnte. Ohne Euch hätte ich es nicht geschafft. Übrigens auch nicht ohne die ganzen Helferlein, die vorgeschriebene Geschwindigkeiten und Abstände einhalten.

Seit dem gehen mir viele Dinge durch den Kopf:

  • Der Irrsinn auf den Autobahnen mit 50 Geschwindigkeitregelungen auf 150 km Strecke, 120, 100, 80, 60, unbegrenzt, 120, 100 bei Nässe etc. Zwischen den Baustellen dann die hirnlose Raserei mit “Stadtgelädewagen”, die nicht mal auf die Spuren in Baustellen passen. Es gab mehr als ein Dutzend Vorfälle, wo rasende Autofahrer meinen Tod billigend in Kauf genommen hätten. Ungeahndet natürlich.
  • Eine moralisch korrupte UEFA, die mitten in der Pandemie ihren Zirkus vor Zuschauern aufführt. Wer sehen will, wie Männer unfähig sind, vernunftbegabt und verantwortlich zu handeln, muss sich nur die Szenen mit den “Fans” anschauen.
  • Ein Wiederaufflammen der Pandemie in den Niederlanden, wo vor knapp zwei Wochen alle Restriktionen aufgehoben wurden. Seitdem kachelt Corona dort durch die ungeimpfte jugendliche Bevölkerung.

Nun beginnt die gefährlichste Phase der Pandemie. Die Ungeimpften werden in den nächsten Monaten durchseucht, weil die Solidarität schwindet. Die bereits privilegiert Geimpften pochen auf ihre “Freiheiten”, der Rest kann sehen, wo er bleibt. Das sind vor allem die jungen Menschen, denen wir dann eine in die Klimakatastrophe gewirtschaftete Erde überlassen.

Ich wünsche mir mehr natürliche Intelligenz. Und damit bin ich hoffentlich nicht allein.

Divoom Pixoo – ein herrlicher Spaß

Vor einer Woche erreichte mich die Anfrage einer Agentur, die mir Testsamples von Divoom anbot. Ich habe mir das einfachste ausgesucht: Das Divoom Pixoo, ein 16 x 16 Pixel großes LED-Display. Es gibt viele andere Modelle, etwa verbunden mit einem Lautsprecher.

Das Display verbindet sich mit Smartphone per Bluetooth, wird per USB-C geladen und läuft ohne Stromversorgung ca 6 Stunden. Es gibt jede Menge Funktionen wie Uhr, Kalender, Notifications etc. aber eigentlich ist das nur ein großer, wunderbarer Blödsinn. Die animierten Grafiken kann man selbst erstellen, aber es gibt eine riesige Community von Pixelart-Künstlern, deren Werke man herunterladen und dann auf dem Display installieren kann.

Braucht man das? Höchstwahrscheinlich nicht, aber bei mir wird es jetzt immer wieder in Videokonferenzen auftauchen. 🙂

Apple Sports Loop in 22 Nationalfarben

Neue Sport Loop Armbänder und passende Zifferblätter zum Herunterladen in auffälligen Designs repräsentieren 22 Nationen aus aller Welt

Die Zifferblätter kann man direkt bei Apple herunterladen

Die Zifferblätter werden durch den Scan eines Codes von der Packung heruntergeladen. Alternativ geht man auf die Apple Watch Seite (US), scrollt nach unten bis zu der International Collection und wählt dort “see the countries” und kann dann individuell das Watch Face herunterladen.

Hier sind die Direktlinks: Australien, Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Jamaika, Japan, Kanada, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Russland, Schweden, Spanien, Südafrika, Südkorea, USA.

Impfnachweis im Wallet

Man kann seinen Impfnachweis einfach im Wallet ablegen, ohne eine App zu installieren. Entscheidend ist der QR Code, in dem das Zertifikat liegt. Marvin Sextro hat eine Open Source Browser-App geschrieben, die ein Bild des QR Codes entgegennimmt und daraus einen Eintrag im Wallet erzeugt. Die Verarbeitung passiert lokal. Wer dem nicht traut, kann den Source Code von Github herunterladen und selbst installieren.

Auf iOS muss man Safari verwenden, sonst gibt es Fehlermeldungen. Man muss auch nicht das ganze Blatt einscannen, sondern nur den QR Code. Ich habe grün als Hintergrund gewählt, das sieht so nach positivem Bescheid aus. 🙂

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Surface Pro X on Windows 11 and Office 365 Insider

I made a leap of faith today with my Surface Pro X onto Windows 11 Preview and Office Preview. This machine is running Windows on a Snapdragon Chipset instead of Intel/AMD and Windows 11 brings support for lots of apps that would not run before. Now I have Office 64-bit native and Affinity Photos running on this machine and it really makes it whole.

And pretty. So pretty.

EU erlaubt Datenexport nach Brexitannien

The Commission has today adopted two adequacy decisions for the United Kingdom – one under the General Data Protection Regulation (GDPR) and the other for the Law Enforcement Directive. Personal data can now flow freely from the European Union to the United Kingdom where it benefits from an essentially equivalent level of protection to that guaranteed under EU law.

Pressemitteilung der EU

Ein weiteres Kapitel in diesem absurden Theater.

Cisco 730 :: Ein Konferenz-Headset ohne Mikrofonbügel

Letzte Woche meldete sich ein Agenturmitarbeiter bei mir, um mir ein Produkt seines Kunden Cisco zum Test anzubieten. Das fand ich gleich doppelt bemerkenswert. Erstens hatte er kürzlich negative Erfahrungen mit mir gemacht, weil ein anderer Kunde außer einer Pressemitteilung nichts anzubieten hatte, und zweitens hatte er sich insoweit informiert, dass ihm klar war, dass ich mich mit Kopfhörern intensiv beschäftige. Das kriegen andere nicht unbedingt hin. Sony & Beats, looking at you.

Ein Cisco 730 sollte ich mir anschauen, also ein Headset zum Telefonieren, aber ohne Mikrofonbügel. Ich fragte nach, ob der Kunde wisse, dass ich das ernsthaft prüfe. Kurze Zeit später die Antwort, ja, der Kunde wisse, was er tue und sei zuversichtlich, dass das Produkt gut abschneidet. Nun denn, her damit. Freitagmorgen brachte das gelbe DHL-Auto Kopfhörer und Dock, wie üblich bei Enterprise-Produkten alles schmucklos in braunem Karton verpackt. Ich muss sowas nur in die Hand nehmen, um festzustellen, das hat Substanz. “Herr Weber kann zwei Dutzend Headsets am Gewicht erkennen” oder so ähnlich.

Fluchs ausgepackt halte ich ein rechteckiges Case mit Kopfhörer, einem USB-A Adapter und zwei Kabeln (Audio TRS 3,5 mm und USB-A auf USB-C) in der Hand.

Sehr clever gemacht: Der Raum im Bogen des Kopfhörers ist von außen hinter einem elastischen Mesh zugänglich. So kann man auf Reisen den Kopfhörer rausnehmen, das Case schließen und bei Bedarf ein Kabel ziehen, ohne das etwas aus dem Case verloren geht. Eine kleine Aussparung lässt den Finger hinter den Bund greifen. Eine wunderbare Lösung.

Das Desktop Dock ist ähnlich schick gemacht. Im Flat Pack besteht es noch aus zwei Teilen, die man zusammensteckt: Eine solide Metallplatte, dazu das rechteckige Teil, mit einer LED, die aufleuchtet, wenn das Headset sitzt.

Drei Kontakte stellen die Ladeverbindung her. Auf der Kopfhörerseite muss man mit der Lupe suchen, um sie zu finden. Die linke Hörmuschel muss rein, der kleine Nippel verschwindet im Audio-Anschluss, dann passt alles. Mit dem Dock kommt ein weiteres USB-Kabel, aber wie beim Headset kein Ladegerät.

Die Ohrmuscheln sind klein und gut gepolstert. Sie liegen auf den Ohren auf und schließen diese mit sanftem Druck. Man erkennt auch ohne nach L und R zu suchen, was links und rechts ist. Da sich die sechs Mikrofone nach vorne orientieren, um die eigene Stimme aufzunehmen, muss die Nase nach vorne zeigen.

Auf dem linken Ohr ist ein einzelner Button für die Anrufkontrolle: Tippen um anzunehmen, doppelt um abzulehnen, lange um aufzulegen. Dazu gesellen sich Audio- und USB-Anschluss. Das Audiokabel enthält kein Mikro und hat nur drei Kontakte (TRS) und taugt deshalb nur zum Hören, aber nicht zum Telefonieren. Dazu kann das Headset per USB nicht nur geladen sondern auch angeschlossen werden. Im PC oder Mac taucht es dann als USB-Headset mit Mikro auf.

Auf der rechten Ohrmuschel sind fünf Buttons für Laut/Leise, Vor/Zurück und Play/Pause. Durch Doppeltippen des mittleren Buttons ruft man Siri & Co auf.

Vor dem linken Ohr sitzt der Knopf zum Stummschalten des Mikrofons. Spricht man im stummgeschalteten Modus, dann warnt das Headset über einen Ton oder eine Ansage. Eine LED leuchtet als weiterer Hinweis auf diese Sperre, aber die sieht man ja nicht, wenn man das Headset trägt. Hinter dem Ohr ist der Hauptschalter und zwei LEDs für Ladezustand und Bluetooth-Pairing-Modus.

Auf der rechten Seite befindet sich nur ein Schalter, der die aktive Geräuschunterdrückung oder den Transparentmodus einschaltet. Beides wirkt wie bei On-Ears für den Büroalltag eher verhalten. Das Headset hat Sensoren, die erkennen, ob man es trägt und kann beim Auf- und Absetzen schalten. Das gesamte Verhalten lässt sich über eine App konfigurieren.

Soweit alles perfekt. Die Musik klingt prima, aber was ist mit dem Mikro? Daran kann ich Euch teilhaben lassen. Headset aufsetzen und selber lauschen.

Als Basis ein Apple AirPods Max, der perfekt zum Hören, aber nur durchschnittlich zum Telefonieren geeignet ist.
Als Referenz der Poly Voyager Focus 2, das sich von dem Radio überhaupt nicht beeindrucken lässt.
Und nun der Cisco 730, der sich auch ohne Mikrofonarm hervorragend schlägt.

Ich bin mächtig beeindruckt. Das habe ich nach Erfahrungen mit anderen Headsets so nicht für möglich gehalten. Brummgeräusche, Straßenverkehr sind geradezu einfach gegen fremde Stimmen. Dieses Headset aber drückt ein Radio weg, das einen Meter entfernt lauter spielt als ich spreche.

Editor-refuses-to-give-it-back Award! Ich darf es erst mal behalten und werde von meinen Erfahrungen nach ein paar Wochen wieder berichten.

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